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la_sagne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2025

Persönliche Familiengeschichte

Barfuß in Tetas Garten
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Die Tagesthemen-Moderatorin Aline Abboud erzählt von ihrer Kindheit als „Halblibanesin mit mit ostdeutschem Migrationshintergrund“. Sie ist die Tochter eines in die DDR ausgewanderten Vaters ...

Die Tagesthemen-Moderatorin Aline Abboud erzählt von ihrer Kindheit als „Halblibanesin mit mit ostdeutschem Migrationshintergrund“. Sie ist die Tochter eines in die DDR ausgewanderten Vaters und einer deutschen Mutter. Sie ist im Jahr 1988 geboren und kennt die DDR nur aus Erzählungen. Den Libanon kennt sie vor allem von sommerlichen Besuchen bei der Verwandtschaft.
Dies ist eine sehr persönliche Geschichte und keine politische oder geschichtliches Informationsbuch über den Libanon, darauf muss man sich einstellen. Man erfährt einiges darüber, wie es ist in zwei Kulturen zu leben, ohne dass es übermäßig tiefschürfend wird.
Gut gefallen haben mir die Fotografien, sie machen es noch persönlicher. Es ist ganz nett einen Einblick in die Familie zu bekommen und von vielen kleinen Anekdoten zu erfahren, aber es hat mir als Außenstehender der rote Faden gefehlt und ich hätte gern noch mehr über den Libanon erfahren.
Vielleicht spannender für Menschen, die selbst eine Migrationsgeschichte haben.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Informativ, aber etwas zu wenig objektiv

Wallis Simpson
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Edward VIII und Wallis Simpson waren eines der royalen Skandalpaare. Die Abdankung Edwards wird vor allem darauf zurückgeführt, dass er die geschiedene Wallis Simpson heiraten wollte, was er als König ...

Edward VIII und Wallis Simpson waren eines der royalen Skandalpaare. Die Abdankung Edwards wird vor allem darauf zurückgeführt, dass er die geschiedene Wallis Simpson heiraten wollte, was er als König nicht gedurft hätte. Somit wurde Wallis ein Hassobjekt.

Ich kenne mich mit der neueren Geschichte europäischer Königshäuser sehr schlecht aus und beziehe mein Wissen vor allem aus „the Crown“, weswegen ich neugierig darauf war, die echte Wallis etwas näher kennen zu lernen.
Das Ziel habe ich mit diesem Buch erreichen können und auch einiges über Edward VIII gelernt. Mir persönlich war es aber etwas zu wenig objektiv und zu sensationslüstern. Das finde ich schade, denn ich war gerade deswegen an diesem Buch interessiert, weil ich mir belastbare historische Informationen zu den Skandalgeschichten gewünscht habe. Sicherlich sind Wallis und Edward eher spleenig (um es vorsichtig auszudrücken), aber das wird auch ohne gehässige Kommentare gut deutlich. Allgemein war mir die Sprache etwas zu salopp und modern für eine ernstzunehmende Biographie.
Man merkt aber auf jeden Fall, dass die Autorin viel recherchiert hat und kann so Einiges erfahren.
Hier hätte ich mir aber mehr Quellenangaben und Anmerkungen zu weiterführenden Informationen gewünscht. Was mir gut gefallen hat, ist die große Anzahl von Fotos.
Eine Empfehlung für an royaler Geschichte interessierte Leute, die sich an der saloppen Ausdrucksweise nicht stören.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Soldatenleben

Winterwölfe
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Wir begleiten große Teile der Söldnertruppe aus dem ersten Band weiter durch das Geschehen im 100-jährigen Krieg. Da nicht alle überlebt haben bzw. Teil der Gruppe blieben, müssen neue Mitglieder aufgenommen ...

Wir begleiten große Teile der Söldnertruppe aus dem ersten Band weiter durch das Geschehen im 100-jährigen Krieg. Da nicht alle überlebt haben bzw. Teil der Gruppe blieben, müssen neue Mitglieder aufgenommen werden. Diesmal gibt es auch eine offiziell mitkämpfende Kriegerin, eine Art mittelalterliches Pick me-Girl.

Wie schon im ersten Band bemüht sich der Autor darum, das Soldatenleben sehr realistisch darzustellen und das macht auch den Reiz des Buches aus. Es geht eben mal nur in Nebenrollen um Könige/Königinnen/Adlige/Höflinge und deren Machtpoker und Liebeswirren, sondern darum, was es für Soldaten/die Bevölkerung hieß, wenn der Plan gefasst wurde ein Land anzugreifen und auch wie Schlachten funktionierten.
Das hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Etwas nervig fand ich die Beschreibung von rauschhaften Träumen und bedeutungsvollen Visionen meistens unter Drogeneinfluss, aber das ist sicherlich Geschmackssache und Drogenkonsum und Traumata sicherlich ein Teil des Soldatenlebens.

Auf jeden Fall von mir eine Empfehlung von mir. Man muss den ersten Band nicht zwingend gelesen haben, es hilft aber auf jeden Fall, um sich in der Welt zurechtzufinden und die Personen besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Etwas überfrachtet

Am Himmel die Flüsse
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Der Aufbau dieses Romans ist ungewöhnlich.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, das verbindende Element ist die Reise eines Wassertrop-fens. Es geht um den antiken Herrscher Assurbanipal, der in einer riesigen ...

Der Aufbau dieses Romans ist ungewöhnlich.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, das verbindende Element ist die Reise eines Wassertrop-fens. Es geht um den antiken Herrscher Assurbanipal, der in einer riesigen Bibliothek Schriftta-feln in Keilschrift gesammelt hat. Dann um Arthur, der sich im London des 19. Jahrunderts von der Starße hochgearbeitet hat und im British Museum Keilschrift entschlüsselt.
Und auch um Narin, die in der Jetztzeit von Dschiadisten verschleppt wird. Dazu auch noch Za-leekhah, die in einer verzweifelten Situation Nen näherkommt.

Das alles ist mit sehr vielen dramatischen Ereignissen verwickelt und leider auch teilweise über-frachtet. IS-Terror, Depression, Völkermord, Fragen danach wem kulturelles Erbe gehört/gehören kann, Organhandel, die schwierige Lage Homosexueller, Völkermord… Das war mir ein bisschen zu viel.
Trotzdem habe ich es gern gelesen, ich mag einfach Shafaks Schreibweise und ihre Art eine Atmosphäre zu schaffen.

Veröffentlicht am 26.04.2024

Gute Mischung

Der Vertraute
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In diesem Buch verbindet Bardugo historische Fakten und Fantasy. Was wäre, wenn es die Magie, die die Inquisition verfolgt, wirklich gegeben hätte?
Madrid, Ende des 16. Jahrhunderts. Die Inquisition ...

In diesem Buch verbindet Bardugo historische Fakten und Fantasy. Was wäre, wenn es die Magie, die die Inquisition verfolgt, wirklich gegeben hätte?
Madrid, Ende des 16. Jahrhunderts. Die Inquisition herrscht in Spanien. Im Volk wird Magie mit einer Mischung aus Furcht und Faszination betrachtet.
Das Küchenmädchen Luzia Cotado ist magiebegabt, verbirgt dies jedoch vor ihrer Herrin. Als ihre Begabung entdeckt wird, gerät sie mitten in gerät sie in den Fokus verschiedener Personen, die sich einen Vorteil von ihr erhoffen.

Mir gefiel es gut, wie Historisches und Fiktion verwoben wurde. Die Welt ist stimmig und auch die Figuren sind lebendig beschrieben. Die Atmosphäre ist schön; die Handlung gerade am Anfang spannend und kann mit einigen unerwarteten Wendungen punkten. Manchmal sind jedoch die Beschreibungen so ausufernd, dass die Spannung auf der Strecke bleibt.
Insgesamt ein gut lesbares Buch mit schöner Atmosphäre.