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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Ein leiser Thriller voller Atmosphäre

Der letzte Brief des Papstes
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Der letzte Brief des Papstes hat mich vor allem mit seiner besonderen Gestaltung überzeugt: klare Typografie, viel Raum und Seiten, die sofort eine ruhige Grundstimmung erzeugen. Diese Atmosphäre setzt ...

Der letzte Brief des Papstes hat mich vor allem mit seiner besonderen Gestaltung überzeugt: klare Typografie, viel Raum und Seiten, die sofort eine ruhige Grundstimmung erzeugen. Diese Atmosphäre setzt sich im Text fort, der mit wenigen, präzisen Bildern eine dichte Spannung aufbaut. Schon die ersten Szenen – ein Schatten, ein stiller Gang, ein Blick, der zu viel verrät – zeigen, wie stark der Roman von Stimmung, Beobachtung und dem Unausgesprochenen lebt.

Der Schreibstil ist ruhig und zurückhaltend, aber gleichzeitig präzise genug, um sofort neugierig zu machen. Besonders die Begegnungen des Erzählers wirken authentisch und lassen spüren, dass hier mehr unter der Oberfläche brodelt, als offen ausgesprochen wird. So entsteht ein Thriller, der mich nicht mit wirren Wendungen, sondern mit feiner Spannung bis zum Schluss überzeugt hat.

Ich empfehle das Buch jedem, der besondere Atmosphären und klug erzählte Geheimnisse in Romanen mag.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Skurril, brutal und schleimig

Feuchte Monster
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Normalerweise mache ich um extremen Horror, schleimige Meereswürmer und blutige Rachefeldzüge einen großen Bogen. Das hier ist definitiv nicht mein übliches Genre und eigentlich hätte ich allein von der ...

Normalerweise mache ich um extremen Horror, schleimige Meereswürmer und blutige Rachefeldzüge einen großen Bogen. Das hier ist definitiv nicht mein übliches Genre und eigentlich hätte ich allein von der Beschreibung weglaufen müssen. Aber irgendwie war meine Neugier geweckt bei der Beschreibung des Buches und wollte plötzlich böse und wilde Abgründe entdecken.

Das Buch selbst ist eine völlig abgedrehte Mischung aus Monsterhorror, schwarzem Humor und absurd überzeichneter Gesellschaftssatire. Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob ich lachen, würgen oder den Kopf schütteln soll – meistens tat ich alles gleichzeitig. Die Kreativität ist unbestreitbar, die Ideen herrlich verrückt, und die Figuren genauso schräg wie unvergesslich.

Ich habe mich durchgehend unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist absolut bildhaft, so dass man sich manche Dinge leider etwas zu gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art und Weise richtig interessant und wild dargestellt.

Allein für diese kompromisslose Art, Geschichten zu erzählen und für die Leidenschaft des Autors dahinter gibt es von mir 5 Sterne. Fans von bizarren, blutigen und grotesken Stoffen bekommen hier ein echtes Fest serviert – und selbst Genre-Neulinge werden zumindest staunen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Weihnachtsmagie trifft Krimispannung

Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum
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''Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum'' sollte wirklich jeder lesen, der gern bei einem Krimi mit grübelt und Weihnachten liebt. Schon ab der ersten Seite vermittelt das Buch so eine wohlige ...

''Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum'' sollte wirklich jeder lesen, der gern bei einem Krimi mit grübelt und Weihnachten liebt. Schon ab der ersten Seite vermittelt das Buch so eine wohlige und weihnachtliche Atmosphäre, dass man fast vergisst das es hier um einen Mordfall geht. Hinzu kommt der sympathische Ermittler Hunter, viele unerwartete Wendungen und Erkenntnisse die man als Leser irgendwie völlig außer Acht gelassen hat. Für mich persönlich blieb der Fall bis zum Schluss spannend und mein Verdacht viel auf jemand Unschuldigen.

Der Erzählstil von Wolf September ist sehr angenehm. Er ist locker, angenehm flüssig und trotzdem total detailreich. Besonders die Mischung aus Spannung, feinem Humor und warmen, emotionalen Momenten macht das Lesen so leicht und gleichzeitig fesselnd. Man verliert nie den Überblick, und die Perspektive rund um Hunter sorgt dafür, dass man ganz nah an den Figuren bleibt.

Das Cover passt perfekt zur Geschichte: winterlich, atmosphärisch und sofort ein Blickfang. Es transportiert direkt dieses tolle Gefühl von Weihnachten mit einem kleinen, geheimnisvollen Unterton – genau die Stimmung, die das Buch später auch im Inneren hält.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Vielschichtig und fesselnd

Schattenspiel
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Schattenspiel hat mich mit seiner dichten, leicht düsteren Atmosphäre sofort abgeholt. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass man hier ein tolles Buch mit viel Spannung und psychologischer Tiefe ...

Schattenspiel hat mich mit seiner dichten, leicht düsteren Atmosphäre sofort abgeholt. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass man hier ein tolles Buch mit viel Spannung und psychologischer Tiefe liest. Außerdem spielt die Story in einem Wechsel zwischen Spanien und Berlin, was zwei so unterschiedliche Orte sind, die der ganzen Geschichte noch einen eigenen Charakter geben.

Wolfgang, der ehemalige Kommissar im „Ruhestand“, ist ein unglaublich authentischer Protagonist. Kein richtiger Held, sondern jemand mit Vergangenheit, Fehlern und Zweifeln, die immer wieder an die Oberfläche drängen. Genau das hat ihn für mich so greifbar gemacht. Auch die Nebenfiguren wirken realistisch – manche sympathisch, manche irritierend, einige bewusst schwer zu lesen, was perfekt zum Grundton der Geschichte passt.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen: ruhig, klar und trotzdem voller Spannung. Einige Szenen sind fast schon poetisch beschrieben, ohne an Intensität zu verlieren. Und auch wenn das Tempo nicht durchgehend hoch ist, entsteht eine unterschwellige Spannung, die einen Seite für Seite weiterzieht.

Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin Themen wie Erinnerung, Schuld und Vergänglichkeit einwebt. Der Kriminalfall ist spannend, aber es steckt noch so viel mehr dahinter.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Wissen, das wachrüttelt

Frauenkörper ticken anders
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„Frauenkörper ticken anders“ hat mich echt überrascht – im positiven Sinn. Ich fand es total spannend, wie das Buch zeigt, wie Frauen in der Medizin über Jahrhunderte behandelt wurden und bis heute oft ...

„Frauenkörper ticken anders“ hat mich echt überrascht – im positiven Sinn. Ich fand es total spannend, wie das Buch zeigt, wie Frauen in der Medizin über Jahrhunderte behandelt wurden und bis heute oft anders behandelt werden. Es bietet einen tollen Einstieg in die weibliche Medizin und gibt Frauen Raum, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen.

Trotz der vielen Themen liest sich das Buch super angenehm. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, und die Autorin Miriam Funke schafft es, komplexe Inhalte so zu erklären, dass man wirklich dranbleiben will. Besonders gut gefällt mir die Struktur: Tabellen, Fakten und Erfahrungsberichte wechseln sich ab, sodass man nie das Gefühl hat, erschlagen zu werden.

Am Ende bleibt auch Hoffnung: Dass Gendermedizin inzwischen an mehreren Universitäten Pflichtfach ist, zeigt, dass sich etwas verändert. Genau das macht dieses Buch für mich so besonders – es zeigt Missstände, aber auch, dass Wandel möglich ist.

Ein aufrüttelndes, aber gleichzeitig motivierendes Buch. Es macht wütend, nachdenklich und optimistisch zugleich – und man lernt beim Lesen unglaublich viel über sich selbst und darüber, wie Frauenkörper wirklich „ticken“.

Wer sich für Themen rund um Gesundheit, Körper und Medizin interessiert, findet auf www.mabuse-verlag.de oder auf den Social-Media-Kanälen @mabuseverlag viele weitere spannende Bücher – nicht nur zu Frauenthemen, sondern zur ganzheitlichen Gesundheit.

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