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Veröffentlicht am 22.11.2025

Dunkle Schönheit, tödliche Anziehung - Wo Magie lockt und Herzen brennen

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1
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To Carve a Fae Heart – Fair Isle 1 von Tessonja Odette**

Manchmal gibt es Bücher, bei denen man schon nach ein paar Kapiteln merkt, dass sie einen ganz bestimmten Nerv treffen. To Carve a Fae Heart war ...

To Carve a Fae Heart – Fair Isle 1 von Tessonja Odette**

Manchmal gibt es Bücher, bei denen man schon nach ein paar Kapiteln merkt, dass sie einen ganz bestimmten Nerv treffen. To Carve a Fae Heart war für mich genau so ein Buch — eins, in das ich hineingefallen bin, ohne es zu merken, und das mich erst wieder losgelassen hat, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Und selbst dann hat mich die Geschichte noch eine ganze Weile begleitet.

Was mich sofort gepackt hat: diese Atmosphäre

Ich liebe Fae-Bücher, aber nur wenige schaffen es, diese Mischung aus Gefahr, Schönheit und unterschwelliger Magie so intensiv einzufangen wie dieses.
Fair Isle fühlt sich an wie ein Ort, der einen gleichzeitig anzieht und warnt. Wie ein Traum, der jederzeit in einen Albtraum kippen könnte. Und genau das mochte ich: dieses Gefühl, dass hinter jeder Ecke ein Geheimnis lauert und jede Begegnung sowohl magisch als auch tödlich sein kann.

Beim Lesen hatte ich immer wieder dieses leichte Kribbeln im Bauch — dieses „Da kommt gleich was“-Gefühl, das mich komplett durch die Story getragen hat.

Die Protagonistin: unerwartet menschlich

Was mich bei ihr wirklich berührt hat, ist ihre Art, Mut und Angst miteinander zu verbinden. Sie rennt nicht blind in Gefahren hinein, aber sie weicht ihnen auch nicht aus, wenn es darauf ankommt.
Sie ist nicht makellos, nicht übermächtig, nicht unfehlbar — und genau das hat sie für mich so real gemacht.

Ich habe so oft gedacht: Ja, genau so hätte ich auch gehandelt.
Ich habe mit ihr gehadert, gehofft, gezweifelt, gezittert. Und ich liebe Bücher, die mich emotional so nah an die Hauptfigur heranholen.

Und dann … der Fae-Love-Interest

Ich sage es ehrlich: Ich war sofort fasziniert. Aber nicht wegen irgendwelcher Klischees, sondern weil er diese tiefere, unerklärliche Schwere mit sich trägt.
Er ist nicht einfach „der dunkle Fae-Prinz“. Er ist kompliziert. Gebrochen. Stolz. Und manchmal unfassbar schwer zu lesen.

Genau deshalb war jede Interaktion zwischen den beiden für mich elektrisierend.
Manchmal wollte ich ihn schütteln, manchmal umarmen, manchmal einfach nur beobachten, wie sich diese Spannung zwischen ihnen langsam immer weiter aufbaut.

Es ist keine einfache Romance. Keine schnelle. Keine glatte.
Es ist eine Verbindung, die wächst, weil sie wachsen muss — und genau deshalb hat sie mich so mitgenommen.

Die Story: vielschichtiger, als ich erwartet habe

Ich dachte anfangs, ich bekäme „nur“ eine düstere Fae-Romance. Bekommen habe ich aber eine Geschichte, die politisch, gefühlvoll, tragisch und wunderschön zugleich ist.
Man merkt, dass hier viel mehr auf dem Spiel steht als nur das Herz der beiden Protagonisten.

Es gibt Intrigen, moralische Grauzonen, Überraschungen, kleine emotionale Explosionen und diese Momente, in denen ich kurz aufhören musste zu lesen, weil eine Szene mir näher ging als gedacht.

Ich liebe es, wenn ein Buch mir das Gefühl gibt, mitten im Gefühlschaos zu stehen — und das ist hier mehr als einmal passiert.

Was bleibt?

Ein bisschen Herzklopfen.
Ein bisschen Schmerz.
Und ganz viel Sehnsucht nach Band 2.

To Carve a Fae Heart hat mich nicht nur unterhalten — es hat mich hineingezogen, aufgewühlt und mitgerissen.
Es fühlt sich an wie ein düsteres Märchen, das man heimlich unter der Bettdecke liest, weil es zu verführerisch ist, um aufzuhören.

Für mich eines dieser Bücher, das man nicht nur liest, sondern erlebt.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Zwischen Misstrauen und Magie habe ich mich verloren

The Wrath and the Dawn (Deutsche Ausgabe)
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Als ich The Wrath and the Dawn aufgeschlagen habe, dachte ich zuerst: Okay, ein Retelling von 1001 Nacht – das wird sicher hübsch, märchenhaft, vielleicht ein bisschen exotisch. Aber schon nach den ersten ...

