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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2026

Für mich leider kein „Thriller - Gefühl“

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die Housesitterin von Emily Rudolf klang für mich nach einer richtig spannenden Thrilleridee. Eine Frau passt auf einer abgelegenen Insel auf das Haus wohlhabender Besitzer auf und hat dabei immer stärker ...

Die Housesitterin von Emily Rudolf klang für mich nach einer richtig spannenden Thrilleridee. Eine Frau passt auf einer abgelegenen Insel auf das Haus wohlhabender Besitzer auf und hat dabei immer stärker das Gefühl, nicht allein zu sein. Allein dieses Setting hat bei mir sofort eine unheimliche Stimmung ausgelöst und gerade am Anfang hatte die Geschichte auch genau diese Gänsehaut-Atmosphäre, die ich mir von einem Thriller wünsche.

Im Verlauf entwickelt sich die Handlung allerdings etwas anders, als ich erwartet hatte. Die Protagonistin lädt ihren Partner und einige Freunde mit auf die Insel ein und der Fokus verschiebt sich zunehmend auf die Beziehungen innerhalb dieser Gruppe. Statt einer durchgehend spannungsgeladenen Handlung geht es viel darum, wie die Figuren miteinander verbunden sind und welche Hintergründe sie haben. Dadurch fühlt sich ein großer Teil des Buches eher wie eine Aufarbeitung der verschiedenen Beziehungen an.

Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und flüssig, sodass ich gut durch die Seiten gekommen bin. Auch der Aufbau mit verschiedenen Perspektiven und Zeitsprüngen war nachvollziehbar und hat grundsätzlich funktioniert. Trotzdem hat mir über weite Strecken die typische Thriller-Spannung gefehlt. Große Überraschungen oder Wendungen, die mich wirklich schockiert hätten, gab es für mich leider nicht.

Die Auflösung am Ende wirkt zwar schlüssig und nachvollziehbar, konnte mich aber ebenfalls nicht komplett überraschen. Insgesamt war das Buch für mich durchaus unterhaltsam und ließ sich gut lesen, hat aber nicht die Spannung erzeugt, die ich mir erhofft hatte.

Am Ende bleibt für mich ein solides Buch, das sich gut nebenbei lesen lässt, aber nicht die fesselnde Thriller-Erfahrung war, die ich erwartet hatte. Schade, denn die Ausgangsidee hatte wirklich viel Potenzial.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Tolles humorvolles Buch

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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Josh and Hazel’s Guide to Not Dating von Christina Lauren ist eine romantische Komödie, die vor allem durch Humor und ihre charmanten Figuren lebt.

Hazel und Josh kennen sich bereits aus ihrer Collegezeit. ...

Josh and Hazel’s Guide to Not Dating von Christina Lauren ist eine romantische Komödie, die vor allem durch Humor und ihre charmanten Figuren lebt.

Hazel und Josh kennen sich bereits aus ihrer Collegezeit. Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder und aus der lockeren Bekanntschaft entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Für Josh kommt das genau zur richtigen Zeit, denn eine Trennung hat ihn ziemlich aus der Bahn geworfen. Hazel, die selbst überzeugter Dauersingle ist, hat eine ungewöhnliche Idee. Sie überredet Josh, gemeinsam mit ihr auf Double Blind Dates zu gehen. Die Hoffnung dahinter ist klar. Neue Leute kennenlernen soll über Herzschmerz hinweghelfen und vielleicht findet sich dabei auch die große Liebe.

Die Dates laufen allerdings selten nach Plan. Immer wieder geraten die Treffen ins Chaos oder fühlen sich einfach falsch an. Währenddessen wird immer deutlicher, dass ausgerechnet zwischen Hazel und Josh eine besondere Verbindung entsteht.

Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt. Hazel nimmt dabei einen großen Raum ein. Sie ist laut, chaotisch, manchmal etwas unbeholfen und unglaublich extrovertiert. Josh wirkt im direkten Vergleich fast wie ihr Gegenteil. Er ist ruhiger, strukturiert und deutlich zurückhaltender. Gerade diese unterschiedlichen Persönlichkeiten sorgen für viele unterhaltsame Momente und eine Dynamik, die wirklich Spaß macht.

Besonders gefallen haben mir die ehrlichen Gespräche zwischen den beiden. Sie teilen ihre Unsicherheiten, sprechen offen über Fehler und zeigen sich gegenseitig auch ihre verletzlichen Seiten. Dadurch entwickelt sich ihre Beziehung Schritt für Schritt und fühlt sich über lange Zeit sehr authentisch an. Auch die Blind Dates bringen immer wieder humorvolle Situationen mit sich und lockern die Geschichte zusätzlich auf.

Im späteren Verlauf verschiebt sich der Fokus jedoch stärker auf körperliche Aspekte der Beziehung. Dadurch geht ein Teil der entspannten und gemütlichen Stimmung verloren, die den Anfang für mich so angenehm gemacht hat. Einige Entwicklungen wirkten außerdem etwas klischeehaft und das Ende kam relativ plötzlich, sodass sich der Abschluss ein wenig überstürzt angefühlt hat.

Trotzdem bleibt Josh and Hazel’s Guide to Not Dating eine leichte und unterhaltsame RomCom mit viel Humor, sympathischen Figuren und einer süßen Grundidee. Ein gutes Buch für zwischendurch, das vor allem durch seine lockere Atmosphäre und den Wohlfühlfaktor überzeugt.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Konnte leider nicht überzeugen

Like Hearts We Heal
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Dieser Band hat mich leider ziemlich ratlos zurückgelassen. Während des Lesens hatte ich permanent das Gefühl, dass das Tempo nicht stimmt. Vieles wirkt unnötig in die Länge gezogen und gleichzeitig fehlt ...

Dieser Band hat mich leider ziemlich ratlos zurückgelassen. Während des Lesens hatte ich permanent das Gefühl, dass das Tempo nicht stimmt. Vieles wirkt unnötig in die Länge gezogen und gleichzeitig fehlt an entscheidenden Stellen die Tiefe, um wirklich emotional mitzunehmen.

Nach den Ereignissen des vorherigen Teils bin ich eher widerwillig in diesen Band gestartet und hatte gehofft, hier wieder einen besseren Zugang zur Geschichte zu finden. Das ist für mich allerdings nicht passiert. Besonders der Schreibstil hat mir das Lesen schwer gemacht. Die Dialoge wirken häufig überzeichnet und wenig authentisch, sodass selbst erwachsene Figuren oft erstaunlich unreif erscheinen. Dadurch ging für mich viel Glaubwürdigkeit verloren.

Ich habe kein Problem damit, wenn sich der Stil einer Autorin im Laufe einer Reihe verändert. In diesem Fall fühlt sich diese Entwicklung für mich jedoch nicht stimmig an. Der gelegentlich eingesetzte poetische Ton steht oft im Kontrast zum restlichen Text und reißt mich eher aus der Geschichte heraus, als dass er sie vertieft, obwohl klar ist, dass die Autorin grundsätzlich ein gutes Gespür dafür hat.

Auch mit den Hauptfiguren bin ich nicht wirklich warm geworden. Trotz ihrer langen Präsenz bleiben Paisley und Knox für mich erstaunlich oberflächlich. Das Finale setzt dann noch einmal stark auf Drama, was für mich persönlich zu viel des Guten war. Einige Handlungsentscheidungen konnte ich schlicht nicht nachvollziehen und sie fühlten sich eher konstruiert als konsequent an.

Am Ende bleibt bei mir der Eindruck, dass dieser Band viele Ideen hat, die theoretisch funktionieren könnten, mich in der Umsetzung aber nicht überzeugt haben.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Tolle Geschichte!

The Happy Ever After Playlist
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Nachdem Sloane vor zwei Jahren ihren Verlobten bei einem tragischen Unfall verloren hat, zieht sie sich völlig zurück und lebt nur noch wie ein Schatten ihrer selbst. Ihr Alltag verläuft eintönig und ohne ...

