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Veröffentlicht am 03.06.2022

Idyllischer, leichter Reihenauftakt

A Place to Love
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Im ersten Band der Cherry Hill Reihe geht es um June, die Älteste von drei Schwestern. Nachdem ihr Vater vor ein paar Jahre gestorben ist, hat sie ihren Ehemann Henry unter einem Vorwand verlassen, um ...

Im ersten Band der Cherry Hill Reihe geht es um June, die Älteste von drei Schwestern. Nachdem ihr Vater vor ein paar Jahre gestorben ist, hat sie ihren Ehemann Henry unter einem Vorwand verlassen, um die Verantwortung rund um die Obstfarm der Familie zu übernehmen. Als Henry jedoch eines Tages auf der Farm auftaucht, um den bürokratischen Teil der Scheidung zu regeln, kommen die beiden sich wieder näher.

Der Schreibstil und die Geschichte haben mich direkt gecatched. Obwohl ich mir von vorne herein denken konnte, wie das ganze ausgeht, konnte ich das Buch dennoch nicht aus den Händen legen und habe es innerhalb 24 Stunden ausgelesen.
Auf Cherry Hill habe ich mich direkt wohlgefühlt und alle Beschreibungen der Umgebung regelrecht aufgesaugt. Hier hätte ich mir aber fast noch ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht. Die Obstfarm war auf jeden Fall ein sehr einladendes, ruhiges und wohliges Setting, genau wie die Kleinstadt. Auch wenn es kein Schwerpunkt der Geschichte war, möchte ich unbedingt das Peach Festival erwähnen, was für mich definitiv das Highlight des Buches war.
June ist eine starke Persönlichkeit, die viel Verantwortung übernimmt und eher ernst ist. Die Gründe dafür konnte ich auf jeden Fall nachvollziehen, jedoch hat mir einfach die Leichtigkeit gefehlt. Auch die Gründe für das verschweigen der Ehe sowie den Grund für die Trennung konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Für andere Gedanken und Abwechslung sorgt Henry, den ich sofort mochte und über den ich gerne noch mehr erfahren hätte. Die Liebesgeschichte der beiden ging recht zügig, aber dennoch mochte ich die Entwicklung. Der Konflikt zum Ende hin wurde mir allerdings etwas schnell und einfach gelöst.
Was mir sehr gefallen hat, war die Dynamik, der Zusammenhalt, genauso wie der Humor der drei Schwestern. Ich bin schon gespannt auf die Geschichten der anderen beiden.

Zusammenfassend war es ein leichtes, idyllisches, rasch zu lesendes Buch, von dem ich mir teilweise noch etwas mehr Tiefgang gewünscht hätte. Ich freue mich schon auf Band 2 der Reihe, der am 1. September erscheint und bin gespannt, wie mit den Schwestern weitergeht.

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Veröffentlicht am 01.06.2022

Erschreckende Wahrheit

Unsichtbare Frauen
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Schon mal davon gehört, dass
- Sicherheitsgurte im Auto auf den Standardmann angepasst sind und Frauen somit ein höheres Risiko haben, bei Unfällen verletzt zu werden?
- Frauen oft andere Symptome bei ...

Schon mal davon gehört, dass
- Sicherheitsgurte im Auto auf den Standardmann angepasst sind und Frauen somit ein höheres Risiko haben, bei Unfällen verletzt zu werden?
- Frauen oft andere Symptome bei Krankheiten haben als Männer und so viele Krankheiten nicht oder zu spät erkannt werden?
- Frauen im Büro oft frieren, weil die Raumtemperatur auf den Standarmann angepasst ist, nicht aber auf die Standardfrau?
- Frauen in bestimmten Ländern oft lange nicht auf Toilette gehen, weil die sanitäre Einrichtung zu weit entfernt ist und sie sich vor einem Übergriff fürchten?

Um diese und einige weitere Themen geht es in diesem Buch. Es wird aufgezeigt, wie sich die Wissenschaft oft/ fast immer an Männern, bzw dem Standardmann orientiert. Entweder werden Frauen ganz ignoriert, spezifische Daten werden erst gar nicht erhoben oder sie werden zwar erhoben, aber nicht berücksichtigt. Klingt unfair, weil etwa die Hälfte der Weltbevölkerung weiblich ist? Ist es auch!
Ich habe das Buch über einen längeren Zeitraum immer wieder zur Hand genommen und gelesen. Es war für mich kein Buch um Abends im Bett zu entspannen, sondern um meinen Blickwinkel und mein Bewusstsein zu stärken für Dinge, die falsch laufen. Das Buch besteht aus extrem vielen Fakten und ist deshalb eher nicht geeignet, es in einem Rutsch wegzulesen, sondern immer wieder mal dazu zu greifen.
Ich fand es unglaublich interessant, Augen öffnend, spannend, aber auch wütend machend, zu lesen, wie Frauen oft ignoriert und benachteiligt werden. An den meisten Dingen kann man so leider nichts ändern, aber mein Bewusstsein wurde sehr geschärft und allein dafür hat es sich gelohnt.

Es war ein super recherchiertes Buch mit lauter interessanten und erschreckenden Fakten, das mich um einiges schlauer gemacht hat. Definitiv eine Empfehlung zum Thema Feminismus.

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Veröffentlicht am 20.05.2022

Grandioses Buch

Queergestreift
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Alles über LGBTIQA - Der Titel ist hier Gesetz. Alle Buchstaben, von L bis A werden hier mit ihren Bedeutungen vorgestellt und erläutert. Von geschichtlichen Themen, bis zu Ratschlägen, Interviews, Porträts, ...

Alles über LGBTIQA - Der Titel ist hier Gesetz. Alle Buchstaben, von L bis A werden hier mit ihren Bedeutungen vorgestellt und erläutert. Von geschichtlichen Themen, bis zu Ratschlägen, Interviews, Porträts, Ansprechpartnern und Organisationen ist hier wirklich alles dabei.

Kurz und knapp: ich bin einfach nur begeistert von dem Buch! In sehr moderner Sprache verpackt konnte ich auf knapp 300 Seiten unfassbar viel lernen. Eigentlich dachte ich, ich wüsste bereits ganz gut Bescheid, doch das Buch hat mir gezeigt, dass das definitiv nicht der Fall war.
Jedes Kapitel beginnt zunächst mit einem allgemeinen Informationstext, darauf folgen dann Zitate von Personen aus der entsprechenden Community und einige Interviews.
Das ganze war wirklich unglaublich toll gemacht. Es wird auf Klischees und Vorurteile eingegangen, Probleme und Missstände werden behandelt. Das finde ich besonders wichtig, zu zeigen, wo noch Handlungsbedarf besteht. Es wurde aber genauso auch gezeigt, was schon erreicht wurde oder was entsprechende Organisationen und Personen schon geschafft haben. Denn wir sind heute auf einem richtigen Weg, aber dennoch gibt es noch sehr sehr viel zu tun. Aber es tut sich was und das ist die Hauptsache! Viele Personen aus der Community durften zu dem Buch in verschiedener Weise beitragen und das finde ich den absolut richtigen Weg, Menschen eine Stimme zu geben, die von eigenen Erfahrungen berichten können, weil sie es selbst erlebt haben. Am Rand gibt es immer wieder Definitionen, denn es gibt wirklich viele Wörter rund um LGBTIQA. Besonders toll fand ich es, dass darauf geachtet wurde, eine möglichst vorurteilsfreie und sensible Sprache zu erschaffen.
Das ganze Buch war sehr bunt gestaltet, viele Zeichnungen und Abbildungen und die dargestellten Personen waren sehr divers. Dicker Pluspunkt. (Eigentlich sollte das heutzutage selbstverständlich sein, da es das leider aber noch nicht ist, erwähne ich es hier.)
Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Kapitel zum finden der eigenen Sexualität. Da hätte man noch einmal Mut zusprechen können, vielleicht wurde aber auch davon ausgegangen, dass viele sich eher im Internet darüber informieren und austauschen und nicht direkt ein solches Buch kaufen, wenn sie ihre Sexualität und Identität entdecken oder in Frage stellen.

Alles in allem ein rundum gelungenes Buch über das Thema / die Community rund um LGBTIQA für jedwede Art von Menschen - ob für Menschen, die selbst zu der Community gehören, Eltern, Großeltern, Verwandte, Freunde oder allgemein Personen, die sich über Vielfalt informieren und weiterbilden möchten.

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Veröffentlicht am 18.05.2022

Gutes, aber nicht überragendes Buch

Eine hodenlose Frechheit
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In diesem Buch schreibt die Autorin Ida von Wegen humorvoll über das Thema Partnersuche und zu welchen Problemen der Job der Frau dabei führt. Dabei geht es vor allem darum, dass die meisten Männer es ...

In diesem Buch schreibt die Autorin Ida von Wegen humorvoll über das Thema Partnersuche und zu welchen Problemen der Job der Frau dabei führt. Dabei geht es vor allem darum, dass die meisten Männer es präferieren, wenn sie auf der Karriereleiter höher stehen als ihre Partnerin.
Die Autorin stützt sich dabei auf persönliche Erfahrungen von Freund*innen und Bekannten, scheinbar allgemeingültige Aussagen sowie öffentliche Geschichten.
An den Schreibstil musste ich mich erstmal gewöhnen, mit der Zeit wurde es aber besser. Allerdings fiel es mir allgemein etwas schwer zu folgen, da ich das Gefühl hatte, dass wahllos Gedanken und Geschichten aneinander gereiht wurden, sodass ich keinen wirklichen roten Faden erkannt habe.
Das Buch war unterhaltsam und hat teils auf humorvolle, teils auf erschreckende Weise gezeigt, wie Männer mit der Karriereposition der Frau umgehen (oder eben auch nicht)! warum ist es für Männer viel attraktiver, mit Frauen zusammen zu sein, die weniger verdienen, vermeintlich ungebildeter sind? Auf diese Fragen versucht die Autorin antworten zu finden. Ich finde das Thema sehr spannend und hätte mir noch ein paar Statistiken oder Aussagen von Verhaltsforschern zu diesem Thema gewünscht, sofern solche Daten existieren.

