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Veröffentlicht am 25.03.2020

Tiefgründig und voller Poesie

Wir sind das Feuer
1

Worum geht‘s? - Klappentext

Endlich vergessen, was vor fünf Jahren geschah. Die Flammen, den Lärm, und all das, was ihr Leben danach zerstörte. Das ist es, was Louisa sich wünscht, als sie ans Redstone ...

Worum geht‘s? - Klappentext

Endlich vergessen, was vor fünf Jahren geschah. Die Flammen, den Lärm, und all das, was ihr Leben danach zerstörte. Das ist es, was Louisa sich wünscht, als sie ans Redstone College kommt. Und tatsächlich: Gleich zu Beginn ihres Studiums begegnet sie Paul und alles scheint plötzlich anders. Mit seinem unwiderstehlichen Lachen und seinen Bernsteinaugen weckt er Gefühle in ihr, die sie schon längst vergessen glaubte. Mit ihm ist sie wild und frei und endlich wieder glücklich. Sie ist dabei, sich unwiederbringlich in ihn zu verlieben. Doch was sie nicht ahnt: Paul hütet ein dunkles Geheimnis. Die Wahrheit könnte ihre Liebe in Flammen aufgehen lassen …


Meine Meinung

„Wir sind das Feuer“ ist das Debüt der Autorin Sophie Bichon und ist Anfang des Jahres im Heyne-Verlag erschienen. Im Vorfeld kam man besonders auf Bookstagram kaum an diesem wunderhübschen Buch vorbei und als mich auch der Klappentext überzeugen konnte, stand ganz klar für mich fest: Ich muss dieses Buch auf jeden Fall lesen! Und meine Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht.

Das Cover

Doch zuerst zum Cover: Ich finde die Farbe des Buches, ein ungewöhnliches Apricot, sehr schön und passend zum im Buch allgewärtigen Motiv des Feuers. Es hebt sich gut von anderen Büchern seines Genres ab und hat dennoch einen hohen Wiedererkennungswert. Ich freue mich schon sehr darauf wie beide Bände und Farben, apricot und blau, zusammen im Regal aussehen werden! Und auch der Titel „Wir sind das Feuer“ passt sehr gut zum Inhalt des Buches und wird zum Ende hin sogar erwähnt, was eine schöne Verbindung hergestellt hat.

Der Schreibstil

Sophie Bichons Schreibstil ist durchweg flüssig und leicht zu lesen, sodass man auf keiner Seite merkt, dass dieses Buch ihr Debüt ist. Sie hat einen ganz eigenen Ton, sehr poetisch, nachdenklich, melancholisch und gefühlvoll, was ihren Schreibstil einzigartig macht. Jedes Wort ist mit Bedacht gewählt und scheint eine tiefere Bedeutung zu haben, sodass man auch lernt zwischen den Zeilen zu lesen und länger über das Geschriebene nachzudenken.

Was mich am Anfang etwas verwundert hat, nach den ersten Kapitel aber umso mehr überzeugen konnte, war die Wahl der Erzählperspektive: Es wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Louisa und Paul erzählt; der Wechsel zwischen diesen Sichten fand aber oft nicht wie normalerweise nach einer Szene statt, sondern mittendrin, auch mitten in einem Satz oder Gedanken. Dadurch wurde nichts unnötig doppelt erzählt und die Erzählung hat eine ganz neue Lebendigkeit erfahren, wie ich es bisher noch nie gelesen habe.

Die Protagonisten

Durch den Sichtwechsel lernt man beide Protagonisten und deren Leben gut kennen. Da gibt es die weibliche Protagonistin Louisa Davis, die neu nach Redstone zieht und relativ schnell Anschluss findet, was sie so eigentlich nicht erwartet hatte. Denn in den Jahren zuvor hat sie sich nach dem Tod ihres Vaters immer mehr in sich zurückgezogen und ihre Freunde verloren. Doch in Redstone freundet sie sich schnell mit ihrem Mitbewohner Aiden und seiner guten Freundin, der Kellnerin Trish, an und arbeitet sogar mit ihr zusammen in dem Café Firefly. Dadurch lernt Louisa auch immer mehr deren Clique kennen: die lebhafte Bowie und den geheimnisvollen Paul Berger.

Er ist der männliche Protagonist und hat ein ähnlich schweres Päckchen zu tragen wie Louisa, welches ihn davon abhält, an das Gute in ihm zu glauben. Als Leser erfährt man nicht ganz so viel über seine Familie, doch besonders das Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Luca fand ich sehr schön beschrieben und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Alle Nebenfiguren wie Luca, Trish, Aiden, Bowie und Louisas Schwester Mel waren sehr schön ausgearbeitet und hatten alle ihre eigenen Geschichten und Eigenheiten, sodass ich alle schnell ins Herz geschlossen habe.
Sehr faszinierend fand ich auch Louisas Eigenheit, sich besondere Wörter zu notieren und wie sie den einzelnen Abschnitten des Buches eine Art Teilüberschrift gegeben haben.


