Profilbild von mirisbuecherstuebchen

mirisbuecherstuebchen

Lesejury Star
offline

mirisbuecherstuebchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mirisbuecherstuebchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2017

Rezension

Ich und Earl und das Mädchen
0

Ich weiß zwar nicht, was ich bei diesem Buch erwartet hatte, aber laut meiner Vorstellung sollte ich zutiefst berührt sein und die ein oder andere Träne verlieren. Spätestens nach den Vorwort des "Autors" ...

Ich weiß zwar nicht, was ich bei diesem Buch erwartet hatte, aber laut meiner Vorstellung sollte ich zutiefst berührt sein und die ein oder andere Träne verlieren. Spätestens nach den Vorwort des "Autors" wurde mir klar, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden und es sich in eine komplett andere Richtung entwickelt, wie gedacht. Es muss nicht unbedingt negativ sein. Nein, im Gegenteil ich war überrascht und habe diese Art wirklich sehr genossen, in der sich das Buch entwickelt hat. Es erzählt nicht unbedingt diese bekannte Geschichte, bei der sich die Protagonisten trotz des bald anstehenden und unvermeidlichen Tod in einander verlieben und der Abschied schwer und herzzerrreißend ist. Fasst das nicht falsch auf, aber der Autor ist schlicht weg einfach realistisch und scheut nicht davor, die Realität knallhart auszudrücken. Zum Beispiel produzieren Earl und Greg zusammen Filme, die, da sie über nicht sonderlich viel Budget verfügen, ehr nicht so gut sind. Sie kommen nicht groß damit raus, gewinnen keinen Preis oder sowas. Sie sind einfach zu schlecht gefilmt dafür. Seit langem habe ich kein so realistisches Buch gelesen, bei dem der Autor nur die Tatsachen schön reden will.

Wie euch oben bestimmt schon aufgefallen ist, habe ich "Autor" in Ausrufezeichen gesetzt. Es ist nämlich so: Der wahre Autor, Jesse Andrews, hat selbstverständlich dieses Buch auch selber geschrieben, allerdings lässt er es so aussehen, als hätte es Greg im Nachhinein geschrieben, weil er nun keine Filme er dreht. Das fällt zum einen an der jugendlichen Sprache auf, in der es geschrieben ist. Zum anderen ist der Inhalt auch so gestrickt. Zu Beginn erzählt er zum Beispiel, er würde nun keine Filme mehr drehen und stattdessen ein Buch schreiben. Mir war an dieser Stelle selbst noch nicht bewusst, dass es Greg ist, der die Rolle des Autors übernimmt und dachte, der wahre Autor hätte früher Filme gedreht. Erst im Nachhinein wurde es mir klar. Das ist glaube ich der Punkt, der mich am Meisten an diesem Buch begeistert hat.

Generell nimmt der Autor sich selbst nicht ernst und macht sich manchmal selbst schlechter, als er ist. Manchmal gibt es auch Einschübe in der Geschichte, bei denen er sich entschuldigt, dass geschrieben zu haben. Ich finde, dass das sehr untypisch ist und es dieses Buch nur noch einzigartiger ist, als es eigentlich schon ist. Durch die witzige Schreibweise, die ebenfalls lustigen Charaktere und die lockere Art, wie er es schreibt, macht dieses Buch zu einem, was man innerhalb eines Tages durchlesen kann. (Was ich auch gemacht habe...) Die Art, in der das Buch geschrieben wurde, variiert sehr stark. Manchmal ist es ein normaler Blocktext, wie bei jedem anderen Buch, manchmal eine Aufzählung von Antwortmöglichkeiten und manchmal auch einfach eine Art Drama mit Regieanweisung, was natürlich super zu der Tatsache passt, dass dieses Buch sich auf Gregs und Earls Liebe zu Filmen stützt. Außerdem ist dieses Buch meiner Meinung nach für wirklich jeden etwas und begeistert bestimmt auch Nichtleser, genauso wie Lesedrachen.

Besonders als lustig empfand ich die Art von Greg, wie er sich einen Plan ausdenkt, um auf der High-School klarzukommen. Er möchte sich mit jeder Gruppe anfreunden, aber zu keiner dazugehören. Leider muss er auch Opfer dafür bringen, da er keine festen Freunde hat, abgesehen von Earl, der aber ehr so etwas wie ein Arbeitskollege ist. Als er dann von deiner Mutter dazu gezwungen wurde, mit Rachel Zeit zu verbringen, da diese an Leukämie erkrankt ist und sie so etwas wie "befreundet" waren als Kinder. Anfangs ist das Greg einfach zuwider, aber mit der Zeit freunden sie sich an und verbringen viel Zeit miteinander, denn Rachels Tod kommt schneller als ihnen lieb ist. Dabei hat er gerade sowas, wie einen Freund/in gefunden!

