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Veröffentlicht am 28.09.2024

Ein bibliophiles Wintermärchen

Winterhaus
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Ich kann mich gar nicht erinnern, wie ich auf diese Reihe gestoßen bin. Aber ich dachte mir sofort, das muss ich lesen. Dann fiel es mir in der Bibliothek quasi in die Hände und ich musste es mitnehmen. ...

Ich kann mich gar nicht erinnern, wie ich auf diese Reihe gestoßen bin. Aber ich dachte mir sofort, das muss ich lesen. Dann fiel es mir in der Bibliothek quasi in die Hände und ich musste es mitnehmen. Mittlerweile habe ich mir ein eigenes gekauft - das sagt schon viel aus.
Anfangs wusste ich noch nicht, was es mit den Wortspielen am Kapitelanfang auf sich hat. Aber sobald ich ein paar Kapitel gelesen hatte, fand ich das einfach nur noch genial.
Elizabeth, ein Waisenkind, was bei entfernten nicht wirklich verwandten Tante und Onkel lebt, wird von diesen über die Weihnachtsferien in ein Hotel abgeschoben. Obwohl sie sich auf drei freie Wochen gefreut hatte, in denen sie sich extra ausgeliehenen Büchern widmen wollte. Ein Kind ganz nach meinem Geschmack. Nerdig, klug, bibliophil und liebt Wortspiele.
Im Hotel Winterhaus ist es aber überraschenderweise gar nicht so schlimm und sie findet einen Freund, der ähnlich tickt und zusammen erkunden sie das Hotel und stoßen auf Merkwürdigkeiten.
Eine Bibliothek, DAS BUCH, ein Familiengeheimnis, viele interessante Charaktere, eine Prise Magie und ganz viele Wortspiele später klappe ich das Buch zu und freue mich, dass ich den nächsten Band schon
hier liegen habe.
Bücherliebende Kinder und auch Erwachsene, die Bücher über Bücher mit einem bisschen Magie lieben, werden mit diesem Buch absolut glücklich!

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Harte Kost zum Nachdenken

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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„Ist das etwa ein Buch für neurodivergente Menschen?“ Das war der Gedanke, der beim Lesen ganz häufig in meinem Kopf auftauchte. Ich habe mich als Autistin mit ADHS so häufig als Ungewollte erkannt in ...

„Ist das etwa ein Buch für neurodivergente Menschen?“ Das war der Gedanke, der beim Lesen ganz häufig in meinem Kopf auftauchte. Ich habe mich als Autistin mit ADHS so häufig als Ungewollte erkannt in dem Buch!
Die Anfangsszene machte mir als Erwachsener tatsächlich Angst, denn sobald man um die Judenverfolgung im Dritten Reich weiß, kommt diese Assoziation direkt auf. Umso mehr überraschte mich das Buch im Ganzen und ich bin sehr froh, dass ich es vorab als Ebook lesen konnte.
So schön, traurig, verwirrend, glücklich, verzweifelt und erstaunt habe ich mich beim Lesen gefühlt und wie gern hätte ich meine eigene Wandtafel!
Ich mochte es so sehr, dass ich es als Print bestellt habe, um es erneut zu lesen - vor allem auch mit meinen ebenfalls neurodivergenten Kindern. Allein mag ich sie das Buch noch nicht lesen lassen, es ist zum Teil schon harte Kost!
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Der zweite Band erscheint zum Glück bereits im Oktober!

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Mehr Stimmung als Story

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Was für ein Buch! Die Geschichte hat mich wirklich mitgerissen und in eine tolle düster-herbstliche Stimmung versetzt. Die Sprache der Autorin ist bildgewaltig und es war, als wäre ich dort, stünde an ...

Was für ein Buch! Die Geschichte hat mich wirklich mitgerissen und in eine tolle düster-herbstliche Stimmung versetzt. Die Sprache der Autorin ist bildgewaltig und es war, als wäre ich dort, stünde an den Klippen und würde vom Wind umspielt.
Leider schwanke ich trotzdem zwischen drei und vier Sternen. So sehr ich die Grundstimmung und die Geschichte mochte, konnte mich Effy einfach nicht überzeugen. Tatsächlich war sie mir unglaublich unsympathisch, von Vorurteilen und festgefahrenen Meinungen gezeichnet, die nicht einmal ihre eigenen zu sein scheinen. Statt gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren, legt sie ihren Missmut auf Personen, die gar nichts dafür können und eigentlich auf ihrer Seite stünden, würde sie nicht direkt eine gefühlte Hasskeule schwingen.
Trotzdem hat mich das Buch nachhaltig gefesselt und ich werde es bestimmt erneut lesen. Mindestens dann, wenn das Nachfolgebuch erscheint.
Verstehen kann ich, dass das Buch gemischte Gefühle auslöst und auch schlechte Bewertungen bekommt. Je nach Erwartungshaltung kann es einem das Lesen wirklich schwer machen oder einem unglaubliche Freude bereiten. Definitiv hinterlässt es aber Spuren.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Zauberwald, oh Zauberwald!

Dragon Girls – Naomi, der Regenbogendrache
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Auch dir dritte Geschichte rund um die Dragon Girls ist wunderschön und spannend erzählt.
Wie in den vorherigen Geschichten gibt es ein Problem im Zauberwald. Nachdem die Schattenkobolde bereits den Sonnenschein ...

Auch dir dritte Geschichte rund um die Dragon Girls ist wunderschön und spannend erzählt.
Wie in den vorherigen Geschichten gibt es ein Problem im Zauberwald. Nachdem die Schattenkobolde bereits den Sonnenschein und den Glanz des Wassers geraubt hatten und die Dragon Girls alles wieder mit Hilfe von Zaubertränken wieder in Ordnung bringen konnten, greift nun die Schattenkönigin selbst an. Diesmal ist es wirklich kein leichtes Unterfangen für Azmina, Willa und Naomi, den die Schattenkönigin hat einen andauernden Sonnenuntergang heraufbeschworen, der allen Pflanzen die Farbe stiehlt. Natürlich gibt es auch dagegen einen Zaubertrank. Aber um diesen zusammenzustellen, müssen die Dragon Girls erstmal die Rätsel lösen, die sie zu den Zutaten führen. Ein Glück dass Naomi sich mit Rätseln gut auskennt!
Für jüngere Leser:innen ist das Buch noch genauso spannend wie die ersten drei Teile. Für mich, die ein paar Jahrzehnte außerhalb der Zielgruppe ist, wird es leider etwas langweilig, da die Bücher bisher alle nach Schema F aufgebaut sind. Ich hoffe, dass sich mit der neuen Dreierreihe ein bisschen was ändert. Denn so wie ich es verstanden habe, sind es mittlerweile bereit mehr als zehn Bücher im Original und jeder Zyklus hat drei Drachen. Der kommende handelt von den Schatzdrachen und „Mei, der Rubindrache“ erscheint bereits im Oktober.
Von mir gibt es drei Sterne, von meiner Tochter fünf. Also verbleiben wir bei vier und hoffen auf ein wenig Abwechslung für die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Von Wunschwesen und Freundschaft

Wishkeeper, Band 1 - Das Land der verborgenen Wünsche
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Was für ein süßes Buch! Zugegebenermaßen gehöre ich schon seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr der Zielgruppe an. Aktuell lese ich allerdings unglaublich gern Young Fantasy und das Cover sprang mir ...

Was für ein süßes Buch! Zugegebenermaßen gehöre ich schon seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr der Zielgruppe an. Aktuell lese ich allerdings unglaublich gern Young Fantasy und das Cover sprang mir natürlich schon wegen der Farbe und des wunderschönen Farbschnitts ins Auge. Und ich glaube, Kindern wird es da ganz genauso gehen. Auch wenn sie den Hype um Farbschnitt und Co. noch nicht verstehen.
Das Buch an sich ist gar nicht mal so dünn mit 320 Seiten. Die Kapitel sind allerdings recht kurz gehalten und haben zum Teil auch noch eine zusätzliche Teilung, so dass hier 47 Kapitel auf die 320 Seiten kommen. Die Altersempfehlung ist ab 10 - da würde ich aufgrund der leichten Lesbarkeit noch zwei Jahre runtergehen. Meine Tochter ist eine sehr fortgeschrittene Leserin von 7 Jahren und hat keine Probleme, dem Buch zu folgen, wobei ich ihr bei den Namen der Wunschwesen ein wenig helfen musste, da diese Englisch sind und das klappt noch nicht so gut.
Zum Inhalt: Lexi und Milo begegnen sich zufällig in einem Laden und beiden wird klar, dass der jeweils andere ebenfalls die kleinen schimmernden Schmetterlinge sehen kann. Dann wird ihnen ein Buch zugespielt, was sie beide anleitet, den Schmetterlingen zu folgen und sie betreten Everwish - das Land in dem die unerfüllten Träume in kleine Wunschwesen verwandelt werden. Lexi und Milo sollen sich als Wishkeeper darum kümmern, dass dort alles ordentlich abläuft und das Gleichgewicht erhalten bleibt. Doch dabei stoßen sie auf einige Hindernisse. Denn „Vorsicht!“…
Ich habe das Buch wirklich gern gelesen, auch wenn es etwas kindlicher ist und weniger zum Nachdenken ist als die letzten Bücher aus dem Genre. Für Kinder ab 7/8 Jahren, die über Erstleserbücher hinaus sind und einer Geschichte problemlos folgen können, würde ich es durchaus empfehlen - vielleicht mit Begleitung für die doch vielen englischen Namen, die hier auftauchen.
Ich freu mich auf den zweiten Teil, der im Frühjahr 2025 erscheinen wird.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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