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Veröffentlicht am 14.12.2020

Brittainy C. Cherry - die Meisterautorin!

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Was macht dein Herz?
Es schlägt noch
Bevor ich mich auf die Wette einließ, dass ich jedes Mädchen - selbst Shay Gable - dazu bringen würde, sich in mich zu verlieben, war ich mir sicher, dass ich nichts ...

Was macht dein Herz?
Es schlägt noch
Bevor ich mich auf die Wette einließ, dass ich jedes Mädchen - selbst Shay Gable - dazu bringen würde, sich in mich zu verlieben, war ich mir sicher, dass ich nichts von den Dingen, die Shay mir geben könnte, jemals wollte. Doch schon bald konnte ich an nichts anderes mehr denken: Glück. Das Gefühl, zu Hause zu sein. Einen sicheren Ort zu haben, um mich fallen zu lassen. Hoffnung. Liebe. Ihre Seele. Und ihr Licht. Doch was konnte ich ihr im Gegenzug geben? Meine Narben. Meine Angst. Meine Schwere. Meinen Schmerz. Meine Dunkelheit. Das war nicht fair. Und deshalb stieß ich Shay von mir. Ich sorgte dafür, dass sie niemals zu mir zurückkehren würde - bevor ich ihr sagen konnte, dass ich sie ebenfalls liebe.



Meine Meinung:

Ich denke, die Bestseller-Autorin Brittainy C. Cherry ist jedem, der auch nur etwas im Liebesroman-Genre liest, bereits ein Begriff. Ich glaube, ich habe fast jedes ihrer derzeit erhältlichen Werke gelesen, ich darf mich also als Fan bezeichnen. Schnell war für mich also klar, dass ich "Wie die Stille vor dem Fall" ebenfalls lesen möchte.

Das Buchcover ist wunderschön. Es passt perfekt zu den anderen Werken der Autorin und hat doch wieder einen ganz eigenen Charme. Gerade hier gefallen mir die wunderschönen Violetttöne.

Mein Highlight in dieser Geschichte war wohl Shay Gable. Shay ist selbstbewusst, freundlich, hilfsbereit, einfühlsam, loyal und humorvoll. Shay ist eine junge Frau, die bereits mit jungen Jahren mit beiden Beinen fest im Leben steht. Besonders eine Aussage von Shay hat mich komplett geflasht: Es ging darum, dass sie niemanden benötigt, der ihre Probleme löst, sie wünscht sich nur jemanden, der sie hin und wieder in die Arme nimmt. Da dies zu 100% auch meine persönliche Lebenseinstellung ist, konnte ich mich mit Shay sehr gut identifizieren.

Aber auch Landon konnte mich vollends überzeugen, wenn auch auf andere Art und Weise. Zwar wurde bei Landon wieder ein bisschen in die Klischeekiste gegriffen (gutaussehend, arrogant, gemein und doch verletzlich), da sich Shay von seiner harten Schale aber zu keiner Zeit täuschen lies, bekam auch der Leser sehr rasch eine andere Seite von Landon zu sehen. Eine sehr wütende, verletzte und deprimierte Seite. Mehrmals hätte ich Landon gerne in die Arme genommen und ihm gesagt, dass alles gut wird. Und einige Charaktere in der Geschichte verhielten sich auch wirklich grässlich gegenüber Landon.

Und genau hier kommen wir auch zu meinen dritten positiven Punkt: man darf diesen Roman ruhig auch etwas Gesellschaftskritisch ansehen. Viel zu schnell werden Menschen verurteilt, unsere Gesellschaft ist sich die Macht ihrer Worte - und was diese bei einer geplagten Seele anrichten können - immer noch nicht bewusst. In "Die Stille vor dem Fall" wird sehr gut gezeigt, wie es sich anfühlt, wenn man entweder abgewiesen, ignoriert oder für oberflächliche Dinge geliebt wird. Den Schreibstil der Autorin muss ich nicht mehr groß loben, hier war ganz klar ein Profi am Werk.



Fazit:

"Wie die Stille vor dem Fall" ist ein absoluter Must-Read! Ich würde dieses Werk jetzt nicht das Beste der Autorin nennen, ganz gewiss aber auch nicht das schlechteste. Mir haben die Buchfiguren und der Handlungsstrang sehr gut gefallen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten und letzten Teil der Reihe!



Liebe Grüße, lisamarie_94

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Die Geschichte hatte mehr Potential

Breakaway
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Nur bei dir fühle ich mich frei ...

Für Lia bricht eine Welt zusammen, als ihr eine einzige Nacht zum Verhängnis wird. Nicht nur folgen ihr seitdem die Blicke und das Getuschel ihrer Kommilitonen überall ...

Nur bei dir fühle ich mich frei ...

Für Lia bricht eine Welt zusammen, als ihr eine einzige Nacht zum Verhängnis wird. Nicht nur folgen ihr seitdem die Blicke und das Getuschel ihrer Kommilitonen überall auf dem Campus - selbst ihre Freundinnen wenden sich von ihr ab. Als sie es nicht länger erträgt, packt Lia kurzerhand ihre wichtigsten Sachen und setzt sich in einen Bus nach Berlin. Sie hofft, in dem anonymen Trubel der Hauptstadt einen klaren Kopf zu bekommen und wieder zu sich selbst zu finden. Doch dann trifft sie auf Noah, der ihre Welt von einem Moment auf den anderen ein weiteres Mal auf den Kopf stellt ...



Meine Meinung:

Ich fand den Klapptext zu diesem Buch sehr vielversprechend, die tolle Leseprobe und das wunderschöne Buchcover steigerten meine Freude auf die Geschichte ins unermessliche. Was habe ich mir von diesem Buch erwartet? Eine gefühlvolle Story, mit einer tiefgründigen Handlung und ganz viel Romantik. Die ersten zwei Punkte wurden erfüllt, der dritte konnte meinen Erwartungen leider nicht gerecht werden. Hier erkläre ich, wieso:

Die Protagonistin Lia war mir durchaus sehr sympathisch. Gleich zu Beginn wird klar, dass Lia erst vor kurzem ein traumatisches Erlebnis widerfahren ist. Lange ist aber nicht klar, um was es sich genau handelt - und so kann der Leser nur spekulieren. Der Spannungsbogen der Story wurde somit gekonnt aufrecht erhalten, im Laufe der Geschichte wurden mehrmals kleine Hinweise auf Lias Vergangenheit präsentiert, ich konnte sie jedoch bis zum Schluss nicht richtig zusammenfügen.

Lia lernte im Laufe der Geschichte auch einige neue Freunde kennen, einer davon war Noah. Noah wirkte auf den ersten Blick wie der typische Sunnyboy - im Berliner Großstadtdschungel. Schnell war klar, dass in ihm noch viel mehr steckt und auch er seine großen und kleinen Päckchen zu tragen hat. Noah ist humorvoll, abenteuerlustig, selbstbewusst und freundlich. Der perfekte Book-Boyfriend also.

Leider fehlte mir zwischen Lia und Noah einfach das knistern - ich kaufte ihnen die Lovestory nicht ab. Wäre das Buch als "Freundschaftsroman" deklariert gewesen, hätte ich dem Buch wahrlich 5 Sterne gegeben. Da es aber als Lovestory verkauft wird, von dieser meiner Meinung nach aber nicht viel zu spüren war, sind es eben nur 3 Sterne. Ist die Geschichte durchaus sehr gefühlvoll erzählt worden, so fehlte es an den Gefühlen/Emotionen zwischen den beiden Protagonisten viel zu sehr. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man sich als Leser mit den Buchfiguren mitverliebt? Ich habe das bei fast allen Liebesgeschichten, nur bei "Breakaway" konnte ich die angedeutete Lovestory wie gesagt gar nicht nachvollziehen.

Die tiefgründige Handlung der Geschichte wurde sehr feinfühlig behandelt. Als am Ende dann bekannt wurde, welche traurigen Ereignisse Lia widerfahren sind, hat mir wirklich das Herz geblutet. Und leider sind das Dinge, die in unserer Gesellschaft immer häufiger vorkommen und nur selten ernst genommen werden. Besonders die letzten Seiten des Buches haben mir daher sehr gut gefallen, weil es hier auch noch ein Stück Gesellschaftskritisch wurde.



Fazit:

Der Schreibstil der Autorin ist durchaus sehr gut. Das Buchcover ist ein wahrer Augenschmaus. Und die Buchcharaktere eigentlich alle - bis auf die "Schurken" der Geschichte - sehr sympathisch. Eine romantische, prickelnde Liebesgeschichte fehlte leider. Deshalb gibts von mir nur 3 Sterne. Vielleicht werde ich auch zukünftige Werke der Autorin lesen, da bin ich derzeit noch etwas unschlüssig.



Liebe Grüße, lisamarie_94

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein schöner Fantasy-Jugendroman mit kleinen Schwächen

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love
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Das dunkelste Geheimnis liegt oft in dir selbst.

Mächtig, unsterblich und geheimnisvoll. Valkyren sind die Nachfahrinnen der nordischen Götter und die Einzigen, die die Menschheit vor dem endgültigen ...

Das dunkelste Geheimnis liegt oft in dir selbst.

Mächtig, unsterblich und geheimnisvoll. Valkyren sind die Nachfahrinnen der nordischen Götter und die Einzigen, die die Menschheit vor dem endgültigen Untergang bewahren können. Ihr Auftrag: die Seelen gefallener Helden nach Valhalla zu begleiten. Blair, die als Tochter einer Valkyre keine eigenen Kräfte besitzt, hat mit alldem nichts zu tun – bis ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch Blair ist sich sicher, dass es kein Unfall war. Ihre Mutter wurde ermordet. Allerdings will ihr niemand glauben, nicht einmal ihr bester Freund Ryan, für den sie schon lange mehr als nur Freundschaft empfindet. Auf sich allein gestellt macht sich Blair auf die Suche nach der Wahrheit und muss schon bald erkennen, dass ihr Schicksal aufs Engste mit dem der Valkyren verknüpft ist – und mit dem von Ryan.



Meine Meinung:

Bianca Iosivoni dürfte als Autorin mittlerweile vielen bekannt sein, hat sie doch schon einige Besteller veröffentlicht. Auch ich habe schon einige ihrer Bücher in meinem Bücherregal stehen – seien es ihr Liebesromane im LYX-Verlag oder ihre etwas an die jüngere Zielgruppe gerichteten Bücher im Ravensburger-Verlag.

Dem entsprechend groß war meine Freude darüber, ihren neusten Roman „The Last Goddess - A Fate Darker Than Love“ vorab lesen zu dürfen. Meine größte Freude galt dem Umstand, dass diese Geschichte ein bisschen von der nordischen Mythologie angehaucht wurde. Auch das wunderschöne Buchcover möchte ich an dieser Stelle loben, in Händen gehalten macht das Buch echt viel her.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni lässt sich mit gewohnt flüssig und angenehm zu lesen beschreiben. Ich finde, die Autorin hat einen ganz eigenen (schwer zu beschreibenden) markanten Schreibstil.

Die Protagonistin Blair ist ein liebes Mädchen, ich konnte sie gut leiden. Zu Beginn des Buches scheint sie mit alltäglichen Problemen des Teenagerlebens konfrontiert zu sein. Was tun, wenn man in den besten Freund verliebt ist? Wie gesagt, ich konnte Blair sehr gut leiden, sie ist ein wohlerzogenes, tolles Mädchen. Mein einziger Kritikpunkt: gerne hätte ich auch etwas Ecken und Kanten an ihr gesehen. Auch ihr Schwarm/bester Freund Ryan lässt sich viele Mädchenherzen schneller schlagen. Er ist klug, freundlich, hilfsbereit, loyal und der perfekte Bookboyfriend. Die Liebesgeschichte zwischen Blair und Ryan entwickelte sich sehr langsam und unschuldig. Gerne hätte ich vielleicht etwas mehr Gefühle, Verbundenheit, romantische Elemente in der Geschichte gesehen.

Die Fantays-Welt um Valkyren und ihre Götter wurde sehr lebhaft, detailreich und liebevoll von der Autorin beschrieben. Es wurde sich beim Erzählen wirklich viel Mühe dabei gegeben, damit der Leser schön und problemlos in die Geschichte eintauchen kann. Umgebungen und Personen wurden ebenfalls sehr umfangreich und authentisch beschrieben.

Warum also „nur“ 3 Sterne?

Mir fehlte es leider etwas an Tiefe in der Story. Blairs Familienverhältnisse sind durch den Tod des Vaters von Beginn an sehr schwierig gewesen, die weiteren Ereignisse haben ihr Leben leider dahingehend verschlimmert. Leider berührten mich die Geschehnisse aber nicht so, wie ich es oft von anderen Büchern gewohnt bin – obwohl die Ereignisse im Buch doch echt traurig waren. Ich schaffte es leider nicht, mit Blair eine emotionale Verbindung aufzubauen. Dazu wurde sie für meinen Geschmack einfach zu oberflächlich dargestellt, zu wenig wurde auf ihre Gefühle/Emotionen eingegangen.

Fazit:

Ich habe schon bessere Geschichten von der Autorin gelesen. Von der Liebesgeschichte war leider auch sehr wenig, bis auf zwei kurze Momente fast gar nichts zu merken. Ich bin mir aktuell noch nicht sicher, ob ich die weiteren Teile der Reihe noch lesen möchte, da mich die Geschichte letzten Endes nicht so fesseln konnte, wie erwartet.

Liebe Grüße, lisamarie_94

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Eine romantische Geschichte zum Träumen!

Rixton Falls - Secrets
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Sie hat einen Prinzen verdient. Doch Royal Lockhart ist alles, nur kein Prinz

Sieben Jahre ist es her, dass Royal ohne ein Wort des Abschieds verschwand und Demis Herz in tausend Scherben zerbrach. Er ...

Sie hat einen Prinzen verdient. Doch Royal Lockhart ist alles, nur kein Prinz

Sieben Jahre ist es her, dass Royal ohne ein Wort des Abschieds verschwand und Demis Herz in tausend Scherben zerbrach. Er war ihr erster Kuss, ihre erste Ahnung von der Liebe, alles, was sie jemals wollte. Dabei wussten sie von Anfang an, dass sie nicht zusammen sein können. Denn als Tochter der angesehensten Familie von Rixton Falls hatte Demi einen Prinzen verdient und keinen Jungen aus einfachen Verhältnissen. Seit Royals plötzlichem Verschwinden versucht sie daher ihre erste große Liebe zu vergessen. Doch gerade als sie glaubt, endgültig über ihn hinweg zu sein, ist Royal zurück in Rixton Falls!


Meine Meinung:

Ich bin schon seit längerem ein großer Fan von Winter Renshaw und ihren zauberhaften Werken. Dem entsprechend groß war meine Vorfreude auf „Rixton Falls – Secrets“.
Der Schreibstil Autorin war sehr flüssig und angenehm zu lesen, das Buch ließ sich in einem Rutsch durchlesen, ohne dass man sich in seinem Lesefluss mal gestört fühlte.
Die Protagonistin Demi war mir sehr sympathisch. Wir lernen Demi als kleines Mädchen, als pubertierenden Teenager und zu guter Letzt als verantwortungsbewusste Erwachsene kennen. Schon als Kind konnte sie sich gut den Jungs gegenüber behaupten, manchmal vielleicht etwas zickig, aber immer sehr liebenswert.

Die erwachsene Demi konnte durch ein gutes Einfühlungsvermögen, starker Loyalität zu ihrer Familie und einer doch humorvollen, spritzigen Art profilieren. Zwar hatte ich das Gefühl, dass die erwachsene Demi der jüngeren Version gegenüber etwas an Schneid verloren hatte, aber in Anbetracht der Geschehnisse war dies durchaus nachzuvollziehen.

Mit ihrer großen Liebe Royal ging es mir ähnlich. Die jüngere, sorgenlose, äußerst charismatische Version von ihm ließ mein Herz mehrmals höherschlagen. Der erwachsene Royal hingegen war sehr viel ernster und etwas weniger charismatisch. Und doch konnte mich auch Royal mit seiner liebevollen, treuherzigen und willensstarken Art überzeugen.

Die Liebesgeschichte zwischen Demi und Royal nahm schnell Fahrt auf, die Anziehung der beiden zueinander war für den Leser sehr deutlich zu spüren. Für mich waren die beiden ein sehr schönes, gut zueinander passendes Pärchen. Leider wurden den beiden mehrere Steine in den Weg gelegt und so kam es wie es kommen musste, Royal verschwand von einem Tag auf den anderen und ließ eine Demi mit gebrochenem Herzen zurück. Jahre lang gab es keine Erklärung für sein Verschwinden, bis er eines Tages plötzlich wieder vor ihrer Türe stand.

Und an dieser Stelle muss ich etwas Kritik äußern: Demi wusste, dass ihr Vater die Hintergründe von Royals verschwinden kannte, sich aber weigerte ihr diese zu offenbaren. Also ich kann hier nur für mich selbst sprechen, aber ich hätte das niemals einfach zu hingenommen. Ich hätte rebelliert und meinem Vater die Stirn geboten, bis ich eine zufriedenstelle Erklärung erhalten hätte. An dieser Stelle hätte ich mir also eine etwas rebellischere Demi gewünscht, dies wäre für mich auch menschlicher/authentischer gewesen und weniger „glatt poliert“.

Eine zweite Kritik möchte ich an dieser Stelle auch noch anbringen:
Royal hielt sich auch nach seiner Rückkehr nach Rixton Falls sehr bedeckt über die Hintergründe seines damaligen Verschwindens. Natürlich hatte ich durchaus Verständnis für seine Angst vor Demis Reaktion. Ich kann es auch verstehen, dass er sich Demi erst wieder etwas annähern wollte, um sich vor der erdrückenden Enthüllung wieder ihre Zuneigung zu verdienen. Für meinen Geschmack wurde die Offenbarung dann aber doch etwas zu Lange hinausgeschoben. Ich war leider etwas genervt von dem ewigen „Demi: ich möchte die Wahrheit erfahren“ und „Royal: ich kann es dir noch nicht sagen“.

Lieber wäre es mir gewesen, man hätte diese Stelle etwas gekürzt und dafür noch etwas mehr Zeit in den Schluss und den Epilog investiert – der war mir dafür nämlich wieder etwas zu kurz.


Fazit:

Ich vergebe ehrlich gemeinte 4 Stener für dieses Buch. Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen, Demi und Royal waren ein sehr schönes Liebespaar. Auch die restlichen Buchfiguren waren alle sehr sympathisch. Es war ausreichend Romantik, Erotik und Emotionen vorhanden, um mich als hoffnungslose Romantikerin zufrieden zu stellen. Bis auf zwei kleine Kritikpunkte gibt es für mich nichts zu meckern.

Liebe Grüße, lisamarie_94

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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.11.2020

Eine tieftraurige und doch so hoffnungsvoll, wunderschöne Geschichte!

Bad At Love
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Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie ...

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...



Meine Meinung:

Bei „Bad at Love“ handelte es sich um mein erstes Buch von Morgane Moncomble. Zwar bin ich auf diese Autorin schon durch ihre „Never too“ Reihe aufmerksam geworden, aber nun habe ich mich endlich über eines ihrer Werke getraut.

Den Schreibstil von Morgane Moncomble kann man nur als sehr flüssig, angenehm zu lesen und äußerst gefühlvoll beschreiben. Selten schafft es eine Autorin, mich ihrem Roman gleichermaßen zu lachen und zu weinen zu bringen. Aber hier war das ganz klar der Fall.

Die Protagonistin Azalée hatte es mir sofort angetan. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich diese junge Frau bewundere. Sie ist so kämpferisch, stark und doch auch so verletzlich. Ich habe mich selbst mehrmals in ihr wiedererkannt. Sie ist eine Frau mit vielen inneren (und auch äußeren) Narben, die sich aber weigert, als Opfer unserer teils grausamen Gesellschaft angesehen zu werden. Nein viel mehr nutzt sie ihre traumatische Vergangenheit dazu, anderen Frauen Hoffnung und Mut zu geben. Was mir an Azalée auch gut gefiel, war ihr loses Mundwerk. Sie pushte sich immer wieder selbst in Gedanken, Beleidigungen nicht auf sich sitzen zu lassen und konterte mit teils sehr humorvollen Sprüchen.

Aber auch ihr männlicher Gegenpart – Eden Weiss – konnte bei mir punkten. Eden konnte ich anfangs nicht richtig einschätzen, fast befürchtete ich, dass es sich bei ihm um einen typischen Bad Boy mit wenig Tiefgang handeln würde. Aber Gott sei Dank wurde diese Befürchtung schnell zerstreut. Ich sage euch Mädels, bei Eden handelt es sich um einen Traummann wie er wortwörtlich im Buche steht. Er ist selbstbewusst, gibt einen Sch***** darauf, was andere sagen und ist ein so loyaler, liebevoller Mann, dass einem beim Lesen das Herz aufgeht. Auch seine Vergangenheit war sehr problematisch und doch trat er aus dieser nur als gestärkter Mann hervor.

Es gab eine Nebencharaktere, die ich ebenfalls sehr ins Herz schließen konnte. Obwohl ich dem einen oder anderen schon gerne Mal den Hals umgedreht hätte, bei manchen ihrer Aussagen. Aber wahrscheinlich genau dieser Umstand, dass keiner der Buchfiguren perfekt war – sie alle machten Fehler – lies diese Geschichte erst so real und authentisch werden.

Bei diesem Buch handelt es sich viel mehr als nur um eine seichte Liebesgeschichte, seid euch dem bewusst. Es werden die Fehler unserer Gesellschaft ins Rampenlicht gestellt und aufgezeigt, dass wir alle mit unseren Taten dazu beitragen, dass es so viel Schmerz auf dieser Welt gibt. Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, nahm ich mir fest vor, wieder etwas verständnisvoller, mitfühlender und weniger vorurteilsvoll mit meinen Mitmenschen zu sein.



Fazit:

Könnte ich diesem Buch 1000 Bewertungssterne geben, ich würde es machen. Die Liebesgeschichte zwischen Azalée und Eden war so wunderschön, so vollgepackt mit traumhaften und romantischen Momenten, dass mein kleines Romantiker-Herz gleich viel höherschlug. Und dann war da natürlich auch der Schmerz, so viel Schmerz – aber am Ende dann auch wieder die Hoffnung. Ich kann dieses Buch zu 100% weiterempfehlen, es ist meiner Meinung nach gar nicht möglich, hier enttäuscht zu werden.

Liebe Grüße, lisamarie_94

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