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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2019

Liebe überwindet alle Grenzen...

Saphirblau
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Worum geht's?

Gwen und Gideon sind zwei Zeitreisende und Teil der Geheimloge des Grafen von Saint Germain. Gemeinsam erleben sie unglaubliche Abenteuer zwischen den Zeiten und kommen sich dabei unweigerlich ...

Worum geht's?

Gwen und Gideon sind zwei Zeitreisende und Teil der Geheimloge des Grafen von Saint Germain. Gemeinsam erleben sie unglaubliche Abenteuer zwischen den Zeiten und kommen sich dabei unweigerlich immer näher. Doch dann versucht Gwen auf eigene Faust mehr über die Hintergründe der Loge in Erfahrung zu bringen, und auch Gideon scheint etwas vor ihr zu verheimlichen. All das führt dazu, dass das Vertrauen zwischen ihnen mehr und mehr bröckelt...

Meine Meinung

Mit "Saphirblau" erschien der zweite Band der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier im Arena Verlag - und was soll ich zu diesem Buch sagen? Ganz klar, ich habe es geliebt!!
Schon Band 1 hat mich aufgrund einer fantastischen Geschichte und sehr sympathischen und liebenswürdigen Charakteren restlos begeistert zurückgelassen, deshalb musste ich unbedingt mit der Fortsetzung weitermachen. Denn ich wollte natürlich mehr darüber erfahren, welche tollen Abenteuer Gwen als nächstes erlebt und auch wie sich die Beziehung zwischen ihr und Gideon weiterentwickelt.

Die Handlung des Buches schließt genau an das Ende des ersten Bandes an, sodass man als Leser das Gefühl hat, immer noch in "Rubinrot" weiterzulesen. Dadurch ist man sofort wieder mitten im Geschehen und wird doch mit etwas Neuem konfrontiert: Mit dem Wasserspeierdämon Xemerius bekommt Gwen einen unfreiwilligen Begleiter, der durch seine äußerst frechen und humorvollen Kommentare zu Gwens Erlebnissen eines der Highlights des zweiten Teils ist.
In diesem Band steht nun die Liebesbeziehung zwischen Gwen und Gideon mehr im Fokus, und entwickelt sich - wenn auch langsam - stetig weiter und wird inniger.

Auch in diesem zweiten Band hat mich Kerstin Giers Schreibstil wieder vollends überzeugt. Sie schafft es, Gwen trotz der fantastischen Geschichte sehr lebensnah zu gestalten, sodass man wie schon in "Rubinrot" das Gefühl bekommt, dass Gwen mehr zu einer Freundin wird, mit der man all diese tollen Abenteuer erlebt und eben nicht nur eine Protagonistin aus einem Roman bleibt.
Gwen ist vor allem in ihren Gedanken herrlich sarkastisch und ironisch, wie man es selbst manchmal wohl gerne sein würde. Dieser sarkastisch-witzige Tonfall, der so typisch Gwen ist, macht sie als Protagonistin und eben auch als eine Art Freundin so liebenswürdig.

Gideon bleibt als zweite Hauptfigur immer noch geheimnisvoll und man erfährt als Leser zwar einiges über seine Vergangenheit und über seine Familiengeschichte, doch seine wahren Absichten bleiben dem Leser - aber vor allem ja Gwen - unklar.
Gwen kann nicht wissen, wem sie in dieser Sache vertrauen kann und scheint in Gideon eigentlich einen Verbündeten zu finden, doch seine Geheimnisse lassen ihr Vertrauen bröckeln.

Einer der Aspekte, die den Reiz der Edelsteintrilogie ausmachen, ist neben den tollen Charakteren auch das Setting in der Vergangenheit. Dadurch gewinnt vor allem die Liebe zwischen Gwen und Gideon etwas Magisches, etwas Einzigartiges, das alle Grenzen - sogar die von Raum und Zeit - zu überwinden scheint. Und wer wünscht sich als ganz normales Mädchen, wie Gwen es anfangs noch zu sein scheint, nicht, so eine alles verzehrende Liebe zu entwickeln, die allem standhalten sollte?