Zusammenfassend war es ein ganz gutes, kritisches, aber auch humorvolles Buch basierend auf Erfahrungen, das mir jedoch etwas zu persönlich gehalten war und bei dem mir etwas der rote Faden gefehlt hat.

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Veröffentlicht am 08.05.2022

Tolles Buch zum Thema Selbstfindung in toller Atmosphäre

Das Glück riecht nach Sommer
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Dieser Roman handelt von Ina, die endlich ihren Traum wahr werden lassen will und nach Hamburg geht. Doch leider läuft es dort nicht ganz so gut, denn sie findet keine Wohnung und auch der Bewerbungsprozess ...

Dieser Roman handelt von Ina, die endlich ihren Traum wahr werden lassen will und nach Hamburg geht. Doch leider läuft es dort nicht ganz so gut, denn sie findet keine Wohnung und auch der Bewerbungsprozess ihres vermeintlichen Traumjobs dauert ewig. Als wäre das nicht schon genug, begegnet sie noch Tim, ihrem Schwarm aus früheren Tagen, Sebastian, einem Nachbarn aus Jugendjahren und versucht zwischen all diesem Problem auch noch sich Selbst zu finden.

Meike Werkmeister ist eine meiner liebsten Autorinnen, weshalb ich mich extrem doll auf dieses Buch gefreut habe. Was soll ich sagen - ich wurde nicht enttäuscht.
Die Autorin kann auf ganz wundervolle Weise die Umgebung, Personen und Situationen beschreiben. Da ihre Romane am Meer oder wie hier, in einer meiner Lieblingsstädte Hamburg spielen, sind ihre Bücher ein kleiner Urlaub für den Kopf. Ich konnte mir die Parzellen und all die Schauplätze in Hamburg durch die tollen Beschreibungen bildlich vorstellen und habe die Beschreibungen wirklich aufgesogen.
Lediglich entspannen kann man im Urlaub ja aber bekanntlich nicht, und so war es auch hier. Zum einen geht es um das Thema Leukämie und DKMS, welche unglaublich wichtig sind und ich finde es toll, dass es hier angesprochen wird, da noch viel mehr Menschen dafür sensibilisiert werden sollten.
Außerdem - und darum ging es meiner Meinung nach hauptsächlich - liegt der Fokus auf der Selbstfinung von Ina. Eigentlich war inas leben geordnet, sie hatte einen Freund und das Leben ist vor sich hin geplätschert. Doch gewisse Umstände bringen Ina zu einem Neuanfang. Schon immer wollte sie nach Hamburg, nochmal auf ihrem Jugendschwarm treffen und einen bestimmten Job anfangen. Doch manchmal kommt alles anders: in Hamburg eine Wohnung finden - fast unmöglich. Der Jugenschwarm - mittlerweile verheiratet, doch die Sache ist kompliziert.
Während Ina ihr bisheriges Leben aufgeben muss und dann anfängt, ihre Träume umzusetzen, fällt sie so einige Male auf die Schnauze. Zum Glück ist sie aber nicht alleine, denn sie hat eine ganz wunderbare Freundin, Filiz. Auch die Mitbewohner von Filiz, die mir zunächst etwas merkwürdig vorkamen, entpuppen sich zu wahren Schätzen. Besonders gerne mochte ich auch die Großeltern des Mädchens mit Leukämie. Beide sind auf ihre eigene Art sehr fürsorglich und liebevoll.
Mit wem ich leider ein kleines Sympathieproblem hatte, waren Sebastian und Tim. Beide hatten ihre guten Seiten, keine Frage, aber so ganz konnte der Funke bei mir nicht überspringen.

Die Entwicklung von Ina mochte ich sehr gerne. Es erinnert daran, dass man seine Träume nicht aufgeben sollte, auch wenn es schwierig wird. Dass es nie zu spät für einen Neustart ist. Dass alles irgendwann gut wird - auf die eine oder die andere Weise.

Es war wieder ein wunderbarer Roman von Meike Werkmeister, den ich super gerne gelesen habe. Dennoch konnte er mich nicht ganz so einnehmen, wie ihre anderen Bücher. Das ist aber meckern auf ziemlich hohem Niveau!

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