„Bord Geflüster“ von Steffi von Wolff ist eine humorvolle Sammlung von 22 Kurzgeschichten, die sich rund um Begegnungen und Erlebnisse in Häfen und auf Segelbooten drehen. Die Autorin versteht es, witzig ...
„Bord Geflüster“ von Steffi von Wolff ist eine humorvolle Sammlung von 22 Kurzgeschichten, die sich rund um Begegnungen und Erlebnisse in Häfen und auf Segelbooten drehen. Die Autorin versteht es, witzig zu schildern, was passiert, wenn Menschen aufeinandertreffen – Szenen, die nicht nur Segler:innen, sondern auch Landratten ein Lächeln aufs Gesicht zaubern werden.
Der Schreibstil ist locker, spritzig und sorgt für viele Schmunzler. Neben der Unterhaltung regt das Buch an einigen Stellen auch zum Nachdenken an, ohne dabei an Leichtigkeit zu verlieren. Das Cover passt perfekt zum Inhalt und stimmt auf den maritimen Inhalt ein.
Einziger Wermutstropfen ist der Preis: 22 Euro für ein kurzweiliges Buch wirken recht hoch. Trotzdem ist „Bord Geflüster“ eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die Lust auf humorvolle Alltagsbeobachtungen und eine kleine Auszeit vom Alltag haben.
„Finale“ ist für mich ein Wohlfühlbuch – mit jeder Menge Humor und einem Helden (oder Anti-Helden), über den man konstant schmunzeln darf. Herbert, Foodtruck-Besitzer und waschechter Münchener, stolpert ...
„Finale“ ist für mich ein Wohlfühlbuch – mit jeder Menge Humor und einem Helden (oder Anti-Helden), über den man konstant schmunzeln darf. Herbert, Foodtruck-Besitzer und waschechter Münchener, stolpert von einer witzigen Situation in die nächste. Ob er sich mit einem Anwalt um den Parkplatz prügelt oder an der Supermarktkasse eine Sprüche-Offensive startet.
Zusammen mit seinem Kumpel Hans plant er dann auch noch die Teilnahme an einer Grillmeisterschaft – und wer die beiden kennt, weiß: Das kann nur im Chaos enden. Aber genau das macht die Geschichte so charmant und unterhaltsam.
Besonders gut gefallen hat mir auch das Familienleben: Herbert ist ein cooler Papa für seinen Sohn Oskar, mit seiner Frau Anja gibt’s viele liebevolle Szenen und der Kater Stupsi macht das Ganze perfekt. Die Figuren sind alle so lebendig und sympathisch, dass man sich fühlt, als würde man mittendrin in München wohnen.
Kalpenstein schreibt herrlich locker und mit so viel Situationskomik, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Herbert ist einfach Kult – ein Charakter, den man gerne begleitet, auch wenn er mal wieder ins Fettnäpfchen tritt. Für alle, die beim Lesen gerne lachen und eine Portion gute Laune gebrauchen können, ist „Finale“ genau das Richtige!
„Büro Monster – Ein Survivalguide für den täglichen Wahnsinn am Arbeitsplatz“ von Martin J. Eppler und Andri Hinnen ist ein erfrischender Ratgeber, der humorvoll und gleichzeitig fundiert zeigt, wie wir ...
„Büro Monster – Ein Survivalguide für den täglichen Wahnsinn am Arbeitsplatz“ von Martin J. Eppler und Andri Hinnen ist ein erfrischender Ratgeber, der humorvoll und gleichzeitig fundiert zeigt, wie wir den täglichen Herausforderungen im Arbeitsumfeld begegnen können. Die Autoren identifizieren 25 „Monster“ des Büroalltags und geben zu jedem eine treffende Beschreibung, wissenschaftliche Hintergründe und konkrete Strategien zur Bewältigung. Die klare Gliederung in vier Teile – von den inneren Zweifeln über schwierige Kolleg:innen bis hin zu strukturellen Herausforderungen – macht das Buch leicht zugänglich und regt gleichzeitig zur Selbstreflexion an. Besonders gelungen ist die Mischung aus Humor, Anekdoten und Praxisbeispielen, die das Lesen nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam macht. Dieses Buch hat mich zum Lachen gebracht, aber auch dazu, meine eigenen Denk- und Verhaltensmuster kritisch zu betrachten.
Rob Perrys Der große Gary ist ein Roadtrip-Roman der leisen Töne, der durch seine warmherzige Mischung aus Coming-of-Age, Abenteuer und einer besonderen Mensch-Tier-Beziehung besticht. Die Geschichte geht ...
Rob Perrys Der große Gary ist ein Roadtrip-Roman der leisen Töne, der durch seine warmherzige Mischung aus Coming-of-Age, Abenteuer und einer besonderen Mensch-Tier-Beziehung besticht. Die Geschichte geht um Benjamin, der mit gerade mal 18 Jahren schon ziemlich viel Einsamkeit und Ängste mit sich herumschleppt. Sein Leben im Caravan Park an der Ostküste Englands wirkt erstmal trostlos, und dann kommt alles auf einmal: ein toter Wal am Strand, ein herrenloser Windhund, der sich nicht mehr abschütteln lässt, und ein Lieferfahrer, der Benjamin plötzlich mitten in eine ziemlich verrückte Geschichte zieht.
Was ich an diesem Roman so mochte, ist die Mischung: Da sind ernste Themen wie Benjamins Angststörung und seine Isolation, aber gleichzeitig so viele herzerwärmende Momente, dass man beim Lesen ständig ein kleines Lächeln im Gesicht hat. Es geht oft etwas schief, aber irgendwie fügt sich am Ende doch alles – und das macht die Geschichte so charmant. Besonders die Beziehung zwischen Benjamin und Gary hat mich berührt.
Der Roadtrip selbst ist spannend und voller kleiner Überraschungen, und Benjamin macht in den wenigen Tagen eine beeindruckende Entwicklung durch. Am Ende bleibt die Geschichte bewusst etwas offen, was sicher nicht jedem gefällt, für mich aber gut gepasst hat – wie im echten Leben eben.
Der große Gary ist eine stille, aber fesselnde Geschichte, die mit originellen Figuren, einem Hauch Spannung und einer großen Portion Herz punktet. Sie zeigt, dass Mut nicht laut sein muss und dass Freundschaft auch zwischen Mensch und Tier heilende Kraft entfalten kann. Ein Buch, das berührt und gleichzeitig unterhält.
Schon das Setting von How to Fight Fate hat mich sofort gepackt: eine Welt, in der das Schicksal alles bestimmt – wer du bist, wen du liebst, wie lange du lebst. Allein dieser Gedanke ist so faszinierend ...
Schon das Setting von How to Fight Fate hat mich sofort gepackt: eine Welt, in der das Schicksal alles bestimmt – wer du bist, wen du liebst, wie lange du lebst. Allein dieser Gedanke ist so faszinierend wie bedrückend, denn ohne Seelenpartner ist man in Anima quasi wertlos. Mit dieser düsteren Prämisse startet Saskia Louis direkt spannend in die Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Kiana, eine Schicksalsnovizin, die sich so sehr auf ihre Seelenzeremonie freut und davon träumt, an der Seite ihres Seelenpartners die Zukunft vorherzusehen. Doch dieser Traum zerbricht, kaum dass sie ihren Seelenverwandten gefunden hat – er stirbt, und damit scheint auch Kianas Hoffnung auf Glück verloren. Genau hier hat mich Kianas Charakter richtig beeindruckt: Statt aufzugeben, beschließt sie zu kämpfen, sich ihr Leben zurückzuholen und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Sie ist eine starke, mutige Protagonistin, die nie passiv bleibt und an jeder Herausforderung wächst.
Besonders die Dynamik zwischen Kiana und Tyron ist gut dargestellt. Ihre Liebesgeschichte ist keine klassische „perfekte“ Romanze, sondern fühlt sich echt an – mit Höhen, Tiefen, Streit und Leidenschaft. Saskia Louis zeigt sehr schön, dass Liebe mehr ist als Seelenverwandtschaft; sie bedeutet Arbeit, Entwicklung und gegenseitiges Vertrauen. Das hat der Geschichte eine Tiefe gegeben, die ich bei vielen Romantasy-Romanen manchmal vermisse.
Auch die Freundschaft zwischen den drei Novizen – Kiana, Nevin und Tyron – hat mir gut gefallen. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, und es macht Spaß, Stück für Stück mehr über ihre Hintergründe zu erfahren. Sie ergänzen sich perfekt und wachsen als Team zusammen, was die Geschichte noch lebendiger macht.
Das Worldbuilding ist spannend und originell. Ich hätte mir teilweise sogar noch mehr Details über die drei Orden, die Schicksalsfäden und die Bedeutung der Seelenpartnerschaften gewünscht, weil die Ideen so viel Potenzial haben. Aber vielleicht kommt da noch mehr im nächsten Band – und nach diesem Cliffhanger am Ende bin ich definitiv neugierig auf die Fortsetzung!
Mein Fazit: How to Fight ist eine Mischung aus Romantasy, Abenteuer und einer starken Botschaft: Die Zukunft ist nicht festgeschrieben. Kianas Mut und Entschlossenheit machen sie zu einer Heldin, die man gerne begleitet, und die Geschichte bietet eine tolle Balance aus Spannung, Gefühl und Magie.