Fazit

Kerstin Gier führt in die Trilogie "Saphirblau" genauso rasant weiter wie sie aufgehört hat. Wer schon den ersten Band und seine tollen Charaktere mochte, wird diesen Band lieben. Eine absolute Leseempfehlung.

Dieses Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne.


Veröffentlicht am 22.10.2019

Schockierend gut...

Pretty Little Liars - Makellos
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Worum geht‘s?

Spoiler

Aria, Emily, Spencer, Hanna und Alison sind beste Freundinnen, bis Alison eines Abends spurlos verschwindet. Doch nun hat die Polizei ihre Leiche im Garten ihres Elternhauses ...

Worum geht‘s?

Spoiler

Aria, Emily, Spencer, Hanna und Alison sind beste Freundinnen, bis Alison eines Abends spurlos verschwindet. Doch nun hat die Polizei ihre Leiche im Garten ihres Elternhauses entdeckt. Die vier Mädchen sind schockiert, nun endgültige Gewissheit über das Schicksal ihrer Freundin zu haben, hatten sie doch bis zu diesem Zeitpunkt immer noch gehofft, dass Alison unversehrt wieder auftaucht. Immer mehr drängt sich die Frage auf, von wem sonst die anonymen, mit dem Buchstaben "A" unterzeichneten Nachrichten stammen könnten, wenn Alison nicht mehr am Leben ist, schließlich ist der Absender genauestens über die Geheimnisse der Mädchenclique im Bilde. Da gerät Toby, Jennas Bruder in das Visier der Mädchen – mit fatalen Folgen...

Meine Meinung

„Makellos“ ist der zweite Band der Jugendbuchreihe „Pretty Little Liars“ von Sara Shepard und ist 2009 im cbt Verlag erschienen.
Nachdem ich „Unschuldig" gelesen hatte, wollte ich unbedingt erfahren, wie es in Rosewood nach dem Fund von Alisons Leiche weitergeht und vor allem wer die Mädchen mit den Nachrichten bedroht - Antworten gibt es auf diese Fragen zwar keine, aber ich war dennoch nicht enttäuscht, da das Buch seinem Vorgänger in nichts nachsteht!

Doch zunächst muss ich erneut das Cover ansprechen: Wie schon beim ersten Band sind wieder vier Mädchen auf dem Cover und sieht somit im Regal einheitlich aus, dennoch finde ich die Gestaltung mal wieder nicht wirklich ansprechend; da hätte der Verlag lieber bei den Originalcovern bleiben sollen - die sind nämlich meiner Meinung nach um einiges schöner.

Die Geschichte wird wieder aus der Perspektive aller Mädchen erzählt, sodass man das Geschehen durch alle Augen betrachten kann. Die Spannung steigt stetig, besonders wenn in einer entscheidenden Situation plötzlich das Kapitel endet und aus einer anderen Sicht weitererzählt wird, deshalb will man unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, was passiert.

Der Sog der Geschichte liegt aber auch an Sara Shepards Schreibstil, der wie gewohnt flüssig und gut lesbar ist, dabei aber immer eine Art Distanz zu den Charakteren schafft, sodass man sich mit keiner von ihnen wirklich identifizieren kann. Das schadet dem Buch aber keineswegs, man fühlt so mit allen vier Protagonistinnen gleich stark mit und fiebert so dem Schicksal aller entgegen.

Die Charaktere waren die natürlich die gleichen wie im ersten Teil, deshalb wusste man schon einiges über sie und konnte leicht wieder in das Geschehen hineinfinden.

Aria, Emily, Spencer und Hanna sind sehr unterschiedlich und bieten daher wohl vielen Lesern Gemeinsamkeiten. Mir haben alle gut gefallen, ich fand aber besonders Arias und Spencers Entwicklung interessant.
Aria hadert mit ihren Gefühlen für Ezra und meiner Meinung nach hat so eine Konstellation sehr viel Potential, das in den weiteren Bänden ausgeschöpft werden kann.
Spencer hingegen hat ihrem Verlangen für Wren nachgegeben und bringt dafür viele Opfer, die mich manchmal dazu gebracht haben, sie am liebsten schütteln zu wollen, damit sie endlich zur Vernunft kommt. Angesichts der bitteren Enttäuschung, die sie zum Ende des Buches erfährt, hat sie wohl ihre Lektion fürs Erste gelernt.
Auch Emilys Entwicklung war spannend zu beobachten, da sie sich eher wieder zurückentwickelt: Am Ende des ersten Buches hat sie den Entschluss gefasst, aus dem Schwimmteam auszutreten, doch nun nimmt sie diesen wieder zurück. Und auch zu ihren Gefühlen für Maya kann sie zumindest in diesem Teil noch nicht stehen.
Hanna bleibt als Protagonistin ein wenig blass, denn sie sorgt sich nur um ihr Aussehen, die Konkurrenz zu ihrer Stiefschwester Kate und darum, ihren Exfreund zurückzugewinnen. Auch die Freundschaft zu Mona bröckelt angesichts vieler Geheimnisse immer mehr.

Ich hatte beim Lesen viel Spaß, die doch sehr unterschiedlichen Wege der Freundinnen zu verfolgen und dennoch zu sehen, wie sie sich aus Sorge umeinander wieder annähern.

Ich habe es bereits angedeutet: Das Buch war wieder sehr spannend und der Spannungsbogen hat zum Ende hin noch zugenommen, bis ich nur noch völlig geschockt weiterblättern konnte.
Die Situation um Emily am Ende des Buches ist furchtbar, denn nur aufgrund eines unglücklichen Missverständnisses passiert etwas Schreckliches. In diesem Moment habe ich mich Emily zum ersten Mal richtig nahe gefühlt und mit ihr mitgelitten. Als Leser war es nicht schön zu lesen, wie Emily und Toby sich missverstehen, da man schon längst mehr Informationen als Emily hatten und damit wusste, wie schrecklich sich Toby gefühlt haben muss.

Als positiven Aspekt möchte ich noch ansprechen, dass sehr hilfreich war, dass die Jenna-Sache zu Beginn des Buches aufgeklärt wurde, da im ersten Band häufig Andeutungen gemacht wurden, die nun aufgeklärt werden.

Außerdem werden am Ende die ersten Geheimnisse von A gelüftet und alle vier finden sich in unangenehmen Situationen wieder, daher wird es interessant sein zu lesen, wie die Mädchen und vor allem wie ihr Umfeld mit den unschönen Wahrheiten umgeht.
Somit steht natürlich auch Band drei wieder auf meiner Leseliste.

Fazit

Mit "Makellos" hat Sara Shepard einen würdigen Anschluss geschrieben, der den Leser viele Emotionen durchleben lässt: Die Reihe geht spannend und schockierend weiter und Aria, Emily, Spencer und Hanna stehen wieder vor neuen Herausforderungen, die sie überwinden müssen. Band 3 im Anschluss ist Pflicht.

Das Buch erhält von mir 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Der erste Band einer hinreißenden Reihe

Rubinrot
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Worum geht‘s?

In Gwendolyns Leben ist alles so wie es sein soll: Ihre perfekte Cousine Charlotte ist der Star der Familie und wird bereits seit Jahren auf ihre Rolle als nächste Zeitreisende der Familie ...

Worum geht‘s?

In Gwendolyns Leben ist alles so wie es sein soll: Ihre perfekte Cousine Charlotte ist der Star der Familie und wird bereits seit Jahren auf ihre Rolle als nächste Zeitreisende der Familie Montrose vorbereitet. Gwendolyn selbst hat sich längst damit abgefunden, das schwarze Schaf der Familie zu sein und wegen ihrer Fähigkeit, Geister zu sehen für verrückt erklärt zu werden.
Als sie sich plötzlich in der Vergangenheit wiederfindet, wird ihr klar: nicht Charlotte, sondern sie selbst muss das Zeitreise-Gen der Familie geerbt haben. Von nun an wird Gwen in die Welt einer Geheimloge eingeführt und muss sich dann auch noch mit ihrem Zeitreise-Kollegen Gideon de Villiers rumschlagen, der mehr als unverschämt und dabei verdammt attraktiv ist. Das Chaos ist vorprogrammiert...

