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Veröffentlicht am 22.04.2020

Ein sehr düsteres Buch

Im Zeichen der Acht
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Inhalt

Acht Kämpfer. Ein Schicksal.
Einst sind Martha und Tristan Menschen gewesen, nun sind sie Boten einer längst
vergangenen Welt und tief verfeindet. Sie steht für das Bewahren, er für den Untergang.
Sie ...

Inhalt

Acht Kämpfer. Ein Schicksal.
Einst sind Martha und Tristan Menschen gewesen, nun sind sie Boten einer längst
vergangenen Welt und tief verfeindet. Sie steht für das Bewahren, er für den Untergang.
Sie sind gekommen, um Verbündete zu finden für den alles entscheidenden Kampf der Acht.
Der unsere Zukunft besiegeln wird.
Vielen Dank an den Autor Benjamin Lebert und den Atrium Verlag für das Rezensionsexemplar. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.


Cover

Das Cover ist einfach ein Traum. Ich habe es beim Autor auf Instagram gesehen und mich auf den ersten Blick verliebt. Die Aufmachung ist einfach wahnsinnig aufwendig und sieht total hochwertig und schick aus. Der Einband glänzt metallisch und die Kontraste sind wirklich gut gelungen. Die Kämpfer auf dem Cover sehen echt stark aus und mir gefällt die Art, dass es aussieht wie gespiegelt. So sind beide Seiten – Untergang und Bewahren – perfekt gegenüber gestellt. Doch das ist noch nicht alles. Denn auch die Seiten sind schwarz bedruckt und zeigen ein sich auflösendes Unendlichkeitszeichen. Das ganze Buch sieht einfach echt geheimnisvoll aus und lädt zum Lesen ein.


Meine Meinung

Mir fiel der Einstieg ins Buch sehr schwer. Ich hatte echt Probleme, alles zu verstehen, weil man gerade zu Beginn die ganzen Zusammenhänge noch nicht kannte. Ich konnte die ganzen Figuren nicht einordnen und erst recht keine Verknüpfungen herstellen. Man hörte immer nur kleine Bruchstücke von den einzelnen Figuren und dieses Hin und Her hat mich persönlich sehr verwirrt. Erst nach etwa 80/90 Seiten habe ich angefangen, alles zu verstehen und konnte tiefer in die Geschichte eintauchen.
Der Kampf zwischen den beiden Seiten war wirklich spannend. Er war überraschend ehrlich und absolut ungeschönt. Das hatte ich bei einem Jugendbuch, das sich an 14-Jährige oder älter wendet, nicht erwartet. Es wurde nichts verschwiegen. Es fing mit Grausamkeit gegenüber einem Tier an und endete dann schließlich bei Menschen. Oft musste ich schlucken und habe mich wirklich mehrmals gefragt, wie ich das wohl als 14-Jährige gefunden hätte und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es vermutlich nicht weiter gelesen hätte. Deswegen wäre meine Empfehlung, es maximal ab 16 zu lesen – außer man kann Gewalt wirklich gut ab. Es wurde jetzt nichts übermäßig detailliert beschrieben, aber allein das fand ich schon grausam. Dass es scheinbar nichts bedeutet hat. Da ist einfach jemand umgebracht worden und damit war er von der Bildfläche verschwunden.
Das ganze Buch war relativ düster. Man hat so gut wie keine Lichtblicke gespürt und das fand ich etwas schade. Es fehlten mir die Gefühle hinter dem Ganzen. Ich kann zwar erahnen, was der Autor mit dem Buch beschreiben wollte, da ich auch einige Kommentare von ihm gelesen habe. Aber mir fehlten dafür definitiv tiefgründige Gespräche, um die Emotionen der Figuren auch nachvollziehen zu können. Ohne die Hintergründe zu kennen, hätte ich das Buch nicht auf meinen Alltag bzw. den Alltag vieler Jugendlicher übertragen können. Ich konnte mir aus Vielem leider keinen Reim machen und hätte mir insgesamt mehr Tiefe gewünscht. Wer genau sind denn die Figuren und wie sind sie zu ihrer Weltansicht gekommen? Vielleicht hätte mir das geholfen, alles etwas besser nachvollziehen zu können, die Figuren in mein Herz zu schließen und auch mehr für mich mitzunehmen. So schien mir das Ganze etwas mystisch und gefühlskalt zu sein und die Figuren waren unnahbar. Das ist natürlich auch immer Ansichtssache. Manche Menschen brauchen diese Erklärungen gar nicht und können sich einfach so in die Geschichten fallen lassen, aber ich persönlich möchte immer gern die Figuren verstehen. Von daher ist dieser Punkt vielleicht auch einfach ein persönliches Problem von mir und anderen Lesern macht das gar nichts aus.
Die Handlung war dafür aber echt unvorhersehbar und einzigartig. Das Ende hat mich sehr überrascht. Nachdem es lange Zeit nach einem bestimmten Ende aussah, hat sich das Blatt dann doch nochmal gewendet, was ich sehr schön fand. Die letzten Seiten konnten mich dann doch noch packen und ich war gespannt, wie das Buch ausgeht.
Natürlich haben mir auch noch andere Dinge sehr gut gefallen. Ich fand erstmal die Einteilung in die drei Teile „Die Annäherung“, „Die Berufung“ und „Der Kampf der Acht“ super gut gelungen. Es hat dem Buch eine Struktur und einen roten Faden verliehen, was mir gut gefallen hat. Zudem hat der Autor einen wirklich schönen Schreibstil. Auch wenn das ganze Buch echt düster war, hat man gemerkt, dass der Autor ein Gefühl für Details hat. Der Schreibstil war sehr detailliert und verspielt. Es gab leider wenig wörtliche Rede, aber dafür ganz tolle Metaphern und Vergleiche. Die Natur wurde auch auf eine tolle Weise beschrieben. Von dieser fantastischen Welt hatte man viele tolle Bilder vor Augen, die der Autor mit seinem schönen Schreibstil hervorrufen konnte.
Insgesamt also ein schönes Buch, das mich mit der grausamen Ehrlichkeit überrascht hat, aber mit toller bildlicher Sprache und einer schönen Aufmachung punkten konnte. Leider war es mir insgesamt zu flach und düster.
Daher von mir 2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Leichte Lektüre für zwischendurch

Ostseeträume
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Inhalt

Conny hat erst vor Kurzem ihren Ehemann verloren und zieht nun mit ihren beiden Kindern um. Es zieht die Familie nach Rügen - die beliebte Ostseeinsel. Gemeinsam mit ihrem Bruder, seiner Lebensgefährtin, ...

Inhalt

Conny hat erst vor Kurzem ihren Ehemann verloren und zieht nun mit ihren beiden Kindern um. Es zieht die Familie nach Rügen - die beliebte Ostseeinsel. Gemeinsam mit ihrem Bruder, seiner Lebensgefährtin, ihrer Mutter und Großmutter lebt sie sich nach und nach auf der Insel ein. Schon bald lernt sie ihren Nachbarn und gleichzeitig Musiker Marc kennen, der einfach unausstehlich ist. Auch wenn Conny sich im Job echt wohlfühlt, merkt sie, dass ihr etwas fehlt. Sie fühlt sich einsam und deshalb meldet sie sich bei einem Datingportal an. Doch die große Liebe findet sie nicht im Internet...

Vielen Dank an den Verlag Bastei Lübbe, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Cover

Als ich das Cover gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch brauche! Es sieht so schön aus. Ich liebe die sanften Farben und die Schrift, die aussieht wie eine Mischung aus Glitzer und Sand. Das Häuschen sieht mit den Strandstühlen echt gemütlich und entspannend aus. Ich hätte von dieser Entspannung am Meer auch gern ein kleines bisschen mehr im Buch gehabt. Oft war Connys Alltag nämlich eher stressig. Ich liebe das Cover einfach, da es die Location Rügen einfach perfekt widerspiegelt. Ein richtiges Wohlfühlcover.


Meine Meinung

Ich fand Ostseeträume ein tolles Buch. Ich würde es glaube ich besonders Lesern empfehlen, die vielleicht selbst schon ein Kind haben. Man hat gemerkt, dass Conny noch ganz unerfahren in Technik und so ist und als junger Leser kann man sie da natürlich nicht ganz so gut nachvollziehen. Aber das habe ich mir schon gedacht, dass das so kommen wird und fand das gar nicht schlimm. Es war super schön, wie die Protagonistin Conny sich um ihre Kinder gekümmert hat. Ich fand die beiden so zuckersüß!
Leider ist mir die Protagonistin zwischendurch etwas zu unentschlossen gewesen. Ich finde starke Charaktere echt immer schöner, da sie einfach angenehmer sind. Sie nehmen die Dinge selbst in die Hand und sorgen für ihr Glück. Bei Conny hatte man jedoch immer das Gefühl, sie muss zu ihrem Glück gezwungen werden und sie trifft fast keine Entscheidung auf eigene Faust, sondern immer nur auf Ratschlag eines Außenstehenden hin. Das fand ich echt doof, weil es das Buch etwas beschwerlich gemacht hat, weil es einfach nicht so schön dahin floss. Mir ist auch bei Konflikten im Buch aufgefallen, dass über diese zwar gesprochen wurde, doch eigentlich nie ein richtiger Austausch stattfand. Am Ende war einfach alles gut, aber eigentlich hatten beide Parteien gar keine Chance, die andere Partei zu verstehen. Das ist mir vor allem zum Ende hin bei Marc und Conny aufgefallen. Da hätte ich mir doch noch mehr Authentizität und Tiefe gewünscht.
Die Idee mit der Datingapp fand ich irgendwie cool, vor allem weil es so unterschiedliche Dates gab. Manchmal musste ich echt schmunzeln - vor allem bei dem Radfahrer. Auch Connys Unbeholfenheit war irgendwie echt knuffig.
Richtig cool finde ich auch, dass Connys Job so gut eingebunden wurde. Journalismus ist total spannend und ich finde es gut, dass man auch mal was von der Arbeit liest. Viele Romane sind so unrealistisch, weil die Protagonisten unendlich Zeit zu haben scheinen. Hier hat man gemerkt, dass Arbeit und Freizeit eben auch unter einen Hut gebracht werden müssen... Das fand ich toll, weil es für mehr Realität gesorgt hat.
Ich mochte Marc total gern und habe so sehr gehofft, dass die beiden zusammen kommen. Schade, dass Conny vor allem zu Beginn so blind war.
Was mir unheimlich gut gefallen hat, war der Schauort Rügen. Es klang alles so traumhaft! Man hat auch durch die Recherche für die Zeitungsartikel einiges über die Insel lernen können. Ich hätte mir aber noch ein kleines bisschen mehr Ostseefeeling gewünscht.
Das Beste am Buch war wohl die musikalische Nebengeschichte. So gern hätte ich Marc auch mal singen gehört. Aber irgendwie hatte ich auch immer eine Stimme dazu im Kopf und konnte ihn mir total gut vorstellen. Die ganze Hintergrundgeschichte von ihm hat mich unglaublich überrascht und damit hatte ich niemals gerechnet! Total toll gemacht von der Autorin und echt ein Schocker. Ich fand das Benefizkonzert auch ganz toll und eine supersüße Idee.
Wirklich ein tolles Buch für zwischendurch!
Daher von mir 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Tolles Buch

Liebe reicht doch erst mal
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Inhalt

Julis Leben ist bunt und chaotisch. Sie geht lieber auf Partys als in den Hörsaal, ihr BWL-Studium interessiert sie nicht. Als ihre Eltern schließlich den Geldhahn zudrehen, hat sie ein riesiges ...

Inhalt

Julis Leben ist bunt und chaotisch. Sie geht lieber auf Partys als in den Hörsaal, ihr BWL-Studium interessiert sie nicht. Als ihre Eltern schließlich den Geldhahn zudrehen, hat sie ein riesiges Problem und weiß nicht mehr weiter.
Trost findet sie in den Armen ihres attraktiven Mitbewohners Yannik. Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Doch Yannik führt ein Leben am Limit: Er liebt riskante Sportarten und waghalsige Aktionen, was Juli zunehmend Sorge bereitet. Außerdem verbirgt er etwas vor ihr.
Als sie hinter sein Geheimnis kommt, muss sie sich fragen, wie wagemutig sie selbst ist.

Danke an Mia Leonie für dieses Rezensionsexemplar!



Cover

Das Cover finde ich sehr süß! Es passt natürlich toll zur Liebesgeschichte. Und man sagt ja auch immer, dass das Schicksal in den Sternen steht und ich finde, dass es in dem Buch auch viel um das Schicksal geht. Das Cover hat tolle Details und sieht echt hochwertig aus. Das Leuchten passt zu den Nordlichtern und im Gesamten sieht es einfach total romantisch aus. Mir persönlich ist es ein klein wenig zu kitschig, aber es gefällt mir im Gesamtbild dennoch!



Meine Meinung

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist total herzzerreißend schön gewesen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht und ich war schnell tief in der Geschichte drin. Ich liebe Yannik so sehr! Er war anfangs total unscheinbar und was zwischen ihm und Juli zu Beginn lief, ließ eine typische College bzw. Bad Boy – Geschichte vermuten. Doch dem war nicht so. Auch wenn Juli anfangs total locker ist und dem Klischee einer chaotischen Studentin völlig entspricht, bekommt das Buch dann doch noch richtig viel Gefühl. Es war super cool, dass sie bei Sara und Yannik einziehen durfte. Ich fand es irgendwann allerdings etwas nervig, wie sich die beiden ihr gegenüber total geheimnisvoll verhalten haben. Da habe ich aber noch nicht geahnt, was der Grund dafür war. Ich dachte es lag nur daran, dass Sara nicht will, dass ihr Bruder eine Freundin hat, aber dahinter steckte viel mehr. Leider bin ich diesen „giftigen“ Eindruck vom Anfang bei ihr nicht so richtig los geworden. Nachdem ich sie anfangs geliebt habe, kühlte das dann schnell ab und leider wurde ich auch nicht wieder warm mit ihr, obwohl sie eigentlich total süß war…
Juli hat sich mega entwickelt! Sie hat ihre Berufung gefunden und hat Yannik einen jahrelangen Traum ermöglicht. Sie ist plötzlich total organisiert und kümmert sich mega toll!
Das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Denn an diesem Punkt ging es alles etwas schnell. Das ganze schwang von einer chaotischen Juli, von der Yannik nichts wissen will in eine organisierte Juli um, die plötzlich mit ihm zusammen ist. Da hätte ich mir noch etwas mehr Gesprächstiefe gewünscht, sodass man die Beziehung noch besser nachvollziehen kann und sie auch authentischer wirkt!
Die ganzen Umstände bei Yannik sind wirklich heftig und damit hätte ich zu Beginn echt niemals gerechnet! Aber ich fand es wunderschön, wie alle damit umgegangen sind.
Die Reise zu Julis Großvater war mega! Ich fand es richtig toll und die Umgebung wurde super beschrieben! Es ist echt schön, dass das für Yannik möglich war. Und ihr Großvater ist der absolute Hammer! Ich liebe ihn!
Ab dem Rückflug wurde es echt überraschend und es passierten so viele Dinge, die ich so gar nicht erwartet hatte! Es war so spannend und ich hatte mehrere Male einen krassen Adrenalinstoß! Aber ich finde das Ende echt schön und berührend!

Daher von mir 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.03.2020

Schöne Geschichte

Dirty Neighbor
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Inhalt

Jaimes neue Wohnung ist perfekt, ihr heißer Nachbar die Kirsche auf der Sahne. So fühlt sich der Neustart in New York doch großartig an! Vor allem, als sie mit dem sexy Kerl von gegenüber durch ...

Inhalt

Jaimes neue Wohnung ist perfekt, ihr heißer Nachbar die Kirsche auf der Sahne. So fühlt sich der Neustart in New York doch großartig an! Vor allem, als sie mit dem sexy Kerl von gegenüber durch die Scheiben hindurch flirtet und bei beiden erste Kleidungsstücke fallen.
Nach kurzem Zögern lässt sich Ralph auf das prickelnde Abenteuer ein, schließlich könnte er dadurch endlich mit seiner Ex abschließen.
Was beide jedoch nicht ahnen: Es ist nicht nur die Nachbarschaft, die sie verbindet.
Und das verkompliziert alles zwischen ihnen.

Vielen Dank an Sarah Saxx für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich sehr gefreut. Meine Meinung ist dadurch natürlich nicht beeinflusst.

Cover

Das Cover finde ich an sich schön. Mir fehlt ein wenig der Eyecatcher-Effekt und der Feinschliff, der es von anderen Covern abhebt. Aber mir gefallen die Farben - sie passen irgendwie zur Geschichte. Und auch den Mann finde ich sehr passend. Ich mag die Schrift des Titels sehr gern. Mir gefällt nur nicht so gut, dass der Autorenname auf so einer Art Banner geschrieben ist, weil es das Buch irgendwie ein wenig nach einem Werbekatalog oder so etwas aussehen lässt. Insgesamt ist es definitiv ein ansprechendes Cover, aus dem man aber noch mehr hätte raus holen können.

Meine Meinung

"Dirty Neighbor" konnte mich definitiv überzeugen! Es gab einen guten Einstieg mit super Figuren. Kelly kann man einfach nur ins Herz schließen und auch Jaime habe ich schnell sehr lieb gewonnen. Ihr Umzug nach New York war ein schöner kurzweiliger Einstieg. Mir hat gefallen, dass sich die Geschichte schnell aufgebaut hat und schnell an Fahrt aufnahm, sodass man nicht so viel "langweiliges Geplänkel" vorweg lesen musste. Schon bald kamen die ersten intimen Szenen. Und die waren echt richtig gut geschrieben. Ich sage nur: Es ging heiß her! Ich muss aber auch zugeben, dass ich manche Szenen etwas befremdlich fand - vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die beiden nicht mal wussten, wie der andere heißt. Dass Ralph darauf Wert gelegt hat, Jaime kennenzulernen, fand ich sehr schön. Aber irgendwie wollte dieses Bild von ihm nicht mit dem ersten Eindruck zusammen passen. Dort war er total der Player und hatte auch Gedanken, die dazu passten und plötzlich war er doch ein echter Beziehungsmensch. Klar, manchmal täuscht der erste Eindruck, aber dem Ralph, den man im weiteren Verlauf kennenlernen konnte, würde ich diese Fensteraktionen vom Anfang einfach nicht zutrauen. Das geht einfach für mich nicht zusammen. Aber wer weiß... Ansonsten war die Geschichte richtig spannend und hat mich echt gefesselt. Der Verlauf war anfangs sehr überraschend, danach entsprach er in vielen Aspekten eher den Klischees. Aber das habe ich gar nicht als negativ empfunden. Ich fand es insgesamt eine runde Geschichte. Man hat sowohl Jaime als auch Ralph besser kennengelernt, da man von beiden auch immer mehr aus der Vergangenheit gehört hat. Das hat enorm geholfen, das Verhalten besser einzuschätzen. Die Beziehung hat sich wunderschön entwickelt und man konnte sich in dieser Blase aus Liebe total verlieren. Natürlich ist das Leben nicht immer ganz einfach und das lernen auch Jaime und Ralph erneut. Denn die Beziehung ist für die beiden nicht leicht. Es gibt viele Gründe, die gegen eine Liaison sprechen... Ich fand es hier aber besonders toll, dass man mal Protagonisten hatte, die miteinander reden, wenn es Probleme gibt. Beide haben sich getraut, zu sagen, was sie denken, was echt gut war. Natürlich gibt es immer noch mal Missverständnisse oder sowas, aber mir hat einfach enorm gut gefallen, dass sich beide bemüht haben. Besonders Ralph hat echt gekämpft und das hat ihn nochmal sympathischer gemacht. Ich fand ihn besonders zum Ende echt süß.
Auch die Geschichte um den Journalismus wurde toll eingebunden und war ein spannendes Thema. Auch die Abende mit den Kollegen in der Bar waren eine coole Abwechslung. Dabei ist mir besonders Michael immer mehr ans Herz gewachsen.
Es gab im Buch generell unglaublich viele tolle Figuren, wie Thomas, Jaimes Vater, den ehemaligen Chefredakteur, Callum usw. Insgesamt war es definitiv eine lesenswerte Geschichte, die mir schöne Lesestunden bereitet hat.

Daher von mir 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.03.2020

Schönes Buch

Wie der Klang deines Herzens
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Inhalt

Die Musik verbindet ihre Seelen.
Das Schicksal trennt ihre Herzen.

Die Balletttänzerin Leah hat das Gefühl, nirgendwo hineinzupassen. Bis sie den Cellisten John kennenlernt. John, der ihren Traum ...

Inhalt

Die Musik verbindet ihre Seelen.
Das Schicksal trennt ihre Herzen.

Die Balletttänzerin Leah hat das Gefühl, nirgendwo hineinzupassen. Bis sie den Cellisten John kennenlernt. John, der ihren Traum an der Juilliard zu studieren teilt. Doch nicht nur seine Musik lässt ihr Herz höherschlagen, sondern auch seine eisblauen Augen lösen ein verbotenes Kribbeln in ihrem Bauch aus. Verboten, weil Leah einen Freund hat.

Der Cellist John hat bisher nur für die Musik gelebt und sich zu verlieben gehörte nicht zu seinen Plänen. Doch als Leah zum ersten Mal zu seiner Musik tanzt, ist es um ihn geschehen. John weiß, dass er Leah seine Gefühle nicht gestehen darf, doch als ihr Herz in tausend Stücke bricht und das Schicksal sie auseinanderreißt, fasst er den Mut, um sie zu kämpfen.

Aber hat ihre zarte Liebe überhaupt eine Chance?

Autorin: C.S. Bieber
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.



Cover

Das Cover finde ich auf den ersten Blick auf jeden Fall einen Eye-Catcher. Die Idee eines Sternenhimmels gefällt mir total gut und passt auch gut zum Buch. Auch die Wolken könnte man als Sturm sehen, der auf die vielen Gefühlsstürme hinweist. Insgesamt fällt das Cover auf jeden Fall sehr auf und ich finde es auch echt schön. Meiner Meinung nach ist es allerdings ein wenig zu kitschig. Es sieht durch die leider ein wenig gekünstelt aus und verliert daher irgendwie den natürlichen Look, den man hätte haben können. Ich persönlich hätte einen etwas natürlicheren Sternenhimmel besser gefunden. Vielleicht hätte man auch irgendwo mit kleinen Details noch das Thema Musik einbauen können. Zum Beispiel mit kleinen umherfliegenden Noten statt Sternen oder sowas. Ich finde das Gesamtbild dennoch echt gelungen, da ich auch die Schriftart des Titels total liebe, weil sie ein wenig verspielt ist und dennoch noch elegant aussieht.
Ich möchte an dieser Stelle auch gerne auf den Titel eingehen, der einfach passt, wie die Faust aufs Auge. Es geht ja unter Anderem auch um Musik und gleichzeitig um die Liebe und Freundschaft und deshalb passt das einfach perfekt.



Meine Meinung

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Man ist direkt mitten in der Handlung und es ist kein „langweiliges Geschwafel“ zu Beginn. Das habe ich als sehr positiv empfunden. Der Schreibstil war sehr angenehm und man kam echt schnell durch das Buch durch. Zwischendurch wollte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Man lernt Adam, John und Leah direkt gut kennen und kann sich schnell ein Bild über jeden machen. Leider war daher auch schon recht früh absehbar, was das Ergebnis der Geschichte sein wird. Dennoch gab es noch einige Überraschungen, sodass der Lesespaß darunter nicht leiden musste. Chiara habe ich zu Beginn sehr lieb gewonnen und sie tat mir sehr leid, weil sie so schlecht mit ihren Problemen umgehen konnte und eigentlich dringend echte Hilfe gebraucht hätte. Was dann alles noch kam, war wirklich überraschend und auch ein wenig schockierend. Auf die erste Hiobsbotschaft habe ich zunächst mit Wut reagiert, weil ich sie einfach nicht verstanden habe und sie für das, was sie getan hat, echt nur hassen konnte. Dann kam irgendwann so ein bisschen Verständnis und auch Mitleid auf. Dann schwang das Ganze wieder um, als die Bombe zum Platzen gebracht wurde und ich dachte jetzt ist sie bei mir völlig unten durch. Und doch kam es wieder anders. Ich habe sie plötzlich verstanden und mit ihr mitgefühlt. Die schlechte Nachricht hat auch mich sehr traurig gemacht und war wirklich berührend geschrieben. Man hat die tiefe Verbundenheit der beiden Schwestern sehr gut spüren können – auch wenn sie nach außen nicht immer sichtbar war. Auch die besondere Verbindung zu John war von Anfang an klar. Ich finde ihn so süß und super lieb, allein schon, weil er bereit ist, so lange zu warten. Sein ganzes Auftreten war einfach mega sympathisch und ich bin mir sicher, dass er ein Guter ist. Die intimeren Szenen zwischen den beiden waren auch toll! So gefühlvoll und emotional. Die Sache mit der Frau fand ich irgendwie etwas nervig, weil es einfach eine Kurzschlussreaktion war und ehrlich gesagt gar nicht zu der Figur von John gepasst hat. Insgesamt war es mir ein klein wenig zu viel Hin und Her. Ein bisschen Drama muss sein – sonst wäre es ja langweilig. Aber manchmal habe ich doch echt gedacht „Mein Gott, redet doch einfach mal wie normale Menschen miteinander“. Das hat mich an ein, zwei Stellen ein wenig gestört. Ansonsten war die Geschichte in sich sehr rund und hatte alles, was es brauchte. Ich mochte Derek, der immer wieder ein wenig Ruhe in die Geschichte gebracht hat und manchmal war ich ihm echt dankbar, dass er ein paar Denkanstöße gegeben hat. In dem Buch ging es auch viel um das Vergeben und ich finde, dass da in dem Zuge wirklich tolle Worte fielen.



„Ich mache auch Fehler. Eine Menge. Wer entscheidet, ob deine schwerwiegender sind als meine?“

Seite 250 (nachfolgende Angaben beziehen sich stets auf das ePub Format)



Mir gefiel, wie die Musik bzw. das Tanzen in die Geschichte eingebracht wurde. Und auch, dass gezeigt wurde, dass man auch ohne Eliteunis seinen Weg gehen kann. Ich finde der Roman hat ein wenig Ähnlichkeit mit „Wenn ich bleibe“ von Gayle Forman – allein schon wegen der Juilliard, dem Cello und dem Lied „Say Something“ und weil einer Karriere macht, während der andere zurück bleibt. Aber natürlich ist „Wie der Klang deines Herzens“ eine ganz andere Geschichte und entwickelt sich auch zu etwas Eigenem. Ich finde es toll, wie Leah sich im Tanzen verlieren kann und dort so eine Leidenschaft aufbringen kann. Sie ist eine echt Kämpferin und geht über ihre Schmerzen hinaus. Und auch John hat nie aufgegeben. Das Cello Spielen passt so gut zu ihm als Person. Er strahlt eine Ruhe und Schönheit aus, während in ihm ein Sturm von Gefühlen tobt. Damit ist er genauso wandelbar, wie das Cello – je nachdem wie man es spielt. Und die Musik spiegelt sich auch in ihrer Beziehung wieder.



„Ich höre den Klang deines Herzens.“ – „Warum?“ – „Um festzustellen, ob es dich wirklich gibt.“

S. 58



Ich fand auch die Schlussszenen sehr schön und dass Chiara noch ein eigenes Kapitel bekommen hat. Das Ende ist ja ein wenig offen veranlagt. Ich wünschte wir könnten noch einen zweiten Teil über Chiara lesen… Aber soweit ich weiß, ist da ja nichts in Planung. Ich würde mich aber echt freuen, wenn doch, denn dieser Roman war wirklich schön und hat mich echt gefesselt.

Daher von mir 4,5 Sterne

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