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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2025

beeindruckendes Pizza-Backbuch, das keine Frage offen lässt

In Pizza we crust
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Dieses Buch erklärt alles über Teige, Saucen, Belag, Kreationen und viel mehr, was man sich vorab gar nicht vorgestellt hätte, vermittelt über 70 klassische sowie absolut kreative, innovative Pizzarezepte. ...

Dieses Buch erklärt alles über Teige, Saucen, Belag, Kreationen und viel mehr, was man sich vorab gar nicht vorgestellt hätte, vermittelt über 70 klassische sowie absolut kreative, innovative Pizzarezepte. Sowohl das vermittelte Hintergrundwissen als auch die Vielfalt an Rezepten zu beispielsweise verschiedenen Teigen, Saucen, Belagen und Zusammenstellungen haut wahrscheinlich selbst passionierte Kochende und große Pizzafan um. Die Erklärungen und Rezepte wurden fotoreich illustriert, manchesmal auch in Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Alle Rezepte sind leicht verständlich und gut erklärt, lassen sich gut nacharbeiten, fallen allesamt sehr ansprechend und kreativ aus. Darunter befinden sich beispielsweise Kreationen wie Tentacolo Verde (ja, mit Tentakeln!), Funky Fungo (u.a. mit Polenta, Wildpilzen, Grünkohl, Topinambur), Kartoffel-Kommando (mit Kartoffeln im Boden) oder die Handkäs' Royal. Ich konnte kein einziges altbackenes Rezept finden, bin vollkommen begeistert von diesem außergewöhnlichem Pizza-Buch, das meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Mir läuft schon beim Duchblättern das Wasser im Mund zusammen und ich werde mich durch fast alle Rezepte durchprobieren (das mit Geflügelleber lasse ich aus). Das Buch werde ich unbedingt weiter empfehlen und würde, wenn möglich, mehr als 5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 16.11.2025

sehr interessant und informativ

Tierschutzhund Lieblingshund
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Simone Sombecki, die Moderatorin von "Tiere suchen ein Zuhause", und Ursula Löckenhoff, häufiger Gast in dieser Sendung und Gründerin des Vereins Galgo-Hilfe e.V. engagieren sich beide seit Jahrzehnten ...

Simone Sombecki, die Moderatorin von "Tiere suchen ein Zuhause", und Ursula Löckenhoff, häufiger Gast in dieser Sendung und Gründerin des Vereins Galgo-Hilfe e.V. engagieren sich beide seit Jahrzehnten im Tierschutz und haben jede Menge Erfahrungen gesammelt, die sie als Einstiegshilfe an Interessierte weitergeben. Angefangen von Erkennungsmerkmalen eines seriösen Tierschutzvereins über Unterschiede zu nicht seriösen, über Vorgehen, Wissenswertes beispielsweise zu Schutzverträgen, EU-Heimtierausweis, Impfungen, die Rolle der Pflegestellen, werden viele Aspekte angesprochen, erörtert und erklärt, die man sich als möglicher Adoptant eines Tierschutzhundes vielleicht getellt hat, genauso, wie es der Untertitel verspricht: "Einschätzen, eingewöhnen, erziehen - vom ersten Kennenlernen bis zur engen Bindung". Sehr einfühlsam, wie man es aus der Fernsehsendung bereits kennt, wird alles erklärt, besonders auch die Situation des Hundes und, wie man durch Beobachten und Freiraumgeben manche Situation entschärfen oder Diskussion umgehen kann, wobei stets und zu Recht, Position für den Hund bezogen wird, auf den es gilt führend, aber doch verstehend einzugehen, ihn zu leiten. Die vielen Erfahrungen und Praxistipps fand ich ausgesprochen hilfreich; mir gefällt sehr gut, wie fotoreich alles ergänzend verdeutlicht wird und, dass zu jedem Kapitel oder Aspekt abschließend zusammengefasste und zum Teil ergänzte Listen bereitgestellt werden.

Mit diesem Buch könnten wir uns genauer informieren, viele Fragen klären; uns hat sehr gefallen, wie vielfältig die behandelten Themen angegangen und eine Orientierung sowie etwas Sicherheit gegeben wurden. Dieses Buch bietet einen sehr guten Einstieg, um sich über viele Aspekte der Adoption eines Tierschutzhundes zu informieren und für sich abzuwägen.

