"Kochen im falschen Jahrhundert" handelt von einem Abend an dem die Gastgeberin ihren Partner, ein befreundetes Paar und einen weiteren Freund - ein Schweizer, dessen Freundin keine Zeit hat - zum Essen ...
"Kochen im falschen Jahrhundert" handelt von einem Abend an dem die Gastgeberin ihren Partner, ein befreundetes Paar und einen weiteren Freund - ein Schweizer, dessen Freundin keine Zeit hat - zum Essen eingeladen hat. Ein Abend, an dem ausgiebig dem Crémant zugesprochen wird und Gespräche von banal bis tiefschürfend geführt werden.
Teresa Präauer beschreibt diese Situation immer wieder auf unterschiedliche Art und macht diese Geschichte zu einer witzigen, skurrilen und ironischen Gesellschaftsstudie. Ein Buch, das einen vergnüglichen Abend zu bereiten vermag.
1967 hat Léon Seematter eine Tanzschule in Bern und bekommt Konkurrenz durch George Szell, der für ihn kein Unbekannter ist und Erinnerungen hervorruft, Erinnerungen an eine Frau, die er nie aufgehört ...
1967 hat Léon Seematter eine Tanzschule in Bern und bekommt Konkurrenz durch George Szell, der für ihn kein Unbekannter ist und Erinnerungen hervorruft, Erinnerungen an eine Frau, die er nie aufgehört hat zu lieben und die er leider verloren hat
Marie Brunntaler erzählt die Geschichte von Léon und George fesselnd und spannend mit leisen Zwischentönen. Dabei nimmt sie ihre Leserinnen und Leser mit ins Bern der späten 1960er Jahre und bis zurück ins Jahr 1947, wo alles seinen Anfang nimmt. Ihr gelingt es, die Atmosphäre der jeweiligen Zeit authentisch einzufangen und bildet dadurch einen großartigen Rahmen für die detailreich und liebevoll gezeichneten Charaktere.
Die Autorin hat mich so sehr begeistert, dass ich mir einfach die Zeit nehmen musste, das Buch am Stück zu lesen. "Eine Liebe von Bern" ist eine wunderbare Geschichte - unaufgeregt und einfühlsam.
Die Wienerin Adele ist Zahnärztin mit Leib und Seele und kümmert sich nebenher um ihre gebrechliche Mutter. Als ihre Wahltante Pauline sie aus Venedig anruft und um einen Besuch bittet, macht sie sich ...
Die Wienerin Adele ist Zahnärztin mit Leib und Seele und kümmert sich nebenher um ihre gebrechliche Mutter. Als ihre Wahltante Pauline sie aus Venedig anruft und um einen Besuch bittet, macht sie sich auf den Weg. Doch sie kommt zu spät, Pauline ist tot und der Großneffe Marlon empfängt sie in deren Palazzo. Adele kann nicht an den Unfall glauben, den Marlon ihr als Todesursache präsentiert und forscht nach. Dabei erhält sie Unterstützung von ihren ehemaligen Klassenkameradinnen Chris und Biggi, die sie zufällig bei ihrer Anreise auf einem Vaporetto getroffen hat.
Susanne Ayoub stellt die Charaktere überzeugend dar und beschreibt auch Venedig authentisch. Allerdings ist die Handlung für meinen Geschmack zu konstruiert und unglaubwürdig - Zufälle wohin man nur schaut. Dass Adele Chris und Biggi zufällig auf einem Vaporetto trifft, kann ich mir noch vorstellen, aber dass die beiden sie bei der Ermittlung unterstützen, dafür viel Zeit opfern und sich fast nur noch darum kümmern, obwohl sie sich zur Schulzeit nicht sonderlich mochten, dann wiederum nicht. Und davon gibt es noch mehr.
Wem solche Details aber unwichtig sind oder wer es damit nicht so genau nimmt und einfach nur gut unterhalten werden möchte, dem/der kann ich "Rondo Veneziano" empfehlen. Denn das gelingt Susanne Ayoub vorzüglich. Sie hat einen spannenden Krimi erdacht und schreibt sehr unterhaltsam und mitreißend. Auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. An manchen Stellen ist "Rondo Veneziano" fast schon ein Wohlfühlbuch - wenn da nicht ein Todesfall wäre, der Adele und allen, die Pauline gekannt haben, sehr nahegeht.
"Aufblattelt" ist bereits der dritte Gartenkrimi um Vera Horvath, handelt, wie die beiden Vorgänger, im Südburgenland und ist völlig unabhängig von den anderen beiden zu lesen.
Martina Parker ist wieder ...
"Aufblattelt" ist bereits der dritte Gartenkrimi um Vera Horvath, handelt, wie die beiden Vorgänger, im Südburgenland und ist völlig unabhängig von den anderen beiden zu lesen.
Martina Parker ist wieder ein herrlicher Krimi mit Lokalkolorit gelungen. Auf unvergleichliche Weise bringt sie die Atmosphäre und die Lebensart des Südburgenlands rüber. Sie beschreibt Begebenheiten aus dem Leben der Bewohner und spart auch den Landadel und dessen Beziehung zu den "Normalsterblichen" nicht aus. Der eigentliche Kriminalfall tritt dadurch fast schon in den Hintergrund. Die einzelnen Charaktere sind authentisch und realistisch gezeichnet, an mancher Stelle würde ich mir noch etwas mehr Tiefe wünschen, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Der akribisch aufgebaute Spannungsbogen tut sein Übriges. Genau das richtige Buch für Krimifans und alle, die es noch werden wollen.
Karen Duve zeichnet in ihrem Buch Sisi das Porträt einer an manchen Stellen eher unsympathischen Kaiserin von Österreich, die wenig mit der Sisi aus den bekannten Filmen gemeinsam hat. Sie ist berechnend ...
Karen Duve zeichnet in ihrem Buch Sisi das Porträt einer an manchen Stellen eher unsympathischen Kaiserin von Österreich, die wenig mit der Sisi aus den bekannten Filmen gemeinsam hat. Sie ist berechnend und nützt ihre Position ständig aus - eine Beschreibung die vermutlich nahe an der Wirklichkeit ist. Es ist sehr viel - für mich zu viel - von Pferden die Rede. Es zeigt aber, wie verrückt Sisi nach diesen Tieren war und damit ist es wiederum gerechtfertigt.
Alles in allem gibt Karen Duve mit ihrem Roman Einblick in das Leben einer außergewöhnlichen Frau und zeigt ein realistisches Bild von ihr. Die Sprache ist detail- und bilderreich und leicht zu lesen. Die Charaktere, insbesondere Sisi, sind facettenreich und authentisch beschrieben. Ein Buch das wenig Überraschungen birgt, aber trotzdem sehr lesenswert ist.