Profilbild von katze102

katze102

Lesejury Star
offline

katze102 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit katze102 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2019

ansprechende Rezepte für Kuchen, Torten u.m. mit Äpfeln

Köstlich backen mit Äpfeln
0

Andrea Natschke-Hofmann gibt eine kurze Einführung in ihre Lieblingsapfelsorten und jede Menge Rezepte für Kuchen, Torten und Kleingebäcke mit Äpfeln weiter, die sie zum Teil in ihrer Familie oder in ihrem ...

Andrea Natschke-Hofmann gibt eine kurze Einführung in ihre Lieblingsapfelsorten und jede Menge Rezepte für Kuchen, Torten und Kleingebäcke mit Äpfeln weiter, die sie zum Teil in ihrer Familie oder in ihrem Bekanntenkreis gesammelt hat; darunter finden sich Klassiker aus „Omas Rezeptesammlung“ genauso wie moderne Leckereien: Apfelbrot, verschiedene Kuchen und Torten (Meine Favoriten sind eindeutig die Kuchenklassiker Apfel-Butterkuchen, Apfel-Schmand-Kuchen, versunkener Apfelkuchen, Apfelkuchen vom Blech mit Marzipan-Streuseln sowie die Apfelwein-Torte.), Bratapfel-Cookies, Apfel-Zimt-Zupfbrot, gedrehter Hefekranz mit Äpfeln und Walnüssen, Karamell-Apfel-Törtchen ( Titelbild), Apfel-Tiramisu und vieles mehr.

Das buch wurde insgesamt sehr schön und liebevoll gestaltet, so dass es schon beim Durchblättern Spaß und Augenschmaus bereitet und Lust auf das Nachbacken macht. Jedes dieser Rezepte wurde nicht nur gut erklärt, sondern auch durch ein schönes Foto, manchmal auch durch einen Tipp ergänzt. Die vielseitigen Rezepte finde ich sehr ansprechend, bodenständig und leicht nachzuarbeiten.

Veröffentlicht am 26.08.2019

umfang- und detailreicher Ratgeber

Das Hühnerbuch
0

Wolf-Dietmar Unterweger hat bereits mehrere Bücher zur Hühnerhaltung geschrieben; eines davon, "Das Hühnerbuch - Praxisanleitungen zur Haltung "glücklicher Hühner" " steht schon lange auf meiner langen ...

Wolf-Dietmar Unterweger hat bereits mehrere Bücher zur Hühnerhaltung geschrieben; eines davon, "Das Hühnerbuch - Praxisanleitungen zur Haltung "glücklicher Hühner" " steht schon lange auf meiner langen Bücherwunschliste. Sowohl Titel als auch der Hinweis "Das Original" auf diesem Cover lassen mich vermuten, dass es sich bei diesem Buch, dessen Co-Autor sein Sohn sein dürfte, um eine überarbeitete Ausgabe des ursprünglichen Werkes handelt.

In diesem sehr ausführlichen und mit vielen Fotos angereicherten Handbuch wird genauestens und hühnereinfühlsam erklärt, was man als Hobby-Huhnhalter beachten sollte und wie die Lebensbedingungen dem Huhn ein möglichst glückliches Leben ermöglichen. Angefangen mit gesetzlichen Bestimmungen, von Möglichkeiten des Stalles samt Auslauf, über die Anschaffung der Hühner, deren Fütterung über natürliche und künstliche Brut, das Aufwachsen der Jungtiere, Rangkämpfen bis zu Hühnerkrankheiten erfährt man ganz detailliert, was zu beachten ist, welche Probleme entstehen und wie sie gelöst werden können, egal, ob es um Kükenfutter, überzählige Hähne, genaue Angaben zur künstlichen Brut ( beispielsweise Temperatur oder Luftfeuchtigkeit) oder selbstzusammengestelltem Futter geht, für das sogar Tabellen der Nährstoffverteilung und Zutaten bereitgestellt werden. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass auf alte, bedrohte Rassen besonders eingegangen wurde, auch durch etliche Kurzbeschreibungen.

Ich halte schon seit einigen Jahren Hühner in unserem Garten und, dass wir in einer Brutmaschine Hühnereier ausgebrütet haben, ist schon einiges her. Für mich waren viele Informationen neu, andere wurden wieder neu erweckt.
Das war nicht das erste Buch, das ich über Hühnerhaltung im eigenen Garten gelesen habe, aber eindeutig das umfang- und detailreichste; viele Ratschläge, Tipps in farblich hinterlegten Boxen und Infos stehen hilfreich und zuweilen kritisch durchleuchtet, zur Seite. Ich bin sicher, das es sich nicht nur für angehende Hühnerhalter, sondern auch für jene perfekt eignet, bei denen bereits Hühner im Garten wohnen.

Veröffentlicht am 04.08.2019

interessant, informativ und ansteckend

Alte Apfelsorten neu entdeckt - Eckart Brandts großes Apfelbuch
0

Das Alte Land dürfte wohl jedem als Obstanbaugebiet bekannt sein, vielleicht auch als Gebiet, in dem gerade alte Obstsorten geschätzt und gepflegt werden.

Nun habe ich mit Lesen dieses Buches auch ein ...

Das Alte Land dürfte wohl jedem als Obstanbaugebiet bekannt sein, vielleicht auch als Gebiet, in dem gerade alte Obstsorten geschätzt und gepflegt werden.

Nun habe ich mit Lesen dieses Buches auch ein Gesicht und eine persönliche Geschichte eines der besonders engagierten Entdecker und Bewahrer eben dieser alten Sorten, insbesondere alter Apfelsorten dazu erhalten. Eckart Brandt beschreibt kurz beruflichen Werdegang und zuweilen recht detailreich seine Liebe zu alten Äpfeln, sein Erkunden, Sammeln, Anpflanzen und Pflegen alter, zum Teil zurückgedrängter, manchmal auch namentlich vergessenen Apfelsorten.

Besonders spannend fand ich die Beschreibungen seiner „Forschungsreisen“ und wie er zu Reisig oder Stecklingen kam und auch, welche Ausmaße seine Apfelgärten inzwischen haben – jene, die er 1984 als Boomgarden-Projekt begann um die in den 70er Jahren der Rodungsprämie zum Opfer gefallenene Sortenvielfalt zu bewahren und, die mittlerweile 700-800 Sorten umfassen. Auch die Ausführungen zum Apfel in Märchen und Brauchtum finde ich ausgesprochen interessant.

Im zweiten Teil des Buches, der ungefähr die Hälfte ausmacht, dreht sich alles um Rezepte mit Äpfeln, von süß bis herzhaft; von Apfelweinschaum, Tartes, Kuchen und Gerichten mit Fisch und Fleisch, sogar ein ganzes Menü mit dem absoluten Lieblingsapfel des Autors, das „Finkenwerder-Herbstprinz-Menü“ wartet mit aufregenden Rezepten auf.

Sehr hilfreich finde ich den gelbseitigen Anhang, der Apfelsorten für unterschiedliche Anpflanzungen sowie Baumschulen nach Bundesländern sortiert, direkt mit Sortenempfehlungen für die entsprechende Gegend.

Der Autor beschreibt leidenschaftlich und mitreissend seine Passion zu alten Apfelsorten, gibt für den Hobbygärtner viele Tipps und Sorten preis, die sich für den kleinen Anbau im eigenen Garten eigen und bewahrt werden sollten.

Veröffentlicht am 04.08.2019

interessantes und anschauliches Sach- und Praxisbuch

Der Moosgarten
0

Mit viel Begeisterung beschreibt Michael Altmoos Erlebnisse, die Moos zum Dreh- und Angelpunkt hatten und seine Erfahrungen mit Moos, jener Urzeitpflanze, die wichtig für Stoffwechselkreisläufe, Erosionsschutz, ...

Mit viel Begeisterung beschreibt Michael Altmoos Erlebnisse, die Moos zum Dreh- und Angelpunkt hatten und seine Erfahrungen mit Moos, jener Urzeitpflanze, die wichtig für Stoffwechselkreisläufe, Erosionsschutz, Lebensraum für Bärtierchen ist und Feinstaub aus der Luft filtert.

Neben dem Beschreiben von Lebensbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten, samt sechs verschiedener Ansiedlungsmöglichkeiten, sellt der Autor 24 bei uns vorkommenden und im Garten einsetzbaren Moosarten vor. Einzig die mit Pflanzen oder Steinen geführten Interviews konnten mich nicht so ganz begeistern, wenngleich sie witzig und abwechslungsreich gemeint waren und wahrscheinlich andere Leser zu begeistern vermögen.



Sehr gut gefallen haben mir auch die ausführlichen Hinweise zum Sammeln, auch unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz, sowie Verweise zu Bestellmöglichkeiten. Sehr spannend waren für mich die Gestaltungstipps beispielsweise zu japanischen Gärten oder auch jene aus den „lost Gardens of Heligan“, deren „Mudmaid“ und „Giants Head“ mich beim Besuch dort schon sehr begeistert haben. Neben Moosoberflächengestaltung wurden die Haare durch Mombretien gestaltet.

Für jeden, der eine schattige und/oder besonders feuchte Ecke in seinem Garten kennt, bietet dieses Buch viele Anregungen und konkrete Beispiele zur Gestaltung mit Moos, das selbst längere Trockenzeiten übersteht und sich nach Wassergabe in seinen grünen Zustand zurückverwandelt, angefangen vom Setzen von Moosaiken, Bemoosung von Steinen bis zu sich über Jahre entwickelnde Naturecken. Wie man anlegt und pflegt wird genau und gut verständlich erklärt, viele Fotos, grün hinterlegte Zusammenfassungen sowie Tabellen erleichtern die Umsetzung des eigenen Projektes enorm.

Insgesamt bietet das Buch jede Menge Informationen, anschaulich, interessant und leicht verständlich.

Veröffentlicht am 31.07.2019

interessant geschrieben und durchdacht

Strategien der Natur
0

Erwin Thoma beschreibt in diesem Buch, angefangen von der ersten Blaualge, die zusammen mit einer Bakterie Photosynthese betrieb über verschiedene Mechanismen oder Lebensstrategien, jenachdem, wie man ...

Erwin Thoma beschreibt in diesem Buch, angefangen von der ersten Blaualge, die zusammen mit einer Bakterie Photosynthese betrieb über verschiedene Mechanismen oder Lebensstrategien, jenachdem, wie man es betrachten mag, das "Lebensmodell" der Bäume, das sich, würden die Menschen es übernehmen, vieles einfacher werden ließe,
beispielsweise durch Vernetzung aller Lebewesen mit einem ökologischen Gleichgewicht aller Bewohner, durch abfallfreie Kreislaufwirtschaft, durch Kooparation statt Konfrontation und Nutzung des Wertstoffes Holz, auch beim Häuserbau.

Für mich war dieses nicht das erste Buch, das ich von Erwin Thoma gelesen habe, der in seinen Büchern jedesmal einen sehr engagierten Einsatz für Umweltfragen und für alle faire Regeln und Nutzung von Rohstoffen fordert, dabei selbstverständlich auch auf sein spezielles Fachgebiet und jahrzentelange Erfahrungen zurückkommt, dabei auch von seinem entwickelten Holzhaus oder ausgetüftelten Techniken und Einsatz von Holz zurückkommt.

Seiner Sicht der Zusammenhänge bleibt er dabei treu, bringt in jedem Buch neues Wissen und neue Erkenntnisse der Forschung ein, was ich sehr interessant und engagiert finde. Sein Schreibstil bleibt angenehm, leicht verständlich und gut lesbar, wobei viele Fragen aus ganzheitlicher Sicht betrachtet werden.

Insgesamt fand ich auch dieses Buch von Erwin Thoma, die vielen Informationen, persönlichen Erzählungen, die vielen Vergleiche und besprochenen Strategien wieder sehr interessant. Dass einige Gedanken schon in vorigen Büchern aufgegriffen wurden, finde ich nicht störend, sondern eher unvermeidbar, wenn man sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt.