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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2017

Unterhaltsamer Young Adult Roman

Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson
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Dies ist der dritte Teil einer Young Adult Reihe. Obwohl ich die Serie vorher nicht kannte, bin ich gut in die Erzählung hinein gekommen, da die Autorin anschaulich und routiniert erzählt. Es geht um Jessie ...

Dies ist der dritte Teil einer Young Adult Reihe. Obwohl ich die Serie vorher nicht kannte, bin ich gut in die Erzählung hinein gekommen, da die Autorin anschaulich und routiniert erzählt. Es geht um Jessie Jefferson, die als Bandleaderin den Durchbruch geschafft hat und mit ihrer Combo erste Erfolge feiern kann. Sie scheint in der Welt der

Reichen und Schönen angekommen zu sein. Kalifornien ist ihr neues Zuhause, und nicht nur eine x-beliebige Stadt, sondern Hollywood.

Was will man als aufstrebender Jungstar mehr?!

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt: Jetzt, da Jessie berühmt ist, hat sie plötzlich einen Haufen Freunde. Doch sind es die richtigen?

Außerdem soll sie aus marketingtechnischen Gründen ihre Beziehung zu Bandgitarrist Jack geheim halten. Jessie ist sehr verunsichert – meint Jack es tatsächlich ernst mit ihr? Als dann ihr Exfreund aus England bei ihr aufschlägt, kommt Jessie endgültig ins Grübeln – ist die Glitzerwelt von Hollywood das, was sie wirklich will ?



Die Geschichte dreht sich um den Teenager Jessie, der selbst noch zur Highschool geht-. Es ist allerdings keine story vom steinigen Aufstieg eines Nobodys, denn Jessies Vater ist selbst ein Star. Im Roman werden viele Themen angeschnitten, die Jugendliche und junge Erwachsene interessieren dürften, und die Tatsache, dass Jessie in relativ jungen Jahren ihre Mutter verlor, sorgt für etwas Ernsthaftigkeit in diesem Jugendbuch.

Es ist recht unterhaltsam geschrieben: Personenkult, Paparazzi, Popularität treffen auf ganz normale Ängste. Es gibt Intrigen und eine Antagonistin, die sich ziemlich bitchy verhält. Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz!

Sprachlich und stilistisch ist das Buch einfach zu lesen, die Hauptzielgruppe wird es lieben. Trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Pep und eine Straffung der story gewünscht.

Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre, die man gut als stand alone lesen kann, es macht aber auch Sinn, die komplette Reihe zu lesen.

Veröffentlicht am 18.05.2017

Spannender Berlinthriller

Das Joshua-Profil
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Max Rhode ist Schriftsteller und lebt mit Frau und Kind in Berlin. Zwar ist die zehnjährige Jola adoptiert, aber dies tut der Vaterliebe keinen Abbruch.
Eines Tages verwandelt sich Max‘ Leben in einen ...

Max Rhode ist Schriftsteller und lebt mit Frau und Kind in Berlin. Zwar ist die zehnjährige Jola adoptiert, aber dies tut der Vaterliebe keinen Abbruch.
Eines Tages verwandelt sich Max‘ Leben in einen Alptraum – Jola soll zu ihren drogensüchtigen Eltern zurück.
Und Max wird plötzlich gejagt, er soll ein Verbrecher sein, das Verbrechen allerdings noch in der Mache.
Als Jola entführt wird, setzt Max alles daran, seine Tochter zu finden, auch wenn die Entführung angeblich Jolas Schutz dienen soll.
Zusammen mit seinem ungeliebten Bruder Cosmo und der Kurierfahrerin Frida ist Max auf der Suche und zugleich auf der Flucht vor einer düsteren Prophezeiung…


