Profilbild von j125

j125

Lesejury Profi
offline

j125 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit j125 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2019

Was nettes für zwischendurch

Ghostwalker - Pfad der Träume
0

Reiheninformation:
Es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe. Ich kannte den ersten Band vorher nicht und bin ganz gut durch die Geschichte gekommen. Man merkt aber in jedem Kapitel, dass es einen ...

Reiheninformation:
Es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe. Ich kannte den ersten Band vorher nicht und bin ganz gut durch die Geschichte gekommen. Man merkt aber in jedem Kapitel, dass es einen Vorgänger gab und es fehlt ein großer Teil der Rahmenhandlung. Es ist kein muss, aber wenn man die Möglichkeit hat, ist es durchaus sinnvoller den ersten Teil vorher zu lesen.

Inhalt:
Die Leopardenwandlerin Kainda wird durch einen Unfall schwer verletzt. Tierarzt Ryan Thorne kümmert sich aufopferungsvoll um die verletzte Leopardin. Er spürt sofort eine tiefe Verbundenheit, ohne zu ahnen, dass die Leopardin eigentlich ein Mensch ist. Bald überschlagen sich die Ereignisse und ein Kampf um Leben und Tod beginnt…

Meine Meinung:
Ich habe es im Grunde genommen nicht mit Fantasy und bewege mich auch literarisch am liebsten in der Welt wie ich sie kenne. Aus irgendeinem Grund hat mich dieses Buch aber angesprochen und weil es nicht teuer war, habe ich es spontan mitgenommen. Es ist nicht meine erste Geschichte über Gestaltwandler, aber viel habe ich aus dem Bereich nicht gelesen, daher war ich neugierig auf die Umsetzung.

Ich habe mir natürlich vorher den Klappentext durchgelesen und hatte dadurch gewisse Erwartungen an den Verlauf der Handlung, die nicht eingetreten sind. Prinzipiell ist das gut, in diesem Fall war das okay, aber nicht so super. Ich habe viel mehr Liebe und vielleicht auch Erotik erwartet, weil ich dachte Ryan würde viel eher erfahren, was das Besondere an Kainda ist. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall und das war für mich ein Problem. Ryan spürt ein besonderes Band zwischen der Leopardin und sich selbst, wundert sich aber darüber nicht. Ist okay, haben viele Leute zu ihrem Haustier. Er hat das Gefühl die Leopardin versteht ihn, was auch okay ist. Aber dann versteht sie ihn tatsächlich und er wundert sich gar nicht. Plötzlich liegt eine sehr schöne, nackte Frau bei ihm im Bett und er wundert sich gar nicht. Sie sagt, sie sei ein Traum und der Sex den sie haben ist auch nur ein Traum und er wacht ohne Unterwäsche in einem zerwühlten Bett auf und das Kopfkissen riecht nach ihr und er wundert sich gar nicht. Und schließlich verwandelt sich ein Mensch in einen Leoparden und er… wundert sich gar nicht. Da wundere ich mich aber… (Übrigens war das auch ein Kritikpunkt in der anderen Gestaltwandlerreihe die ich kenne. Liegt vielleicht am Thema. Oder an mir.)

Abgesehen davon, dass Ryan sich unrealistisch verhält (er schläft mit einem Wildtier auf einem Klappbett, aber was versteh ich schon von Leoparden?), dreht sich die Handlung am Anfang sehr lang im Kreis. Zumindest wenn man die Szenen bei Ryan und Kainda betrachtet. Kainda will fliehen, ist aber zu krank. Ryan fühlt sich seltsam verbunden mit ihr. Sie findet ihn auch ziemlich gut, aber sie bringt ihn in Gefahr, muss also fliehen, ist aber zu krank…

Das Ende hingegen geht dann sehr schnell und wird auf wenigen Seiten abgehandelt. Der Spannungsbogen war somit leider völlig daneben, obwohl sich das Buch insgesamt gut und flüssig lesen lässt.

Fazit:
Die Rahmenhandlung interessiert mich durchaus, aber die Umsetzung dieses Teils war nur mittelmäßig. Ryan verhält sich leider oft unrealistisch und der Spannungsbogen war auch sehr seltsam.

Reihe fortsetzen?
Die Reihe hat keine Priorität, aber ich kann mir vorstellen sie irgendwann zu beenden. Die Rahmenhandlung interessiert mich und einige der noch kommenden Charaktere scheinen ganz spannend zu sein.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Netter Zusatz, aber kein Muss

Cinder & Ella
0

Reiheninformation:
Es handelt sich um den zweiten Band der Cinder und Ella Dilogie. Man sollte den ersten Teil gelesen haben, da die Fortsetzung nahtlos an den ersten Band anschließt. Wenn ihr den ersten ...

Reiheninformation:
Es handelt sich um den zweiten Band der Cinder und Ella Dilogie. Man sollte den ersten Teil gelesen haben, da die Fortsetzung nahtlos an den ersten Band anschließt. Wenn ihr den ersten Band noch nicht kennt, ist das Lesen meiner Rezension auf eigene Gefahr.

Meine Meinung:
Ich habe den ersten Cinder und Ella Band sehr geliebt und mich daher auch auf den zweiten Band gefreut. Gleichzeitig hatte ich aber auch Sorge, dass mir der zweite Band den ersten kaputt machen würde, gerade da viele von der Fortsetzung enttäuscht zu sein scheinen.

Ich habe ein bisschen gebraucht, um in der Geschichte anzukommen, weil alles sehr ruhig und unspektakulär ist. Nachdem ich aber ein bisschen Zeit mit Brian, Ella und den anderen Charakteren verbracht hatte, habe ich mich wieder sehr wohlgefühlt.

Was ich an dem Buch mag ist, dass es die ersten Tage und Wochen in der Beziehung von Brian und Ella beschreibt. Die meisten Bücher hören dann auf, wenn das Liebespaar endlich zueinander findet, aber was danach passiert, weiß man nicht. Dadurch ist die Handlung aber auch oftmals eher ruhig. Ich kann also durchaus nachvollziehen, dass viele der Auffassung sind, dass man diese Fortsetzung nicht gebraucht hätte.

Etwas das mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist der Umgang mit einer speziellen Sache. Es gibt ein Thema zwischen Brian und den Ella, welches immer wieder aufgegriffen wird und welches in ihrer Beziehung eine nachvollziehbar wichtige Rolle spielt. Man erlebt als Leser das hin und her und wartet darauf, dass etwas bestimmtes passiert und wenn es dann soweit ist… hört das Buch auf. Das liegt sicherlich vor allem daran, dass es sich eher an jüngere Leser richtet. Aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ich als Leserin ständig mit etwas gelockt werde, was ich am Ende nicht bekomme.

Fazit:
Braucht es Cinder und Ella #2? Wahrscheinlich nicht. Ist das Buch deshalb überflüssig und sein Geld nicht wert? Ich finde nicht. Zwar kommt auch für mich dieser Band nicht an seinen Vorgänger ran, aber ich habe Brian, Ella und die anderen Charaktere gern wiedergetroffen und ein für mich gemütliches Wochenende mit ihnen verbracht.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Nicht der beste, aber ein guter Liebesroman

Cherish Love
1

Reiheninformation:
Es handelt sich bei Cherish Love um einen Reihenauftakt, der zeitlich VOR Rock Kiss #2 spielt. Es ist also kein Problem, mit diesem Buch anzufangen. Wenn man Rock Kiss bereits kennt, ...

Reiheninformation:
Es handelt sich bei Cherish Love um einen Reihenauftakt, der zeitlich VOR Rock Kiss #2 spielt. Es ist also kein Problem, mit diesem Buch anzufangen. Wenn man Rock Kiss bereits kennt, weiß man schon wie dieses Buch ausgeht und kennt auch Sailors Vergangenheit schon, aber bei einem Liebesroman dieser Art, erwartet man vermutlich sowieso ein bestimmtes Ende. Es spielt also keine Rolle, mit welcher Reihe man anfängt.

Inhalt:
Sailor Bishop träumt von seinem eigenen Gartenbauunternehmen. Als Kind von seinem Vater verlassen, ist ihm nichts wichtiger, als auf eigenen Beinen zu stehen und finanziell unabhängig zu sein. Sein Traum kostet ihn neben Tatkraft vor allem Zeit und somit Verständnis von einer potentiellen Partnerin. Daran mangelt es allerdings der schönen Ísa, dessen Interesse Sailor bei seiner Arbeit weckt. Ísas Kindheit war geprägt von ständig abwesenden, weil arbeitenden Eltern, weshalb sie so gar kein Interesse an Männern hat, für die die Beziehung nicht an erster Stelle steht. Aber Gefühle halten sich selten an Pläne…

Meine Meinung:
Schon als ich die Rock Kiss Reihe gelesen habe, habe ich auf eine Reihe über die Bishop/Eseras gehofft und ich freue mich, dass mit Sailor endlich der Anfang gemacht ist.

Sailor kenne und mochte ich bereits aus Rock Kiss. Er ist in dieser Geschichte sehr jung, was anfangs vielleicht irritiert, mir aber nicht negativ aufgefallen ist. Im Vergleich zu Ísa war er mir deutlich sympathischer, obwohl auch er eine Sache getan hat, die meiner Meinung nach überhaupt nicht zu ihm passt.

Ísa war mir keinesfalls unsympathisch, aber sie misst bisweilen mit zweierlei Maß und das kann ich gar nicht leiden. Für sie ist es wichtig, die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres Partners zu bekommen, was ich aufgrund ihrer Vergangenheit durchaus nachvollziehen kann. Aber umgekehrt ist sie nicht bereit ihrem Partner die volle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und das finde ich dann doch daneben. So war Ísa für mich teilweise unnahbarer als Sailor, was vielleicht auch am familiären Hintergrund liegt. Sailors Familie ist großartig und es macht mir immer Spaß sie zu begleiten. Ich hoffe, der Familienclan bekommt in den anderen Bänden noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

Die Handlung ist in einigen Punkten vorhersehbar, was mich bei Liebesromanen nicht immer ganz so sehr stört. Ich habe auch nichts gegen (viele) erotische Szenen/Gedanken in einem Buch. Aber die Kombination aus beidem, war mir dann doch manchmal zu viel. Oder besser gesagt zu wenig. Und trotzdem habe ich das Buch gern gelesen, weil ich den Schreibstil der Autorin sehr mag und mich ihre Geschichten nach einem anstrengenden Arbeitstag wirklich entspannen. Übrigens muss ich hier eine Parallele zum ersten Band der Rock Kiss Reihe ziehen, in der es ebenfalls viel Sex und wenig Handlung gab. Vielleicht gibt das Hoffnung für die weiteren Bände, denn der zweite Band verspricht thematisch interessant zu werden.

Fazit:
Für mich nicht Nalini Singhs bestes Buch, aber eines, das mich nach der Arbeit gut entspannt hat. Cherish Love ist eine schöne Liebesgeschichte, in der vor allem Sailor und seine Familie glänzen.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Solider Krimi mit schwachem Ende

Das stumme Kind
0

Inhalt:
Der Kinderarzt Andreas Joost wird brutal ermordet im Zimmer seiner Tochter Anna aufgefunden. Anna ist spurlos verschwunden, was vor allem deshalb Grund zur Sorge bietet, weil sie Autistin ist und ...

Inhalt:
Der Kinderarzt Andreas Joost wird brutal ermordet im Zimmer seiner Tochter Anna aufgefunden. Anna ist spurlos verschwunden, was vor allem deshalb Grund zur Sorge bietet, weil sie Autistin ist und nicht spricht. Wenig später gibt es noch einen Toten. Thomas Wilke, zwielichtiger Rechtsanwalt. Was haben die Mordfälle miteinander zu tun und welche Rolle spielt Anna bei den Taten?

