Verstörend und doch so fesselnd und emotional
Bluttochter – Die Schwarzen JuwelenNachdem ich dieses Buch geschlossen hatte, brauchte ich ein paar Minuten. Ich war mir nicht ganz sicher wer wen beendete. Ich das Buch oder das Buch mich.
Wahnsinn, was war das. War es grausam? Ja! War ...
Nachdem ich dieses Buch geschlossen hatte, brauchte ich ein paar Minuten. Ich war mir nicht ganz sicher wer wen beendete. Ich das Buch oder das Buch mich.
Wahnsinn, was war das. War es grausam? Ja! War es verstörend? Ja! war es emotional? Ja! War es fesselnd? Absolut!
Die Bluttochter ist deklariert als Dark Fantasy und ja das ist es. Bei manchen Szenen musste ich wirklich schlucken und mir Ekel abschütteln. Aber die Autorin schaffte es, in dieser düsteren Welt, sogar ein Fünkchen Humor hinein zu schummeln. Bei den Konversationen zwischen Daemon und Saeton hatte ich doch manchmal ein schmunzeln auf den Lippen.
Dieses Buch ist sicher nichts für schwache Nerven und definitv nichts für jeden Leser. Die Brutalität und wie roh manche Szenen geschrieben sind, lässt einen nicht locker.
Gleichzeitig konnte man durch die Feinfühligkeit die emotionalen Abgründe der starken Charaktere spüren. Dieses Wordbuilding war atemberaubend und die verschiedenen Welten, ihre Verbunkenheiten und das Magiesystem war fantastisch ausgearbeitet.
Das Buch hatte so eine Sogwirkung auf mich, dass ich das Ende einfach nicht nahe haben wollte. Und schon gar nicht dieses Ende.
Ja, durch ein schweres Thema hat es einen sehr derben Beigeschmack. Es ist Fantasy und es wird immer wieder im Buch auf gewisse Vorgehensweisen und Lebenssituationen hingewiesen.
Das Buch hat mich in jeder Faser emotional berührt und nachdenklich zurück gelassen. Dadurch gibt es eine Leseempfehlung, aber nur für jene die wirklich Dark Fantasy emotional handeln können.