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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2026

O schaurig ist's übers Moor zu gehn

Moorland. Die Zwillinge
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Egal, ob Cosy Crime oder Thriller...Andreas Winkelmann beherrscht sein Handwerk.
Von der ersten Seite an ist man gefangen in der Geschichte.
Zwei Mädchen, junge Frauen, Zwillinge, werden im Moor ...

Egal, ob Cosy Crime oder Thriller...Andreas Winkelmann beherrscht sein Handwerk.
Von der ersten Seite an ist man gefangen in der Geschichte.
Zwei Mädchen, junge Frauen, Zwillinge, werden im Moor vermisst, wo sie Videos für ihren TikTok-Kanal drehen wollten.
Während Nike schnell wieder auftaucht, sich aber an nichts erinnern und deshalb auch nichts zur Aufklärung beitragen kann, bleibt Jana verschwunden.
Ermittlerin Malia Gold, die nach 15 Jahren in ihre Heimat zurückkehrt, um dort ihre neue Stelle anzutreten, wird so gleich in ihrem ersten Fall extrem gefordert und außerdem mit ihrer (ungeklärten) Vergangenheit konfrontiert.
Genau diese Interaktion ist für mich das Spannende an dem Fall. Und die wirklich schaurige "Mooratmosphäre", die man als Leser quasi auf jeder Seite spüren kann.
Ein Thriller, den man, einmal begonnen, kaum aus der Hand legen kann. Dazu trägt natürlich auch der bekannt flüssige Schreibstil des Autors bei.
Hoffentlich der Beginn einer neuen Serie.
5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Erschreckendes und leider allzu realistisches Szenario

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Es ist etliche Jahre her, dass ich zuletzt ein Buch der Reihe um Fabian Risk gelesen habe, so dass ich mich kaum noch an die Protagonisten erinnern kann. Was ich in diesem Fall nicht als Nachteil ...

Es ist etliche Jahre her, dass ich zuletzt ein Buch der Reihe um Fabian Risk gelesen habe, so dass ich mich kaum noch an die Protagonisten erinnern kann. Was ich in diesem Fall nicht als Nachteil empfinde, eher im Gegenteil.
So ging ich vollkommen unbefangen an den 624-Seiten-Schmöker heran, und man kann das Buch wirklich unabhängig von den Vorgängerbänden lesen.
Das Thema ist brandaktuell.
Ein Stromausfall legt die Stadt Stockholm vorübergehend lahm.
Fabian Risk erlebt ihn zusammen mit seiner Tochter vom Boot aus.
Im Nachhinein stellt sich heraus, dass sich merkwürdige, erschreckende Dinge während dieser Zeit ereignen.
Ein Banküberfall, ein nur auf den ersten Blick natürlich erscheinender Todesfall, der dann doch ein Mord ist, ein verschwundenes Kind...
Vom Inhalt kann man nicht sehr viel mehr preisgeben, ohne groß zu spoilern.
Am Anfang entwickelt sich die Geschichte ruhig und langsam. Verschiedene Erzählstränge steuern unabhängig voneinander in die gleiche Richtung, quasi wie ein Sternmarsch auf einen Platz zu.
Ungefähr im letzten Drittel des Buches wird die Spannung fast unerträglich, man kann nicht mehr aufhören zu lesen und möchte unbedingt wissen, wie es ausgeht.
Der Schreibstil des Autors ist ruhig und doch fesselnd. Die Geschichte einerseits unglaublich, aber andererseits erschreckend realistisch. Ja, ein Szenario, das man sich mittlerweile leider durchaus vorstellen kann, auch mitten in Europa.
Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt, ein echter Pageturner und eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Schwieriges Thema - schwierige Umsetzung

Die Insel meiner Schwester
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Selten ist es mir so schwer gefallen, eine Rezension zu schreiben, wie bei diesem Buch, da ich mit sehr großen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin, die leider in keinster Weise erfüllt ...

Selten ist es mir so schwer gefallen, eine Rezension zu schreiben, wie bei diesem Buch, da ich mit sehr großen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin, die leider in keinster Weise erfüllt wurden.
Worum geht es?
Mirjam und Nia sind 40jährige Halbschwestern, die sich erst im Alter von 14 Jahren kennengelernt, dann aber sehr schnell angefreundet haben.
Doch im Laufe der Jahre ist der Kontakt eingeschlafen. Hauptsächlich verursacht durch Nias Partnerschaften, mit denen Mirjam nicht einverstanden ist. Aber zum 40. Geburtstag lädt Nia Mirjam überraschend zu einem Mädelsabend auf ihrer Insel ein, auf der die beiden als Kinder unbeschwerte Zeiten erlebt haben.
Was habe ich erwartet?
Eine interessante Familiengeschichte, vielleicht ein Familiengeheimnis? Ein wenig skandinavische Krimiatmosphäre?
Was habe ich bekommen?
Eine Beziehungsgeschichte über zwei Halbschwestern und deren jeweilige Partnerschaften.
Erzählt nur aus Sicht von Mirjam - mein größter Kritikpunkt.
Seitenlange Monologe, dabei hätte ich oft auch gern Nias Sicht auf die Dinge erfahren.
Außerdem scheinen beide Frauen sich nur über ihre jeweiligen Partner zu definieren, weshalb ich diese Beziehungen als toxisch bezeichnen würde.
Und schließlich: Das Thema häusliche Gewalt ist viel zu ernst, um, wie hier, dann nur am Rande und aus der Ferne (Mirjams Sicht) betrachtet zu werden.
Mir hat das Buch nicht gefallen, und ich war oft kurz davor, es abzubrechen.
Schade, denn grundsätzlich hätte die Geschichte fesselnd sein können, und am Schreibstil der Autorin liegt es definitiv nicht. Vielleicht ja beim nächsten Mal?

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Packender Krimi und bewegendes Portrait des Nachkriegs-Berlin

Die weiße Nacht
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Von Anne Stern hab ich zwar schon viel gehört, aber bisher noch nichts gelesen.
Das wird sich nach der Lektüre dieses Buches aber definitiv ändern, denn die "Weiße Nacht" war mein persönliches ...

Von Anne Stern hab ich zwar schon viel gehört, aber bisher noch nichts gelesen.
Das wird sich nach der Lektüre dieses Buches aber definitiv ändern, denn die "Weiße Nacht" war mein persönliches Lese-Highlight 2025.
Denn es ist viel mehr als "nur" ein historischer Kriminalfall.
Wobei auch der Krimi es in sich hat.
Die junge Fotografin Lou streift durch Berlin, immer auf der Suche nach passenden Motiven. In den Ruinen eines Hinterhofes stößt sie auf eine Frauenleiche - fast friedlich aufgebahrt, wie ein zur Ruhe gebettetes Kind. Lou macht, was sie am besten kann...fotografieren. Natürlich werden die Fotos von der Polizei konfisziert. Aber sie führen dazu, dass es immer wieder zu Begegnungen kommt zwischen Lou und dem charismatischen Kommissar König. Beide stark geprägt durch sehr unterschiedliche traumatische Ereignisse in ihrer Vergangenheit.
Aber im Buch geht es um noch viel mehr.
Anne Stern beschreibt sehr empathisch die Situation im Nachkriegswinter 1946 in Berlin. Hunger, Kälte, Ruinen, Schwarzmarkt usw. ...
Das "Zusammenleben" von Kriegsverlierern und Besatzern.
Als Leser habe ich das Gefühl, mittendrin zu sein, und bin gleichzeitig froh, dass ich es nicht erleben musste.
Ein weiterer spannender Aspekt des Buches ist die Beschreibung der Lage bei der Polizei kurz nach dem Krieg, wo es, wie in vielen anderen Bereichen, mit der Entnazifizierung nicht wirklich klappt.
Ein unheimlich fesselndes Buch, das ich am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte.
Absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Gelungene Mischung aus Cosy und Crime

Entführung im Himmelreich
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Nachdem ich schon den ersten Band der Camping-Krimi-Reihe von Andreas Winkelmann mit großem Vergnügen verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung...und wurde nicht enttäuscht.
Nach ...

Nachdem ich schon den ersten Band der Camping-Krimi-Reihe von Andreas Winkelmann mit großem Vergnügen verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung...und wurde nicht enttäuscht.
Nach dem Mord jetzt also die Entführung ...ganz schön viel kriminelles Potential an einem so idyllischen Ort wie dem Campingplatz Himmelreich.
Fast nahtlos knüpft der Fall an Band 1 an. Alle vertrauten, mir fast schon ans Herz gewachsenen Personen sind wieder dabei, angefangen beim ehemaligen Schauspieler und jetzt "unfreiwilligen" (?) Hobbyermittler Kupernikus, über seine gute Bekannte Annabelle, den brasilianischen Finnen (finnischen Brasilianer ?) Thiago, Mädchen bzw. Mann für Alles im Himmelreich, bis hin zur treuen Hundedame Pinguin. Sicher kann man das Buch auch unabhängig lesen, aber ich empfehle sehr, mit Band 1 zu beginnen, denn die Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander sind fast spannender als der Kriminalfall. Dennoch gefällt es mir ausgesprochen gut, dass dieses Buch eben nicht nur Cosy, sondern auch Crime ist. Wie schon in Band 1 gelingt es Andreas Winkelmann hervorragend, beide Komponenten des Cosy Crime zu einer ausgewogenen Mischung zu verbinden. Einerseits Humor, Gemütlichkeit und Beschreibung der Abläufe auf einem Campingplatz inklusive aller Klischees, andererseits ein durchaus spannender und bis zum Schluss offener Kriminalfall.
Leider ist das Buch viel zu schnell ausgelesen.
Aber ich bin optimistisch, dass es weitergeht im Himmelreich...ich wäre auf jeden Fall dabei

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