Doch trotz aller positiven Aspekte hatte das Buch auch einige wenige Schwachstellen, welche meine Begeisterung für das Buch etwas getrübt haben:

Im Buch allgegenwärtig waren Motive: das Feuer, das Louisas Leben verändert hat und trotzdem in ihr lodert, Paul nennt sie sein Feuermädchen; der Sturm, der in Pauls Augen lodert; seine Bernsteinaugen; ihre ozeanblauen Augen,... All das fand ich mit der Zeit relativ anstrengend und nervig, weil es für meinen Geschmack zu oft erwähnt wurden.

Außerdem ist die Handlung im gesamten Buch sehr überschaubar, wodurch besonders der Mittelteil einige Längen hatte und stellenweise langweilig wurde. Zum Ende hin nahm die Geschichte allerdings wieder an Fahrt auf und hatte einige ergreifende Szenen zwischen Louisa und Paul zu bieten, welche mir im Mittelteil auch zu kurz kamen.

Fazit

„Wir sind das Feuer“ von Sophie Bichon ist ein einzigartiger New Adult Roman, der voller Poesie und Liebe zu Wörtern steckt. Trotz einiger Längen hat mich die Geschichte um Louisa und Paul sehr berührt und auch aufgrund des Cliffhangers am Ende sehr neugierig auf Band 2 gemacht.
Eine klare Leseempfehlung von mir!

Bewertung

Das Buch erhält von mir aufgrund kleiner Schwächen 4 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Der erste Band einer hinreißenden Reihe

Rubinrot
1

Worum geht‘s?

In Gwendolyns Leben ist alles so wie es sein soll: Ihre perfekte Cousine Charlotte ist der Star der Familie und wird bereits seit Jahren auf ihre Rolle als nächste Zeitreisende der Familie ...

Worum geht‘s?

In Gwendolyns Leben ist alles so wie es sein soll: Ihre perfekte Cousine Charlotte ist der Star der Familie und wird bereits seit Jahren auf ihre Rolle als nächste Zeitreisende der Familie Montrose vorbereitet. Gwendolyn selbst hat sich längst damit abgefunden, das schwarze Schaf der Familie zu sein und wegen ihrer Fähigkeit, Geister zu sehen für verrückt erklärt zu werden.
Als sie sich plötzlich in der Vergangenheit wiederfindet, wird ihr klar: nicht Charlotte, sondern sie selbst muss das Zeitreise-Gen der Familie geerbt haben. Von nun an wird Gwen in die Welt einer Geheimloge eingeführt und muss sich dann auch noch mit ihrem Zeitreise-Kollegen Gideon de Villiers rumschlagen, der mehr als unverschämt und dabei verdammt attraktiv ist. Das Chaos ist vorprogrammiert...

Meine Meinung

„Rubinrot“ ist der erstes Band der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, der 2009 bei Arena erschienen ist. Von dem Buch hatte ich im Vorfeld schon viel Gutes gehört, doch da das Genre Fantasy eigentlich nicht ganz mein Ding ist, konnte ich mich erst jetzt dazu durchringen, dieses Buch zu lesen. Und es hat mich nicht enttäuscht!

Doch zunächst zum Cover: Dieses ist wunderschön und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Mit der Farbgebung in rosa, rot und schwarz passt es gut zum Titel und wirkt durch die Silhouetten passend zur Geschichte an sich sehr geheimnisvoll.

Kerstin Giers Schreibstil ist das ganze Buch über einfach toll und ließ sich gut weglesen, daher habe ich das Buch an nur zwei Tagen verschlungen. Besonders gut gelungen finde ich Gwen als Protagonistin, da sie einen sehr ironischen Blick auf alle Ereignisse hat und mich damit des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat. Das lag vor allem an ihren teils wirklich absurden Gedankengängen, die sie als Protagonistin so sympathisch und nahbar machen. Es war so schön mitanzusehen, wie Gwen sich in einem völlig neuen Leben wiederfindet und trotzdem sich selbst und ihren Ansichten treu bleibt.
Das ganze Buch wird aus ihrer Perspektive geschildert, dennoch hätte ich mir ein paar Kapitel aus Gideons Sicht gewünscht, da er sehr geheimnisvoll, unnahbar und undurchschaubar hinsichtlich seiner wahren Ansichten ist.
Ebenso sympathisch wie Gwen ist auch ihre Freundin Leslie, die sich ohne lange Nachfragen auf alles mit großer Hingabe einlässt, was Gwen ihr erzählt und mit äußerster Sorgfalt alle Unklarheiten recherchiert. In einer Zeit vieler Umbrüche ist Leslie Gwens Konstante und ihr Fels in der Brandung, was sie zu einer solch guten Freundin macht.

Jedes Mal ein Highlight waren die kleinen Einschübe zwischen den Kapiteln, welche zum Teil sehr hilfreich waren, die Familienverhältnisse der Charaktere zu entwirren.

Fazit

„Rubinrot“ ist ein rasanter Fantasy-Roman, der Lust auf die weiteren Bände der Trilogie macht, da man unbedingt erfahren muss, wie die abenteuerliche Geschichte um Gwen und Gideon weitergeht. Selbst ich als absoluter Fantasy-Muffel war restlos begeistert und vollkommen hin und weg von dieser tollen Geschichte.

Das Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2019

Ein literarisches Meisterwerk, das neugierig auf die weiteren Bände macht...

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Worum geht's? - Klappentext

Hoffnung ist stärker als Hass, Liebe ist stärker als Furcht

Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom ...

Worum geht's? - Klappentext

Hoffnung ist stärker als Hass, Liebe ist stärker als Furcht

Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. Die technikbegeisterte und mutige Kämpferin Ophelia hat sich dem Widerstand angeschlossen und wird auserkoren, sich beim royalen Geheimdienst zu bewerben. Gelingt es ihr, sich in dem harten Wettkampf durchzusetzen, wird sie als eine der Leibwachen in der Position sein, ein Attentat auf den Herrscher zu verüben. Doch im Schloss angekommen, verliebt sie sich unsterblich in den geheimnisvollen Lucien – den Bruder des Regenten. Und nun muss Ophelia sich entscheiden zwischen Loyalität und Verrat, Liebe und Hass...

Meine Meinung

Mit "Ophelia Scale - Die Welt wird brennen" legt die zauberhafte Lena Kiefer ihren Debütroman und den Auftakt einer spannenden Trilogie beim cbj-Verlag vor. Im Vorfeld kam ich besonders in den sozialen Medien kaum an diesem Buch vorbei - zum Glück, denn sonst hätte ich es womöglich gar nicht gelesen. Als gefühlt eine der letzten habe ich es jetzt beendet und kann meine Gefühle zu diesem Buch kaum in Worte fassen, versuche es jetzt aber trotzdem, auch wenn vermutlich nichts diesem Meisterwerk von Lena Kiefer gerecht werden kann.

Doch wie immer zunächst zum Cover - das ist nämlich wunderschön und ein richtiger Hingucker. Die goldenen Verzierungen geben dem Buch einen glamourösen Touch und auch das Mädchen fügt sich gut in das Gesamtbild ein, auch wenn ich mir ehrlich gesagt Ophelia beim Lesen irgendwie anders vorgestellt habe.

Lena Kiefers Schreibstil ist durchweg flüssig und gut zu lesen; die Kapitel haben genau die richtige Länge und enden meistens mit einer spannenden Szene, sodass ich es kaum aus der Hand legen und immer noch ein weiteres Kapitel lesen wollte.

Besonders begeistert haben mich auch die Hauptfiguren Ophelia Scale und Lucien de Marais. Lena hat mit Ophelia eine so starke Protagonistin geschaffen, wie man sie nur selten erlebt. Sie weiß, was sie will und auch, wie sie das erreichen kann und steht für ihre Wünsche ein. Obwohl Ophelia eine starke Meinung vertritt, finde ich, macht es sie nur menschlich, dass sie im Verlauf des Buches diese auch hinterfragt. Als Leser erfährt man Stück für Stück mehr über die Hintergründe der Abkehr und beginnt gleichzeitig mit Ophelia an ihren einstigen Überzeugungen zu zweifeln.

Lucien ist ebenfalls ein faszinierender Charakter, dessen wahre Absichten noch komplett unklar sind. Die Autorin beschreibt ihn so ansehnlich, dass man sich glatt wünscht, auch einen Lucien einfach ansehen zu können. Sehr erfrischend fand ich auch, dass sich die Liebesgeschichte zwischen den beiden erst relativ spät im Buch entwickelt und somit nicht im Vordergrund steht, da auch Ophelias Fokus auf ihrer Mission liegt.
Doch nicht nur die Haupt- sondern auch die Nebenfiguren sind gut gestaltet und jede Figur hat ihre eigene Geschichte bekommen. Besonders interessant fand ich dabei Caspar Dufort, Jye und Gaia.

