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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2020

Suchtgefahr!

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Worum geht's?

Eine Ehe ist keine leichte Sache.
Das müssen auch der Profisportler Gavin Scott und seine Frau Thea feststellen, denn es läuft alles andere als rosig. Thea ist der Meinung, dass ihre Ehe ...

Worum geht's?

Eine Ehe ist keine leichte Sache.
Das müssen auch der Profisportler Gavin Scott und seine Frau Thea feststellen, denn es läuft alles andere als rosig. Thea ist der Meinung, dass ihre Ehe schon beendet ist und fordert die Scheidung. Das wiederum lässt Gavin verzweifeln, da er Thea immer noch über alles liebt. Als einer seiner Freunde der Zeuge seiner Verzweiflung ist, beschließt er Gavin mit zu einem Treffen des geheimen Buchclubs zu nehmen, in dem Männer Liebesromane lesen & diskutieren, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin findet, dass es völliger Schwachsinn ist, denn wie sollen Liebesromane helfen seine Ehe zu retten?
Doch das Buch enthält für ihn viele Überraschungen, wie auch Thea nach einiger Zeit feststellen muss...

Meine Meinung:

Der Roman „The Secret Book Club“ sorgte für viel Aufregung und positive Meinungen in Amerika und endlich schaffte er es auch nach Deutschland. Es gab unendlich viele Positive Meinungen zum Buch, was mich wiederum sehr gespannt auf den Inhalt machte. Durch die positive Reaktionen vieler Blogger hatte ich auch dementsprechend hohe Erwartungen. Und die wurden nicht enttäuscht!
Es gefiel mir, dass sich die Autorin dazu entschlossen hat aus der Perspektive der dritten Person zu schreiben. Es gibt im Vergleich zu der Ich-Perspektive wenige Romane aus der dritten Person, was aber nicht dazu führte, dass es weniger Gefühle oder Gedanken gab. Nein, das tat es auf keine Fall! Ich denke, dass es sich gerade wegen dieser Perspektive so wunderbar schnell lesen lies. Ich hatte von Anfang an keine Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen, was schließlich dazu führte, dass ich es an einem Tag gelesen habe. Es hat mir zwar eine schlaflose Nacht beschert, allerdings bereue ich es nicht!
Der Ablauf der Geschehnisse hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas ausgelassen wurde, denn meiner Meinung nach wurden alle „Problemzonen“ angesprochen und sehr gut ausgearbeitet.
Es war sehr spannend zu lesen, wie Gavin sich entwickelte und wie er sich verhielt. Der Sichtwechsel ermöglichte einem nicht nur eine Seite der Medaille zu betrachten, was das Ganze sehr verständlich machte. Genau das machte es mir auch so leicht mitzufühlen und -fiebern. Mehr als einmal musste ich den einen oder anderen Lacher unterdrücken, denn ich habe (fast) alle Charaktere liebgewonnen.
Die Authentizität der beiden Protagonisten, Gavin und Thea, war einfach nur genial! Es war kein Roman über die Berühmtheit von Gavin, wie ich anfangs befürchtet hatte. Es wurden echte Probleme angesprochen, die in jeder Ehe stattfinden könnten. Das war der Punkt, der das ganze echt machte. Es zeigt einfach, dass hinter jedem ach so schönem Schein, Probleme sind.
Ich persönlich mag es normalerweise nicht, Romane über Ehen zu lesen, da ich die Kennenlernphase liebe.
Das machte die ganze Geschichte viel interessanter, da man sehen konnte, richtig sehen konnte, was nach einer traumhaften Beziehung in einer Ehe schief gehen kann und dass man selbst danach nicht immer glücklich bis ans Lebensende lebt.

Fazit:

Ein sehr erfrischendes und originelles Buch, das zeigt, dass eine gelungene Ehe harte Arbeit ist und das, wenn man es will, die Liebe alles überstehen kann!
Echt, humorvoll und einfach nur zum Verlieben und Mitfiebern!
Aber Achtung! Es besteht Suchtgefahr.
Überzeugt euch selbst!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Oberflächliche Sommerlektüre... oder doch mehr?

Jeden Tag ein neuer Himmel
5

Worum geht's?

Charlotte musste in ihrem jungen Leben schon den Tod ihrer Tochter erleben. Um sich ihrer Tochter näher zu fühlen, tritt sie einen Job im Kinderhospiz an. Auf ihrem Weg begegnet sie dem ...

Worum geht's?

Charlotte musste in ihrem jungen Leben schon den Tod ihrer Tochter erleben. Um sich ihrer Tochter näher zu fühlen, tritt sie einen Job im Kinderhospiz an. Auf ihrem Weg begegnet sie dem Straßenmusiker Sam, der ein Lied namens „Daisy“ singt, der genau den Namen trägt, wie ihre verstorbene Tochter. Emotionen überfluten sie, als sie dieses Lied hört, was Sam nicht entgeht.
Er wird neugierig und spürt eine Verbindung zu der Frau, die in ihm überraschende Gefühle weckt, und spricht sie an. Beide lernen sich näher kennen, doch schon bald müssen sie erneut die Schattenseiten des Lebens kennenlernen...

Meine Meinung:

Es war das allererste Buch der Autorin, was ich gelesen habe. Dementsprechend war ich auch sehr skeptisch, doch die Leseprobe hat mich überzeugt. Mit dieser Story habe ich mich von meinen „Wohlfühl-Genres“ entfernt und wurde nicht enttäuscht.
Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass sich die Geschichte hinziehen würde, da ich zwar viel Stoff fand, aus dem man einen guten Spannungsbogen machen könnte, allerdings hatte es die Autorin anfangs nicht sehr ausführlich ausgearbeitet. Das hat mir den Einstieg in das Buch erschwert.
Nach und nach kamen neue Aspekte zu, was in mir Spannung aufbaute und mich endlich in die Geschichte eintauchen ließ.
Die Nebencharaktere wurden gut beschrieben: nicht zu ausführlich, aber sie wurden auf keinen Fall vernachlässigt, was mir sehr gut gefiel. Man konnte sie schnell liebgewinnen, aber auch ihre Taten hinterfragen, was das ganze spannender machte. Mit der Ausarbeitung der Protagonisten wurde ich nicht enttäuscht. Ich konnte mich selten, wenn nicht sogar noch nie, so gut in die Charaktere und ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen. All ihre Taten waren für mich vollkommen nachvollziehbar und SEHR echt.
Charlotte hatte eine sehr sympatische Art, und war nicht zickig, wie ich am Anfang dachte. Ich konnte ihr anfängliches Zögern was Sam angeht vollkommen verstehen. Auch ihr Misstrauen und ihre Denkweise finde ich nachvollziehbar. Die Verarbeitung des Todes ihrer Tochter war hingegen erfrischend und neu für mich. SPOILER! Sie versuchte ihre Erinnerung behalten, weshalb sie auch nicht zu Psychologen etc. gehen wollte. Das war etwas, was mich sehr erstaunt war. SPOILER ENDE!
Die schweren Themen im Buch wurden so gut bearbeitet , dass sie ihre Tiefe behielten, was mir mehr als nur drei Male Tränen in die Augen trieb. Was mich sehr erstaunt hat, war dass sie trotzdem eine ungewöhnliche Leichtigkeit behielten, was einem sehr einfach machte weiter zu lesen.
Die Themen waren mir nicht neu, allerdings ihre Umsetzung.
Es hat sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen, da es leicht war und man es jeden Moment abbrechen konnte. Es war kein Zwang weiter zu lesen, was dem ganzen diese leichte Note verlieh.

Fazit:

Ein wunderschönes Buch für zwischendurch, wunderbar leicht und perfekt als Sommerlektüre auf Balkonien, als auch am Strand. Man liest nicht, nein, man fliegt förmlich durch die Seiten und inhaliert jedes dieser Wörter.
Ein gefühlvolles Buch der Autorin Violet Thomas!

Von mir 4,5 von 5 Sternen






Vielen Dank an die Lesejury für die wundervolle Leserunde und das Manuskript!



  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Tiefgründig, gefühlvoll und zauberhaft!

Bring Down the Stars
0

Worum geht's?

Bring Down the Stars

For you, I would
bring down the stars,
wreath their fire
around your neck
like diamonds,
and watch them
pulse
to the beat of your heart
...

Die fleißige College-Studentin ...

Worum geht's?

Bring Down the Stars

For you, I would
bring down the stars,
wreath their fire
around your neck
like diamonds,
and watch them
pulse
to the beat of your heart
...

Die fleißige College-Studentin Autumn wollte eine Weile eigentlich keine Beziehung, nach dem ihr Ex sie betrogen hat. Doch ihre Pläne deuchkreutzt der attraktive und wohlhabende Connor, in dessen Lächeln sie sich sofort verliebt. Mit seinen Charme und den wunderschönen Nachrichten und Briefen zieht er sie sofort in seinen Bann. Doch Autumn ahnt nicht, dass diese Texte von dem verschlossenen und mürrischen Weston & Connors besten Freund, stammen. Sie fühlt sich zu beiden hingezogen und schon bald versinkt sie in einem Gefühlschaos.
Doch Connors Entscheidung verändert alles...

Dies war das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und Emma Scott hat es geschafft, mich vollkommen zu verzaubern. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass es die typische Dreiecks-Beziehung sein wird, mit zu viel Drama, Streitereien und Lügen, doch das war es nicht. Es ist die wunderschöne Geschichte dreier Menschen, mit vielen Hürden und alltäglichen Problemen. Und diese Geschichte endet nicht in diesem Buch. Das ist auch gut so, denn ich konnte nicht genug bekommen! Zum Glück gibt es den zweiten Teil, denn ich bin süchtig von diesem wundervollen flüssigen Schreibstil.
Die Protagonistin Autumn wird als eine nette, fleißige und taffe junge Frau beschrieben. Ich habe sie mit ihrer liebenswürdigen Art sofort ins Herz geschlossen, obwohl ich anfangs eher skeptisch war, ob sie nicht mit Weston und Connor spielen würde. Doch sie hat mich positiv überrascht und wir sind Book-Best-Friends geworden.
Weston ist der mürrische Arschl*ch-Typ, der niemanden an sich heranlässt. Doch ziemlich schnell lernt man den echten Weston kennen. Der echte Weston ist perfekt in seiner Nicht-Perfektion und ich liebe ihn. Doch mit der Zeit hat es mich genervt, dass er immer nur an das Glück von Autumn und Conner dachte und nicht an sich. Es hat wehgetan die vielen Zeilen seiner Gedanken zu lesen und zu sehen, was für ein guter Mensch er war. Seine Blindheit gegenüber Conner war sehr ätzend. Doch genau für diese teils verschlossene und doch so gutmütige Art liebe ich ihn.
Connnor war überhaupt nicht mein Fall. Er kam mir sehr egoistisch vor, denn im Gegenteil zu dem, was Weston für ihn jeden Tag durchhielt und machte, tat er nichts und ignorierte den Fakt, dass Weston sich offensichtlich unwohl dabei fühlte, diese Nachrichten und Briefe zu schreiben. Er spielte jedes Mal diese Mitleids-Tour (wenn er etwas brauchte) die mich SEHR genervt hat. Er dachte nur an sein Glück und daran, wie er seine Eltern stolzmachen könnte. Selbst wenn sich Weston dafür opfern müsste.
Die anderen Charaktere waren sehr vielseitig und wurden in keinster Weise vernachlässigt, sodass man das Gefühl hatte, über echte Menschen zu sprechen. Jeder Charakter ist anders und mit vielen Details versehen, was das ganze besonders macht.
Die Gefühle bei diesem Buch waren stark und an den nötigen Stellen gab es das Drama, doch es hielt sich in Maßen, weshalb ich es sehr genossen habe die Geschichte zu lesen.
Die Spannung während des Buches war von Anfang an da und blieb, denn viele Entscheidungen und Situationen waren vollkommen unvorhersehbar, was dem Ganzen ein gewisses Prickeln verlieh.

Fazit

Ein tiefgründiges Buch voller Gefühle und Gedichte, die einem den Atem rauben und die Geschichte zu etwas sehr Besonderen machen. Man fühlt den ganzen Schmerz und es zerreißt einen komplett. Doch es lohnt sich! Die besondere Ausarbeitung der Charaktere machen das Buch vollkommen und die Gedichte und Gedanken runden das Ganze ab und geben dem den gewissen Touch, den man nicht oft bei Büchern findet.
Ein Buch zum Verlieben und Verzaubern!
Ich gebe 4,5/5 Sternen

PS: Ich hoffe wirklich im nächsten Teil auf das zusammenflicken meiner Seele und meiner Nerven.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Tiefgründige Themen und große Gefühle – ganz Brittainy C. Cherry!

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Worum geht's?

„Von allen Menschen in dieser Stadt ähnelte mein Herz am meisten dem des Monsters, von dem man mir gesagt hatte, er bedeute Finsternis in Reinform.“ ~ Gracelyn Harris (Brittainy C. Cherry)

Eine ...

Worum geht's?

„Von allen Menschen in dieser Stadt ähnelte mein Herz am meisten dem des Monsters, von dem man mir gesagt hatte, er bedeute Finsternis in Reinform.“ ~ Gracelyn Harris (Brittainy C. Cherry)

Eine Ehe sollte ewig halten. Das hat man Gracelyn Harris, der perfekten Pastorentochter, von klein auf beigebracht. Doch nicht alles ist für die Ewigkeit bestimmt, wie sie an eigener Haut erfährt.
Grace kommt allein und verletzt in ihre kleine orthodoxe Heimatstadt Chester zurück. Sofort wird überall über sie und ihre Situation gesprochen und Grace erfährt, wie es ist sich an einem Ort fremd zu fühlen, den man Zuhause genannt hat. Verloren und auf der Suche nach Halt im Leben trifft sie auf Jackson Emery. Einem Mann, der das „Monster“ der Stadt Chester ist. Sie weiß, dass er nicht der Richtige für sie ist. Er vertritt all das, was sie hätte meiden sollen. Jackson will das Gegenteil von dem, was Grace will. Sie sind verschieden, doch nachdem sie sich näherkommen, merken sie, dass sie sich mehr brauchen, als sie je hätten denken können. Doch das Leben, ihre Familien und Chester stellen sich ihnen in den Weg. Und bald müssen beide merken, dass das Leben noch mehr Überraschungen und Geheimnisse für sie bereithält...

Meine Meinung:

Brittainy C. Cherry eroberte unsere Herzen mit Büchern wie: „Wie die Luft zum Atmen“ oder „Deine Worte in meiner Seele“. Seit dem ist sie aus dem Romance-Genre nicht mehr wegzudenken. Dieses Buch war das zweite der Autorin, das ich gelesen habe. Es war wunderbar emotional und an manchen Stellen sehr überraschend.

In „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ lernt man die Protagonistin Gracelyn Harris, die auch die Pastorentochter in der Stadt ist, kennen. Anfangs war sie meiner Meinung nach sehr naiv, was es mir ein bisschen schwer gemacht hat weiterzulesen, denn ich konnte ihre Gedanken und Gefühle überhaupt nicht nachvollziehen. Nach einer Weile, konnte ich den Grund für ihre naiven Gefühle verstehen und sie besser kennenlernen. Ihre Entwicklung, die sie im Laufe des Buches durchlebt, liebe ich. Sie zeigt ihr wahres ich.
Der zweite Protagonist der Geschichte ist Jackson Emery. Der Abschaum der Stadt. Schon von Anfang an war klar, dass Jackson einen Krieg in seinem Inneren führt. Das Leben war für ihn nie leicht gewesen und er musste erfahren, wie sehr Menschen einen anderen Menschen für etwas verurteilten, wofür er gar nichts konnte. Anfangs ist er der distanzierte aggressive Typ, doch mit seinem Verhalten in manchen Szenen lässt er auf sein Innerstes Blicken. Ich habe ihn sehr in mein Herz geschlossen, trotz seines manchmal widersprüchlichen Verhaltens.
Alle Figuren in der Geschichte sind sehr verschieden und bei manchen war ihre Entwicklung meiner Meinung nach etwas zu abrupt, weshalb sich mein Hass für diese Figuren nicht so schnell in Liebe oder Freundschaft umwandeln konnte.
Die Geschichte der beiden Protagonisten enthält viel Schmerz, sodass man des Öfteren die ein oder andere Träne verdrücken musste. Sie enthält aber auch viele wunderschöne, herzzerreißende und amüsante Momente, von denen man jede Sekunde genießt. Ich gebe zu, dass mir an manchen Stellen die nähere Beschreibung der Gefühle fehlte, die die Figur z. B. während einer Aussage gefühlt hat. Dies ist auch der Grund, warum ich erst in den letzten 150-200 Seiten so richtig mitfühlen konnte.
Der Verlauf der Geschichte entpuppte sich als recht spannend und unvorhersehbar, weshalb ich mir den ein oder anderen geschockten Japser ersparen musste.
Das Ende hätte für mich nicht besser sein können. Man merkte, dass alles bis ins kleinste Detail durchdacht war und es war perfekt! Ich liebe das, was aus den Figuren und ihrer Geschichte geworden ist. Die Autorin hat jede Figur im Buch perfekt beschrieben, sodass man nicht das Gefühl hatte, dass manche Figuren vernachlässigt worden sind. Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig, nur am Anfang ging es ziemlich schleppend voran. Das ist auch der Grund, wieso ich das Buch nach 40 Seiten für eine Weile zur Seite gelegt habe. Aber nachdem ich wieder angefangen habe, konnte ich es nicht mehr weglegen.
Die Themen des Buches wurden hier meiner Meinung nach sehr gut beschrieben und umgesetzt.
Das einzige, was mich an diesem Buch WIRKLICH gestört hat, war der Klappentext. Er sagte nicht viel über die Geschichte, bzw. worum es dort tatsächlich geht.

Fazit:

Eine bewegende und sehr ansprechende Geschichte, bei der man die verschiedensten Stürme der Gefühle immer wieder durchlebt. Durch den flüssigen und gefühlvollen Schreibstil der Autorin, verschlingt man das Buch, wenn man erst richtig drin ist. Man hat das Gefühl alle Charaktere des Buches persönlich zu kennen und sie dementsprechend zu hassen oder zu lieben. Die Themen wurden sehr gut beschrieben und man konnte sich gut in die Protagonisten hineinversetzen.
Ein sehr schönes Buch mit einem WUNDERSCHÖNEN Cover.
Ich gebe 4/5 Sternen.





  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2020

Fehlende Gefühle und offene Fragen

Das Flüstern der Magie
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Das leise Flüstern der Magie kann die 19-Jährige Fallon schon ihr Leben lang hören, wie auch der Rest ihrer Familie. Nach dem Tod ihrer Tante übernimmt sie das Archiv magischer Gegenstände in Edinburgh, ...

Das leise Flüstern der Magie kann die 19-Jährige Fallon schon ihr Leben lang hören, wie auch der Rest ihrer Familie. Nach dem Tod ihrer Tante übernimmt sie das Archiv magischer Gegenstände in Edinburgh, das als ein Antiquitätenladen getarnt ist. Eines Nachts, während einem ihrer nächtlichen “Spaziergänge“, trifft sie auf den attraktiven Reed, zu dem sie sich hingezogen fühlt und der anders, als alle anderen vor ihm, auf die Magie reagiert. Doch als Reed ihr die magischen, und vor allem gefährlichen, Tarotkarten stiehlt, gerät jeder in Gefahr. Um die Tarotkarten zu finden, tut sie alles.
Doch die Gefahr der Magie lauert hinter jeder Ecke...

Laura Kneidl startete mit ihrem Debütroman „Light & Darkness“ eine erfolgreiche Autorenkarriere und stürmte mit der Berühre mich nicht-Reihe die Spiegel-Bestsellerlisten.
„Das Flüstern der Magie“ ist der neuste Fantasy-Roman von Laura Kneidl und das vierte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich war immer begeistert von ihren Büchern und dieses hier hat mich sehr amüsiert. Doch war ich nicht so begeistert, wie es bei den anderen Büchern der Fall war.

In „Das Flüstern der Magie“, oder kurz: DfdM, lernen wir die 19-Jährige Fallon Emrys kennen. Sie ist mir mit ihrer mutigen und direkten Art sofort ans Herz gewachsen. Ihre forschen Kommentare haben mich oft zum Grinsen gebracht und ihre „Abenteuer“ als Archivarin magischer Gegenstände waren oft aufregend und interessant. Der zweite Protagonist der Geschichte, Reed Mitchell, wird als gut aussehend und furchtlos beschrieben. Durch die Jahre, die er auf der Straße verbracht hatte, ist er abgehärtet und teilweise auch zwielichtig geworden. Doch im Laufe der Geschichte taute er auf, und das wegen Fallon. Die Charaktere der Geschichte sind gut beschrieben, dennoch konnte ich sehr schlecht mitfühlen. Beispielsweise als Reed von seiner Vergangenheit erzählte. Normalerweise würden mir an einer solchen Stelle Tränen in die Augen treten, aber hier konnte ich einfach nicht mitfühlen. In dem gesamten Buch fehlte mir an vielen Stellen die genauere Beschreibung der Gefühle, sodass die Charaktere leicht oberflächlich auf mich wirkten. Durch die mangelnden Gefühle finde ich den Verlauf der Beziehung zwischen Reed und Fallon auch zu schnell, bzw. zu ungenau beschrieben. Das Buch ist nicht unbedingt „originell“, bzw. nichts wo ich sagen würde, dass das die Welt noch nie gesehen hat. Dennoch hat es mir Vergnügen bereitet dieses Buch zu lesen. Es war interessant die Dialoge und die Handlung mitverfolgen zu können. Die Handlung war an machen Sellen überraschend für mich gewesen, da es viele unerwartete Wendepunkte gab. Das Ende und der Epilog waren irgendwie enttäuschend. Ich hätte etwas Größeres erwartet. Der Epilog ist in meinen Augen ein weiteres nettes Kapitel, aus dem man mehr hätte machen können. Das scheint mir bei dem Abschluss der Geschichte auch so zu sein, (ACHTUNG! HIER SPOILER!)denn fast das ganze Buch lang konnte Fallon nur einen Verdächtigen finden und am Ende wird ihr “plötzlich“ alles klar. Es ist sehr unglaubwürdig, dass Fallon Wochen damit verbracht hatte einer Spur hinterher zu jagen und dann (im letzten Moment und als Fallon verzweifelt ist) erscheint ihr plötzlich alles logisch. Und die Begründung mit der Fallon alles klar wird, ist meiner Meinung nach sehr schlecht. Genauso gut könnte auch ich diese Begründung benutzen, wenn ich mein Armband etc.verloren hätte. (SPOILER ENDE!) Die Geschichte lässt Fragen offen, was mich an einem Einzelband (siehe Laura Kneidls Website) sehr stört.

Die Geschichte lässt sich, durch den flüssigen Schreibstil der Autorin sehr einfach lesen und (verhältnismäßig) schnell lesen. Die Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz und die Dialoge sind sehr amüsant. Es ist ein nettes Buch für zwischendurch, das man leicht aus der Hand legen und einfach weiterlesen kann, wenn sich die Zeit dafür findet. Es ist kein tiefgründiges Buch, aber es bereitet einem Freude es zu lesen.
Ich gebe 3,5 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere