Es schaffen sehr wenige Autor:innen, dass ich nach dem Beenden da sitze und noch lange über die Message nachdenke. Nicht weil sie mir nicht zusagt, sondern um zu reflektieren wie ich an Stelle der Protagonist:in ...
Es schaffen sehr wenige Autor:innen, dass ich nach dem Beenden da sitze und noch lange über die Message nachdenke. Nicht weil sie mir nicht zusagt, sondern um zu reflektieren wie ich an Stelle der Protagonist:in gehandelt hätte und ob ich die Handlungen verstehen/nachvollziehen kann.
Ja, dass ist eine fiktionale Geschichte, aber jede Fiktion kann zumindest in Teilen bzw. abgewandelt Realität werden.
Kurz zur Story:
Vanessa ist YouTuberin mit ihrem Reiseblog, muss sich ganz unverhofft um ihre neugeborene Nichte, Grace, kümmern und hat eine 50/50 Chance unheilbar krank zu sein.
Adrian ist Anwalt, Vanessas Nachbar und ihr Retter in der Not als Grace nachts sich nicht beruhigen lässt.
Rund um Windeln, Chaos, Babysitting und einem blinden, altersschwachen Hund freunden sich Vanessa und Adrian an, denn beide wollen keine Bindung eingehen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Nur was passiert wenn aus Freundschaft mehr wird? Siegt die Liebe oder die Angst?
Ach ich mochte die zwei einfach miteinander. Wie sie ungewollt zu einer kleinen Familie werden hat mir wirklich gefallen. Was mich wirklich bewegt hat war Vanessas Familie. Wie viel kann eine Familie ertragen? Das Trauerbewältigung bei jedem anders aussieht ist klar, aber zu sehen wie stark es die Dynamik verändert hat mich sehr berührt. Vanessa managt alles und der Rest verlässt sich auf sie. Wie Adrian sie da unterstützt hat mich beeindruckt.
Sowohl Vanessa, als auch Adrian haben ihr Päckchen zu tragen und so unterschiedlich sie auch sind, ergänzen sie sich wirklich gut.
Die lebensbejahende Art von Vanessa hat Adrian so gut getan und ich mochte die Veränderung die Vanessa bei Adrian angestoßen hat.
Mit einer Leichtigkeit schafft es Abby Jiménez sehr schwere Themen zu transportieren. Mich persönlich hat das Buch sehr berührt. An manchen Stellen hätte ich mir eine bessere Kommunikation über die eigenen Gefühle gewünscht und das Ende war mir ein bisschen zu flott und einfach aufgelöst.
4,5⭐️