Auch wenn ich zu Anfang erst noch in die Welt im Jahr 2134 hineinfinden musste, gelang das durch den tollen Schreibstil und die hilfreichen Erklärungen zum Glück recht schnell, sodass ich mich leicht an die vielen neuen Begriffe wie Clearing, Schakal und OmnI gewöhnen konnte. Ich habe schnell mit Ophelia mitgefiebert und war regelmäßig total geschockt, wenn mal wieder etwas geschah, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hätte.

Ich muss gestehen, dass ich vor allem in Lucien (und ein ganz kleines bisschen auch in Casper Dufort) einen neuen Bookboyfriend gefunden habe, weil Lena ihn einfach so toll und nahbar beschreibt.

Fazit

„Ophelia Scale – Die Welt wird brennen“ von Lena Kiefer ist der packende Auftakt einer spannenden Dystopie, bei der ich nach dem schockierenden Ende definitiv auch zu Band 2 greifen werde, um zu erfahren, wie es mit der Abkehr und vor allem mit Ophelia und Lucien weitergeht.

Das Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2019

Der fulminante Auftakt einer spannenden Trilogie über die Macht der Elemente

Sturmtochter, Band 1: Für immer verboten
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Worum geht's?

Am Tag ist Ava eine ganz normale Schülerin, doch in der Nacht macht sie Jagd auf Elementare, die ihre Heimat Isle of Skye, Schottland bedrohen. Als sie jedoch erfährt, dass sie das Element ...

Worum geht's?

Am Tag ist Ava eine ganz normale Schülerin, doch in der Nacht macht sie Jagd auf Elementare, die ihre Heimat Isle of Skye, Schottland bedrohen. Als sie jedoch erfährt, dass sie das Element Wasser beherrschen kann, ändert sich für sie alles und Ava verliert mehr und mehr die Kontrolle über sich selbst und ihre Kräfte.

Meine Meinung

"Sturmtochter - für immer verboten“ ist der fulminante Auftakt zur neuen Fantasy-Trilogie von Bianca Iosivoni im Ravensburger Verlag. Bisher kannte ich nur Biancas New Adult-Bücher und war regelmäßig absolut begeistert von ihrem Schreibstil und Talent. Deshalb habe ich mich an diese Reihe gewagt - und wurde nicht enttäuscht!


Wie immer zunächst zum Cover: mit den glitzernden Highlights ist das Buch ein echter Hingucker, bei dem man auch ohne den Klappentext zu lesen zugreifen würde. Denn schon der Hintergrund gibt einen eindeutigen Hinweis darauf, dass das Element Wasser eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen wird.

Am Anfang des Buches findet man sich mit Ava direkt mitten im Geschehen wieder, sie macht nämlich Jagd auf Elementare, so lernt man auch direkt ihre Welt kennen und findet leicht in die Handlung hinein.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und mich hat vor allem Biancas Schreibstil wie immer total begeistert, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Sie schafft es einfach, auch die schlimmsten Kampfszenen so darzustellen, dass man sich selbst die übernatürlichen Elemente bildlich vorstellen kann.

Im Laufe des Buches wurde Ava mir immer sympathischer und ich fand es schön, sie dabei zu begleiten, wie sie ihre Kräfte zu kontrollieren lernt. Und ebenfalls dabei, wenn sie wegen ihrer Elementarkraft Schwierigkeiten überwinden muss, an die ich vorher nie gedacht hätte. So sind selbst Wasserrohre oder Getränkeflaschen nicht vor ihr sicher...

Von den Nebencharakteren waren mir besonders Brianna und Reid sofort sympathisch, im Gegensatz zu Lance, bei dem ich noch nicht so wirklich weiß, was ich von ihm halten soll, da er mir fast ein bisschen zu geheimnisvoll und blass erschien. Obwohl ich Reid vor allem wegen seinem Humor sehr mochte, bleiben auch seine Absichten noch vollkommen unklar; es gibt also noch genug offene Aspekte für die weiteren Bände der Trilogie.

Noch eine Anmerkung zum Ende des Buches: Dieses hat mich nämlich vollkommen fassungslos zurückgelassen, deshalb habe ich mir auch sofort Band 2 geholt, damit ich bald darin weiterlesen kann, um zu erfahren, wie es mit Ava und auch mit Elijah weitergeht. Ich bin jetzt noch schockiert von den Geschehnissen am Ende...

