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Veröffentlicht am 15.06.2017

Polo, Pferde, Schicksale und die große Liebe

Die Wellington-Saga - Versuchung
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Georgia wird von ihrem Freund Billy zu einem Polospiel ins weltberühmte Wellington, Florida, eingeladen wird. Da sie eigentlich absolut kein Interesse an Champagner und Jetset hat, ist sie wenig begeistert. ...

Georgia wird von ihrem Freund Billy zu einem Polospiel ins weltberühmte Wellington, Florida, eingeladen wird. Da sie eigentlich absolut kein Interesse an Champagner und Jetset hat, ist sie wenig begeistert. Das ändert sich als sie den geheimnisvollen Alejandro, den Oberhaupt des Del-Campo-Clans kennenlernt, der sie vom ersten Augenblick an fasziniert. Und auch er scheint sich stark zu ihr hingezogen zu fühlen.

Eine Liebe zwischen Gegensätzen, die alleine die Liebe zu den Pferden verbindet. Aber wie sagt man? Gegensätze ziehen sich an.
Schaffen Sie es auch sich gegen die Missgunst ihrer Gegenspieler durchzusetzen?

Es ist eine moderne Aschenputtelgeschichte.
Die Protagonisten haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Sie sind etwas klischeebehaftet. Georgia ist bodenständig, tierlieb und lebt fern von jedem Luxus. Sie ist ein bisschen naiv und wird von den anderen gerne hin und hergeschubst, was sie auch zulässt. Mir hätte es besser gefallen, wenn sie sich ab und zu mal gewehrt hätte, zB gegen den anderen Tierarzt oder gegen die gehässigen Sprüche von Cricket.
Alejandro ist ein Mann, der weiß, was er will. Aber er hat nicht nur Gutes erlebt und trägt ein paar Altlasten mit sich rum und das lässt ihn zögern. Er ist nicht nur streng mit sich selbst, sondern auch mit anderen, was ihn in manchen Situationen kalt rüberkommen lässt. Er hat eine gute Menschenkenntnis und durchschaut so manche Lüge, was mir besonders gut gefallen hat.
Bei einigen Charakteren fehlte mir leider die Tiefe. Sie schienen nur da zu sein, um eine Intrige zu spinnen oder ein Missverständnis hervorzurufen.
Außerdem gingen mir die Handlungen manchmal zu schnell und waren zu vage. Die Intrigen waren viel zu schnell abgehandelt. Und auch zwischen Georgia und Alejandro war es ähnlich. In einem Moment stürzen sie sich aufeinander, im nächsten Moment kommt etwas dazwischen und die ganze Leidenschaft verpufft.

Ich fand insgesamt toll, dass es um Polo ging, und dass auch viel erklärt wurde. Mit diesem Pferdesport bin ich bisher nie in Berührung gekommen und fand es sehr interessant. Mir war nie klar, wie gefährlich dieser Sport eigentlich ist.

Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Ich muss sagen, obwohl ich ein sehr langsamer Leser bin, habe ich das Buch schnell „weglesen“. können, was auch an den vielen kurzen Kapiteln liegen könnte.
Das Buch wird abwechselnd aus Alejandros und Georgias Sicht in der Ich-Perspektive erzählt.

Das Cover passt zum Inhalt. Es sieht sehr edel aus, auch wenn mir persönlich die Kombination mit rosa und weiß nicht besonders zusagt, finde ich es mit dem verschnörkelten Logo und dem leichten Glitzern doch sehr passend.

Insgesamt eine schöne Geschichte, die an einigen Stellen noch etwas mehr ausgearbeitet hätte werden können. Auf jeden Fall etwas für Pferdeliebhaber.

Veröffentlicht am 22.03.2017

rasanter Auftakt

Young Elites (Band 1) - Die Gemeinschaft der Dolche
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Adelina ist eine der wenigen, die das Blutfieber überlebt hat, wurde aber durch ihre silbernen Haare als Malfetto gekennzeichnet. Die Malfettos werden von der restlichen Bevölkerung gefürchtet und gehasst ...

Adelina ist eine der wenigen, die das Blutfieber überlebt hat, wurde aber durch ihre silbernen Haare als Malfetto gekennzeichnet. Die Malfettos werden von der restlichen Bevölkerung gefürchtet und gehasst und von der Inquisition verfolgt. Die Geschichte ist sehr rasant erzählt mit einem kleinen Durchhänger in der Mitte. Vor allem das Ende ist spannend. Der Schreibstil ist flüssig und hat mir persönlich äußerst gut gefallen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist altertümlich. Eine Art Mittelalter mit Fantasyelementen. Leider wird nicht viel erklärt oder beschrieben. Es gibt anscheinend drei Monde und fliegende Rochen, mehr erfährt man nicht. Es wird insgesamt nicht viel erklärt von der Umgebung oder von Personenhintergründen. Meistens wird über Rückblenden aus Adelinas Leben erzählt. Über die anderen Charaktere erfährt man kaum etwas. Man wird stark im Dunkeln gelassen und kann nicht wirklich sagen, wer gut und wer böse ist. Jeder hat seine dunklen Seiten. Aber da es ja noch weitere Teile gibt, hoffe ich ,dass da noch etwas mehr kommt. Adelina ist keine strahlende Heldin, wie in vielen anderen Geschichten, was mir sehr gut gefallen hat. Sie ist weder naiv, noch tolpatschig, dafür aber skeptisch und misstrauisch und auf der Suche nach Anerkennung. Sie will ihre düstere Seite kontrollieren, wird aber oft von ihr überrollt und beherrscht. Obwohl sie ein guter Mensch ist, tut sie viel Böses, was sie noch weiter von den anderen entfernt und in die Dunkelheit zerrt. Nur ihre tiefe Verbindung zu ihrer Schwester scheint sie noch an der Oberfläche zu halten. Die Klischees fehlen natürlich auch nicht und sie verliebt sich in den gefürchteten Schnitter und Anführer der Dolche. Zum Glück ist dies nicht zu kitschig und nur ein ganz kleiner Teil der Geschichte, der zum Ende eine besondere Wendung bekommt. Überhaupt diese Drehungen um 180-Grad haben mich sehr überrascht, waren aber nachvollziehbar und hätte man auch vorhersehen können. Insgesamt mochte ich die Geschichte, ich bin allerdings sehr neugierig auf mehr Informationen über die Charaktere und hoffe sehr, dass Marie-Lu im nächsten Teil ein bisschen mehr erzählt.