Wie oben schon erwähnt ist dieses Buch anders, als ich erwartet hätte. Es gibt überraschend wenig Trauer, Drama und Herzschmerz. An manchen Stellen ist es ehr gefühlslos und plump. Allerdings kann diese kleine Macke durch die ganzen anderen positiven Punkte teilweise wieder gut gemacht werden.


Fazit:

Es ist wirklich anders, als ich erwartet hätte. Statt Trauer kommt überraschenderweise viel Humor vor. Und das gerade bei einem so ersten Thema. Es könnte von manchen als negativ empfunden werden, allerdings werte ich dies als einfach einzigartig. Durch abwechslungsreiche Schreibformen, jugendlichen Humor und trotzdem spannenden Hintergrund macht es das Buch zu einem, das von jedem als gut befunden werden kann.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Rezension

Talon - Drachenzeit
0

Vorab kann ich schon mal sagen, dass es eins von den Büchern ist, die man gar nicht beenden möchte, aber auch am liebsten an einem Tag lesen kann. Naja von der Seitenanzahl her würde es schwierig werden, ...

Vorab kann ich schon mal sagen, dass es eins von den Büchern ist, die man gar nicht beenden möchte, aber auch am liebsten an einem Tag lesen kann. Naja von der Seitenanzahl her würde es schwierig werden, aber ich denke ihr kennt alle das Gefühl. Ich für meinen Teil habe es geschafft die Lesezeit gequält auf 4 Tage verteilen zu können. Und auch wenn ich in der Schule war oder unterwegs war, ging mir dieses Buch nicht aus dem Kopf. Daher kommt diese Rezension auch so spät. Eigentlich wollte ich gar keine Rezension darüber schreiben und es auseinandernehmen, sondern einfach so im Gedächtnis behalten. Doch die Autorin hat mir wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht. Tage- und Wochenlang spukte dieses verdammte Buch in meinen Kopf rum! Immer, wenn ich dachte: ´Oh, was mache ich denn wohl als nächstes für einen Beitrag?´, kam mir Talon in den Sinn. Es gibt so vieles, das ich über dieses Buch loswerden und mit euch teilen möchte. Es hat mich noch sehr lange beschäftigt und ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Teil am elften erscheint.

Wie ich vorher schon vermutet hatte geht es um ein ähnliche Geschichte, wie Firelight. Genauso, wie in dem Buch, geht es auch hier um ein Draki- bzw. Drachenmädchen, das die andere "normale" Menschenwelt nicht kennt und ganz gespannt ist, wie es dort wohl so ist. Jedoch ist, ebenso wie in Firelight ist die Organisation der Drakis bzw. hierbei Drachen, die den Namen Talon (zu Deutsch Kralle, Klaue) trägt, sehr streng und behütet, da es natürlich, wie nicht anders zu erwarten auch böse Leute gibt. In diesem Fall ist das eine ebenso geordnete Organisation oder Gemeinde trifft es wohl ehr, die im Namen des Heiligen Sankt Georg Drachen tötet. Gar nicht so leicht, wie es für den einen scheint. Kleinere, jüngere Drachen sind zwar vergleichsweise klein, aber wenn man mal einen erwachsenen begegnet... Oho, das könnte dann mal böse enden. Doch diese "Gemeinde" bildet ihre kleinen Georgsritter schon von Geburt an aus, alles mit Schuppen und vier Beinen zu killen. Dabei erinnerte mich diese Gemeinde ehr an eine Art Sonderkommando des Militärs.

Und wie es der Zufall so will, wird der enthusiastische Georgsritter Garret auf einen neuen Sonderfall angesetzt. Er soll einen neuen Schläfer, einen Drachen in Menschengestalt, der sich in die Menschenwelt einfügen soll, entlarven und wenn möglich eliminieren.
Ember hingegen, ein junger Drache, fast noch ein Nestling, ahnt mit ihren 16 Jahren gar nicht, was auf sie zukommt, als ihre Einfügungsphase für drei Sommermonate ansteht, was auf sie zukommen wird. Sie unterscheidet sich von den anderen ihrer Art. Im Gegensatz zu ihren Zwillingsbruder sieht sie dies nicht als Lerneinheit, sondern als Abwechslung zu ihren strengen Lernplan. Sie sehnt sich nach der Freiheit, jedoch muss sie vorsichtig sein. Sie steht bei Garret unter Verdacht dieser Schläfer zu sein. Ember ahnt davon nur nichts und langsam kommen sie sich - wie erwartet - näher.
Dabei schleichen sie umeinander herum. "Könnte sie der Schläfer sein? Könnte er eventuell einer dieser Georgsritter sein? Nein, das darf nicht war sein!" So denken sie die ganze Zeit, der eine mehr, der andere weniger. Die Vermutung steht immer im Raum, doch wollen Beide es nicht so recht wahr haben. Es ist dabei wirklich lustig anzusehen, wie sie umeinander herumschleichen und sich nicht sicher sind, ob er bzw. sie es sein könnte. Eine Art Versteckspiel, ohne zu wissen, was man sucht.

Ember ist generell rebellisch angehaucht. Obwohl "rebellisch" kann man nicht so wirklich sagen. Ehr negativ gegenüber Talon gestimmt. Sie möchte Freiheit haben und nicht das ganze Leben vorgeplant bekommen. Also genießt sie ihre frei Zeit als "normaler" Teenager am Strand, lernt Surfen, bildet sich einen Freundeskreis und verliert ein bisschen die Mission aus den Augen, dass sie assimilieren, kopieren und sich einfügen soll.
Genau richtig kommt dann der Einzelgänger, der ihr zeigt, wie Talon wirklich ist. Es erinnert ab den Zeitpunkt ein bisschen an eine Organisation, die von einem rebellischen Mädchen gestürzt wird, die man aus fast jeder Dystrophie kennt. Es ist also nicht undenkbar, dass es sich mal in die Richtung entwickelt.

Im Gegensatz wie ich erwartet hatte, entwickelt es sich nicht zu etwas Firelight-Artigen, sondern zu etwas komplett Neuem. Der Charme, der mir so an Plötzlich Fee gefallen hat, wird auch hier nicht vernachlässig. Die Ideen , Möglichkeiten und Richtungen, die eigeschlagen werden könnten, bringen einem dazu, den nächsten Teil entgegen zu fiebern.

Ein wirklich positiver Punkt ist auch noch, dass es von verschieden Perspektiven erzählt wird. Hauptsächlich aus Garrets und Embers Sicht. Hier sieht man wieder vermehrt, dass die beiden Seiten sich gleichen, aber auch unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide Seiten haben die selben oder ähnlichen Ziele und Absichten, könnte aber von Grund auf nicht unterschiedlicher sein. Da stellt sic die Frage: Wer ist denn nun wirklich das Raubtier von den beiden?


Fazit:

Anders als erwarte, wurde es doch nicht eine Abwandlung von Firelight, sondern etwas Neues und ja, sogar vielleicht noch besseren. In mancher Sicht ähnelt es einer Dystrophie, wegen dem strengen System/ Organisation, die es zu stürzen gilt. Eine nette Mischung, die einen auf den zweiten Teil sehnsüchtig warten lässt. Die Geschichte von Amber und Garret spukte noch lange in meinem Kopf rum und ließ sich nicht so schnell auskurieren.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Rezension

Talon - Drachenherz
0

Nun geht es erstmal richtig los. Nach dem relativ ruhigen Geschehnissen im Band eins, geht es nun richtig zur Sache. Schluss mit Strandurlaub, Surfen und Smoothies. Denn nachdem Ember sich Riley bzw. Cobalt, ...

Nun geht es erstmal richtig los. Nach dem relativ ruhigen Geschehnissen im Band eins, geht es nun richtig zur Sache. Schluss mit Strandurlaub, Surfen und Smoothies. Denn nachdem Ember sich Riley bzw. Cobalt, dem abtrünnigen Einzelgänger angeschlossen hat, ist ihr "behütetes" Leben in Talons Schoß ein für alle Mal vorbei. Sie erfuhr, dass sie eine Viper werden soll und somit Einzelgänger ... nun ja, umbringen soll und das nur, weil sie sich der Organisation nicht beugen wollen. Somit ist Action, Verfolgungsjagden und Scharfschützenfeuer vorhergesagt, da sie nun sowohl von den Vipern des Talonordens, als auch den Georgskriegern gejagt. Und damit musste sie sich ihre neu gewonnen Freunde vom Strand lossagen und zurücklassen. Dabei würde ich mich wirklich gerne über ein Wiedersehen freuen.
In diesem Punkt unterscheidet diese Fortsetzung sich am meisten von dem ersten Teil. Es gibt deutlich mehr Action und Ember und ihre Verbündeten sind immer unterwegs und in Bewegung. Mir persönlich hat jedoch der erste Teil minimal besser gefallen, weil dort noch eine entspannte und an ein normales, unbeschwertes Teenagerleben erinnernde Atmosphäre herrschte.

