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julia-elysia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Was ist mit Kristin passiert?

Home Before Dark
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde hier auf lovelybooks erhalten und war von Beginn an sehr gespannt auf die Handlung. Ich mag Thriller, in denen jemand spurlos verschwunden ist und wo eine Figur ...

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde hier auf lovelybooks erhalten und war von Beginn an sehr gespannt auf die Handlung. Ich mag Thriller, in denen jemand spurlos verschwunden ist und wo eine Figur herausfinden will, was passiert ist. In diesem Fall ist Marsibils Schwester Kristin vor 10 Jahren verschwunden und das Einzige, was damals gefunden wurde, war ihre blutverschmierte Jacke.

Ich fand den Schreibstil unfassbar angenehm und flüssig, wodurch ich ziemlich schnell durch die knapp 400 Seiten kam. Ich mochte das isländische Setting sehr. Das Einzige, womit ich Probleme hatte, waren manche Namen, da sich einige wirklich geähnelt haben und ich zwischenzeitlich ziemlich verwirrt war. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich noch nicht allzu viele Geschichten gelesen habe, die in Island spielen oder in denen die Figuren isländische Namen haben. Demnach ist das von meiner Seite kein Minuspunkt.

Das Buch konnte mich durchweg fesseln. Spannend fand ich, dass es einmal aus Marsibils Sicht aus dem Jahr 1977 geschrieben worden war und einmal aus der Sicht ihrer Schwester 10/11 Jahre zuvor. Auch dass beide jeweils Geheimnisse hatten und in jeder "Zeitebene" versucht hatten, etwas aufzudecken und zu lösen, hat mir sehr gefallen. Dadurch konnte ich bei beiden immer wieder miträtseln.

Zudem fand ich es spannend, dass das Buch quasi in der "Vergangenheit" gespielt hat (aus heutiger Sicht), allerdings fand ich, dass das sehr zum Setting gepasst und den Geheimnisfaktor erhöht hat. Dadurch, dass man zu der Zeit noch nichts online suchen konnte und die Ermittlungen auch ganz anders als heute abliefen, war Marsi darauf angewiesen, alle Leute persönlich zu befragen. Das hat das alles noch mal nahbarer und spannender gemacht.

Ich mochte es auch, dass hier viel mit verschobener Wahrnehmung und vergessenen Erinnerungen gespielt wurde. Dadurch wusste man selbst nicht mehr, was wahr und was falsch ist.

Zwischenzeitlich hatte ich auch eine kleine Ahnung, in welche Richtung die Geschichte gehen würde, allerdings wurde ich zweimal vollkommen getäuscht. Bei der ersten Wendung war ich zunächst etwas enttäuscht, allerdings hat die Autorin hier deutlich mit den Leser*innen gespielt, um sie absichtlich in die Irre zu führen. Das hat mir sehr gefallen.

Das Ende blieb ziemlich offen und hatte auch etwas Verzerrtes und Düsteres. Zunächst war ich nicht sicher, ob es mir gefallen hat, da ich erst ein Happy End erwartet habe. Letztendlich bin ich aber froh, dass es so ausgegangen ist, da es sich immerhin um einen Psychothriller gehandelt hat.

Insgesamt vergebe ich 5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.03.2026

Träume als Salz

Träume aus Salz
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kann Spoiler enthalten

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und bin wirklich ohne Erwartungen reingegangen.

Das Griechenland-Setting war traumhaft und teilweise magisch. Irgendwie hatte ...

kann Spoiler enthalten

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und bin wirklich ohne Erwartungen reingegangen.

Das Griechenland-Setting war traumhaft und teilweise magisch. Irgendwie hatte die Geschichte eine gewisse Leichtigkeit, vor allem am Anfang, weil der Schreibstil so ruhig und klar war. Die Landschaft und das Setting wurden viel beschrieben. Es hatte etwas Atmosphärisches und Mystisches, was mir sehr gefiel. Auch die vielen Parallelen zur griechischen Mythologie und Astrologie haben mir sehr gefallen.