Meine Meinung

„Rubinrot“ ist der erstes Band der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, der 2009 bei Arena erschienen ist. Von dem Buch hatte ich im Vorfeld schon viel Gutes gehört, doch da das Genre Fantasy eigentlich nicht ganz mein Ding ist, konnte ich mich erst jetzt dazu durchringen, dieses Buch zu lesen. Und es hat mich nicht enttäuscht!

Doch zunächst zum Cover: Dieses ist wunderschön und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Mit der Farbgebung in rosa, rot und schwarz passt es gut zum Titel und wirkt durch die Silhouetten passend zur Geschichte an sich sehr geheimnisvoll.

Kerstin Giers Schreibstil ist das ganze Buch über einfach toll und ließ sich gut weglesen, daher habe ich das Buch an nur zwei Tagen verschlungen. Besonders gut gelungen finde ich Gwen als Protagonistin, da sie einen sehr ironischen Blick auf alle Ereignisse hat und mich damit des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat. Das lag vor allem an ihren teils wirklich absurden Gedankengängen, die sie als Protagonistin so sympathisch und nahbar machen. Es war so schön mitanzusehen, wie Gwen sich in einem völlig neuen Leben wiederfindet und trotzdem sich selbst und ihren Ansichten treu bleibt.
Das ganze Buch wird aus ihrer Perspektive geschildert, dennoch hätte ich mir ein paar Kapitel aus Gideons Sicht gewünscht, da er sehr geheimnisvoll, unnahbar und undurchschaubar hinsichtlich seiner wahren Ansichten ist.
Ebenso sympathisch wie Gwen ist auch ihre Freundin Leslie, die sich ohne lange Nachfragen auf alles mit großer Hingabe einlässt, was Gwen ihr erzählt und mit äußerster Sorgfalt alle Unklarheiten recherchiert. In einer Zeit vieler Umbrüche ist Leslie Gwens Konstante und ihr Fels in der Brandung, was sie zu einer solch guten Freundin macht.

Jedes Mal ein Highlight waren die kleinen Einschübe zwischen den Kapiteln, welche zum Teil sehr hilfreich waren, die Familienverhältnisse der Charaktere zu entwirren.

Fazit

„Rubinrot“ ist ein rasanter Fantasy-Roman, der Lust auf die weiteren Bände der Trilogie macht, da man unbedingt erfahren muss, wie die abenteuerliche Geschichte um Gwen und Giedeon weitergeht. Selbst ich als absoluter Fantasy-Muffel war restlos begeistert und vollkommen hin und weg von dieser tollen Geschichte.

Das Buch erhält von mit 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Ein spanneder Reihenauftakt

Pretty Little Liars - Unschuldig
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Worum geht‘s?

Aria, Emily, Spencer, Hanna und Alison sind beste Freundinnen – bis Alison eines Tages spurlos verschwindet. Und auch die Wege der anderen trennen sich nach dem Verlust ihrer Anführerin.
Drei ...

Worum geht‘s?

Aria, Emily, Spencer, Hanna und Alison sind beste Freundinnen – bis Alison eines Tages spurlos verschwindet. Und auch die Wege der anderen trennen sich nach dem Verlust ihrer Anführerin.
Drei Jahre später wurde Alison noch immer nicht gefunden, doch die vier Mädchen erhalten plötzlich mysteriöse Nachrichten von einem Absender, der sich selbst nur A nennt und dessen Identität somit unklar ist. Dieser scheint die schlimmsten Geheimnisse der vier Mädchen zu kennen, die eigentlich nur Alison kannte. Langsam nähern sich die Freundinnen wieder an, aber da entdeckt die Polizei eine Leiche...

Meine Meinung

„Unschuldig“ ist der Auftakt der Jugendbuchreihe „Pretty Little Liars“, auf der auch die gleichnamige Fernsehserie basiert. Geschrieben wurde das Buch von Sara Shepard und ist 2009 im cbt-Verlag erschienen.
Ich hatte die Serie bereits vor einigen Jahren begonnen und war nun neugierig auf die Buchvorlage. Zuvor konnten mich besonders Sara Shepards Reihen „The Lying Game“ und „The Amateurs“ restlos begeistern, deshalb war ich auch auf diese Reihe sehr gespannt.

Auf dem Cover sind vier Mädchen abgebildet, die vermutlich die vier Freundinnen darstellen sollen. Natürlich ist das Cover bereits vor über zehn Jahren gestaltet worden, dennoch finde ich es eher langweilig und nicht wirklich schön im Vergleich zu den Covern ihrer anderen Reihen.

Die Geschichte wird aus der Perspektive aller vier Mädchen geschildert, wodurch man einen guten Einblick in das Geschehen und in die Geheimnisse bekommt, die alle zu hüten scheinen.
Der Schreibstil ist typisch Sara Shepard und wie immer eher nüchtern gehalten, da aus der Perspektive der 3. Person erzählt wird. Trotz dieser Distanz zu den Protagonistinnen kann man leicht in die Geschichte einsteigen und auch die verschiedenen Charaktere gut auseinanderhalten, was bei so vielen verschiedenen manchmal etwas schwierig sein kann. Im Laufe der Geschichte habe ich von allen vier gern gelesen, konnte aber nur schwer eine Verbindung zu ihnen aufbauen, da man einfach einen zu kleinen Anteil an der Gefühlswelt der Protagonistinnen hat.
Die Handlung gewinnt erst an Spannung, als die Nachrichten von A eintreffen; davor bekommt man einen Einblick darin, wie sich das Leben der vier Mädchen seit Alisons Verschwinden verändert hat.
Die Geheimnisse fand ich auch passend und nicht zu banal, da die vier ja schließlich von A damit bedroht werden und die Veröffentlichung eben dieser fürchten.
In Sachen Spannung hat besonders das letzte Kapitel dazu beigetragen, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, um herauszufinden, wer A und wer der Mörder der Leiche ist, die am Schluss gefunden wird. Deshalb werde ich gleich im Anschluss mit dem zweiten Band weitermachen.

Fazit

„Unschludig“ ist der gelungene Auftakt zu einer spannenden Reihe, die es in sich hat und die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Und auch die Serie ist im Anschluss an diese Reihe ein echtes Muss.

Das Buch erhält von mir 4,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Eine witzige Liebeskomödie mit Urlaubsfeeling gratis

Herz auf Anfang
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Worum geht‘s?

Annies Leben scheint perfekt: Sie hat einen Job als Mode-Assistentin bei dem Fashion-Magazin Glamorous Girl ergattert und wohnt mit ihrem Freund und vermutlich Bald-Verlobten Trevv in seinem ...

Worum geht‘s?

Annies Leben scheint perfekt: Sie hat einen Job als Mode-Assistentin bei dem Fashion-Magazin Glamorous Girl ergattert und wohnt mit ihrem Freund und vermutlich Bald-Verlobten Trevv in seinem riesigen Haus. Doch dann erwischt sie ihn bei einem etwas exotischeren Liebesspiel mit seiner Kollegin Tess und das Chaos ist perfekt: Annie wird verhaftet und zerstört auch noch den teuersten Schuh der Welt, woraufhin sie natürlichen auch noch ihren Traumjob verliert.
Annies Leben gleicht einem Scherbenhaufen und so entschließt sie sich schließlich zu einem Urlaub auf der Insel Mauritius. Doch von Erholung weit gefehlt: Statt entspannt am Strand zu liegen und tropische Cocktails zu schlürfen, findet sich Annie bei einem unangenehmen Aufeinandertreffen mit Trevv und Tess wieder, die - wie der Zufall es will - ebenfalls im gleichen Ressort auf Mauritius Urlaub machen. Zum Glück gibt es da noch Annies unglaublich gut aussehende Urlaubsbekanntschaft Chris, der die Gunst nutzt, Trevv die Stirn zu bieten und deshalb bereitwillig als Annies Schein-Freund einspringt. Aber je länger die Scharade andauert, desto mehr verwischen die Grenzen zwischen dem schönen Schein und den echten Gefühlen...

