Rich man poor man im Italien der 60er Jahre
Villa RivoltaAuch in diesem neuen Roman von Speck geht es um eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg, die in zwei parallel laufenden Erzählsträngen erzählt wird. Speck kann das, es liest sich sehr ...
Auch in diesem neuen Roman von Speck geht es um eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg, die in zwei parallel laufenden Erzählsträngen erzählt wird. Speck kann das, es liest sich sehr gut. Diesmal spielt der Roman komplett in Italien, vorwiegend im Mailänder Raum. Eine arme, eine reiche Familie, eine, die Glück hat und eine Pech. Zwischen den beiden Familien entsteht eine Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen. Mehr zum Inhalt wäre gespoilert. Das Buch ist eine weitere Tür zur Speck-Welt, es gibt Überlappungen mit Charakteren aus Bella Germania, das ist nett. Mir gefällt auch der realistische Anteil – die Autos, die in der Fabrik hergestellt werden, gab es tatsächlich, solche Kleinigkeiten machen die Geschichte authentisch. Generell hat mir Bella Germania besser gefallen, es war runder und dynamischer. Villa Rivolta hat ein paar langatmige Stellen, nicht schlimm, aber das Verhältnis der Charaktere zueinander ist nicht immer nachvollziehbar, die Geschichte endet mit offenen Fragen. Vielleicht erfahren wir in einem späteren Roman mehr? Aber der typische Speck-Charme ist da, wenn er erzählt, entstehen Bilder und Filme im Kopf. Man wird in die Story gezogen, man hat Lieblingscharaktere und ist gespannt, wie es weitergeht. Gute Unterhaltung!