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Veröffentlicht am 15.09.2021

Ein Blick hinter die Fassade von Vollidiot-Cayden - und er lohnt sich!

Free like the Wind
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Meine Meinung
Da mir »Wild like a River« von Kira Mohn nicht so gut gefallen hat, wie ich erwartet hatte, war ich einerseits gespannt, ob »Free like the Wind« besser wird oder ob viele Szenen auch wieder ...

Meine Meinung
Da mir »Wild like a River« von Kira Mohn nicht so gut gefallen hat, wie ich erwartet hatte, war ich einerseits gespannt, ob »Free like the Wind« besser wird oder ob viele Szenen auch wieder wie auf Vorspultaste geschrieben sind und die Nebencharaktere blass bleiben.

Nach dem Lesen kann ich sagen: Ich bin so froh auch Band 2 eine Chance gegeben zu haben. Es hat sich wirklich gelohnt. Band 2 toppt Band 1 um Längen! Und ihr werdet Cayden lieben. Ich weiß, in Band 1 war er absolut kaum zu ertragen, aber gebt ihm eine Chance und werft einen Blick hinter seine Fassade. Er hat es verdient.

Hier drei Punkte, warum das Buch sehr viel besser als sein Vorgänger ist:

Erstens: Für einzelne Szenen wird sich wesentlich mehr Zeit genommen. Sowohl in Edmonton als auch im Jasper National Park kann man die Handlung und auch die wunderschöne Natur richtig genießen. Es war wirklich schön, mit Rae und Cayden durch den Wald zu wandern und zu erleben, wie die beiden sich allmählich näherkommen. Womit wir zu Punkt zwei kommen.

Zweitens: Im ersten Band ist ja schon zum Teil durchgeklungen, wie groß Caydens Menschenkenntnis ist und das merkt man in diesem Buch noch einmal mehr. Aber auch Rae kann da locker mithalten. Ich liebe es, Bücher zu lesen, in denen die Spannung nicht daraus besteht, dass der eine nicht weiß, was der andere verbirgt. Die beiden lesen im jeweils anderen wie in einem offenen Buch und trotzdem wird es nie langweilig. Die Dynamik der beiden ist toll, weil sie sehen, dass diese teils feindseligen Reaktionen nichts mit einem persönlich zu tun haben. Es gibt keine Missverständnisse, gekränkten Gefühle und daraus resultierendes tagelanges Schmollen. Und wenn der eine nicht reden will, wird das vom anderen respektiert. Ich bin einfach begeistert von Rae und Cay und habe regelmäßig mit beiden mitgelitten.

Drittens: Wenn ihr Band 1 gelesen habt, dann wisst ihr, wie unerträglich Cayden da war. Der Typ Mensch, den man wirklich nicht näher kennenlernen möchte. Gerade deshalb war ich sehr gespannt auf »Free like the Wind«. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob Kira Mohn es schaffen wird, dass man Cayden mag, ohne dass er einem komplett Out-of-Character vorkommt. Und ja, sie hat es geschafft. Wie viel doch ein Blick hinter die Kulissen ausmacht. Cayden ist auch in diesem Buch ein absoluter Frauenheld und für Außenstehende mag es immer noch wirken, als wären ihm die Gefühle sämtlicher anderer Menschen egal, aber als Leser, der Einblick ins Innenleben von ihm erhält, sieht das anders aus.

Ich habe innerlich so sehr mit Cayden mitgelitten, weil er eigentlich wirklich kein schlechter Mensch ist. Er ist einfach nur zutiefst zerstört und überfordert mit seinem Leben. Seine Background-Story ist es definitiv wert, erzählt zu werden. Gleiches gilt für Rae. An dieser Stelle also noch einmal: Gebt dem Buch eine Chance. Ich bin sicher, ihr werdet es nicht bereuen.

Fazit
Obwohl mir »Wild like a River« nicht so gut gefallen hat, konnte Kira Mohn mich mit »Free like the Wind« völlig für sich einnehmen. Ich liebe das Setting. Ich bin endlich warm mit dem Stil geworden, der definitiv ausführlicher ist als in Band 1. Und ich habe sowohl Rae als auch Cayden tief in mein Herz geschlossen. Die beiden haben in ihren jungen Jahren schon einiges grausames durchmachen müssen und es war einfach schön zu sehen, wie sie im Laufe des Buches zueinander finden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2021

Authentischer Wohlfühlroman mit spritzigen Dialogen

Keeping Dreams
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Meine Meinung
Vier Monate musste ich auf den zweiten Teil der Keeping-Reihe von Anna Savas warten und es hat sich voll und ganz gelohnt. Um Julian und Lily kennenzulernen, hätte ich, wenn nötig, auch noch ...

