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la_sagne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Soldatenleben

Winterwölfe
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Wir begleiten große Teile der Söldnertruppe aus dem ersten Band weiter durch das Geschehen im 100-jährigen Krieg. Da nicht alle überlebt haben bzw. Teil der Gruppe blieben, müssen neue Mitglieder aufgenommen ...

Wir begleiten große Teile der Söldnertruppe aus dem ersten Band weiter durch das Geschehen im 100-jährigen Krieg. Da nicht alle überlebt haben bzw. Teil der Gruppe blieben, müssen neue Mitglieder aufgenommen werden. Diesmal gibt es auch eine offiziell mitkämpfende Kriegerin, eine Art mittelalterliches Pick me-Girl.

Wie schon im ersten Band bemüht sich der Autor darum, das Soldatenleben sehr realistisch darzustellen und das macht auch den Reiz des Buches aus. Es geht eben mal nur in Nebenrollen um Könige/Königinnen/Adlige/Höflinge und deren Machtpoker und Liebeswirren, sondern darum, was es für Soldaten/die Bevölkerung hieß, wenn der Plan gefasst wurde ein Land anzugreifen und auch wie Schlachten funktionierten.
Das hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Etwas nervig fand ich die Beschreibung von rauschhaften Träumen und bedeutungsvollen Visionen meistens unter Drogeneinfluss, aber das ist sicherlich Geschmackssache und Drogenkonsum und Traumata sicherlich ein Teil des Soldatenlebens.

Auf jeden Fall von mir eine Empfehlung von mir. Man muss den ersten Band nicht zwingend gelesen haben, es hilft aber auf jeden Fall, um sich in der Welt zurechtzufinden und die Personen besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Etwas überfrachtet

Am Himmel die Flüsse
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Der Aufbau dieses Romans ist ungewöhnlich.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, das verbindende Element ist die Reise eines Wassertrop-fens. Es geht um den antiken Herrscher Assurbanipal, der in einer riesigen ...

Der Aufbau dieses Romans ist ungewöhnlich.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, das verbindende Element ist die Reise eines Wassertrop-fens. Es geht um den antiken Herrscher Assurbanipal, der in einer riesigen Bibliothek Schriftta-feln in Keilschrift gesammelt hat. Dann um Arthur, der sich im London des 19. Jahrunderts von der Starße hochgearbeitet hat und im British Museum Keilschrift entschlüsselt.
Und auch um Narin, die in der Jetztzeit von Dschiadisten verschleppt wird. Dazu auch noch Za-leekhah, die in einer verzweifelten Situation Nen näherkommt.

Das alles ist mit sehr vielen dramatischen Ereignissen verwickelt und leider auch teilweise über-frachtet. IS-Terror, Depression, Völkermord, Fragen danach wem kulturelles Erbe gehört/gehören kann, Organhandel, die schwierige Lage Homosexueller, Völkermord… Das war mir ein bisschen zu viel.
Trotzdem habe ich es gern gelesen, ich mag einfach Shafaks Schreibweise und ihre Art eine Atmosphäre zu schaffen.

Veröffentlicht am 26.04.2024

Gute Mischung

Der Vertraute
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In diesem Buch verbindet Bardugo historische Fakten und Fantasy. Was wäre, wenn es die Magie, die die Inquisition verfolgt, wirklich gegeben hätte?
Madrid, Ende des 16. Jahrhunderts. Die Inquisition ...

In diesem Buch verbindet Bardugo historische Fakten und Fantasy. Was wäre, wenn es die Magie, die die Inquisition verfolgt, wirklich gegeben hätte?
Madrid, Ende des 16. Jahrhunderts. Die Inquisition herrscht in Spanien. Im Volk wird Magie mit einer Mischung aus Furcht und Faszination betrachtet.
Das Küchenmädchen Luzia Cotado ist magiebegabt, verbirgt dies jedoch vor ihrer Herrin. Als ihre Begabung entdeckt wird, gerät sie mitten in gerät sie in den Fokus verschiedener Personen, die sich einen Vorteil von ihr erhoffen.

Mir gefiel es gut, wie Historisches und Fiktion verwoben wurde. Die Welt ist stimmig und auch die Figuren sind lebendig beschrieben. Die Atmosphäre ist schön; die Handlung gerade am Anfang spannend und kann mit einigen unerwarteten Wendungen punkten. Manchmal sind jedoch die Beschreibungen so ausufernd, dass die Spannung auf der Strecke bleibt.
Insgesamt ein gut lesbares Buch mit schöner Atmosphäre.

Veröffentlicht am 07.01.2024

Abseits der Heldengeschichten

Essex Dogs
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Den Autor kenne ich von seinen Sachüchern und war gespannt, wie er sich als Romanautor macht. Er nimmt Leser*innen mit zum Juli 1346, als englische Soldaten an der Normandieküste landen, um die Ansprüche ...

Den Autor kenne ich von seinen Sachüchern und war gespannt, wie er sich als Romanautor macht. Er nimmt Leser*innen mit zum Juli 1346, als englische Soldaten an der Normandieküste landen, um die Ansprüche Eduards III auf französisches Land durchzusetzen.
Hauptpersonen sind eine Gruppe von 10 Söldnern, den Essex Dogs, unter dem Kommando von Loveday. Sie hoffen auf reiche Beute und riskieren tagtäglich für die Kameraden.

Dan Jones zeigt, wie der Krieg abseits von Heldengeschichten großer Männer geführt wird. Er erzählt zwar auch von mehr oder weniger heldenhaften Kämpfen, aber auch von zermürbender Warterei, Ungeziefer, der Trauer um gefallene Kameraden, Drogensucht und Konflikte mit Vorgesetzten.

Es ist nicht durchgehend spannend, aber man bekommt einen sehr viel autentischeren Einblick in das Leben einfacher Soldaten der Zeit als in vielen anderen historischen Romanen.
So ganz aus seiner Haut kann der Autor nicht, er kann es sich nicht verkneifen ab und an eher Informationen zu vermitteln als die Geschichte voranzutreiben. Das Ende hat mich auch nicht vollends überzeugt. Für meinen Geschmack blieb zu viel offen. Es wäre durchaus noch jede Menge Stoff für ein weiteres Buch vorhanden.
Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für jene, die sich dafür interessieren, was im Krieg abseits der Geschichte großer Schlachten und Kriegsherren passiert sein könnte.

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Veröffentlicht am 10.11.2023

lesenswert

Alles Zufall im All?
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Das Autorenteam von „Alles Zufall im All“ besteht aus Dr. Erik Bertram und Dr. Dominika Wylezalek, sie zusammen Physik studiert haben. Mit diesem Buch möchten Sie Ihre Faszination für das Gebiet der Astrophysik ...

Das Autorenteam von „Alles Zufall im All“ besteht aus Dr. Erik Bertram und Dr. Dominika Wylezalek, sie zusammen Physik studiert haben. Mit diesem Buch möchten Sie Ihre Faszination für das Gebiet der Astrophysik teilen.

Dabei bemühen sie sich darum ihr Wissen für den Normalbürger verständlich weiterzugeben und erzählen auch viele Anekdoten aus dem Berufsalltag. Zusätzlich gibt es noch auflockernde Illustrationen von Vero Mischitz. Die jeweiligen Erkenntnisse aus den Abschnitten werden auch immer am Ende noch einmal bündig zusammengefasst. Die Struktur gefiel mir gut.
Man merkt den Autoren die Faszination für ihr Forschungsfeld an, das hat mir sehr gut gefallen. Für mich hätten es auch ein paar weniger persönliche Anekdoten/Witze und noch mehr Fakten zum All sein können, aber das ist Geschmackssache.
Ein lesenswertes Buch für all jene, die sich für Astrophysik(er) interessieren.

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