Bildreich und derb
So forsch, so furchtlos"So forsch, so furchtlos" handelt auf Teneriffa. Die 10-jährige Ich-Erzählerin beschreibt in sehr derber Sprache, wie sie zusammen mit der gleichaltrigen Isora, mit der sie eine innige Freundschaft verbindet, ...
"So forsch, so furchtlos" handelt auf Teneriffa. Die 10-jährige Ich-Erzählerin beschreibt in sehr derber Sprache, wie sie zusammen mit der gleichaltrigen Isora, mit der sie eine innige Freundschaft verbindet, ihre Tage verbringt. Die Erzählerin schaut zu Isora auf und hat sich in dieser Bewunderinnen-Rolle sehr gut eingerichtet. Dementsprechend lässt sie sich auch von ihr zu mancher Dummheit verleiten oder ist unfreiwillig dabei. Beide Mädchen fühlen sich sehr erwachsen, aber an vielen Stellen wird deutlich, dass insbesondere die Erzählerin sehr naiv ist und nur denkt, zu wissen, was Erwachsensein bedeutet.
Ich fand keinen richtigen Zugang zu Andrea Abreus Debütroman. Die Autorin hat das Seelenleben der Erzählerin gut rübergebracht. Den bildreichen, derben Beschreibungen konnte ich aber nur wenig abgewinnen. Oft finde ich es schade, wenn ein Buch nur wenige Seiten hat, in diesem Fall war ich froh darüber.