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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2018

Zauberhafte Geschichte

Eine Insel zwischen Himmel und Meer
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Schon das Cover ist wunderschön anzusehen: ein Segelboot im Sonnenuntergang, unterwegs zwischen zwei Inseln.
Das Mädchen Crow strandete als neu geborenes Baby in einem treibenden Boot an der Küste einer ...

Schon das Cover ist wunderschön anzusehen: ein Segelboot im Sonnenuntergang, unterwegs zwischen zwei Inseln.
Das Mädchen Crow strandete als neu geborenes Baby in einem treibenden Boot an der Küste einer kleinen Insel, wurde dort liebevoll aufgezogen von dem verschrobenen Einsiedler Osh mit Unterstützung der ebenso alleinstehenden Miss Maggie. Die meisten anderen Inselbewohner meiden den Umgang mit dem Mädchen, vermuten sie doch, sie stammt von der Nachbarinsel, auf der vor einiger Zeit Menschen mit einer ansteckenden Krankheit lebten.

Crow ist glücklich mit ihrem einfachen Leben, doch irgendwann erwacht in ihr doch der Wunsch, ihre Herkunft zu erfahren. Hat sie irgendwo Verwandte? Wer sind ihre Eltern? Sie beginnt nachzuforschen und begibt sich dadurch in Gefahr.

Ein wunderschönes Buch, sehr flüssig geschrieben und in einfachen Worten erzählt, so daß große und kleine Leute ihre Freude daran haben werden.

Veröffentlicht am 16.12.2017

Herzerfrischend

Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!
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Schon das Titelbild verrät, mit wieviel Lebensfreude die beiden so unterschiedlichen Frauen unterwegs sind.
Oma Maria ist mittlerweile 107 Jahre alt und ihre Enkelin "Spätzchen" Anja sind ein Herz und ...

Schon das Titelbild verrät, mit wieviel Lebensfreude die beiden so unterschiedlichen Frauen unterwegs sind.
Oma Maria ist mittlerweile 107 Jahre alt und ihre Enkelin "Spätzchen" Anja sind ein Herz und eine Seele. Und sie verreisen gern, wobei auch Anjas Papa, also Omas Sohn und oftmals auch Anjas andere Oma Mia und Mutti Ute mit von der Partie sind.

Es macht einfach Spaß, die Reisegeschichten dieser durch und durch harmonischen Familie zu lesen - es fühlt sich an, als wäre man mittendrin im Geschehen. Und wenn Anja mit einer Oma links, einer rechts am Einkaufswagen durch den Supermarkt geht und aufpassen muss, daß sie nicht, wie kleine Kinder, das eine oder andere mit in den Wagen legen, kann man nachvollziehen, daß es wirklich nicht einfach ist.

Kurz gesagt, es ist eine aussergewöhnliche Geschichte, geschrieben in einem fröhlichen, leichten Stil. Ich hatte das Buch in nullkommanichts durchgelesen und wünsche mir nun, es möge doch bitte verfilmt werden.

Veröffentlicht am 14.11.2017

Sehr einfach gestrickt

Dunkel Land
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Also, dieser Roman ist nach einem Baukastensystem gebastelt worden. Als Rahmenhandlung dienen Verena Hofer und ihre Nichte Amelie, um die sie sich seit dem Unfalltod ihrer Schwester kümmert. Sie braucht ...

Also, dieser Roman ist nach einem Baukastensystem gebastelt worden. Als Rahmenhandlung dienen Verena Hofer und ihre Nichte Amelie, um die sie sich seit dem Unfalltod ihrer Schwester kümmert. Sie braucht eine neue, berufliche Perspektive und schon ergibt sich, wie in einem Groschenroman von Anno Pieps die Möglichkeit, in einem einsamen Landhaus einen verschrobenen jungen Mann zu umsorgen, der nach jedem Schlaf sein Kurzzeitgedächtnis verliert. Dieser junge Mann ist sehr ansehnlich und sympathisch und natürlich kommt es, wie es kommen muss. Doch halt, der Kern der Geschichte fehlt ja noch:
der nette junge Mann arbeitet als Profiler und wird auf einen grausamen Serienmörder angesetzt, der allerdings im Gefängnis sitzt. Oder war er es doch nicht? Es geschehen ein paar weitere Morde und so langsam wird klar, wer dieser Mörder nur sein kann. Jeder Leser wird es längst erraten haben, nur Carl, unser Profiler, und seine unfreiwillige Helferin Verena, vermuten dies und das bis es letztendlich zum Showdown kommt und in der letzten Minute Rettung naht.

Dieses Buch war sehr gut zu lesen, der Aufbau und Schreibstil flüssig, aber die Spannung etwas dürftig. Für eine verkappte Liebesgeschichte erscheinen mir die Morde dann doch etwas zu grausam ausgefallen zu sein.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Eine kleine Traumfabrik

Herrn Haiduks Laden der Wünsche
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In dieses Buch habe ich mich gleich verliebt. Es geht um einen kleinen Laden, eine Art Kiosk mit Lottoannahmestelle und der Besitzer, Herr Haiduk, ist wahrhaftig die Seele des Ladens.
Es treffen sich ...

In dieses Buch habe ich mich gleich verliebt. Es geht um einen kleinen Laden, eine Art Kiosk mit Lottoannahmestelle und der Besitzer, Herr Haiduk, ist wahrhaftig die Seele des Ladens.
Es treffen sich dort die verschiedensten Personen, allesamt sehr gut beschrieben, so daß der Leser sich alles sehr gut vorstellen kann.
Kern der Geschichte ist die introvertierte Kundin Alma, die sehr oft kommt, sich in der Zeitschriftenecke verkriecht und erstmal ausgiebig in den Zeitschriften liest. Eines Tages findet Alma eine Lotto-Spielquittung und auf die ist ausgerechnet der 13 Millionen Euro schwere Jackpot gefallen ist. Anstatt diesen Schein für sich selbst einzulösen, macht sich Alma auf die Suche nach dem wirklichen Gewinner. Es melden sich die unterschiedlichsten Leute, die alle etwas von dem Kuchen abbekommen wollen und mit den unwahrscheinlichsten Geschichten beweisen wollen, daß genau sie diesen Schein verloren haben.
Hier geht es um das große Glück im Spiel - und das kleine Glück der Zwischenmenschlichkeit. Ein absolut empfehlenswertes Buch, das ich mit großer Freude gelesen habe.

Veröffentlicht am 21.10.2017

Auf Dauer etwas flach

Der Duft von Pinienkernen
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Das herrliche Bild auf dem Buchcover lässt einen wunderschönen Urlaubsroman vermuten. Leider geht es in erster Linie dann um eine Unversöhnlichkeit, die kaum nachzuvollziehen ist. Katrin und Greta sind ...

Das herrliche Bild auf dem Buchcover lässt einen wunderschönen Urlaubsroman vermuten. Leider geht es in erster Linie dann um eine Unversöhnlichkeit, die kaum nachzuvollziehen ist. Katrin und Greta sind von jeher miteinander befreundet, leben zusammen in einer Wohngemeinschaft und betreiben gemeinsam ein gut gehendes Nudelrestaurant. Irgendwann lernen sie im Schwimmbad den gutaussehenden Stefan kennen, der sich für Katrin interessiert. Greta mag ihn auch, freut sich aber für das Pärchen und das junge Glück. Eines Tages, Katrin ist gerade verreist, baggert Stefan Greta an und sie geht darauf ein, denn, wie gesagt, sie mag ihn ja auch. Es wird heftig geknutscht und das ist der Anfang vom Ende der Mädelsfreundschaft. Katrin ist unversöhnlich und Greta kann sich noch so oft entschuldigen - sie kann ihr nicht verzeihen.
Nun baut sich Greta ihr eigenes Leben, entwickelt ein Kochbuch und geht auf Reisen, um in Italien Rezepte zu sammeln. Immer wieder denkt sie an Katrin und sendet ihr Karten von überall her.
Und am Ende kommt es dann, wie es kommen muss: Gretas Familie lebt in Italien und sie erbt ein Haus, verliebt sich und als Katrin mit ihrem Bruder mehr oder weniger geschäftlich auch dort hin kommt, verliebt sich auch Katrin neu und es ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen und Stefan ist Schnee von gestern.

Dies ist ein Buch mit wenig Tiefgang, es eignet sich sicher hervorragend für den Strandkorb am Meer und lässt sich flüssig weglesen.