Meine Meinung
Vier Monate musste ich auf den zweiten Teil der Keeping-Reihe von Anna Savas warten und es hat sich voll und ganz gelohnt. Um Julian und Lily kennenzulernen, hätte ich, wenn nötig, auch noch vier weitere Monate und länger gewartet. Zum Glück musste ich das nicht. In der Danksagung von »Keeping Dreams« sagt Anna Savas Folgendes: »Ich glaube, mir hat noch kein Buch beim Schreiben so viel Spaß gemacht wie dieses hier, und ich hoffe, man merkt es.«

Hier die Antwort: Ja, das tut man. Ohne jeden Zweifel.

Auf dieses Buch war ich vor allem deshalb gespannt, weil der Klappentext das Wort ›Balletttänzerin‹ beinhaltet. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass es gar nicht so viel ums Tanzen ging, wie ich erwartet habe, (obwohl sich doch schon ein entscheidender Teil darum gedreht hat) aber erstaunlicherweise macht mir das gar nichts aus. Das Buch war wie Teil 1 ein richtiger Wohlfühlroman.

Wie bei »Keeping Secrets« wird die Geschichte aus Sicht von beiden Hauptprotagonisten erzählt, weshalb man als Leser sowohl Lily als auch Julian richtig gut kennenlernt. Ich war beeindruckt, wie lebensecht Lily bereits auf den ersten paar Seiten wirkt. Ihre Gedanken, Gefühle und die Interaktion mit anderen Menschen wirkten auf mich sehr realistisch, weshalb ich der Autorin hiermit meinen höchsten Respekt zolle. Besonders Wutausbrüche und andere Szenen, in denen starke Emotionen im Spiel sind, finde ich sehr schwierig zu schreiben und habe deshalb auch beim Lesen hohe Ansprüche an solche Szenen. Anna Savas erfüllt jede bis in kleinste Detail.

Schon die ersten paar Seiten haben mich gefesselt und zum Glück hat es ja auch nicht lange gedauert, bis Julian und Lily sich kennenlernen. Ich würde mich selbst nicht als einen Enemies-to-Lovers-Roman-Fan halten, aber wie die beiden sich am Anfang angefaucht haben, war einfach nur göttlich. Besonders die Sache mit den Schuhen. Und dann wurde das Blatt Stück für Stück gewendet und man durfte spüren, wie sich das aggressive Brodeln in ein anziehendes Knistern verwandelt.

Julian ist auch der Grund, warum meine Liste der Book-Boy-Friends, mit denen niemals ein realer Kerl mithalten kann, um einen Punkt verlängert wurde. Ich an Lilys Stelle hätte ihm auch nicht auf ewig widerstehen können. Jedes Mal, wenn er etwas süßes gemacht hat, musste ich innerlich seufzen.

Das Einzige, was mich ein winziges bisschen stört, was mit der Geschichte an sich aber nichts zu tun hat, ist der Punkt, dass im Klappentext mal wieder Dinge erzählt wurden, die so überhaupt nicht zutreffen. Ja, Lily und Julian arbeiten zusammen in der gleichen Projektgruppe, aber in völlig unterschiedlichen Aufgabenteams und haben, was das angeht, quasi gar keine Berühungspunkte in der Geschichte. Das macht nichts, denn die Geschichte ist auch so großartig, aber ich muss das erwähnen, weil ich es nicht mag, wenn im Klappentext Dinge stehen, die einfach nicht zutreffen.

Ansonsten, wie gesagt, eine tolle Geschichte und ich freue mich schon auf Jamies und Ellas Geschichte, deren Story in diesem Buch schon leicht angeklungen ist. Ich glaube, die beiden werden mein liebstes Couple der Reihe.

Fazit
»Keeping Dreams« konnte mich ebenso begeistern wie »Keeping Secrets«. Anna Savas schafft es mit ihrem klaren, zarten und doch sehr emotionalem Schreibstil, dass einem die Gefühle der Protagonisten unter die Haut gehen. Ich habe mit Julian und Lily gelitten und mitgefiebert und mich so sehr über ihr perfekt gelungenes Happy End gefreut. Vielen Dank für diese tolle Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2021

Wohlfühlroman!

