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Veröffentlicht am 20.04.2026

Kann nicht überzeugen

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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Ich wollte diese Geschichte wirklich mögen, bringt sie doch einige große Pluspunkte mit. Leider gibt es doch ein paar Punkte, die mich nicht überzeugen konnten.

Lio hat ihre Erinnerungen verloren. Nur ...

Ich wollte diese Geschichte wirklich mögen, bringt sie doch einige große Pluspunkte mit. Leider gibt es doch ein paar Punkte, die mich nicht überzeugen konnten.

Lio hat ihre Erinnerungen verloren. Nur die letzten fünf Jahre sind ihr geblieben, seitdem ihr Sklavenhändler sie aus dem Fluss gefischt und zu seinem Mädchen gemacht hat. Für ihn wird sie regelmäßig verkauft, nur um ihre Käufer anschließend umzubringen und auszurauben. Doch beim letzten Coup kommt ihr jemand in die Quere- Izan und seine Begleiter, mit denen sie kurz darauf auf der Flucht quer durchs Land ist.

Und genau hier beginnen die Probleme. Magdalena Gammel hat grundsätzlich eine spannende Welt erschaffen mit faszinierenden Kreaturen (der erste große Pluspunkt). Auch die Magie, basierend auf Seelenstaub und Mandalas klingt packend (auch wenn sie für meinen Geschmack nicht hundertprozentig verständlich erklärt wird, Pluspunkt 2).

Allerdings wird diese ganze Komplexität ab dem ersten Drittel der Geschichte von der vorhersehbaren Lovestory überlagert. Auch wenn sich zum Glück nicht eine Sexszene an die nächste reiht, so kann ich irgendwann nicht mehr hören, wie finster und gutaussehend die männlichen Figuren sind.

Auch Lio kann mich nicht gänzlich überzeugen, irgendwann nervt sie mich mit ihrer Geheimniskrämerei nur noch (während sie von Izan absolute Ehrlichkeit und Offenheit erwartet).

Am schlimmsten sind aber die Plotholes und "Offenbarungen" die mir ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr logisch erscheinen.

Auch wenn die Reihe als Trilogie angelegt ist, habe ich nach diesem ersten Buch schon genug.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Überraschend gut

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Ich habe ehrlicherweise nicht allzu viel von diesem Buch erwartet. Wenn man den Klappentext so liest, klingt es nach einer typischen Romantic Fantasy, bei der die junge Heldin mehr oder weniger das selbstständige ...

Ich habe ehrlicherweise nicht allzu viel von diesem Buch erwartet. Wenn man den Klappentext so liest, klingt es nach einer typischen Romantic Fantasy, bei der die junge Heldin mehr oder weniger das selbstständige Denken einstellt, sobald sie auf den düsteren, mysteriösen Fremden trifft, der sie mit seinen Geheimnissen ködert und neben dunkel und grummelig nicht viel zu bieten hat.

Stattdessen bekommt man mit Tamlyn eine starke Protagonistin, die sich trotz ihres Schicksals als Prügelmädchen der königlichen Familie nicht bemittleidet und in ihrem Elend suhlt. Stattdessen nutzt sie die Chance, die sich ihr mit Kriegsfürst Fell bietet und kämpft für ihre Unabhängigkeit.

Mit Fell und Tamlyn haben wir zwei wirklich sympathische Hauptfiguren, die sich selbst nicht verlieren, obwohl die Anziehung zwischen den beiden nicht gerade kalt brennt. Gleichzeitig schafft aber gerade er es sehr überraschend, seiner Prinzessin auf Augenhöhe zu begegnen und ihr ihr Schicksal nicht zum Vorwurf zu machen.

Die Kirsche auf diesem Sahnebecher von Buch ist allerdings das Wolrdbuilding. Wir haben Kriege, wir haben Intrigen und sagenhafte Figuren. Was wir, dank der Geschichte dieser Königreiche nicht mehr haben, sind Drachen. Und doch beherrschen sie jedes Kapitel mit den Ängsten und Geschichten, die sie in dieser Welt hinterlassen haben.

Und ich will unbedingt mehr davon lesen! Zum Glück erscheinen die beiden Folgebände noch dieses Jahr!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Tolles Thema, aber zu seicht

Mit anderen Augen
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Das Potential dieses Buches ist einfach riesig! Die Prämisse, dass Frauen ab enem gewissen Alter langsam aus dem Blickfeld der Gesellschaft verschwinden, ist grundsätzlich nicht neu, bekommt hier durch ...

Das Potential dieses Buches ist einfach riesig! Die Prämisse, dass Frauen ab enem gewissen Alter langsam aus dem Blickfeld der Gesellschaft verschwinden, ist grundsätzlich nicht neu, bekommt hier durch Tilda aber ein völlig neues Gesicht.

Denn Tilda verschwindet. Was mit einem kleinen Finger beginnt, breitet sich schnell auch auf andere Körperteile aus. Und ein erstes Gespräch mit ihrer Ärztin zeigt, dass sie damit bei weitem nicht alleine steht. Auch wenn die Diagnose "nicht heilbar" heißt, beginnt Tilda dagegen anzukämpfen.

Der Anfang bzw das erste Drittel des Buches ist wirklich gelungen und verspricht eine tolle Geschichte. Doch nach und nach verliert mich die Autorin. Das liegt zum einen an Tilda, bei der man immer mehr das Gefühl hat, dass sie sich in ihrem Elend suhlt. Ja, sie ist geschieden und man fragt sich immer wieder, wie sie es überhaupt so lange bei ihrem Blödkerl von Exmann ausgehalten hat. Sie hat aber auch einen unglaublich tollen Freundinnenkreis, der ihr permanent Rückendeckung gibt und zwei tolle Töchter, denen sie weniger zutraut als gut ist. Sie hat weder Geldprobleme noch andere größere Sorgen.

Das alles macht es mir unheimlich schwer, Mitgefühl für sie zu entwickeln und meine Meinung ab der Hälfte des Buches nicht zu ändern.

Aber auch die Storyline driftet leider in eine etwas plakative und gleichzeitig seichte Richtung ab, die dem Thema und damit dem ganzen Buch nicht gut tut.

Was ein richtiger Oberknaller von feministischem Manifest hätte sein können verkommt irgendwie zu einem australischen "Cafe am Rande der Welt". Was für eine Verschwendung!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Zu cosy

The House Witch 1
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In welche Richtung dieses Buch läuft erkennt man eigentlich schon perfekt an seinem Äußeren. Es ist kuschelig, friedlich, zauberhaft- eigentlich ganz die Definition von cosy. Und bis jetzt dachte ich eigentlich ...

In welche Richtung dieses Buch läuft erkennt man eigentlich schon perfekt an seinem Äußeren. Es ist kuschelig, friedlich, zauberhaft- eigentlich ganz die Definition von cosy. Und bis jetzt dachte ich eigentlich auch, dass ich diesen Stil mag, mich gerne darin fallen lasse und mich nichts enttäuschen könnte. Doch Emilie Nikota hat mich eines besseren belehrt.

Fin Ashowan taucht eines Tages am Königshof auf und tritt seinen Posten als königlicher Koch an. Auch wenn er mit seinem verschlossenen, grummeligen Wesen viele vor den Kopf stößt, krempelt er diese Küche (und den restlichen Hof) ziemlich schnell um. Schnell macht er sich einige neue Freunde und versucht dabei sein größtes Geheimnis zu bewahren, er ist eine Haushexe!

Okay, es könnte wirklich alles ganz großartig sein: Finn beim Kochen zu erleben und seine Zauberkunst zu entdecken, macht wirklich unheimlich viel Spaß. Auch ihn dabei zu begleiten, wie er nach und nach Freundschaften schließt und still und leise die Königsfamilie um den kleinen Finger wickelt, ist auch toll.

Aber mir fehlt einfach der Ausgleich bei so viel Zuckerguss. Die Spannung und Dramatik geht dem Buch irgendwie vollkommen ab. Ich meine, dieses Königreich steht angeblich kurz vor einem Krieg, die Königin durchlebt eine schwieirge Schwangerschaft und es werden verschiedene Intrigen am Hof gesponnen. Und doch fühle ich es einfach nicht. Scheinbar ist es allen Figuren vollkommen egal!

Und dann diese Namen! Für meinen Geschmack passen Namen wie Finlay und Howard einfach nicht in ein mittelalterliches Setting. Zumal ich irgendwann auch Schwieirgkeiten hatte, die Namen der verschiedenen Ritter auseinander zu halten- die klingen einfach zu ähnlich!

Und auch die Emotionen kommen nicht richtig rüber (wenn es nicht gerade um Freundschaft geht). Als Lovestory würde ich es wirklich nicht bezeichnen wollen, einfach weil man die Liebe nicht spüren kann.

Wirklich enttäuschend war jedoch das Ende. Als hätte sich die Autorin einfach keine Mühe gegeben, zu verschleiern, dass es eine Reihe mit so einigen Fortsetzungen ist. Kein Faden ist so richtig zuende gesponnen, vieles wird offen gelassen.

Insgesamt sind das 600 Seiten, die einem mit etwas schalem Beigeschmack zurücklassen. Nichts, das mich auf eine Fortsetzung fiebern lassen würde.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Enttäuschung großgeschrieben

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Wölfe gegen Hexen in einer männerzentrierten Welt mit viktorianischem Setting und eine starke Frauenfigur, die in die Auserinandersetzung zwischen beiden hineingezogen wird. Das klingt spannend? Könnte ...

Wölfe gegen Hexen in einer männerzentrierten Welt mit viktorianischem Setting und eine starke Frauenfigur, die in die Auserinandersetzung zwischen beiden hineingezogen wird. Das klingt spannend? Könnte es wirklich sein. Leider verschenkt die Geschichte sämtliches Potential schon nach wenigen Kapiteln.

Cordelia führt gemeinsam mit ihrer Tante ein unabhängiges Leben, gleichzeitig hat sie aber immer das Gefühl auf der Flucht zu sein. Bis eines Tages fremde Männer ihr Haus überfallen und sie entführen. Ihr Vater hat sie zu sich ins Rudel geholt, um für eine starke Nachkommenaschaft zu sorgen. Und der geheimnisvolle Bishop verspricht ihr Hilfe, wenn sie seine Pläne unterstützt.

Spätestens ab diesem Punkt kann man sich eigentlich schon denken, wie es weitergeht. Und leider schafft es die Autorin nicht, mich noch in irgendeiner Weise zu überraschen oder meine (geringen) Ewartungen zu erfüllen.

Statt aus Cordelia eine starke Frau zu machen, die sich aus eigener Kraft aus ihrer Notlage befreit oder die Lügen und Finten auch nur ansatzweise zu durchschauen, hängt ab einem gewissen Punkt alles nur noch an Bishop und seinen Verbündeten.

Dieser Plot hätte so viel Potential gehabt, hätte der Fokus nicht ab der Hälfte des Buches nur noch auf der (Liebes-)Beziehung und dem Gerangel zwischen den Laken (oder auch außerhalb der Laken) gelegen hätte.

Mir war schon klar, dass mich hier keine sonderlich anspruchsvolle Lektüre erwartet, aber ein bisschen mehr Inhalt als nur Knick-Knack wäre schon toll gewesen.

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