Meine Meinung

Mit „Herz auf Anfang“ ist der zweite Roman der südafrikanischen Autorin Jo Watson in deutscher Übersetzung beim LYX Verlag erschienen und steht dem ersten Band „Kopf aus, Herz an“ in nichts nach. Auch schon im ersten Band der Reihe konnte mich Jo Watson mit ihrem lockeren, leicht ironischen Schreibstil vollends begeistern, weshalb ich mich sehr auf diese Fortführung der Reihe gefreut habe.
Ähnlich wie beim ersten Band ist das Cover wieder schlicht gestaltet und passt hervorragend zu seinem Vorgänger, die zusammen einfach toll aussehen.

Besonders dank des tollen Schreibstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen, fand aber den Einstieg ein wenig schwierig, da man direkt in die Handlung hineingeworfen wird und zu Anfang nur durch Rückblicke von Annies Hintergrundgeschichte mit ihrem Job und dem Freund erfährt. Die ersten 70 Seiten geschieht nicht ganz so viel, es wird hauptsächlich geschildert, wie sich Annies Leben nach der Trennung von Trevv zum Schlechten verändert und die sonst sehr humorvolle Frau in ein tiefes Loch fällt, aus dem sie erst zum Ende des Buches wieder herauskommt. Wirklich Fahrt nimmt die Geschichte erst nach dem Aufeinandertreffen mit Trevv und Tess - genannt Tress - auf, da sich unwahrscheinlich viele Gelegenheiten ergeben, dem verhassten Ex und seiner mittlerweile sogar Verlobte in diesem Ressort zu begegnen. Daraus ergaben sich immer wieder urkomische Situationen, die man sich toll bildlich vorstellen konnte und somit das ganze Buch über für Kopfkino gesorgt haben.
Das Ende fand ich nicht ganz so gelungen, da Annie zwar verständlicherweise aufgrund jetzt nicht genannter Ereignisse sehr verletzt ist, ich ihre Reaktionen darauf allerdings etwas zu überzogen und melodramatisch fand. Aber in einer solchen Situation reagiert wohl jeder Mensch anders und bewertet ihre Reaktion entsprechend.

Wie schon der erste Teil ist auch dieser nur aus der Sicht der weiblichen Protagonistin Annie geschrieben, doch ich hätte mir ein paar Kapitel aus Chris‘ Perspektive gewünscht, um die ganze Situation auch mal durch seine humorvollen und zynischen Augen zu betrachten.

Chris war mir nämlich ein sehr sympathischer Protagonist, eben weil er wie Annie überhaupt nicht perfekt ist und das auch überhaupt nicht sein möchte. Er ist sehr vielschichtig gestaltet und bringt natürlich Ballast aus seiner Vergangenheit mit. Mit Annies Hilfe kann er aber auch diesen hinter sich lassen und optimistisch nach vorne schauen. Sein Humor war immer wieder ein Highlight und hat mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht.

Fazit

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, da ich immer unbedingt wissen wollte, in welche herrlich schräge und gerade deshalb auch so witzige Situation Annie und Chris im Konkurrenzkampf mit „Tress“ geraten.
Mir hat besonders der Anschluss zu Band 1 und das Wiedersehen mit Lilly und Damien sehr gefallen, da ich die beiden schon im ersten Teil der Reihe sehr liebgewonnen hatte.

Alles in allem ist „Herz auf Anfang“ eine sehr originelle und lustig geschriebene Liebeskomödie, die größtenteils vor der traumhaften Kulisse von Mauritius spielt und mich in dieser trüben, dunklen Jahreszeit sofort in Urlaubsstimmung versetzen konnte.
Und so hoffe ich auf eine Fortführung der Reihe, auch wenn das nach mehr als zwei Jahren wohl eher unwahrscheinlich ist.

Bewertung

Das Buch erhält von mir aufgrund kleiner Schwächen 4 von 5 Sterne.