Der Gesang des Falken
Der Gesang des FalkenIch habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und war nach dem Lesen des Klappentextes sehr gespannt. Leider wurde ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass der Roman etwas falsch beworben ...
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und war nach dem Lesen des Klappentextes sehr gespannt. Leider wurde ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass der Roman etwas falsch beworben wurde und der Figur "Anne Boleyn" mehr Bedeutung zugeschrieben wurde, als sie letztendlich in der Geschichte gehabt hatte.
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der den Verlauf der Hauptgeschichte schon vorwegnimmt. Am Anfang fand ich das erst gar nicht schlimm, weil ich dachte, dass es in der Geschichte nicht ausschließlich um die zwei fiktiven Figuren gehen wird. Doch es wurde relativ schnell klar, dass die beiden den zentralen Aspekt des Buches spielen, weswegen ich es dann doch etwas unförderlich fand, dass im Prolog bereits gespoilert wurde.
Da ich auch mit völlig anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin, wurde ich letztlich doch etwas enttäuscht - Anne Boleyn spielt den Großteil des Buches eher eine Nebenrolle, während Jean und Marcelle (die beiden fiktiven Charaktere) sowie einige andere historische Persönlichkeiten viel präsenter sind.
Meiner Meinung nach hat durchgehend ein Spannungsbogen in der Geschichte gefehlt, wodurch es mir vor allem zu Beginn schwerfiel, wirklich dranzubleiben. Ab der Hälfte des Buches nahm die Geschichte mehr an Fahrt auf und ich fand die Geschehnisse etwas interessanter, dennoch fand ich manche Sprünge etwas zu stark und auch der Twist am Ende ging mir persönlich etwas zu schnell.
Gleichzeitig hätte ich das Buch wahrscheinlich auch besser gefunden, wenn der Roman nicht mit der Figur "Anne Boleyn" beworben worden wäre. Für meinen Geschmack war ihr Charakter viel zu blass und nebensächlich und hätte einfach durch eine völlig andere Figur ersetzt werden können. Auch die Storyline mit Francoise schien meiner Meinung nach nicht wirklich bedeutsam für Marcelles Storyline. Dadurch war es zeitweise schwierig, Marcelle als Hauptprotagonistin zu akzeptieren bzw. ihrer Story komplett zu folgen.
Der Roman hat nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Es wurden zwar viele historische Informationen geteilt, allerdings haben ein roter Faden und ein starker Spannungsbogen gefehlt, wodurch die Story etwas schleppend voranging. Insgesamt gibt es 3 Sterne von mir.