Fazit

"Sturmtochter - für immer verboten“ ist ein toller Fantasyroman, der die Kraft der Elemente darstellt und auch ihre Schattenseiten ins Bewusstsein ruft. Das Ende macht neugierig auf den Fortgang der Geschichte und vor allem darauf, wie es für Ava und ihre Freunde weitergeht.

Das Buch erhält von mir aufgrund kleinerer Schwächen 4 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2019

Liebe überwindet alle Grenzen...

Saphirblau
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Worum geht's?

Gwen und Gideon sind zwei Zeitreisende und Teil der Geheimloge des Grafen von Saint Germain. Gemeinsam erleben sie unglaubliche Abenteuer zwischen den Zeiten und kommen sich dabei unweigerlich ...

Worum geht's?

Gwen und Gideon sind zwei Zeitreisende und Teil der Geheimloge des Grafen von Saint Germain. Gemeinsam erleben sie unglaubliche Abenteuer zwischen den Zeiten und kommen sich dabei unweigerlich immer näher. Doch dann versucht Gwen auf eigene Faust mehr über die Hintergründe der Loge in Erfahrung zu bringen, und auch Gideon scheint etwas vor ihr zu verheimlichen. All das führt dazu, dass das Vertrauen zwischen ihnen mehr und mehr bröckelt...

Meine Meinung

Mit "Saphirblau" erschien der zweite Band der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier im Arena Verlag - und was soll ich zu diesem Buch sagen? Ganz klar, ich habe es geliebt!!
Schon Band 1 hat mich aufgrund einer fantastischen Geschichte und sehr sympathischen und liebenswürdigen Charakteren restlos begeistert zurückgelassen, deshalb musste ich unbedingt mit der Fortsetzung weitermachen. Denn ich wollte natürlich mehr darüber erfahren, welche tollen Abenteuer Gwen als nächstes erlebt und auch wie sich die Beziehung zwischen ihr und Gideon weiterentwickelt.

Die Handlung des Buches schließt genau an das Ende des ersten Bandes an, sodass man als Leser das Gefühl hat, immer noch in "Rubinrot" weiterzulesen. Dadurch ist man sofort wieder mitten im Geschehen und wird doch mit etwas Neuem konfrontiert: Mit dem Wasserspeierdämon Xemerius bekommt Gwen einen unfreiwilligen Begleiter, der durch seine äußerst frechen und humorvollen Kommentare zu Gwens Erlebnissen eines der Highlights des zweiten Teils ist.
In diesem Band steht nun die Liebesbeziehung zwischen Gwen und Gideon mehr im Fokus, und entwickelt sich - wenn auch langsam - stetig weiter und wird inniger.

Auch in diesem zweiten Band hat mich Kerstin Giers Schreibstil wieder vollends überzeugt. Sie schafft es, Gwen trotz der fantastischen Geschichte sehr lebensnah zu gestalten, sodass man wie schon in "Rubinrot" das Gefühl bekommt, dass Gwen mehr zu einer Freundin wird, mit der man all diese tollen Abenteuer erlebt und eben nicht nur eine Protagonistin aus einem Roman bleibt.
Gwen ist vor allem in ihren Gedanken herrlich sarkastisch und ironisch, wie man es selbst manchmal wohl gerne sein würde. Dieser sarkastisch-witzige Tonfall, der so typisch Gwen ist, macht sie als Protagonistin und eben auch als eine Art Freundin so liebenswürdig.

Gideon bleibt als zweite Hauptfigur immer noch geheimnisvoll und man erfährt als Leser zwar einiges über seine Vergangenheit und über seine Familiengeschichte, doch seine wahren Absichten bleiben dem Leser - aber vor allem ja Gwen - unklar.
Gwen kann nicht wissen, wem sie in dieser Sache vertrauen kann und scheint in Gideon eigentlich einen Verbündeten zu finden, doch seine Geheimnisse lassen ihr Vertrauen bröckeln.

Einer der Aspekte, die den Reiz der Edelsteintrilogie ausmachen, ist neben den tollen Charakteren auch das Setting in der Vergangenheit. Dadurch gewinnt vor allem die Liebe zwischen Gwen und Gideon etwas Magisches, etwas Einzigartiges, das alle Grenzen - sogar die von Raum und Zeit - zu überwinden scheint. Und wer wünscht sich als ganz normales Mädchen, wie Gwen es anfangs noch zu sein scheint, nicht, so eine alles verzehrende Liebe zu entwickeln, die allem standhalten sollte?

Fazit

Kerstin Gier führt in die Trilogie "Saphirblau" genauso rasant weiter wie sie aufgehört hat. Wer schon den ersten Band und seine tollen Charaktere mochte, wird diesen Band lieben. Eine absolute Leseempfehlung.

Dieses Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne.