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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2022

Unbedingt lesen

Mein schwerster Weg
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Die ersten beiden „Einfach kann jeder“ Bücher sind urkomisch und es gab sehr viel zu lachen. Doch wie das im Leben so ist, besteht es eben nicht nur aus tollen und lustigen Dingen.

In diesem Teil nimmt ...

Die ersten beiden „Einfach kann jeder“ Bücher sind urkomisch und es gab sehr viel zu lachen. Doch wie das im Leben so ist, besteht es eben nicht nur aus tollen und lustigen Dingen.

In diesem Teil nimmt uns Nadja auf ihre wohl schwerste Reise mit. Viele von uns werden es kennen, von einem auf den anderen Tag verändert sich das Leben plötzlich. Alles, was gerade noch wichtig war, ist plötzlich total egal. Eine Diagnose, die nicht nur der Person, die sie bekommt, den Boden unter den Füßen wegzieht. Eine Zeit, in der sich die Hoffnung, Verzweiflung und Wut auf alles und jeden abwechseln, in der die Gefühle Achterbahn fahren. Wie kann ich der Person helfen, wie für sie da sein und Hoffnung und Kraft verbreiten?

Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ich konnte jedes Gefühl und jede Handlung von Nadja sowas von nachfühlen und bin nicht nur einmal mit Tränen in den Augen hier gesessen. Sie schafft es trotz des schweren Themas eine lockere Geschichte daraus zu machen. Sie zeigt hier, wie es wirklich ist, wenn jemand aus dem Umfeld so eine Diagnose bekommt. Denn auch dann ist das Leben nicht sofort vorbei, im Gegenteil man versucht, das beste aus der Zeit die man noch hat zu machen. Und nichts ist wichtiger als die restliche Zeit mit so vielen schönen Dingen zu spicken wie es nur geht. Diese schönen Momente sind es, die in Erinnerung bleiben und die schwere Zeit und Momente, in denen man dachte, die Kraft reicht nicht aus, um das alles durchzustehen, wieder wettmachen und irgendwann das Herz wieder heilen lassen.

Ein tiefgründiges, berührendes Buch, das ich euch ans Herz lege.

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Veröffentlicht am 03.12.2022

Beklemmend und atmosphärisch

Blutvogel
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Aljona lebt mit ihrer streng gläubigen Familie in Taubendorf. Nach außen hin sind sie die perfekte Familie, doch Aljona glaubt nicht an Gott. Ihr Vater bestraft sie immer wieder hart dafür. Auch zweiundzwanzig ...

Aljona lebt mit ihrer streng gläubigen Familie in Taubendorf. Nach außen hin sind sie die perfekte Familie, doch Aljona glaubt nicht an Gott. Ihr Vater bestraft sie immer wieder hart dafür. Auch zweiundzwanzig Jahre später ist es keinem der Kinder gelungen, dem verhassten Vater zu entkommen. Als auf Aljona geschossen wird, bröckelt die Fassade und unheimliche bedrückende Dinge kommen ans Licht.

Die Story wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt und Aljona schreibt Briefe an ihren mittlerweile dementen Vater, um den sie sich trotz allem kümmert. So kommt stückchenweise die ganze erschreckende Wahrheit ans Licht. Ihr Vater ist sehr gläubig und hat mit harter Hand in seiner Familie regiert. Wer in seinen Augen etwas falsch gemacht hat, wurde mehr als hart bestraft.

Hier ist es der Autorin hervorragend gelungen den religiösen Wahn zu beschreiben, es hat mich beim Lesen fassungslos gemacht, wozu manche Menschen unter dem Deckmantel der Religion fähig sind. Wie Familien gespalten werden und wie sie auch Jahre später noch unter dem erlebten leiden.




Ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen, bei dem die bedrückende Stimmung derart fühlbar war.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.12.2022

Ich Liebe die Bücher von Anne Barns

Ein Apfelbaum am Meer
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Julie ist überrascht, als sie eine Einladung zu Ennas achtzigstem Geburtstag bekommt. Sie ist die beste Freundin von ihrer kürzlich verstorbenen Oma Giuliette. In ihrer Kindheit hat sie jeden Sommer mit ...

Julie ist überrascht, als sie eine Einladung zu Ennas achtzigstem Geburtstag bekommt. Sie ist die beste Freundin von ihrer kürzlich verstorbenen Oma Giuliette. In ihrer Kindheit hat sie jeden Sommer mit ihrer Oma auf Juist verbracht. Auch ihre Jugendfreundin Merle könnte ihre Hilfe gut gebrauchen. Da in ihrem Leben gerade alles drunter und drüber lauf, und sie nicht weiß, wie es mit ihr weiter geht, nimmt sie die Einladung an. Kaum auf Juist angekommen kommen all die schönen Erinnerungen wieder auf, und sie fragt sich, warum sie so plötzlich nicht mehr nach Juist gegangen sind. Als sie auf Ole trifft, der schon als kleiner Junge gesagt hat, er wird sie heiraten, wenn sie erwachsen sind, fahren ihre Gefühle Achterbahn. Bei Gesprächen mit Enna kommen Dinge ans Licht, die fast unglaublich sind.

Die Autorin hat hier wieder eine wunderschöne Geschichte geschrieben. Ich mag die Mischung aus Liebe, Familiengeschichte und jeder Menge Leckereien. Auch in diesem Buch hat sie ihre Leidenschaft fürs Backen eingebaut. Beim Lesen läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Ich mag die Art wie Anne Barns ihre Geschichten erzählt total. Ich kann mir alles gut vorstellen, die Charaktere sind vielseitig, facettenreich und authentisch. Auch finde ich es richtig toll immer wieder auf Protagonisten aus den anderen Büchern zu stoßen. Durch die Familiengeschichte kommt eine Prise Spannung auf und ich wollte wissen, was dahintersteckt.

