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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2018

Gewohnt spannende Unterhaltung

Denn mir entkommst du nicht
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Inhalt:
Am bekannten Aasee in Münster wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Der Frau wurde der Bauchraum aufgeschlitzt und die Geschlechtsorgane zerstört. Ist das Motiv sexuellen Ursprungs oder ...

Inhalt:
Am bekannten Aasee in Münster wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Der Frau wurde der Bauchraum aufgeschlitzt und die Geschlechtsorgane zerstört. Ist das Motiv sexuellen Ursprungs oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Meine Meinung:
Zwischen Band drei und Band vier ist ein relativ großer Zeitsprung, was ich so nicht erwartet hatte. Am Anfang wird kurz zusammengefasst was in der Zwischenzeit bei Charlotte und Käfer privat passierte, was ich mochte, vor allem da es auch recht gut eingebettet war.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, da der Fall recht spannend, aber auch wieder blutig war. Ich bin durch die Seiten geflogen und war überrascht, wie schnell ich das Ende erreicht hatte. Die Auflösung ist nicht unbedingt spektakulär oder überraschend, aber der Fall war gut aufgebaut.

Das Ende ist mehr oder weniger offen, weshalb ich mich über einen fünften Fall sehr freuen würde. Aber auch darüber hinaus, würde ich ein weiteres Buch der Reihe gern lesen.

Reihenfazit:
Ich empfehle diese Krimi-/Thriller-Reihe mit regionalem Bezug sehr gern weiter. Es ist nicht so spannend wie ein „richtiger“ Thriller, aber das Klischee des langweiligen, sanften Krimis wird hier auch nicht erfüllt. Es ist eine perfekte Mischung aus beidem. Die Fälle sind spannend und gut konstruiert, die Protagonisten sind sympathisch. Schaut euch die Reihe unbedingt an.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Bleibt hinter den Erwartungen nach Band 1 zurück

Engelsgrube
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Inhalt:
Mitten in der Lübecker Altstadt wird eine Frau erstochen. Um sie herum hunderte Menschen, aber niemand bemerkt etwas. Außerdem gibt es noch einen erschossenen Restaurantbesitzer, dessen geheimer ...

Inhalt:
Mitten in der Lübecker Altstadt wird eine Frau erstochen. Um sie herum hunderte Menschen, aber niemand bemerkt etwas. Außerdem gibt es noch einen erschossenen Restaurantbesitzer, dessen geheimer Lebensgefährte seinen Tod nicht überwinden kann. Die Gemeinsamkeit ist in beiden Fällen eine sehr alte Mordwaffe, aber deutet das auf denselben Täter hin?

Meine Meinung:
Leider hatte ich von Beginn an nicht so recht Spaß am Buch. Es liest sich schnell und flüssig,keine Frage, und wer einen kurzen und unblutigen Krimi haben möchte, kommt hier sicher auf seine Kosten. Aber für mich hat einfach die Spannung gefehlt.

In Engelsgrube gibt es einige Todesfälle, die eventuell etwas mit den andern Fällen zu tun haben, vielleicht aber auch nicht. Dadurch gibt es viele Baustellen, die mehr oder weniger intensiv bearbeitet werden. Mir waren das zu viele Fragmente, auf zu wenigen Seiten. Ich kam zwar gut mit und konnte alle Orte/Taten auseinander halten, aber ich hatte das Gefühl keine Tat wird genug ausgeleuchtet.

Zwar war das Ende spannend bzw. actionreicher (Action in dem Sinne, dass einfach etwas passierte), aber die Auflösung… es war – für mich – von Beginn an klar, was Sache ist (ich formuliere es mal so umgangssprachlich, um keine Hinweise auf die Lösung zu geben).

Abgesehen von der Auflösung des Falls hat mich das Ende auch nicht vollkommen überzeugt. Neben Pia Korittki spielt natürlich auch der ein oder andere Kollege eine Rolle und da gab es eine Entwicklung die ich nicht so mochte. Ich bin dennoch gespannt auf den dritten Teil, weil mich schon interessiert, inwieweit dieser an „Engelsgrube“ anknüpft. Das Potenzial ist da.

Fazit:
Leider nach dem tollen Reihenauftakt eher eine Enttäuschung. Ich werde die Reihe dennoch weiterverfolgen, da sich aus diesem Fall Potenzial für weiteres ergibt.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Ein typischer Dorfmord

Kalter Grund
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Inhalt:
Auf einem Hof in einem holsteinischen Dorf wird ein grausamer Dreifachmord verübt. Pia Korittki die gerade erst bei der Lübecker Mordkommission angefangen hat, ermittelt zusammen mit einem Kollegen. ...

Inhalt:
Auf einem Hof in einem holsteinischen Dorf wird ein grausamer Dreifachmord verübt. Pia Korittki die gerade erst bei der Lübecker Mordkommission angefangen hat, ermittelt zusammen mit einem Kollegen. Für sie ist es kein einfacher Fall, da ihr als Frau nur Skepsis oder auch offene Ablehnung entgegengebracht wird. Doch sie ist fest entschlossen den Mörder zu fassen…

Meine Meinung:
Meine Mutter hat mir das Buch empfohlen, aber so richtig Lust hatte ich nie drauf. Durch eine Rezension wurde ich dann aber doch zum Lesen motiviert.

Bei „Kalter Grund“ handelt es sich um den ersten Fall von Pia Korittki, sodass man sie erst einmal kennen lernen muss und kann. Ihr Arbeitsumfeld hat mich furchtbar aufgeregt, da ihr niemand etwas zutraut. Gerade erst zur Mordkommission gewechselt, hat sie es bei ihren Kollegen sowieso nicht leicht, da sie – scheinbar – von den brisanten Ermittlungen keine Ahnung hat. Ja und das sie dann auch noch eine Frau ist, ist die Krönung des Ganzen. Ich bin nicht übermäßig feministisch, aber wenn man ihre Kollegen so reden hört und handeln sieht, dann ist das als Leserin manchmal schwer auszuhalten.

Der Fall bzw. die Dorfgemeinschaft in der sich der Fall abspielt, hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Einerseits wirkte es für mich von Anfang an wie ein typischer Dorffall. Es gibt diese eine Familie, die niemand leiden kann. Dieses offene Drama, von dem jeder weiß, über das aber keiner spricht. Es gibt geheime und nicht ganz so geheime Beziehungen, Ehebruch, Gewalt und so weiter. Was man eben so aus Dorfkrimis kennt. Andererseits war es doch irgendwie spannend, weil ich mir nicht sicher war, wer denn nun der Täter ist und vor allem auch, wem der Mord eigentlich gegolten hat. Sollten alle drei sterben, oder war einer bzw. zwei zur falschen Zeit am falschen Ort?

Pia Korittki hat mir als Protagonistin ganz gut gefallen, abgesehen vielleicht von einer Sache, die ich nicht so mag. Sie ist sehr taff und lässt sich von den Männern nicht klein kriegen. Was wirklich nicht einfach ist, bei der Frauenfeindlichkeit. Ich kann mir gut vorstellen, sie in weiteren Fällen zu begleiten. In diesem Fall arbeitet sie mit Marten Unruh zusammen. Der ist auch ein interessanter Charakter und ich hoffe, dass er dauerhaft mit Pia zusammenarbeiten wird. Hin und wieder scheint er gar nicht so fies wie seine Kollegen zu sein, ja, vielleicht sogar Pias Talente anzuerkennen, nur um es dann doch wieder als Zumutung zu empfinden, mit einer Frau zusammenarbeiten zu müssen. Noch dazu eine, die noch nie vorher einen Mord bearbeitet hat.

Fazit:
Obwohl ich die Dorfgemeinschaft als sehr Klischeehaft empfunden habe, hat mir der Fall sehr gut gefallen. Auch die Charaktere mochte ich sehr gern, sodass ich mich auf weiteres freue.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Schlageralarm in Vielbrunn

Der Träume blauer Schlussakkord
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Inhalt:
Kurz bevor Frank Liebknecht in den wohlverdienten Urlaub verschwindet, ruft ihn ein besorgter Vielbrunner Mitbürger an, der ein Mordkomplott in einem Hotel belauscht haben will. Im Dorf ist er ...

Inhalt:
Kurz bevor Frank Liebknecht in den wohlverdienten Urlaub verschwindet, ruft ihn ein besorgter Vielbrunner Mitbürger an, der ein Mordkomplott in einem Hotel belauscht haben will. Im Dorf ist er als Trunkenbold und Choleriker bekannt und auch am Telefon wirkte er alles andere als nüchtern. Ob seiner Aussage zu trauen ist? Das Hotel wird zu dieser Zeit von einer Produktionsfirma in Beschlag genommen, die nach einem neuen Schlagerstar sucht. Wie so oft in der Fernsehwelt ist nicht immer alles wie es scheint.

Meine Meinung:
Als Fan von Frank Liebknecht war ich natürlich gespannt auf seinen mittlerweile vierten Fall. Ganz besonders war ich diesmal an den privaten Entwicklungen interessiert, da sich im dritten Band interessante Sachen andeuteten.

Die gewohnte Aufmachung durch die kurzen Kapitel, unterteilt nach Zeit und Ort und der angenehme Schreibstil haben das Buch wieder zu einem tollen Leseerlebnis gemacht. Selbst für mich, die ich das Thema eigentlich nicht mag.

Das Thema ist für mich auch leider der Punkt, weshalb das Buch diesmal kein Highlight war. Ich bin im Allgemeinen kein Fan von Musik und Castingsendungen sind mir mittlerweile auch ein Graus. Thematisch hat mich das Buch folglich nicht sehr angesprochen. Der Zickenkrieg und dieses dämliche Verhalten, vor der Kamera ein komplett anderer Mensch zu sein, haben mich sehr genervt. Aber natürlich ist so etwas Geschmackssache und daher bin ich zwar enttäuscht, aber es ist dennoch vollkommen okay, dass der vierte Fall mich nicht so überzeugen konnte, wie die anderen drei.

Die Handlung abseits des Falls hat mir dafür wieder sehr gut gefallen. Es sind ein paar Dinge ausgesprochen worden (endlich!) die bereits vorher angedeutet wurden (oder besser gesagt total offensichtlich waren), was ich sehr mochte. Der Fall steht zwar immer im Mittelpunkt, aber es gefällt mir, dass sich die Charaktere und vor allem ihre Leben weiter entwickeln und zwar so, dass der Leser es mitbekommt.

Fazit:
Auch wenn mich das Buch thematisch leider nicht unterhalten konnte, begegne ich Frank Liebknecht und Sweety immer sehr gern. Wer Sweety ist, müsst ihr allerdings selbst rausfinden