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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2022

ausgesprochen ideenreich und kreativ

Die schönsten Restaurants & Bars 2022
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Auch dieses Jahr hat eine Expertenjury besonders herausragende Interiordesign-Konzepte der Gastronomie ausgewählt und in diesem Buch auf ungefähr 260 Seiten vorgestellt. Wie in so vielen anderen Bereichen ...

Auch dieses Jahr hat eine Expertenjury besonders herausragende Interiordesign-Konzepte der Gastronomie ausgewählt und in diesem Buch auf ungefähr 260 Seiten vorgestellt. Wie in so vielen anderen Bereichen spiegeln sich auch hier die Auswirkungen von Corona samt Lockdown nieder. Bei knapp zwei Drittel der 50 vorgestellten Projekte handelt es sich um Neueröffnungen oder Makeover aus den Jahren 2020 sowie 2021. Neue Anforderungen und Konzepte, Revitalisierung alter Bauten, auch unter Berücksichtigung von Abstandsregeln und Außenbereiche, zeigen dieses Jahr einen ganz besonderen Ideenreichtum, zusammen mit sehr individuellen, ideenreichen Lösungen.

Dieses Buch wurde wieder sehr aufwändig gestaltet und mit unzähligen Fotos der Lokalitäten illustriert. Zudem erhält man zu jedem Restaurant, jeder Bar, jedem Café-Bistro und Betriebs-/Kantinen unter anderem Angaben zum Betreiber, zur Adresse, Größe, Mitarbeiter im Service, der Anzahl an Sitzplätzen, zum Gestalter der Innenarchitektur, Grundriss oder dem Fertigstellungsjahr – und neben Beschreibungen einzelner Elemente auch die Geschichte der entsprechenden Räume, ansatzweise des Betreibers, seiner Vorstellungen und andere Hintergrundinformationen. Insgesamt bietet sich eine weitgefächerte Vielfalt der Einrichtungsideen und auch der Orte aus Luxemburg, Deutschland, Österreich und der Schweiz; unter anderem finden sich Lokalitäten in Kellergewölben, einer Tabakfabrik oder einem ehemaligen Kloster. Am Ende des Buches werden noch Innovationen des Jahres vorgestellt, wie Reinigungstücher, die sauber, sparsam und nachhaltig ohne weiteres Material Schmutz und Fett beseitigen und einfach entsorgt werden können.

Die interessantesten vorgestellten erlebbare Räume waren für mich diesesmal ein japanisches Restaurant, ein Dumplingrestaurant, eine Bar in Köln, ein Café & Bistro mit verschiedenen Gewerken in Wien sowie eine Strandbar in Bad Kötzting. Schon beim Durchblättern des Buches kann man Designs, Trends und auch Wohlfühlatmosphäre geniessen und so vielfältig die vorgestellten Projekte auch ausfallen, so unterschiedlich werden auch die eigenen Favoriten sein.

Veröffentlicht am 06.04.2022

angesagte, vegane Rezepte, besonders für junge Kochende

Wild & Vegan
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Laura Wright lebt in Kanada; sie ist auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern aufgewachsen, hat bei der Obsternte und dem Verkauf im Hofladen geholfen, eine Ausbildung als Köchin absolviert und ...

Laura Wright lebt in Kanada; sie ist auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern aufgewachsen, hat bei der Obsternte und dem Verkauf im Hofladen geholfen, eine Ausbildung als Köchin absolviert und betreibt den Koch-Blog „The First Mess“; dies ist nun ihr erstes Kochbuch.

