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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2025

Ludwig der Fromme und sein Familienkampf

Das Erbe der Karolinger
6

Anhand des Buchtitels erkannte ich sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Das vor allem in schwarz gehaltene Buchcover sieht außergewöhnlich aus und sprach mich direkt an. Erst auf den ...

Anhand des Buchtitels erkannte ich sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Das vor allem in schwarz gehaltene Buchcover sieht außergewöhnlich aus und sprach mich direkt an. Erst auf den zweiten Blick habe ich den Mond und die Mondfinsternis, die Kaiser Ludwig, der Fromme kurz vor seinem Unfall im Jahr 817 gesehen hat, erkannt. Dieses als Zeichen Gottes interpretierend, regelt er seine Nachfolgerschaft und ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitkaiser. Der Roman endet im Jahr 840 mit dem Tod von Ludwig dem Frommen.
Mein erster Eindruck des Buches war sehr positiv und dieser Eindruck blieb bis zum Ende des Buches. Die optische Aufmachung (Buchcover, Buchinnenseiten mit historischer Karte von Europa zum Zeitpunkt von Ludwig des Frommen, Struktur mit Aufteilung in 5 Teile sowie Nennung der Jahreszahlen) gefällt mir sehr gut. Das vorhandene Nachwort mit weiteren historischen Informationen fand ich super.
Die Hauptprotagonisten wurden glaubhaft beschrieben. So galt meine uneingeschränkte Sympathie dem Kaiserpaar Ludwig und seiner zweiten Ehefrau Judith. Beide gehen sehr respekt- und liebevoll miteinander um. Judith ist mir mit ihrer selbstlosen Art dabei besonders ans Herzen gewachsen. Auch Judiths Schwester Emma hatte meine uneingeschränkte Sympathie. Ich hatte mich für sie gefreut, dass sie und Ludwig (der Jüngere), ebenfalls Sohn aus erster Ehe von Kaiser Ludwig aus Liebe geheiratet haben. Ludwigs weitere Söhne aus erster Ehe, vor allem sein ältester Sohn Lothar wurde mir durch seine unbeherrschte, brutale und respektlose Art immer unsympathischer. Pippins Verhalten konnte ich nachvollziehen.
Es zieht sich ein beständiger Spannungsbogen durch das gesamte Buch. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich habe jede einzelne Seite der 816 Seiten genossen. Ich fühlte mich auch die ganze Zeit mitten im Geschehen und habe mit den Hauptprotagonisten mitgefühlt oder war über deren Verhalten verärgert.
Fazit:
Absolute Kauf- und Leseempfehlung

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  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.02.2025

Elisabeth schwimmt sich frei

Blumen im Schuh
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Ich kannte bisher von der Autorin Annette Spratte nur historische Romane, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher war ich ganz gespannt, wie mir nun dieses Buch „Blumen im Schuh“ gefallen würde. Mein ...

Ich kannte bisher von der Autorin Annette Spratte nur historische Romane, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher war ich ganz gespannt, wie mir nun dieses Buch „Blumen im Schuh“ gefallen würde. Mein erster Eindruck war gleich sehr positiv. Mir gefällt das Buchcover mit dem Bauernhof und dem dazugehörigen idyllischen Garten sehr gut. Dieser positive Eindruck setzte sich dann fort, als ich mit dem Lesen begann. So war ich bereits ab der ersten Seite mitten in der Geschichte drin und habe mit der Ich-Erzählerin gefühlt, gelitten und gelacht. Mir war auch ihre Schwägerin Anja sofort sehr sympathisch, da diese so selbstlos hilfsbereit war.
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin in diesem Buch sehr empathisch ihre eigene Lebenserfahrung mit einfließen ließ. Somit diente mir diese Geschichte nicht nur als Unterhaltung, sondern gleichzeitig auch als Denkanstoß.
Fazit:
Es ist ein interessantes, vielschichtiges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Charlotte trifft Friedrich Schiller

Die Gabe der Sattlerin
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Der Autor Ralf H. Dorweiler schafft es mit diesem historischen Roman den heute bekannten Friedrich Schiller, sein Schauspiel 'die Räuber', das weltbekannte Gestüt Marbach, den realen Räuberhauptmann Hannikel ...

Der Autor Ralf H. Dorweiler schafft es mit diesem historischen Roman den heute bekannten Friedrich Schiller, sein Schauspiel 'die Räuber', das weltbekannte Gestüt Marbach, den realen Räuberhauptmann Hannikel mit seiner Bande raffiniert und auf eine sehr unterhaltsame Weise in die fiktive Geschichte um die Sattlerin Charlotte einzubinden. Nebenbei lernen wir auch den Herzog Carl Eugen von Württemberg kennen. Dieses Buch hat mich vor allem auch deshalb interessiert, da ich zuvor von diesem Autor das Buch 'die Mission des Goldwäschers' gelesen hatte. Dort wurde Wolfgang von Goethe und die Suche nach dem Nibelungenschatz in die fiktive Handlung eingeflochten. Wie gewohnt ist der Schreibstil des Autors flüssig und einfach zu lesen. Manche Ereignisse konnte ich vorab erahnen, einige Wendungen kamen überraschend und auch das Ende überraschte mich.
Fazit:
Von mir eine Kaufempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Das Jahr 1933 im Deutschen Reich in Romanform

Zwanzig Jahre - 1933
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Der Autor Roman Just beschreibt im ersten Band der Reihe „Zwanzig Jahre“ wie sich das Leben der im Deutschen Reich lebenden Menschen im Jahr 1933 verändert. In diesem historischen Roman sind die Personen ...

Der Autor Roman Just beschreibt im ersten Band der Reihe „Zwanzig Jahre“ wie sich das Leben der im Deutschen Reich lebenden Menschen im Jahr 1933 verändert. In diesem historischen Roman sind die Personen und Handlungen zwar fiktiv, diese sind jedoch in den tatsächlichen Begebenheiten eingebettet.
Besonders gut haben mir Sätze wie „Niemand konnte ahnen, dass (an Silvester) die Glocken der Kirchen den Countdown zu einem Albtraum einläuteten“ gefallen. Im Allgemeinen ist der Schreibstil jedoch eher sachlich gehalten, so dass ich bereits zu Beginn eine gewisse Distanz zu den Protagonisten aufgebaut hatte und dies auch bis zum Ende blieb. Manchmal stockte bei mir auch der Lesefluss, da die Sätze teilweise sehr lang und der Inhalt kompliziert beschrieben wurde. Für mich wurde der Spannungsbogen jedoch aufgrund der Thematik aufrecht erhalten.
Mir hat die Struktur des Buches mit den monatlichen Kapitelbezeichnungen ganz gut gefallen. So konnte ich die Veränderungen des täglichen Lebens und der politischen Ereignisse monatsgenau zuordnen. Mit 320 Seiten ist dieser historische Roman ziemlich dünn und der Autor hat weitgehendst auf empathische Ausschmückungen verzichtet.
Es ist ein Buch, das die Situation im Deutschen Reich im Jahr 1933 authentisch wiedergibt

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Gelungener Auftakt der Ostfriesen-Saga

Die Spur der Sehnsucht
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Die Autorin Jaane Janssen schafft es in ihrem Roman „Die Spur der Sehnsucht“ das karge Leben der einfachen Leute vor allem der Frauen mit ihren Kindern sowie das Leben der adligen Familien an der Nordsee ...

Die Autorin Jaane Janssen schafft es in ihrem Roman „Die Spur der Sehnsucht“ das karge Leben der einfachen Leute vor allem der Frauen mit ihren Kindern sowie das Leben der adligen Familien an der Nordsee im 18. Jahrhundert bildlich sehr anschaulich darzustellen. Ich spürte beim Lesen diesen Überlebenskampf und litt mit ihnen, da mir die Hauptprotagonisten sofort ans Herz gewachsen sind.
Die vorhandenen Zeitsprünge und die verschiedenen Erzählperspektiven machen die interessante Geschichte noch lebendiger. Es gab überhaupt keine Durchhänger oder langweilige Passagen. Die Kapitellängen sind angenehm kurz, so dass man die anderen Erzählstränge nicht aus den Augen verliert. Sehr gut hat mir der plattdeutsche Dialekt den alten Leuten, wie Geske gefallen, da ich mich direkt an die Nordsee versetzt fühlte. Es war auch nicht zu viel, so dass es auch für jeden verständlich sein sollte. Ich fand das erläuternde Nachwort der Autorin sehr interessant. Leider fehlte sowohl eine historische Karte von Borkum, als auch ein Personenregister.
Es ist einer der wenigen Bücher, die ich bisher über Walfänger und deren Familien gelesen habe. Ich wurde sehr gut unterhalten und kann daher das Buch weiterempfehlen. Ich freue mich auf den zweiten und abschließenden Band dieser Ostfriesen-Saga, da ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Sventje, Lian und Valentin weitergeht.

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