Die Geschichte beginnt mit einem sehr spannenden Prolog, in welchem ein großer Knall angekündigt wird. Durchweg werden Andeutungen auf Flos großes Geheimnis gemacht, und ich habe wirklich die ganze Zeit mitgerätselt, was es sein könnte. Am Ende wurde ich allerdings etwas enttäuscht, da ich das Geheimnis nicht so dramatisch fand. Daher wurde die Geschichte für meinen Teil irgendwie etwas zu sehr aufgebauscht.

Das Buch gibt auch nicht wirklich klare Antworten auf die vielen Fragen, die sich im Verlauf entwickeln. So blieb mir bis zum Ende Sofias Figur ein Rätsel, da ich nicht ganz greifen konnte, ob sie einfach nur einsam war oder ob sie auf Flo stand.

Flos Rückblicke fand ich eigentlich ziemlich spannend, weil sie viele Hinweise auf ihr Verhalten gegeben haben. Doch im Zusammenhang mit ihrem "Geheimnis" wirkte alles dann etwas blass.

Das Ende hat mich irgendwie sehr verwirrt zurückgelassen. Ich konnte bis zum Schluss nicht sagen, ob der Erzählstil absichtlich so gewählt worden war und bewusst entschieden wurde, keine klaren Antworten zu geben, oder ob der Stil etwas zu lückenhaft war.

Dennoch konnte mich das Buch durchweg fesseln. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Nur der Spannungsbogen und die Auflösung waren für mich etwas farblos. Insgesamt vergebe ich 3-3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.09.2025

Cozy Fantasybuch mit herbstlichem Setting!

A Dark and Secret Magic
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen, und da ich bereits sehnsüchtig auf den Einbruch des Herbsts warte, habe ich mich sehr gefreut, diese herbstliche Fantasygeschichte lesen zu dürfen.

Der ...

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen, und da ich bereits sehnsüchtig auf den Einbruch des Herbsts warte, habe ich mich sehr gefreut, diese herbstliche Fantasygeschichte lesen zu dürfen.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht, so dass man wirklich schnell durch die knapp 400 Seiten kommt. Das Setting konnte mich auf jeden Fall abholen - alles ist so herblich, gemütlich und farbenfroh! Die Geschichte beginnt mit einer Szene vor einem warmen Kaminfeuer und einer schnurrenden Katze, wodurch man auf jeden Fall gleich das Ambiente spüren kann. Zwischendrin gibt es immer wieder herbstliche Festtagszeremonien, wie z.B. das Kürbisschnitzen, und auch die unzähligen warmen und tollen Gerichte haben gleich meine Sehnsucht nach dem Herbst verstärkt.

Die Geschichte selbst ist nicht besonders tiefgreifend verfasst - ich hatte das Gefühl, dass der Cozyfaktor viel mehr im Vordergrund stand und es sich eben um eine leichte Geschichte für zwischendurch handeln soll. Dadurch habe ich über die rasanten Handlungssprünge und die viel zu schnell voranschreitende Liebesgeschichte zwischen Hecate und Matthew etwas hinweggesehen. Schade fand ich es trotzdem, dass nicht wirklich intensiver auf die vielen magischen Beziehungen und Hecates Kampf gegen das Böse eingegangen wurde.

Was ich allerdings toll fand, war, dass Hecate bereits in ihren 30igern war. Da ich selbst bisher wenig Fantasygeschichten gelesen habe, wo die Protagonist*innen die 30iger überschritten haben, fand ich, dass das mal eine gelungene Abwechslung war. Auch die Parallelen zur griechischen Mythologie und zur Artus-Sage fand ich toll.

Insgesamt vergebe ich 4 Sterne. Vermutlich hätte ich bei einem anderen Setting noch einen Stern Abzug gegeben; da ich aber das Gefühl hatte, dass es wirklich um eine lockere magische Herbstgeschichte über Hexen und Magier gehen soll, fand ich die Leichtigkeit und die rasanten Handlungspunkte nicht besonders tragisch.

Veröffentlicht am 17.07.2025

Mehr als nur eine Lügnerin ...

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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kann Spoiler enthalten

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Klappentext kann sehr vielversprechend. Ich mag Geschichten, in welchen man nicht gleich herausfindet, wer die Wahrheit ...

kann Spoiler enthalten

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Klappentext kann sehr vielversprechend. Ich mag Geschichten, in welchen man nicht gleich herausfindet, wer die Wahrheit sagt, und ich mag es, mitzurätseln.

Die Geschichte beginnt Sloane und damit, dass sie einen gutaussehenden Mann auf dem Spielplatz trifft und ihm dabei hilft, seiner Tochter einen Bienenstachel herauszuziehen. Gleich zu Beginn wird deutlich, dass Sloane eine notorische Lügnerin ist, die sich selbst eine schönere Welt und ein besseres Leben herbeilügt und gleichzeitig einen Drang zur Besessenheit hat. Sie stalkt nicht nur ihn und seine Familie, sondern drängt sich ihr auch richtig auf.

Ich bin bis zum Ende mit keiner Figur warm geworden - insbesondere mit Sloane nicht.

Das Buch hatte dennoch am Anfang Potenzial. Die Spannung hat sich zwar etwas gezogen, aber durch den Klappentext hat man sich immer wieder gefragt, wer sonst noch lügt. Klar war, dass es mit der Familie zusammenhing, aber ab der Mitte des Buches musste ich mir auch eingestehen, dass ich irrtümlich von der falschen Person ausgegangen bin.

Ab der Hälfte des Buches fand ein Perspektivenwechsel statt, und von da an ging es so gut wie gar nicht mehr richtig um Sloane und ihre Probleme. Sie war natürlich immer noch ein Teil eines Plans, allerdings fand ich, dass ihre Lügen und ihre erschwindelte Identität und ihre Vergangenheit nie richtig aufgedeckt und klargestellt wurden.

Irgendwie konnten mich die ganzen Twists nicht wirklich überzeugen, obwohl ich glaube, dass das Buch Potenzial gehabt hätte, wenn man mehr in die Tiefe gegangen wäre. Auch das Ende war nicht wirklich nachvollziehbar.

Insgesamt vergebe ich 2,5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Verbrannte Wörter

Verbrannte Wörter
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und habe mich sehr gefreut, ein Teil davon zu sein. Ich studiere Germanistik und habe mich bereits öfter mit der Nazi-Zeit auseinandergesetzt. Gleichzeitig ...

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und habe mich sehr gefreut, ein Teil davon zu sein. Ich studiere Germanistik und habe mich bereits öfter mit der Nazi-Zeit auseinandergesetzt. Gleichzeitig habe ich auch schon öfter Beiträge über Wörter gelesen, die von den Nazis genutzt wurden. Daher fand ich es umso spannender, ein zusammenhängendes Buch zu lesen.

Im Buch werden 103 Wörter von A-Z erklärt. Matthias Heine erläutert diese zunächst ausführlich, indem er einen historischen Grundriss gibt und dann den Begriff im Kontext der Nazigeschichte einordnet. Am Ende des Abschnitts äußert er schließlich, inwieweit diese Begriffe heutzutage noch (bedenkenlos) genutzt werden können. Gerade das fand ich besonders spannend.

Viele Begriffe haben mich überrascht, insbesondere gewisse Verben. Die militärischen Begriffe waren mir dahingehend einleuchtend. Ich fand es auch gut, dass der Autor nicht nur Wörter aufgeführt hat, die man eher weniger den Nazis zuordnet, sondern auch jene, die plausibel waren (wie Propaganda, "Heil Hitler", usw.). Vor allem da fand ich es spannend, den historischen Kontext zu erfahren.

Ich finde das Buch durchaus hilfreich und spannend, vor allem dadurch, weil man sich bewusster mit der Sprache und dem Ursprung von Wörtern auseinandersetzt. Grundsätzlich muss ich jedoch anmerken, dass zwischenzeitlich meine Konzentration etwas gelitten hat, was aber eher daran lag, dass ich durch die Leserunde mehrere Abschnitte am Stück gelesen habe. Ich denke, dass sich das Buch vor allem gut als Nachschlagewerk eignet anstatt als Lektüre für zwischendurch.

Insgesamt gibt es von mir 5 Sterne!