Keeping Secrets
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Meine Meinung
Zuerst mal muss ich sagen, dass mich das Cover und die Struktur von »Keeping Secrets« total begeistern. Meiner Meinung nach bisher das schönste Cover im Jahr 2021. Allein deshalb konnte ich ...

Meine Meinung
Zuerst mal muss ich sagen, dass mich das Cover und die Struktur von »Keeping Secrets« total begeistern. Meiner Meinung nach bisher das schönste Cover im Jahr 2021. Allein deshalb konnte ich das Buch während des Lesens gar nicht aus der Hand legen. Es hat sich viel zu schön angefühlt.

Aber nicht nur die Optik ist schön, auch die Geschichte an sich hat mich gefesselt. Anna Savas Schreibstil ist leicht und locker, besitzt aber den nötigen Tiefgang und ihre Worte sind kraftvoll. Beim Lesen sind die Gefühle der einzelnen Charaktere und die Stimmung in den Szenen durch die Sätze hindurch teilweise erschreckend greifbar – ob es nun Glück, Trauer oder Lust ist, man spürt die Emotionen unter der eigenen Haut und bekommt direkt zu Beginn ein Gefühl für die Charaktere, weil die Geschichte sowohl aus Tessas als auch aus Coles Sicht erzählt wird. Und irgendwie könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Während Tessa eher in sich gekehrt ist und über alles grübelt, nimmt Cole kein Blatt vor den Mund und handelt meist nach Bauchgefühl.

Mir war Tessa sofort zum sympathisch. Man merkt, dass sie einige Päckchen mit sich herumschleppt, das aber niemandem zeigen will, niemandem zeigen kann. Und trotzdem versucht sie die freundliche, fröhliche Tessa zu sein und anderen sogar noch Gutes zu tun, nicht aus Heuchelei oder um gute PR zu bekommen, sondern weil sie einfach so ist. Jemand, der die Bedürfnisse anderer über seine eigenen stellt.

Cole war der angenehme Gegenpol dazu. Er spricht zuerst, bevor er denkt (nicht immer von Vorteil für ihn), ist ansonsten aber ein echt liebenswürdiger Kerl, den man schnell ins Herz schließt. Was mir an ihm besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass er zuerst kein so positives Bild von Tessa hatte, aber offen genug war, um seine Meinung zu revidieren. Aber auch er hat wie Tessa ein Päckchen mit sich herumzutragen und muss lernen, für sich selbst einzustehen.

Es hat mir unglaublich viel Freude bereitet, zu sehen, wie die beiden miteinander umgegangen sind, wie sie enger wurden und Gefühle füreinander entwickelt haben. Und dann wie sie miteinander und durch den anderen an ihren Problemen gewachsen sind.

Fazit
Dieses Buch war ein pures Wohlfühlbuch und ich freue mich so sehr mit Julian und Lily an die Faerfax University zurückzukehren. Anna Savas überzeugt durch einen einfachen, aber sehr emotionalen Schreibstil, bei dem einen die Gefühle auf der Haut prickeln. In »Keeping Secrets« vereinen sich enge Freundschaften mit wichtigen Themen und einer Prise Humor, weshalb ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2021

Statt süßem Liebessong perverser Briefwechsel

The Story of a Love Song
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Meine Meinung
Ich bin von »The Story of a Love Song« leider maßlos enttäuscht. Dem Titel entsprechend habe ich eine wirklich süße Liebesgeschichte mit gefühlvollem Briefwechsel erwartet. Gespräche mit ...