Ich habe versucht, in dieser Kurzzusammenfassung nicht zu spoilern. Nur soviel – Fitzek ist von Haus aus Jurist und spielt in seinem Roman diverse Szenarien durch, nicht alle sind absurd. Dies erklärt er auch sehr schön im Nachwort – damit macht er es dem Leser leicht, zu leicht womöglich?
Die Fitzek – Thriller sind so etwas wie mein guilty pleasure, denn literarisch tendiert ihr Wert leider gegen Null. Stilistisch und sprachlich ist „Das Joshua – Profil“ relativ simpel gestaltet. Lineare Erzählweise und Formulierungen, die fast schon umgangssprachlich klingen: „[…] wie wenn[…]“.
Als Leser sollte man nicht allzu viel Tiefgang oder stilistische Finessen erwarten. Fitzeks Roman tangiert philosophisch – ethische Fragestellungen, und um der Spannung willen schneidet er die Themen eben nur an und geht nicht in die Tiefe, ganz klar ist, dass der Thriller primär ein Unterhaltungsroman sein will. Ein sehr guter Unterhaltungsroman, wie ich finde. Andererseits ist es aber auch ein wenig schade, dass der Autor nicht mehr Sitzfleisch für einen fetten Schmöker hatte, aber eine ausführliche Erörterung in Buchform würden passionierte (Fast Food) Thrillerleser vielleicht nicht mittragen.
Ob wohl Verkaufsüberlegungen eine Rolle spielten?
Be as it may, „Das Joshua-Profil“ ist ein sehr spannender Berlin – Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte, obwohl manche Elemente übertrieben und auch ein wenig unlogisch waren.
Spitze finde ich aber die Berlin – Bezüge, die realistisch, frisch und modern wirken. Auch die Charakterisierung der kleinen Jola ist Fitzek sehr gut gelungen, und die Liebe Rhodes zu seiner Tochter ist wirklich rührend und glaubwürdig! Toll fand ich auch die Figur des Anwaltes, ein unkonventioneller Typ, aber juristisch voll auf Zack. Die weiblichen Figuren sind mir aber zu schematisch gezeichnet – bitchy die Eine, bestechlich die Andere, gerecht die Dritte…
Der Thriller ist spannend und mitreißend, literarisches Fast Food, das gebe ich gerne zu, aber spannend und höchst unterhaltsam! Ich vergebe für „Das Joshua – Profil“ von Sebastian Fitzek 4,5 von fünf möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 14.05.2017

Der vierte Doktor in Aktion!

Doctor Who
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Die Science-Fiction-Serie „DR WHO“ ist Kult! Sie wird von der britischen BBC produziert und erlebte auch ein kleines Revival, es gibt auch eine Verfilmung . Die TV – Serie läuft schon seit 1963, und bis ...

Die Science-Fiction-Serie „DR WHO“ ist Kult! Sie wird von der britischen BBC produziert und erlebte auch ein kleines Revival, es gibt auch eine Verfilmung . Die TV – Serie läuft schon seit 1963, und bis 1989 ohne Pause.
2005 gab es, wie erwähnt, ein Revival der Serie, davor im Jahr 1996 einen im Fernsehen ausgestrahlten Spielfilm. Zeitreise – Fans kommen bei DR WHO voll auf ihre Kosten, denn der Protagonist, der
einfach als „der Doktor“ bekannt ist, reist mit seinem Sidekick in TARDIS, einer Zeit-Raum-Maschine, durch die Dimensionen und die Zeit. Auf seinen Reisen muss der Doktor natürlich auf Zack sein und sich zu helfen wissen, denn es geht teilweise nicht ungefährlich zu und so manches Abenteuer muss bestanden werden. Im Laufe der Zeit haben diverse Schauspieler den „Doktor“ gespielt. Die britische Popkultur wäre ohne die Science-Fiction- Serie, die sowohl bei den Fans („Whovians“) als auch bei den Kritikern beliebt und anerkannt ist, um ein Vielfaches ärmer. Nicht umsonst hat das Werk einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde; ausserdem hat „DR WHO“ schon diverse Preise abgeräumt!

Für „Whovians“ ist die Lektüre von „DER PIRATENPLANET“ sowieso ein Muss, aber jeder, der gerne SF liest, kann das Buch lesen, da das „DR WHO“ Universum hier phantasievoll, smart und humorvoll dargestellt wird.
Kein Wunder, denn es ist eine Adaptation der Drehbücher von Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) aus dem Jahr 1978; der Autor James Goss hat das Ganze in eine lesbare Form gegossen. Ich hatte beim Lesen viel Spass, ich mag die abgedrehten Ideen einfach! Goss‘ Roman liest sich einfach und sehr flüssig, man muss sich natürlich in die story hineindenken, weswegen ich nicht sicher bin, ob ich das Buch als stand – alone empfehlen soll, für Leser völlig ohne Vorkenntnisse, eigentlich ist es ja Teil einer Reihe.
Wenn man aber erst einmal mit der Lektüre vom „Piratenplanet“ begonnen hat, gelingt es dem Autor, den Leser bei der Stange zu halten und super zu unterhalten.
Insgesamt gibt es zwölf „Doktoren“, hier geht’s um den vierten Doktor; natürlich dürfen sidekick Romana und K-9 nicht fehlen.
K -9, der vierte Doktor und Romana, seine Begleiterin, suchen den Schlüssel der Zeit, der aus sechs Teilen besteht. Also geht es für sie auf den Planeten Calufrax – denken sie zumindest.
Denn bei der Ankunft müssen sie erkennen, dass sie auf einem ganz anderen Planeten gelandet sind: Zanak!
Dieser Planet schwelgt im Luxus, die Bewohner sind wohlhabend und happy. Der Reichtum basiert auf der Gewinnung von Mineralien und Edelsteinen, und der Reichtum an Bodenschätzen versiegt nie. Die Minen leeren sich einfach nicht.

Wie kommt’s ?

- Der Herrscher des Planeten, „Captain“, ruft ganz einfach ein Neues Goldenes Zeitalter aus und schwupps – sind die Minen wieder gefüllt. Sehr praktisch, zu praktisch. Dr Who und Romana kommt diese boomende Wirtschaft jedenfalls spanisch vor, und sie setzen alles daran, um zu ergründen, wo Calufax abgeblieben ist. Außerdem wollen sie herausfinden, was der geheimnisumwitterte „Captain“ zu verbergen hat…
Ich mochte die Geschichte, denn es gibt spannende Elemente, slapstick und Situationskomik. Wie bei fast jeder SF – Geschichte kann man sich als Leser so seine Gedanken machen. Es wird doch kein Kommentar zu real existierenden Verhältnissen oder gar eine camouflierte Gesellschaftskritik oder ein Kommentar zum Zeitgeist sein?!

Über den eigentlichen Inhalt und den Verlauf der Handlung will ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten – nur soviel: Science Fiction Fans kommen hier voll auf ihre Kosten!

Veröffentlicht am 10.05.2017

Der Titel ist Programm!

Erste Liebe, zweite Chance
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Becky lebt in ihrer Heimatstadt Bloomville, USA und führt ein Umzugsunternehmen. Ihr Freund Graham ist der Traum aller Schwiegermütter: Seriös und verlässlich, ein netter Mann.
Altlasten aus der Vergangenheit ...

Becky lebt in ihrer Heimatstadt Bloomville, USA und führt ein Umzugsunternehmen. Ihr Freund Graham ist der Traum aller Schwiegermütter: Seriös und verlässlich, ein netter Mann.
Altlasten aus der Vergangenheit hat Becky, wie fast jede Frau. Ihre erste große Liebe namens Reed hat sie verdrängt, denn er ließ sie sang- und klanglos in Bloomville sitzen, um als Golfprofi sein Geld zu verdienen.
Es kommt jedoch zu einem Wiedersehen, als Becky Reeds Eltern in einen neuen Alterswohnsitz umsiedeln soll, da sie beginnen, sich seltsam zu verhalten. Mit der Rückkehr Reeds verändert sich für Becky alles, und große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus…

„ERSTE LIEBE, ZWEITE CHANCE “ von Meg Cabot ist ein toller Titel, der erahnen lässt, worum es in dem Liebesroman geht. Das Cover ist frisch und fröhlich, ansprechend gestaltet, und macht mit seinen bunten Farben Lust auf’s Lesen. In der Buchhandlung würde ich auf jeden Fall nach dem Artikel greifen, wenn ich auf der Suche nach einem Liebesroman oder chicklit wäre!

Ich habe mich auf eine schöne, romantische und witzige Lektüre gefreut. Allerdings musste ich nach den ersten paar Seiten feststellen, dass es sich um einen Patchworkroman handelt, denn er enthält wenig Fließtext und sehr viel Social Media und Ähnliches – Zeitungsartikel, Chats, Rezensionen et cetera.
Das hat mir nicht unbedingt immer behagt, auch wenn es eine moderne und witzige Art ist, eine Liebesgeschichte zu erzählen. Durch die vielen verschiedenen Kommunikations – und Informationsschnipsel kommt es zu vielen verschiedenen Perspektiven, aus welchen sich schließlich die Erzählung zusammensetzt. Es gibt Aufreger und Momente für’ s Herz, ganz klassisch, auch wenn der Stil unkonventionell ist.
Die story an sich ist gar nicht so schlecht, a blast from the past, erste Liebe, zweite Chance, der Titel ist Programm! Nach vielen Irrungen und Wirrungen gibt es am Ende (wie könnte es anders sein) ein happy ending. Die Grundidee ist nicht neu, aber immer wieder schön zu lesen – ein Expärchen trifft nach zirka zehn Jahren wieder aufeinander, die Karten werden neu gemischt. Der Roman hat mich gut unterhalten und ich habe die Lektüre nicht bereut, auch wenn ich wie gesagt mit einem eher klassischen Erzählstil gerechnet habe und mir mehr Text gewünscht hätte. Social Media in Büchern? Geschmackssache!


Meg Cabots Roman ist eine nette Lektüre für Zwischendurch! Ich vergebe für ihren Roman 3,5 von insgesamt fünf möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 07.05.2017

Trügerische Erinnerung

Das Buch der Spiegel
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Ein Literaturagent erhält ein Manuskript, von dem er sofort gefesselt ist. Er kann gar nicht mehr mit der Lektüre aufhören, doch das Exzerpt aus der Feder von Richard Flynn endet abrupt.
Der Autor berichtet ...

Ein Literaturagent erhält ein Manuskript, von dem er sofort gefesselt ist. Er kann gar nicht mehr mit der Lektüre aufhören, doch das Exzerpt aus der Feder von Richard Flynn endet abrupt.
Der Autor berichtet von der Ermordung der Psychologie – Koryphäe Joseph Wieder in Princeton. Obwohl die Tat schon vor mehreren Dekaden geschah, wurde das Verbrechen nie aufgeklärt. Der Agent Peter Katz hat Blut geleckt – er will die ganze Geschichte lesen. Doch als er Richard Flynn kontaktiert, stellt er fest, dass dieser bereits verstorben ist. Wo ist der Rest des Manuskripts? Also kontaktiert Katz Flynns ehemalige Mitbewohnerin Laura Baines, die mittlerweile selbst an einer Universität lehrt und Karriere gemacht hat, vielleicht, weil sie Professor Wieder bei seinen Forschungen half?
Katz möchte das Geheimnis rund um Wieders Ableben lüften, und er soll nicht der Einzige bleiben…


Formal ist der Roman in drei Teile gegliedert, auch zeitlich gibt es verschiedene Handlungs- und Erzählebenen. Am besten gefiel mir vielleicht der Achtziger – Jahre – Erzählstrang und die anfängliche Charakterisierung Richard Flynns. Den Mittelteil des Romans fand ich etwas zäh, um ehrlich zu sein, und gegen Ende wollte ich endlich die Auflösung erfahren, aber fieberhaft gefesselt war ich nicht.
Sprachlich und stilistisch bewegt sich der Roman auf hohem Niveau. Der englischsprachige Erstling des nach England emigrierten Autors aus Südosteuropa ist wirklich ein gutes Buch (ich habe die deutsche Übersetzung gelesen).
Allerdings war ich doch etwas enttäuscht, weil ich mir mehr Spannung und Thrill erhofft hatte, da ich im Vorfeld gehört hatte, dass es ein Krimi/Thriller sei.
Auch muss ich sagen, dass für mich die Hauptthese des Autors absolut nicht neu oder überraschend war. In der Oral History steht schon lange fest, dass Erinnerungen vor allem in der Rückschau fast nie verlässliche Informationen bieten, da sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Sowieso ist in der Wissenschaft (wenn man von den exakten Wissenschaften und Naturwissenschaften absieht, und selbst da gibt es diverse Hypothesen) das Vorhandensein einer sogenannten „Objektivität“ höchst umstritten. Ist nicht alles Konstruktion ?
Chirovici geht in Sachen Psychologie nicht in die Tiefe, auch nicht in Sachen Gehirnforschung. Er kratzt lediglich an der Oberfläche, schließlich wollte er einen Unterhaltungsroman schreiben. Er gibt interessante Einblicke (obschon fiktive) in den Fakultäts – und Universitätsalltag in den Achtzigern im anglophonen Raum. Für Laura Baines, die ein Wunderkind zu sein scheint, spielt es eine große Rolle (vor allem beruflich) bei wem sie studierte.

Fazit:
„Das Buch der Spiegel“ hat mich gut unterhalten und es ist weniger flach als viele Romane, die auf den Markt geworfen werden. Auch das Nachwort fand ich interessant und lesenswert!
Daher vergebe ich für den Roman insgesamt 4,5 von fünf möglichen Sternen.