Veröffentlicht am 08.11.2025

anders als erwartet

Simple is Best
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Ralph Schelling war mir vor Lesen dieses Buches nicht bekannt, umso erstaunter war ich, dass er als Schweizer Starkoch bezeichnet wird und als Private Chef ein exklusives Klientel bekochen soll. In seinen, ...

Ralph Schelling war mir vor Lesen dieses Buches nicht bekannt, umso erstaunter war ich, dass er als Schweizer Starkoch bezeichnet wird und als Private Chef ein exklusives Klientel bekochen soll. In seinen, in diesem Buch vorgestellten, Rezepten gibt es in dieser Richtung dann auch schon mal Hinweise auf Lobessprüche zufriedener Kunden, wie Paris Hilton, die für mich so gar keine Maßstäbe setzt sowie auch nicht selten gestreutes Eigenlob. Wie auch immer, die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel: Long Breakfast & Bread; Snacks; Small Plates; Pasta; Big Plates; Pickles und Saucen; Sweets sowie Drinks.

Jedes Rezept wird ausführtlich beschrieben und so erklärt, dass auch Kochanfänger diese problemlos nachkochenkönnen sollten. Sehr gut gefällt mir, dass häufig ein bis drei Tipps zur Abwandlung des Rezeptes, zur Lagerung oder zu verwendeten Küchenutensilien gegeben werden. Meist handelt es sich um gängige Rezepte, die der Starkoch dann aber durch eine besondere Zutat oder Würzung abwandelt, was er auch als „Prise Fusion“ bezeichnet. Das Buch ist sehr schön aufgemacht: die Texte wurden in rotem oder blauen Abschnitten gedruckt. Manche Rezepte werden durch ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise ergänzt, aber leider etliche eben nicht. Dafür gibt es doppelseitige Fotos von den arbeitetenden oder anrichtenden Händen des Autors, einem Fisch auf Brotteig oder Zitronen (eine Hälfte dieses doppelseitigen Fotos findet sich auf dem Cover). Gerade bei einem Kochbuch scheu ich zuallererst nach den Fotos; reine Rezepttexte haben da mir eine weitaus geringere Chance, die gleiche Aufmerksamkeit zu erhalten; da hätte man einen ganz anderen Fotoschwerpunkt setzen können. Für mich, die seit vielen Jahren kocht, waren einige Rezepte ziemlich altbacken, beispielsweise Milchbrötchen, Bananenbrot, Salbeimäuschen im Tempurateig (halt Salbeiblätter in Teig frittiert), gegrillte Auberginen, gefüllte Hefeschnecken, andere für mich persönlich etwas überzogen, wie die selbst frittierten Krabbenchips, die zu Tacos gebogen und dann gefüllt werden; mag einfach sein, ist aber eine enorme Arbeit, sollte jemand mehr als zwei davon haben wollen. Auch stört mich generell, wenn die Anleitung nicht dem auf dem veranschaulichendem Foto Gezeigten entspricht, wie beim „Roher Blumenkohlcoucous-Salat“: Der Blumenkohl soll so klein wie Couscous geschnitten sein; auf dem Foto sieht man ihn in Stücken. Da frage ich mich dann, ob es sich um ein KI generiertes Foto handelt oder irgendein Archivbild. Im Großen und Ganzen holt das Buch mich nicht ab; die Rezepte fallen zum Teil schon ganz nett aus. Manche Rezepte gefallen mir auch gut und ich werde sie vielleicht nacharbeiten, wie „Grießknödel mit Bröseln“ und Fruchtkompott, „Yuzu Spritz“ oder „Risotto mit geröstetem Kürbis und Salbei“. Ich kann mir vorstellen, dass gerade Kochanfänger viele neue Ideen finden werden.

Veröffentlicht am 08.11.2025

sehr schönes und unterstützendes Set

Die Phönixkarten für dein Inneres Kind - 44 Archetypenkarten und 192-seitiges farbiges Booklet
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Das Set „Die Phönix Karten für Dein Inneres KInd“ enthält neben den Karten auch ein unerwartet dickes booklet, das in das Theme einführt, Anleitungen und Legemuster sowie die 44 Archetypenkarten erläutert ...

Das Set „Die Phönix Karten für Dein Inneres KInd“ enthält neben den Karten auch ein unerwartet dickes booklet, das in das Theme einführt, Anleitungen und Legemuster sowie die 44 Archetypenkarten erläutert sowie durch eine verkleinerte Abbildung der entsprechenden Karte ergänzt wird. Sowohl die Karten als auch das booklet finde ich sehr schön gestaltet und auch inhaltlich sehr ansprechend und hilfreich. Man kann die Karten intutiv nutzen, die Legemuster anwenden, wofür man sich auch entscheidet, die Karten lassen schon von sich aus vieles erkennen, was durch die Texte sehr gut ergänzt wird. Jeder, der sich mit seinem inneren Kind befassen möchte, wird durch dieses Set eine gute Unterstützung haben, sich mit den Archetypen, in denen er sich wiederfindet, besonders auseinanderzusetzen.

Veröffentlicht am 06.11.2025

spannend erzählter und ansprechend konstruierter Krimi

Manche Schuld vergeht nie
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Wir schreiben das Jahr 2023: DS Ali Dawson arbeitet in London in einer geheimen Spezialeinheit, die sich mit Cold Cases befasst und hierfür in die Vergangenheit reist. Da dieser Auftrag im Jahr 1850 erledigt ...

Wir schreiben das Jahr 2023: DS Ali Dawson arbeitet in London in einer geheimen Spezialeinheit, die sich mit Cold Cases befasst und hierfür in die Vergangenheit reist. Da dieser Auftrag im Jahr 1850 erledigt werden muss und erst eine Zeitreise mit zwei Personen, die eine Woche zurückreisten, erfolgte, wird diesesmal festgelegt, dass nur eine Person in das victorianische London für einen Tag zurückreisen wird: Alison, 50, genannt Ali, ist Single und dreimal geschieden. Den Auftrag für diese Ermittlung erhielt das Team von Isaac Tempelton, Justizminister und Toryabgeordneter, der gerne Beweise dafür hätte, dass sein Ururgroßvater keine Frauenmorde gegangen hat. Alis Sohn Finn ist als Berater Tempeltons tätig. Zunächst werden in diesem Zusammenhang alle Kollegen und Lebensumstände sehr ausführlich beschrieben, so dass man gut in die Geschichte kommt.

Sehr anschaulich fand ich die Beschreibungen, wie Ali sich auf den Einsatz vorbereitet, Informationen, besipielsweise an der Uni, zu jener Zeit einholt, ausstaffiert wird und dann durch die Pforte geht, also die Zeitreise macht. Spannend, bildreich und auch lebhaft taucht man mit ihr in das Jahr 1850 in London ein, in eine Gegend, die Ali in der heutigen Zeit sehr vertraut ist. Die Beschreibungen der Gegend, der Leute und Lebensumstände haben mir sehr gut gefallen und wirkten überzeugend. Alis Leben dort und ihre Ermittlungen werden spannend erzählt. Auch dadurch, dass sich die Erzählstränge von 1850 und 2023 immer wieder abwechseln, bleibt es durchgehend spannend; es wird temporeicher. Als Ali zurückreisen will, öffnet sich ihre Pforte nicht; möglivcherweise hat jemand anderer sie bereits genutzt, denn es scheint in 2023 ein Schwarzgekleideter sein Unwesen zu treiben…. und Ali kann zu diesem Zeitpunkt nicht zurückreisen. Es wird weiter spannend geschrieben, und es wird auch mindestens einen Toten geben; schließlich handelt es sich um einen Krimi.; aber mehr verrate ich jetzt nicht…..

Mich hat dieser Kriminalroman sehr gut unterhalten; die Handlungsstränge waren gut erzählt und miteinander versponnen. Die Beschreibungen des „historischen“ Anteils waren gelungen und fesselnd. In einzelnen Fällen fehlten Details oder waren so genutzt, dass ich es nicht unbedingt stimmig fand. Das Ende fand ich etwas schnell und etwas knapp erzählt, was ich gerne etwas ausführlicher und damit auch überzeugender gehabt hätte. So wirkte es doch ein wenig schnell abgearbeitet und konstruiert, wenngleich der zu recherchierende Fall gelöst wurde. Der Roman war angekündigt als Auftakt einer neuen Serie und somit ist klar, dass einige Fragen in diesem Buch unbeantwortet blieben, aber danach regelrecht schreien, im nächsten Band mit einbezogen zu werden. Hoffentlich wird es bald die Fortsetzung geben, damit mir möglichst viele Details noch vertraut sind; ich freue mich schon darauf.