Zu Beginn des Buches stellt die junge Autorin vor, was sich im Vorratsschrank befinden sollte und was zu einer Küchenausstattung gehört, beispielsweise Messer, Töpfe und Pfannen, verschiedene Schüssel, Reibe oder Raspel, ein feinmaschiges Sieb. Dann folgen ungefähr 125 Rezepte unterteilt in die Kapitel: Morgens und zum Frühstück, Suppen und Eintöpfe, Salate und Dressings, Herzhafte Hauptgerichte und üppige Mahlzeiten, Gemüse und Getreide, Belebende Getränke und kleine Snacks sowie Desserts und kleine Köstlichkeiten. Zu jedem Rezept gibt es ein schönes Foto, meist ganzseitig, in wenigen Ausnahmen als kleines Foto auf der Seite mit dem Rezept. So mag ich das: direkt beim Durchblättern durch die Fotos einen guten Gesamtüberblick über die enthaltenen Rezepte gewinnen und seine absoluten Favoriten finden können. Die Rezepte sind allesamt gut erklärt und lassen sich ganz leicht nacharbeiten – vorausgesetzt, man hat alle Zutaten zu Hause oder kann sie einfach besorgen. Für mich waren schon etliche Zutaten dabei, auf die diese Bedingungen nicht zutrafen, unter anderem verschiedene benötigte Saucen. Zum Süßen wird ausschließlich Ahornsirup (meist in Verbindung mit Vanille) verwendet; hätte man bei einem Kochbuch aus Kanada vielleicht erwarten können, aber nicht müssen. Bei einem Dessert 200ml davon zu verwenden, schreckt mich völlig ab, zumal ich Ahornsirup nicht gerne mag. Uns so gibt es einige Rezepte, die mich völlig überrascht zurücklassen, beispielsweise das Rezept für Earl Grey Tee. Ich liebe diesen Tee, den enthaltenen Geschmack der Bergamotte; ich trinke meine Tees (außer Chai) ungesüßt um das volle Aroma des Tees zu genießen. Hier wird der aufgegossene Earl Grey mit Mandeldrink, Vanilleextrakt, Ahornsirup und Kokosbutter „verfeinert“. Für den Mandeldrink werden Mandelbutter mit Ahornsirup, Vanilleextrakt, Meersalz und Wasser im Mixer püriert. Auch bei anderen Rezepten merke ich, dass ich die Zubereitung lieber viel einfacher und natürliche habe, den Geschmack der Hauptzutaten auch mitbekommen möchte. Etliche der vorgestellten Rezepte finde ich viel zu simpel für ein ganzseitiges Rezept in einem Kochbuch, sei es Linsen- oder Gemüsesuppe, auf dem Backblech gegrilltes Gemüse oder Eistee, den man abends mit kaltem Wasser aufsetzt und über Nacht im Kühlschrank ziehen lässt.

Wahrscheinlich koche ich viel zu routiniert und das Buch richtet sich an junge Kochanfänger. Die Erklärungen sind einfach, die vorgestellten Rezpte für diese Zielgruppe völlig hip, absolut ansprechend und nachmachbar. Mich hatten das Wort „Wild“ im Titel sowie die ausgerupften Pflanzen aus dem Cover auf eine gänzlich falsche Spur gebracht, denn ich war auch von der Verwendung wild wachsender Zutaten ausgegangen. Dabei sind wohl eher die „wilden“ Kochanfänge gemeint; hierfür halte ich das wirklich schön gestaltete Kochbuchmit vielfältigen, angesagten Rezepten für perfekt. Mit diesen Gerichten lässt sich nicht nur gesund und pflanzenbasiert für sich selber kochen, sondern auch super im Bekanntenkreis Eindruck schinden. Routinierte Köche finden hier auch Anregungen für vegane Rezepte.

Veröffentlicht am 02.04.2022

guter, kleiner Einstieg

Zauberhafte Trockenblumen
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Die beiden Autorinnen vermitteln wie man Blumen sammelt, trocknet, presst und in Gestecken und anderen Dekorationen versrbeitet.

Den größten Anteil des Buches nehmen die Portraits geeigneter Pflanzen ...

Die beiden Autorinnen vermitteln wie man Blumen sammelt, trocknet, presst und in Gestecken und anderen Dekorationen versrbeitet.

Den größten Anteil des Buches nehmen die Portraits geeigneter Pflanzen ein, die auch Sammelzeitraum und Tipps, beispielsweise verwandte Arten, beinhalten. Einige davon kannman bei Spaziergängen sammelt oder im eigenen Garten wachsen lassen, andere sind weit gereist und beim Floristen erhältlich. Zum Bleichen, Färben, Binden und mehr werden

Veröffentlicht am 02.04.2022

must-have

Frische Gemüseküche
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James Strawbridge lebt als Selbstversorger, Nachhaltigkeitsexperte, Food-Unternehmer (Cornish Sea Salt) in Cornwall. Dort ist er auch durch eigene Fernsehsendungen und einer Reihe von Sendungen mit seinem ...

James Strawbridge lebt als Selbstversorger, Nachhaltigkeitsexperte, Food-Unternehmer (Cornish Sea Salt) in Cornwall. Dort ist er auch durch eigene Fernsehsendungen und einer Reihe von Sendungen mit seinem Vater Dick Strawbrigde, Autor des Buchklassikers „Das große Buch der Selbstversorgung“, bekannt.

In diesem Buch gibt er seine Erfahrungen und Wissen weiter, beschreibt mit viel Leidenschaft Gemüsesorten, Rezepte, , Koch- und Zero-Waste-Tipps; sogar die wunderschönen Fotos stammen von ihm. Egel, welche Seite man aufschlägt, man merkt, dass es sich um einen Perfektionisten handelt, der mit Leib und Seele dieses Buch erstellt hat. Dabei legt er viel Wert auf regionale und saisonale Küche, Vermeidung von Abfällen, kocht bunt und phantasievoll. Manche Kombinationen fallen da ausgesprochen ungeöhnlich aus und er ermutigt den Leser auch seine Phantasie spielen zu lassen, ganz besonders auch, wenn man bei einem Gemüse eine Ernteschwemme einfährt, schon alleine, damit Gemüsegerichte nicht langweilig werden. Manche seiner Rezepte seien eben für Rebellen, und so brät er auch schon mal Salat…

Im Jahresverlauf, nach Jahreszeiten geordnet, werden mehr als 60 Gemüsesorten vorgestellt; die Portraits enthalten Angaben zu essbaren Teilen, zum Geschmack, zur Zubereitung, Kochtipps und Zero Waste sowie verschiedene Sorten mit kurzer Beschreibung und direkt im Anschluss außergewöhnliche Rezepte, insgesamt über 135. Die Erklärungen zu verschiedenen Zubereitungsarten finde ich ausgesprochen gelungen und auch für andere Gemüse gut umsetzbar.

Fast alle Gemüse sind auch bei uns leicht anzubauen oder zu erstehen; einzig Queller dürfte für mich ein Problem darstellen – an der Küste vermutlich nicht.

Unter den Rezepten finden sich einzelne, die man vielleicht auch schon gekocht hat, beispielsweise Kartoffelpürree mit einem untergestampften Gemüse, hier mit Frühlingszwiebeln. Überwiegend sind die hier vorgestellten Kreationen für mich aber neu, phantasievoll, spannend und inspirierend. Es werden beispielsweise aus Rüben mit Nelken gespickte „Schinkenbraten“ hergestellt, ein super ansprechendes und ebenso gewürztes „Sellerie-Sharwarma“ (inspiriert durch Kebeb), Steckrüben-Graupen-Eintopf mit Salbeiklößen, Queller-Pakora, Katsu-Curry mit Meeresgemüse und Tofu oder Lauchkroketten mit Algenflocken, Pastinaken-Merguez oder Gurkenschalen-Gin. Praktisch finde ich auch das letzte Kapitel in dem Haltbarmachung besprochen wird, wie Einkochen, Fermentieren, Einfrieren, Trocknen, in Öl oder sauer Einlegen.

Mir gefällt die Ordnung im Jahresverlauf sehr gut, auch, dass die Rezepte direkt dem Gemüse zugeordnet sind. Die Rezepte wurden allesamt super erklärt, lassen sich leicht nachkochen und in vielen Fällen leicht abwandeln. Mich begeistert das Buch total; ich schätze die Rezepte und Tipps sehr und würde gerne mehr als 5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 31.03.2022

konnte mich leider nicht begeistern

Kieselchen
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Alfred Könner erzählt „Kieselchen“ nach einem spanischenn Motiv; von Klaus Ensikat stammen die Bilder dieses kurztextigen Bilderbuche, das für Kinder ab 4 Jahren empfohlen wird.

Die Geschichte handelt ...

Alfred Könner erzählt „Kieselchen“ nach einem spanischenn Motiv; von Klaus Ensikat stammen die Bilder dieses kurztextigen Bilderbuche, das für Kinder ab 4 Jahren empfohlen wird.

Die Geschichte handelt von der kieselgrauen Maus „Kieselchen“, die einen Pfennig findet, davon einen Kohlkopf kauft, aus dem sie ein Haus baut. Von da an steht ein Tier nach dem anderen vor ihr um ihr einen Heiratsantrag zu machen, scheitert aber an der gestellten Prüfung, schön für Kieselchen zu singen – bis auf die Katze. Tja, wie diese Ehe wohl enden mag? Traurig….

Ich muss gestehen, dass diese Geschichte mich so gar nicht in seinen Bann ziehen konnte; weder das vorgestellte Rollenbild der Frau noch das traurige, vorhersehbare Ende der Ehe. Da gibt es, muss ich anmerken, weitaus schönere Geschichten; das hier behandelte Thema finde ich für kleine Kinder unpassend. Daran ändern leider auch die schönen, ganzseitigen und etwas eigenwillige Bilder nichts.