Nachdem Sloane vor zwei Jahren ihren Verlobten bei einem tragischen Unfall verloren hat, zieht sie sich völlig zurück und lebt nur noch wie ein Schatten ihrer selbst. Ihr Alltag verläuft eintönig und ohne Veränderung, bis eines Tages ein Hund direkt in ihr Auto läuft und damit ihr Leben völlig durcheinanderbringt. Dessen Besitzer Jason ist nicht nur sympathisch, sondern scheint Sloane auf eine Weise zu verstehen, die ihr hilft, langsam wieder zu sich selbst zu finden. Gleichzeitig stellt er sie vor Herausforderungen, die sie so nicht erwartet hätte, denn das Leben mit ihm verläuft alles andere als vorhersehbar.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sloane und Jason erzählt. Beide Protagonisten mochte ich sehr und konnte ihre Gedanken und Gefühle größtenteils gut nachvollziehen.

Der Einstieg in die Story ist süß und berührend zugleich, was die Tragik der Ausgangssituation unterstreicht. Leider konnte mich die Handlung im weiteren Verlauf nicht durchgehend halten. Ein wiederkehrendes Motiv war, dass die Figuren einander nicht ehrlich begegnen, um sich gegenseitig zu schützen. Das hat die ansonsten schöne Geschichte stellenweise etwas ausgebremst und mir den Lesefluss erschwert.

Der romantische Teil ist passend und sensibel umgesetzt, besonders in Hinblick auf Sloanes Verlust. Die Liebesgeschichte ist gefühlvoll und angenehm dosiert, was für die emotionale Tiefe der Story sehr gut funktioniert.

Insgesamt hat mir das Buch trotz kleiner Schwächen gut gefallen. Die Lovestory ist in vielen Momenten wirklich wunderschön, sodass ich dem Buch 4 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Starke Fortsetzung

Darkest Reign – Im Schatten des Jägers
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Darkest Reign - Im Schatten des Jägers ist ein spannender Urban-Fantasy-Roman, der von Anfang an mit einer düsteren Stimmung, starken Figuren und viel emotionaler Tiefe fesselt. Laura Labas zeigt erneut, ...

Darkest Reign - Im Schatten des Jägers ist ein spannender Urban-Fantasy-Roman, der von Anfang an mit einer düsteren Stimmung, starken Figuren und viel emotionaler Tiefe fesselt. Laura Labas zeigt erneut, wie gut sie nicht nur Welten, sondern auch Charaktere zum Leben erwecken kann, die einem lange im Gedächtnis bleiben.

Im Zentrum steht Sophia, eine Strega, die nach der Offenbarung ihrer Identität vor den erbarmungslosen Huntern fliehen muss. Schon früh spürt man die ständige Bedrohung, die über ihr hängt, und gleichzeitig ihre Entschlossenheit, nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihr Volk zu kämpfen. Die Mischung aus Verletzlichkeit, Mut und innerer Stärke macht Sophia zu einer greifbaren und sehr mitreißenden Protagonistin.

Besonders spannend ist die Beziehung zwischen Sophia und Benson, dem Hunter, der zwischen Pflichtbewusstsein und seinen Gefühlen für sie hin- und hergerissen ist. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist intensiv, mal hitzig, mal zart, aber immer glaubwürdig. Ihre Entwicklung erfolgt langsam und authentisch, voller Hindernisse, wodurch jede Annäherung besonders bedeutungsvoll wirkt.

Die Handlung selbst ist durchweg packend. Flucht, Intrigen, moralische Dilemmata und Loyalitätsfragen treiben die Geschichte konstant voran. Der wahnsinnige General der Hexenjäger ist ein eindrucksvoller Antagonist, dessen Bedrohung und Fanatismus die Spannung noch steigern. Die Welt der Strega und Hunter wirkt lebendig, gefährlich und gut durchdacht – ein Universum, in das man gern tiefer eintauchen möchte.

Auch sprachlich überzeugt der Roman: Atmosphärisch dicht, bildreich und temporeich erzählt, ohne den Lesefluss zu bremsen. Die Dialoge sind emotional, scharf und tragen die Figurenentwicklung stark mit. Darkest Reign ist ein fesselndes Buch, das Spannung, Herz und fantastische Elemente perfekt vereint.

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