Als ich The Wrath and the Dawn aufgeschlagen habe, dachte ich zuerst: Okay, ein Retelling von 1001 Nacht – das wird sicher hübsch, märchenhaft, vielleicht ein bisschen exotisch. Aber schon nach den ersten Kapiteln habe ich gemerkt: Dieses Buch ist mehr. Es hat mich hineingezogen wie ein warmer Wüstenwind, der dich den Atem anhalten lässt.

Ich habe mich sofort in Shahrzad verliebt – nicht als Figur, sondern fast so, als wäre sie eine Freundin. Sie ist klug, scharfzüngig und voller Trotz. Sie geht in diesen Palast mit der festen Überzeugung, zu sterben – und genau dadurch hat sie für mich eine unglaubliche Stärke ausgestrahlt. Ich habe jede ihrer Antworten gefeiert, jedes Mal, wenn sie Chalid mit Worten herausgefordert hat. In einer Welt, in der alle Frauen stillhalten sollen, erhebt sie ihre Stimme – und das war für mich unglaublich inspirierend.

Chalid dagegen war anfangs ein Rätsel. Kalt, gefährlich, unnahbar. Ich wollte ihn hassen, genau wie Shahrzad. Aber dann kamen diese kleinen Momente: ein verletzlicher Blick, ein unerwartetes Geständnis, eine Geste, die nicht zum Bild des grausamen Kalifen passte. Und irgendwann habe ich mich dabei ertappt, wie ich mich genauso wie Shahrzad gefragt habe: Ist er wirklich ein Monster? Oder steckt da mehr dahinter?

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich ehrlich gesagt umgehauen. Sie ist nicht leicht, nicht märchenhaft im klassischen Sinne. Sie ist voller Zweifel, voller Angst und trotzdem von einer Intensität, die mich beim Lesen richtig getroffen hat. Da reicht oft schon ein einziger Satz, ein Atemzug zwischen den beiden – und ich musste kurz innehalten, weil es sich so echt, so roh angefühlt hat.

Was ich an Renée Ahdiehs Schreibstil liebe, ist die Sinnlichkeit. Ich konnte die Gewürze riechen, die Stoffe fühlen, den Sternenhimmel über dem Palast sehen. Es war, als wäre ich selbst dort. Gleichzeitig hat die Geschichte etwas Düsteres, Gefährliches – ein ständiges Gefühl, dass alles auf Messers Schneide steht. Genau diese Mischung hat mich so gefesselt, dass ich manchmal bis spät in die Nacht weitergelesen habe.

Natürlich, der Anfang zieht sich ein wenig, und nicht jede Nebenfigur hat so viel Raum bekommen, wie ich mir gewünscht hätte. Aber das hat mich kaum gestört, weil mich die Dynamik zwischen Shahrzad und Chalid so sehr gepackt hat.

Als ich das Buch beendet habe, war ich still. Ich hatte dieses Gefühl, das man selten bekommt: dass man etwas wirklich Besonderes gelesen hat. Eine Geschichte, die dich noch begleitet, auch wenn du die letzte Seite längst hinter dir hast.

✨ Mein Gesamturteil:
The Wrath and the Dawn war für mich wie ein Märchen, das sich anfühlt, als wäre es für Erwachsene neu erzählt worden – voller Magie, Leidenschaft und Schmerz. Es ist kein Wohlfühlroman, sondern eine Liebesgeschichte, die langsam wächst, gegen alle Widerstände, und die genau dadurch so echt wirkt.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Ein Herbsttraum in Hexenform

Rewitched
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Rewitched fühlt sich an wie eine warme Umarmung in Buchform. Es ist nicht unbedingt ein Fantasy-Blockbuster mit Action an jeder Ecke – aber genau das macht seinen Charme aus. Die gemütliche Atmosphäre, ...

Rewitched fühlt sich an wie eine warme Umarmung in Buchform. Es ist nicht unbedingt ein Fantasy-Blockbuster mit Action an jeder Ecke – aber genau das macht seinen Charme aus. Die gemütliche Atmosphäre, das Buchladen-Setting und die liebenswerte, manchmal etwas chaotische Hauptfigur Belle haben mich schnell in ihren Bann gezogen.

Was mir besonders gefallen hat: Dieses Buch feiert das Anderssein, die Selbstakzeptanz und das Gefühl, seinen Platz (und seine Menschen) endlich zu finden – auf eine ruhige, einfühlsame Art, ohne großes Drama.

Natürlich ist nicht alles perfekt – der Anfang zieht sich etwas, und manche Nebenfiguren bleiben eher blass. Aber wenn du Geschichten magst, die eher durch Stimmung, Herz und kleine magische Momente glänzen statt durch Tempo oder Spannung, dann wird dir Rewitched bestimmt ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Für mich war’s ein richtig schönes Wohlfühlbuch – perfekt für einen verregneten Nachmittag mit Tee und Kuscheldecke.

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