Cover-Bild Richtig gutes Essen
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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 10.02.2026
  • ISBN: 9783755811893
Junko Takase

Richtig gutes Essen

Roman | »Lustig und lebendig« Hiromi Kawakami
Yoko Hamann (Übersetzer)

Eine angepasste Bürokarriere, eine zuvorkommende Frau, richtig gutes Essen – Nitani weiß, worauf es im Leben ankommen sollte. Die Regeln sind klar, doch Nitani, dessen größtes Glück der Verzehr von Instantramen ist und der am liebsten seine gesamte Nährstoffzufuhr über eine Tablette beziehen würde, tut sich schwer mit ihnen. In seinem Büro ist Ashikawa die Art von Frau, die er wahrscheinlich heiraten wird: liebenswürdig und entschlossen, ihn von seiner Sucht nach Instantnudeln zu befreien. Aber es fällt ihm immer schwerer, sie zu respektieren – oder die süßen Leckereien, die sie verteilt und mit denen sie sich die Zuneigung ihrer Kollegen durch Backen statt durch harte Arbeit sichert. Seine Kollegin Oshio ist unkonventioneller – sie ist Nitanis Trinkpartnerin. In der starr reglementierten Welt des Büros kommen sich die beiden näher. Und ihr offenbart Nitani auch seine geheime Leidenschaft: die Literatur. Humorvoll und klug stellt Junko Takase die Frage, warum wir im Leben manchmal falsch abbiegen, und zeigt anhand einer Bürogemeinschaft die Absurditäten des modernen Zusammenlebens auf.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

nicht alltäglich aber dennoch gut

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ich fand das Cover recht ansprechend und der Klappentext machte mich neugierig auf die Geschichte
nun der Schreibstil war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber nach wenigen Seiten bin ich gottseidank ...

ich fand das Cover recht ansprechend und der Klappentext machte mich neugierig auf die Geschichte
nun der Schreibstil war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber nach wenigen Seiten bin ich gottseidank reingekommen und konnte ohne Probleme der Geschichte folgen die mich nach und nach immer mehr fesselte.

Die Charaktere und die Handlungen der Geschichte sind für mich persönlich etwas ungewöhnlich aber genau deshalb ist es für mich so interessant das Buch zu lesen. es gab immer wieder sehr interessante stellen über die ich nochmal nachdenken musste.
ich habe einige interessante dinge herausgefunden.
es war für mich ein sehr ungewöhnliches aber genau deshalb so ein lesenswertes Buch weil es eben mal etwas ganz anderes ist
ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Witziger Roman über drei ganz unterschiedliche Büroangestellte

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Ich kenne mich mit der japanischen Kultur nicht wirklich gut aus, habe nie dort gelebt. Sie interessiert mich sehr, u.a. durch Marukamis Bücher. Ich interpretiere diesen Roman als sehr ironisch, bin mir ...

Ich kenne mich mit der japanischen Kultur nicht wirklich gut aus, habe nie dort gelebt. Sie interessiert mich sehr, u.a. durch Marukamis Bücher. Ich interpretiere diesen Roman als sehr ironisch, bin mir aber nicht hundertprozentig sicher – Humor ist kulturgebunden. Vielleicht macht mir gerade deshalb dieses Buch so viel Spaß, ich lese Ironie, aber es bleibt die Spannung, ob es wirklich ironisch gemeint ist. Eine alltägliche Situation – größeres Büro, Plot dreht sich überwiegend um drei Angestellte, den Genussmenschen, den arbeitsamen Pragmatiker, die missgünstige Aufwieglerin und ihre Dynamik untereinander, ihre Einstellung zu Arbeit, Work-Life-Balance, Ehe - und Essen als Symbol für Genuss und Lebensfreude. Zu vielem habe ich einen Bezug (Büro mit Angestellten verschiedener Funktionen, mitgebrachtes, verteiltes Essen, Essen gehen etc.), anderes ist mir fremd (exzessives Arbeiten, Einstellung zu Ehe, zu Beziehungen usw). Ich lerne einiges über die japanische Büro- und Datingkultur – aber mit Vorbehalt durch die Brille der Ironie. Witzige, überraschende Dialoge.
„Du redest quasi nie über das Essen, das vor dir steht, deshalb muss ich auch nicht jedes Mal so was sagen wie >Lecker< oder >Total zart>, auch wenn es lecker ist, reicht es, das nur zu denken, darüber bin ich echt froh. […] alle haben doch komplett unterschiedliche Vorlieben, selbst wenn alle das Gleiche essen, ist die Art, wie die Zunge den Geschmack wahrnimmt ganz und gar verschieden, aber wir vereinheitlichen es, indem wir >Lecker, lecker< sagen, mir ist klar geworden, dass das richtig belastend ist. Wenn ich mit dir esse, gibt es das zum Glück nicht. Es ist, als würde ich allein essen.“
Sehr frisch erzählt, sehr gut lesbar, lustig, wunderschöne Aufmachung – klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Über japanische Arbeitskultur und die Tücken des Bürolebens

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Für Nitani ist Essen nichts Genussvolles, sondern dient nur zur Aufnahme von Nährstoffen – am liebsten wäre es ihm, er könnte diese lästige Angelegenheit durch eine Tablette erledigen. Seine Kollegin Ashikawa ...

Für Nitani ist Essen nichts Genussvolles, sondern dient nur zur Aufnahme von Nährstoffen – am liebsten wäre es ihm, er könnte diese lästige Angelegenheit durch eine Tablette erledigen. Seine Kollegin Ashikawa sieht das ganz anders. Sie liebt es, das ganze Büro mit selbst gemachten Leckereien zu verwöhnen. Eine solche Frau sollte er vermutlich heiraten, dabei fühlt sich Nitani zunehmend von Ashikawa genervt. Oshio, die im selben Büro arbeitet, ist anders: unkonventionell, direkt. Mit ihr betrinkt Nitani sich gerne nach der Arbeit und empfindet zum ersten Mal etwas Freude beim Essen.

„Richtig gutes Essen“ ist der erste, auf Deutsch erschienene Roman der Autorin Junko Takase. Die Übersetzung aus dem Japanischen verfasste Yoko Hamann. Dreh-und Angelpunkt des Romans ist das Büroleben des Protagonisten Nitani und seine Gespräche und Erlebnisse mit den beiden sehr unterschiedlichen Frauen Ashikawa und Oshio. Ashikawa verkörpert dabei ein eher traditionelles Rollenbild, nämlich das der umsorgenden Frau. Beruflich gesehen zeigt sie weniger Ehrgeiz. Dem entgegengesetzt ist Oshio, die sich deutlich moderner gibt und beruflich etwas erreichen möchte. Doch obwohl Ashikawa ihr im Beruf klar unterlegen ist, verschafft ihre sorgende, nette Art ihr immer wieder Vorteile.

Nitani steht zwischen beiden Frauen und zeichnet sich dadurch aus, dass er sich oft eher mitreißen lässt, als Eigeninitiative zu entwickeln. Ashikawas Verhalten geht ihm eigentlich gegen den Strich, doch sie verkörpert auch stark, was ihm als höchstes Ziel präsentiert wird: eine gute Ehefrau, die sich kümmert und ansonsten keine Ambitionen hat. Oshio könnte er wirklich mögen, ihr kann er sich öffnen und über Literatur sprechen, aber sie passt leider nicht in diese perfekte Vorstellung.

Neben einer Beziehungsgeschichte ist „Richtig gutes Essen“ aber auch ein Roman über japanische Arbeitskultur und die Tücken des Bürolebens. Ashikawa wird beruflich als Verliererin angesehen, weil sie nicht allzu begabt ist und ihre Arbeitszeiten streng einhält. Für alle anderen sind Überstunden an der Tagesordnung und die Konkurrenz untereinander führt zu Streit und Intrigen.

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