Ich war noch nie auf Juist, doch durch die Bücher der Autorin habe ich das Gefühl ich kenne dort jede Ecke.

Ich empfehle zum Buch etwas leckeres bereitzuhaben, denn die Leckereien machen einem den Mund so wässrig, dass man unbedingt etwas essen muss. Hinten im Buch findet ihr eine Auswahl an Rezepten, die ihr unbedingt nachbacken solltet ;)

Mit diesem Buch hatte ich eine wunderschöne Auszeit, die ich in vollen Zügen genossen habe.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.11.2022

Die Literaturszene 1921

Die Verlegerin von Paris
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1921: Lizzie flieht aus ihrer lieblosen Ehe zu ihrer Mutter Lady Wellington. Diese hat kein Verständnis für sie, in adligen Kreisen verlässt man den Ehemann nicht. Ihre Mutter kann das nicht dulden, sie ...

1921: Lizzie flieht aus ihrer lieblosen Ehe zu ihrer Mutter Lady Wellington. Diese hat kein Verständnis für sie, in adligen Kreisen verlässt man den Ehemann nicht. Ihre Mutter kann das nicht dulden, sie hat Angst um ihr gesellschaftliches Ansehen und bricht mit ihr.

Lizzie reist mit ihrem alten Hauslehrer Professor Moore nach Paris. Hier gefällt es ihr so gut, dass sie dort bleibt und sich ein neues Leben aufbaut. In der Literaturszene fühlt sie sich wohl. In Paris fühlt sich das Leben so leicht an. Sie findet Freunde, schnuppert tiefer in die Welt der Literatur und gründet ihren eigenen Verlag.



Dieses Buch zu lesen war für mich als Bücherwurm sehr spannend. Die Anfänge der Verlagswelt sind sehr interessant. Ganz besonders toll finde ich das Nachwort am Ende des Buches.



Ich mag den bildlichen Schreibstil von Tabea Koenig. Ich habe beim Lesen den Flair von Paris gespürt. Sie versteht es, die historischen Figuren so mit der Geschichte zu verweben, dass man nicht merkt, was real und was fiktiv ist. Hier merkt man die gute Recherche. Der Spannungsbogen ist konstant hoch, immer wieder gibt es Wendungen und die ein oder andere Überraschung.

Die damalige Zeit ist mit ihren verschiedenen Themen sehr gut dargestellt. Ich habe ein grobes Gefühl dafür bekommen, wie die Menschen zu der Zeit gelebt haben, und was ihnen wichtig war.



Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.11.2022

Das Kochbuch des Jahres

Tunten-Toast
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Ich kenne und liebe alle Bücher von Uwe Krauser. Sein Humor ist einfach einzigartig. Ich bin immer gespannt, was er als Nächstes raushaut und war überhaupt nicht überrascht als ich gehört habe, es wird ...

Ich kenne und liebe alle Bücher von Uwe Krauser. Sein Humor ist einfach einzigartig. Ich bin immer gespannt, was er als Nächstes raushaut und war überhaupt nicht überrascht als ich gehört habe, es wird ein Kochbuch und trägt den Titel Tunten Toast. Typisch Uwe dachte ich nur. Und dass dieses Buch alles andere als normal oder seriös wird, war auch gleich klar.
Hier reisen wir in die Vergangenheit von Uwe und Oliver als sie noch jung und knackig waren (sorry der musste sein)

Uwe erzählt hier aus der Zeit in Spanien, die beiden sind ausgewandert, und haben ein Schwulen-Hotel aufgemacht. Beide keine Ahnung vom Hotelwesen, das kann ja nur schiefgehen, oder? Was die beiden da erlebt haben, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich habe mich kaputt gelacht.
Ihr fragt euch sicher, wie das jetzt mit einem Kochbuch zusammen hängt? Ganz einfach, zu jedem Rezept gibt es eine kleine Geschichte, die Sie mit Gästen erlebt haben. Uwe nimmt hier einfach alle auf die Schippe und was ich wirklich mag auch sich selber.
Auch wenn das kein herkömmliches Kochbuch ist, konnten mich die Gerichte überzeugen. Das ein oder andere wird definitiv nach gekocht. Aber definitiv ohne die Pannen von Uwe (hoffe ich zumindest).

Das Buch ist total schön und hochwertig gestaltet. Nicht nur die leckeren Gerichte sind abgebildet, es gibt jede Menge privaten Fotos der beiden. Und auch hier sieht man, dass Uwe über sich selber lachen kann.
Bist du bereit für das Kochbuch des Jahres?
- gespickt mit pikanten Geschichten
- jeder Menge Humor, und skandalösen Einblicken.
- ein Buch, das mit allem außer gesunder Ernährung punktet, das aber definitiv deine Lachmuskeln strapazieren wird.
Konntest du das alles mit Ja beantworten? Dann musst du dieses Buch unbedingt lesen.
Ich hatte so einen Spaß und hoffe auf noch viele weitere Kochbücher.
Ich bin gespannt, was der Autor als nächstes ausheckt, definitiv freue ich mich schon drauf.

Ein Michelin-Stern kann ich leider nicht vergeben ;)

Für mich ist es das Kochbuch des Jahres

Natürlich gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung

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