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch sehr lang auf der Wunschliste gehabt, weil mich besonders Anna (und ihre Rolle) sehr fasziniert hat. Leider taucht Anna selbst gar nicht so viel auf. Sie bildet zwar gewissermaßen das Zentrum der Geschichte, tritt aber kaum in Aktion. Das sollte man einfach wissen, damit man nicht – wie ich – mit falschen Erwartungen an die Geschichte geht.

Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und sind durch Zeit und Ortsangaben gekennzeichnet. Man kann der Geschichte wirklich sehr gut folgen. Auch die Ermittler haben mir gut gefallen und ich habe sie gern bei der Arbeit begleitet. Es sind aber keine Charaktere, die ich gern über mehrere Bände begleiten würde.

Das Ende war für mich leider etwas schwach, da plötzlich alles Schlag auf Schlag passierte und ich mich ein wenig gehetzt fühlte. Die Auflösung konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich interessiere mich nicht für das Thema und fand es generell eher unpassend. Die Geschichte spielt in der beschaulichen Lüneburger Heide und dann kommt der Autor mit so einer Auflösung um die Ecke. Für mich hätte es ein klassisches Mordmotiv auch getan.

Fazit:
„Das stumme Kind“ ist ein solider Krimi, dessen Ende mich leider etwas enttäuscht hat.

Veröffentlicht am 22.06.2019

Der Abschlussband

Hot as Ice - Heißkalt verfallen
0

Meine Meinung:
Hot as Ice und ich. Eine Hassliebe. Teilweise gefällt mir die Reihe wirklich gut, teilweise möchte ich die Ebooks vor lauter Fremdschammomenten sofort löschen. Man will es nicht lesen, kann ...

Meine Meinung:
Hot as Ice und ich. Eine Hassliebe. Teilweise gefällt mir die Reihe wirklich gut, teilweise möchte ich die Ebooks vor lauter Fremdschammomenten sofort löschen. Man will es nicht lesen, kann es aber auch nicht weglegen. Nachdem ich dieses Gefühl aber bei allen Teilen hatte (mal mehr, mal weniger) und trotzdem jeden neuen Band gelesen habe, wollte ich dann natürlich auch das Finale lesen.

Es wird wenig überraschen, dass es auch hier wieder Momente gab, die ziemlich peinlich und manchmal auch ziemlich übertrieben waren. Allerdings gab es auch Teile, bei denen das noch stärker der Fall war. Insofern waren die peinlichen Momente meist gut auszuhalten.

Charlene und Darren kennt man bereits aus den vorherigen Bänden. Sie erschienen mir immer etwas undurchsichtig und ehrlich gesagt, sehe ich nach dem Finale nicht unbedingt klarer. Sie waren mir beide sympathisch, aber so richtig warm geworden bin ich mit ihnen nicht. Das lag vielleicht auch daran, dass ich aus ihrer Beziehung nicht so richtig schlau geworden bin. Sie sind nicht so richtig zusammen (wobei ich mich dann frage, was für sie eine Beziehung ausmacht), aber irgendwann dann doch. Ich konnte nicht so genau verstehen, was sie aneinander finden, wie sie ihre Beziehung definieren und warum es zwischen ihnen ist wie es ist.

Die Handlung hat mir ganz gut gefallen, allerdings hatte sie in der Mitte so ihre Längen. Man trifft außerdem noch auf die anderen Mitglieder der Truppe, sodass man zum Abschluss der Reihe noch ein Update über das Leben aller Charaktere erhält.

Fazit:
Wer die anderen Bände der Reihe mochte, wird sicher auch an der Geschichte von Darren und Charlene Freude haben. Ich bin nicht ganz schlau aus ihrer Beziehung zueinander geworden und fand die Handlung etwas langatmig, aber insgesamt war es ein guter Abschlussband.