Meine Meinung
Ich bin von »The Story of a Love Song« leider maßlos enttäuscht. Dem Titel entsprechend habe ich eine wirklich süße Liebesgeschichte mit gefühlvollem Briefwechsel erwartet. Gespräche mit Tiefgang und eine authentische Traumabewältigung. Tja, bekommen habe ich wirklich perverse Briefe, wie sie mit 13 das erste Mal einen Orgasmus hatte, während sie mit einem McDonalds Furby Schlüsselanhänger masturbiert hat. Nein, Danke!! Bis Seite 70 habe ich es geschafft, dann war mir das Buch wirklich zu ekelhaft. Luca und Griffin haben sich acht! Jahre nicht gesehen, dann schreibt er ihr wieder, sie antwortet und sofort gehen sie zu perversen Sexfantasien über a lá »Stehst du auf eine rasierte Muschi oder lieber ein wilder Busch?« oder »Bevorzugst du unbeschnittene Penisse oder beschnittene?« Wo bin ich da bitte gelandet? Im Englischen heißt das Buch »Dirty Letters«, der Titel hätte mich wenigstens vorgewarnt oder davon abgehalten das Buch zu kaufen, hätte ich das früher gewusst. Der deutsche Titel weckt völlig falsche Erwartungen. Einfach nur schade. Hatte mich wirklich auf das Buch gefreut. Da die anderen Bücher von Vi Keeland und Penelope Ward noch schlimmer sein sollen, wird das wohl auch mein einziges Buch bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2021

Bühne frei für Softboy Emmett

What if we Stay
1

Meine Meinung
Der erste Band der »What if-Reihe« von Sarah Sprinz hat mir zugegebenermaßen nicht so gut gefallen, deshalb habe ich erst gezögert, mir Band 2 zu kaufen. Aber Softboy Emmett hat es mir im ...

Meine Meinung
Der erste Band der »What if-Reihe« von Sarah Sprinz hat mir zugegebenermaßen nicht so gut gefallen, deshalb habe ich erst gezögert, mir Band 2 zu kaufen. Aber Softboy Emmett hat es mir im ersten Teil schon so angetan, dass »What if we Stay« schließlich doch in mein Regal einziehen durfte. Und was soll ich sagen? Das war definitiv kein Fehler!

Ich habe mich sofort neu und noch heftiger in Emmett verliebt. Dieses Buch beweist, es ist kein Badboy nötig, um eine Liebesgeschichte spannend und interessant zu machen. Und Softboys sind auch keine Weicheier, sondern liebenswerte Kerle, die eine Frau so behandeln, wie sie es verdient hat! Und sie nicht ihren ständig wechselnden Launen aussetzen und sich mal nett und dann wieder eklig verhalten. Mehr Emmetts!

Das Gleiche gilt für Amber. In den ersten Kapiteln wirkt sie Emmett gegenüber ziemlich hart und gemein, aber auch sie kann ihm nicht lange widerstehen und man merkt, dass sie in ihrem Inneren längst nicht so ist, wie sie sich Fremden gegenüber gibt.

Ich bin fasziniert von der Art, wie Sarah Sprinz mit Worten umgeht. Hin und wieder so sehr, dass ich jeden Satz genau lese, analysiere und dann feststelle – meine Güte, das ist ein ganz normaler Satz, warum hat er so eine Wirkung? Diese Autorin lässt mein Herz bluten, mit den Charakteren mitfieberen, sie lieben und ganz fest in mein Innerstes schließen. Ich möchte Amber und Emmett am liebsten nie wieder gehen lassen. Daher freue ich mich darauf, dass sie in Band 3 noch den ein oder anderen Auftritt haben werden.

Das Einzige, was mich an diesem Buch gestört hat, war Emmetts Verhalten am Ende. Achtung SPOILER! Er war die gesamte Geschichte über so nett, fürsorglich und einfach herzlich, dass das Ende gar nicht so richtig passt. Amber kann absolut nichts dafür, was passiert und macht ihm das auch mehr als deutlich und er glaubt ihr und schießt sie ab. Und nicht nur das. Seine Reaktion auf Ambers Engagement und was sie dadurch erreicht hat, ist das allerletzte. Das hat mir Emmett wirklich ein bisschen kaputt gemacht und regt mich wahnsinnig auf. Das Buch wäre auch spannend gewesen, ohne solch eine Reaktion von ihm. Emmett hätte verletzt und verzweifelt sein und trotzdem mit Amber zusammenhalten können. Zum Beispiel dadurch, dass der Unternehmer die Sozialwohnungen ablehnt … Aber ich liebe die Geschichte der beiden auch so.

Fazit
So wenig angetan ich vom ersten Band der »What-if-Reihe« ich war, so sehr hat sich das mit Band 2 geändert. »What if we Stay« punktet mit einem der absolut süßesten Bookboyfriends allerzeiten, einer sympathischen Protagonistin und einem Schreibstil, der seinesgleichen sucht. Gäbe es nicht das Ende, was das Buch zugegebenermaßen ein wenig kaputt gemacht hat, wäre es ein Jahreshighlight für mich geworden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere