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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2017

verdrehte Wahrheiten und deren Folgen

Sieh nichts Böses (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 8)
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Kommissar Dühnfort und seine Gina sind überglücklich. Sind sie gerade von ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt. Und jetzt freuen sie sich auf das Elternwerden. Doch nach einem Arztbesuch, werden sie mit ...

Kommissar Dühnfort und seine Gina sind überglücklich. Sind sie gerade von ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt. Und jetzt freuen sie sich auf das Elternwerden. Doch nach einem Arztbesuch, werden sie mit einer Wahrheit konfrontiert, mit der sie nicht gerechnet haben.

Noch sind die Koffer nicht ausgepackt, schon wird Dühnfort zu einem ganz speziellen Mordfall gerufen. Bei einer Uebung für Leichensuchhunde wurde von einem der Hunde die halbverweste Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Neben der Leiche lag eine kleine Messingskulptur, ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt (Tu nichts Böses). Dieser Hinweis gibt Dühnfort und seinem Team besonderes Kopfzerbrechen.

Anfänglich gestalten sich die Ermittlungen fast aussichtslos. Es dauert einige Zeit, bis man endlich den Namen der Verstorben ermittelt hat. Ein weitere ermordete Frauenleiche, mit ebenfalls einer beigelegten Messingskulptur eines Affens, gibt noch mehr Rätsel auf. Befindet sich der Täter auf einem Rachefeldzug und was will es damit erreichen? Verschiedene Spuren, die der Täter geschickt ausgelegt hat, sorgen bei der Polizei für immer mehr Verirrungen.

Inge Löhnig versteht es einfach, den Leser Total in ihre gut konstruierte Krimi-Geschichte einzufangen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Miträtseln und die Spannung hat mir richtig Spass gemacht. Ihr Schreibstil ist in meinen Augen einfach genial und überzeugend.

Der 8. Krimi aus der Dühnfort-Reihe ist ein voller Genuss und ich empfehle ihn gerne weiter.

Veröffentlicht am 09.11.2023

spannend mit brutalen Szenen

Rotkäppchen lügt
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Ja, die klassischen Märchen der Gebrüder Grimm haben es in sich. Elias Haller hat hier seine Version zum Besten gegeben. Der Täter, verkleidet als Wolf kennt keine Gnade, im Gegenteil, er handelt blutig, ...

Ja, die klassischen Märchen der Gebrüder Grimm haben es in sich. Elias Haller hat hier seine Version zum Besten gegeben. Der Täter, verkleidet als Wolf kennt keine Gnade, im Gegenteil, er handelt blutig, brutal und fordert vor allem Hauptkommissarin Nora Rothmann vollständig heraus. Wie schon gewohnt bei Hallers Thriller, fängt es gleich mal blutig an. Mein Kopfkino lief gleich auf Hochtouren, inkl. der brutalen Szenen, die Nerven lagen blank. Meine Neugier war grösser, denn ich wollte unbedingt wissen, wer dahintersteckt und was die Gründe sind. Alle Charaktere sehr bildhaft beschrieben, die Handlungen dramatisch beschrieben.

Dieser Thriller ist der Start einer Triologie. Ich bin gespannt, was mich im zweiten Buch erwartet.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

spannende Ermittlungen auf Rügen

Irrlichter
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Im zweiten Buch mit David und Catharina ist so einiges los. Catharina arbeitet nur noch wenige Tage als Polizistin bis sie zusammen mit David und Clara zukünftig ebenfalls als Ermittlerin mitmischt. Auch ...

Im zweiten Buch mit David und Catharina ist so einiges los. Catharina arbeitet nur noch wenige Tage als Polizistin bis sie zusammen mit David und Clara zukünftig ebenfalls als Ermittlerin mitmischt. Auch privat sind die beiden nun offiziell ein Paar, sie befinden sich aber immer noch in einer gewissen Findungsfase.

David’s neuer Fall bringt ihn auf die Insel Rügen. Eine sehr reiche einflussreiche Familie möchte ihn als Personenschützer deren Kinder engagieren. Ein Mädchenmörder wird aufgrund Verfahrensfehler nach einem Jahr freigesprochen. Dieser Freispruch gefällt vielen nicht unter anderen auch der Familie Drescher, da beim Prozess der Sohn Gerald als Hauptzeuge aufgetreten ist. Jetzt befürchten sie Rache. Gleichzeitig wünschen sie, dass David neue Ermittlungen gegen den Mädchenmörder aufnimmt, um ihn wieder hinter Gitter zu bringen.

Bei seinen Ermittlungen findet David mit Unterstützung von Clara, seiner Assistentin und später von Catharina viele Ungereimtheiten, was die Familie Drescher betrifft. Ein weiteres Mädchen wird ermordet und David gerät selbst unter starken Verdacht.

Wie auf dem Cover dargestellt, genau so stürmisch und düster ist der Inhalt. Die Charaktere der Protagonisten gut beschrieben mit all ihren Stärken und Schwächen.

Der Schluss wartet nochmals mit einer Überraschung auf, den ich so nicht erwartet habe. Bravo Mark Franley.

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Veröffentlicht am 14.10.2023

wenn Hass und Rache überborden

Der Frauenkeller (Thriller)
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Emma Bajetzky und Alex Kuper arbeiten zum ersten Mal zusammen. Und gleich müssen sie einen Mordfall übernehmen, der beide und das ganze Team an ihren Grenzen bringt. Eine junge Frau wurde tot aufgefunden, ...

Emma Bajetzky und Alex Kuper arbeiten zum ersten Mal zusammen. Und gleich müssen sie einen Mordfall übernehmen, der beide und das ganze Team an ihren Grenzen bringt. Eine junge Frau wurde tot aufgefunden, brutal zusammengeschlagen und weggeworfen. Die zurückgelassenen Spuren schliessen auf einen Täter, der besonders brutal vorgeht. Am ganzen Körper befinden sich Schlagspuren, mit gewissen Hinweisen, die rätselhaft sind. Wenige Tage später verschwindet eine weitere Frau. Die Ermittler setzen alles daran, den Täter ausfindig zu machen, doch dieser bleibt ihnen immer eine Nasenlänge voraus. Ein brutales Katz- und Mausspiel beginnt.

Das neue Ermittler Team wird hier vollkommen herausgefordert. Nerventötend verfolgen sie viele Spuren, bis sie wieder einsehen müssen, dass der Täter diese gewollt so hinterlegt hat. Vor allem Emma verbeisst sich förmlich in diesen Fall, was nicht allen gefällt. Alex ist eher der bedächtige und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Zusammen harmonieren sie gut, auch bei Negativ-Erfolge.

Der Fall beginnt gleich brutal und spannend. Der Schreibstil zieht einen förmlich durch das Buch und lässt einen nicht mehr bis zum fulminanten Schluss los. Einzelne Szenen sind sehr bildhaft geschildert, die einem kalt den Rücken runterliefen. Die Nerven sind bei mir öfters strapaziert worden. Als Leser tappte ich lange im Dunkeln vor allem, weil mir lange nicht klar, warum der Täter so hasserfüllt ist und nach welchen Kriterien er die Opfer ausgewählt hat. Hier bin ich etwas im Regen stehen gelassen worden.

Insgesamt hat mich dieser Psycho-Thriller sehr gut unterhalten. Ich freue mich auf einen weiteren Fall mit diesem Ermittler-Duo, vielleicht mit etwas mehr Tiefgang.

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Veröffentlicht am 30.09.2023

die Suche zwischen Lüge und Wahrheit

Verlogen
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«Verlogen» ist das zweite Buch der isländischen Schriftstellerin Eva Björg Aegisdottir.

Kommissarin Elma und ihr Kollege Saevar, arbeiten als Team in der Kriminalabteilung. Ihr nächster Fall bringt sie ...

«Verlogen» ist das zweite Buch der isländischen Schriftstellerin Eva Björg Aegisdottir.

Kommissarin Elma und ihr Kollege Saevar, arbeiten als Team in der Kriminalabteilung. Ihr nächster Fall bringt sie öfters an ihre Grenzen der Belastbarkeit, vor allem Elma. Marianna, sozial ausgegrenzt und alleinerziehende Mutter einer 15-jährigen Tochter kommt eines Tages nicht mehr nach Hause. Die Polizei nimmt die Suche auf, doch gefunden wird sie nicht. So nimmt man an, dass sie wahrscheinlich Selbstmord begangen hat, da zudem auf dem Küchentisch ein Abschiedsbrief gefunden wurde.

Sieben Monate später finden zwei Jungs in Westisland auf einem Lavafeld in einer Höhle eine Leiche. Die herbeigezogene Polizei stellt fest, dass es sich um die verschwundene Marianne handelt. Nach näheren Untersuchungen wurde zudem gestellt, dass sie erschlagen wurde, also ist es jetzt Mord. Elma und Team müssen den Fall erneut untersuchen und ermitteln.

Eva Björg versteht es genial, mit ihrem Schreibstil eine Spannung aufzubauen, die sich langsam aufbaut. In zwei Handlungssträngen erzählt sie eine Geschichte über eine Mutter und deren Tochter, über deren Beziehung und Gefühle seit der Geburt. Der zweite Handlungsstrang bewegt sich in der Gegenwart, erzählt von den schwierigen und komplizierten Ermittlungen. Über die Frustgefühle und Ohnmacht, immer wieder an die Grenze dieses Falls zu kommen. Welche menschlichen Abgründe sich auftun, um daraus Vorteile zu erlangen.

Erst in den letzten 50 Seiten ahnt man so langsam, was wirklich geschehen ist. Der Epilog hat mich nochmals tief erschüttert, zu welchen Mitteln gegriffen wird, um seine Vorteile und gut gehüteten Geheimnisse zu bewahren.

Eva Björg Aegisdottir hat mich mit ihrer Island-Krimi-Reihe überzeugt und empfehle sie gerne weiter.

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