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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2025

sommerlich leicht wie eine Meeresbrise....

Mordseemusik
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… so liest sich der Borkum-Krimi "Mordseemusik" von Emmi Johannsen. Es ist der sechste Band der Reihe vom Hobbyermittlerin Caro Falk und Jan Akkermann. Ich kannte die Reihe bisher nicht und konnte mich ...

… so liest sich der Borkum-Krimi "Mordseemusik" von Emmi Johannsen. Es ist der sechste Band der Reihe vom Hobbyermittlerin Caro Falk und Jan Akkermann. Ich kannte die Reihe bisher nicht und konnte mich trotzdem sehr gut und schnell in die Geschichte einfinden.
Optisch fällt zunächst das farblich stimmig gestaltete Buchcover mit Blick auf Meer und Strand sowie einer Möve, einer Gitarre und einem Musikpavillon auf, jedem Pavillon in dem der Schlagerstar Pablo Lavega bei einem Konzert zusammenbricht und vor Ort noch verstirbt. Eine junger Mann plötzlich tot? Die "Spürnase" Caro, die bei dem Auftritt im Chor live dabei ist, will der Sache nachgehen und fängt das ermitteln an. Sehr zum Leidwesen von Kommissar Bachmann. An ihrer Seite ist Jan, der in der Geschichte auch einen Anlauf nimmt um aus dem Ermittlerpaar Caro und Jan vielleicht ein Liebespaar Caro & Jan zu machen, aber aufgrund Caros "Aktion" wird das eine "Bruchlandung" - der arme Jan. Neben dem "Liebes-/Beziehungs-Hin- und Her" wird der Leser durch eine Vielzahl an Verdächtigen und Geschehnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, so dass der "Saubermann" Pablo gar nicht der ist, der er nach außen bisher erschienen ist.
Die Autorin hat mich erfolgreich an der Nase herumgeführt und dann am Ende einen Täter zu präsentieren, den ich nicht im Visier hatte. Mit ihrem Schreibstil, der Mischung aus Spannung und Humor sowie der "möglichen Liebeskiste" von Caro und Jan hat sie eine schöne Mischung geschaffen um ein paar vergnügliche, kurzweilige Lesestunden auf Borkum zu haben. Die sich zusätzlich im Inneren es Buches abgedruckte Karte von Borkum mit den relevanten Schauplätzen fand ich eine sinnvolle Ergänzung.

Fazit: sommerlich leichte Unterhaltung mit Spannung und Wohlfühlgefühl

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  • Spannung
Veröffentlicht am 13.05.2025

"Das Leben etwas südlicher machen..."

Es kann so schön sein, das Leben
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In seinem Buch beschreibt Alexander Oetker in zehn Kapiteln das Dolce-Vita-Prinzip und beleuchtet unterschiedliche Bereich: vom Essen, über die Arbeit, die Liebe, Gott usw.
Die Südländer werden ja oft ...

In seinem Buch beschreibt Alexander Oetker in zehn Kapiteln das Dolce-Vita-Prinzip und beleuchtet unterschiedliche Bereich: vom Essen, über die Arbeit, die Liebe, Gott usw.
Die Südländer werden ja oft um ihre nach außen wirkenden Gelassenheit, ihre "lass mal fünf gerade sein"-Einstellung und das Genießen von gutem Essen beneidet. In der aktuellen Zeit, die von "immer schneller, höher, weiter" und damit zunehmendem Stress, Hektik aber auch Unzufriedenheit der Menschen und Ängste aufgrund der aktuellen Kriege und Konflikte auf der Welt geprägt ist, tut das Buch von Herrn Oetker "gut". Als Leser hat er mir in überschaubaren Kapiteln seinen Blickwinkel, seine Erfahrungen und Erlebnisse mitgeteilt und dadurch Denkanstöße gegeben, den ein oder anderen Punkt in mein Leben zu übernehmen um das "Leben etwas südlicher zu machen" und eben ein bisschen mehr Genuss und Gelassenheit walten zu lassen.
Sicherlich sind seine Erkenntnisse nicht neu und ich stimme auch nicht jedem Kapitel vollumfänglich zu, aber das Buch - in einer schönen Größe, das gut in der Hand liegt - bietet eine gute Zusammenfassung und einen Überblick. Die enthaltenen Rezepte, seine Leitsätze zum Ende jedes Kapitels und sein "A bis Z" am Ende runden das Buch sehr schön ab und machen es zu einer gelungenen Mischung.
Fazit: lesenswertes Werk in einer schönen Aufmachung

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Veröffentlicht am 23.04.2025

spannende Unterhaltung auf Sylt

Zornige Brandung
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Obwohl es schon der 11.Band der Reihe ist, war es für mich der quasi erste Band, da ich vorher von Ohlandt/Wielpütz noch nichts gelesen hatte. Nach einigen Seiten konnte ich die Personen sowie deren Beziehungen ...

Obwohl es schon der 11.Band der Reihe ist, war es für mich der quasi erste Band, da ich vorher von Ohlandt/Wielpütz noch nichts gelesen hatte. Nach einigen Seiten konnte ich die Personen sowie deren Beziehungen und Verbindungen untereinander relativ gut einordnen. D.h. m.E. ist ein Einstieg in die Reihe auch mittendrin möglich. Aufgrund der Vielzahl an Personen, die in diesem Fall nach und nach auftauchen, hätte mir ein Personenverzeichnis "gut" getan - ich habe mir damit beholfen kurz selbst eines zu erstellen.
Das Buchcover finde ich total gelungen und trägt dazu bei, sich gedanklich an die Nordsee zu "beamen". Die Geschichte ist schön geschrieben, liest sich sehr flüssig und angenehm. Ein gewisser "Suchtfaktor" war vorhanden, denn der Autor hat es geschafft durch sein in fünf Teile untergliedertes Werk rund um John, Lilly, Sanna und Co. Spannung aufzubauen und den Leser gut "an der Nase herumzuführen", was die Auflösung des Falles betrifft. Neben dem Mordfall - Johns Nachbar wird mit einem Pfeil ermordet - und beruflichen Herausforderungen wird auch die "Beziehungs-Ebene" zwischen John und Lilly thematisiert. Sehr geschickt verknüpft der Autor diese drei Stränge, so dass ein stimmiges Gesamtkonzept entsteht.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die einzelnen Kapitelüberschriften immer mit z.B. "John", "Lilly", "Sanna" bezeichnet waren und dann die Geschichte aus Sicht der jeweiligen Figur weitererzählt wurde. Weniger gut hat mir eine Szene gefallen, in der John quasi als handgreiflicher Ermittler unterwegs war, sorry, aber das hätte der Autor sich wirklich sparen können!
Sannas Ausstieg hätte ich mir persönlich ein bisschen anders gewünscht, aber das ist Geschmackssache. Der Autor beschreibt seine Version auf jeden Fall sehr gekonnt und stimmig.

Fazit: ich wurde sehr gut unterhalten und hatte Spaß beim Ermitteln! Ich werde sicherlich den ein oder anderen Vorgängerfall der Reihe noch lesen, weil es mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

schöner Roman für alle Katzenliebhaber

Die Magnolienkatzen
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Zuerst fällt das schlicht, farblich passend abgestimmte Buchcover mit den Katzen und den Magnolienblüten auf. Die beiden ziehen sich auch durch das gesamte Werk und bilden eine schöne Untermalung der Geschichte. ...

Zuerst fällt das schlicht, farblich passend abgestimmte Buchcover mit den Katzen und den Magnolienblüten auf. Die beiden ziehen sich auch durch das gesamte Werk und bilden eine schöne Untermalung der Geschichte. Die Printausgabe hat zudem ein schönes Format, so dass das Buch gut in der Hand liegt.
Die Autorin beschreibt ihr Leben und ihre Erlebnisse mit den flauschigen Vierbeinern, die in Form von Katzenmama Mimi und ihren Jungen in ihren Alltag völlig unverhofft "gepurzelt" sind. Dabei war sie bisher Katzen gegenüber immer sehr reserviert.
In einfacher, aber sehr schön beschreibender Sprache erzählt Noriko Morishita in sechs Kapiteln von den kleinen und großen Herausforderungen (z.B. Katzentoilette) aber auch von den unzähligen wundervollen Momenten und der fast schon beruhigenden Wirkung wenn der "Schnurrmodus" eingeschalten wird. Dabei durchlebt der Leser die Entwicklung der Katzenbabys quasi live mit.
Es ist ein Roman, der schlicht die Entwicklung der Katzenbabys sowie die Eindrücke und die Erfahrungen der Autorin im Zusammenleben mit den Samtpfoten beschreibt. Sie begreift, dass die neuen tierischen Mitbewohner für sie nun deutlich mehr sind, quasi tierische Familienmitglieder.
Bei vielen Situationen fand ich mich an unsere mittlerweile leider verstorbenen beiden Katzen erinnert. Die Geschichte wird schlicht, fast schon unaufgeregt aber mit einer guten Beobachtungsgabe erzählt. Ich hatte Freude beim Lesen und sich in vielen Situationen "wiederfinden".

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Veröffentlicht am 06.04.2025

so ganz unbeschwert wie das Buchcover es suggeriert, wird es dann doch nicht

Verliebt in Stockholm
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Beim Blick auf das Buchcover könnte man meinen, man hat einen unbeschwerten, fast sommerlich "leichten" Liebesroman vor sich mit Mira, die ihre Geige auf dem Cover in der Hand hält in der Hauptrolle. Ganz ...

Beim Blick auf das Buchcover könnte man meinen, man hat einen unbeschwerten, fast sommerlich "leichten" Liebesroman vor sich mit Mira, die ihre Geige auf dem Cover in der Hand hält in der Hauptrolle. Ganz so unbeschwert wird es nicht, daher hätte ich mir z.B. ein paar dunkle Wolken auf der Abbildung gewünscht.
Anna Lönnqvist nimmt den Leser mit nach Stockholm, wo wir auf Mira treffen, die wegen einer Schulterverletzung pausieren muss. Und just in dieser Zwangspause trifft sie beim Arztbesuch William, ihr erster Freund und vor 14 Jahren trennten sich quasi die Wege der beiden. Mira ist mittlerweile mit Starviolinist Alessandro ein Paar, aber ob das wirklich so glücklich ist, wie es scheint?
Um die Geschichte von Mira und William zu erzählen, die eben in der Vergangenheit ihren Ursprung hat, wählt die Autorin kapitelweise den "Zeitensprung": jeweils mal im Hier und Jetzt und im nächsten Abschnitt dann wieder 14 Jahre zurück. Ich fand das eine Bereicherung, wenn es auch ab und an ein bisschen herausfordernd war im Laufe des Buches zwischen den Zeiten immer zu springen. Die Spannung ist gegeben, denn der Leser erfährt quasi häppchenweise, was damals geschehen ist und auch die Annährung der Beiden im Hier und Jetzt gestaltet sich herausfordernd. Total gut hat mir die Szenen mit dem jungen, etwa 8 jährigen Mädchen zum Ende des Buches gefallen. Nach dem Motto "kleine Kinder sagen die Wahrheit", hat die junge Dame Mira offen und ehrlich quasi den Spiegel vorgehalten.

Fazit: kein leichter, aber ein lesenswerter Roman um Mira und die beiden Männer in ihrem Leben

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