Im Laufe des Buches kann man hin und wieder einen flüchtigen Blick auf die Vergangenheit von Cobalt werfen und wie die Sache mit dem Netzwerk auf Talons Flüchtlingen seinen Lauf nahm. Auch Garret wird manchmal von seiner Soldatenvergangenheit eingeholt und beeinflusst. Aber besonders die Entstehung des Netzwerks ist für mich interessant. Endlich erfährt man mehr darüber! Und das dann auch noch aus Rileys Sicht persönlich. Denn im zweiten Teil teilt sich die Sichtweise in die von - hauptsächlich - Ember, Garrets und Rileys bzw. Cobalts Sicht auf. Hin und wieder erhält man einen Zwischenstand, wie es um Embers Zwillingsbruder Dante steht, der nun ein vollwertiges Mitglied Talons ist und auf Ember angesetzt wurde. Zudem erfährt man von den einzelnen eindeutig mehr. Und ich muss zugeben: Langsam gewinne ich die drei wirklich, wirklich lieb!
Neben den Netzwerk erfährt man auch viel über die angeteaserten "Berufe" von Talon. Basilisken, Vipern, Chamäleon (und so weiter) nehmen langsam eine Vorstellung in meinem Gehirn an.

Ist es euch schon mal aufgefallen, dass langsam eine dieser verdammten Dreiecksbeziehnungen entsteht? Von vielen wird sie verhasst und mit Twilight in Verbindung gebracht. Doch wartet, keine voreilige Meinungen! Ich finde, dass diese hier sich von anderen abhebt. Ember empfindet nämlich für beide etwas auf eine andere Art und dabei sind die Gefühle für den einen nicht mehr, als bei den anderen. Schlicht einfach nur anders. Zu Riley empfindet sie eine innere, intuitive Verbindung, die hauptsächlich auf das Dachen-Sein und Instinkte zurückgeführt werden kann. Zu Garret hingegen ist es etwas Leichteres, Unkomplizierteres. Beide wachsen ihr ans Herz und es steht fest: Irgendwann
wird sie unweigerlich vor die Wahl gestellt werden. (Also ich bin ja für Garret^^)

Die Ereignisse häufen sich in diesem Buch nur gerade zu. Das mag durchaus daran liegen, dass das Trio immerzu verfolgt wird und immer in Bewegung ist. Leider kommt dadurch auch die Beziehung der beiden zu Ember etwas zu kurz für meinen Geschmack. Cha, bei Scharfschützengefechte, Verfolgungen von Vipern und Ähnlichem ist schließlich schwer Dinneressen oder Picknickmachen.

Ein weiterer bezaubernder Punkt an dem Buch ist garantiert dieser faszinierender Schreibstil der Autorin. Wer Plötzlich Fee schon mal gelesen hat, kann das garantiert nachvollziehen. Man kann förmliche jeden Gedanken der einzelnen Figuren greifen und in der Hand umherdrehen. Wenn ich jetzt auch noch sagen würde: "Man kann sich so gut in die Geschichte und die Figuren hineinversetzten" ist das Maß an Unoriginalität in dieser Rezension erreicht. Doch es stimmt wirklich. Der Spruch mag zwar abgenutzt sein, aber hier stimmt er wirklich.


Fazit:

Eine wundervolle Fortsetzung einer Reihe mit der ich garantiert weiter mit fiebern werde. Es ist allerdings deutlich mehr Bewegung und Action da, als beim Vorgänger und dadurch kommen die Beziehung (bzw. Beziehungen) etwas zu kurz. Geschickt wurde ich von Julie Kagawa hin und wieder an der Nase herumgeführt und auch überrascht. Nicht negativ sondern immer positiv. Diese Reih wird einfach immer besser und besser und ich kann es kaum erwarten, bis der nächste Teil rauskommt.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Rezension

Feuer & Flut
0

Zu aller Erst wollte ich schon mal anmerken, wie wahnsinnig, unglaublich und einzigartig dies Grundidee von dem Buch ist. Zuerst dachte ich es könnte einer von diesen Panemabklatschen sein. Viele Kandidaten ...

Zu aller Erst wollte ich schon mal anmerken, wie wahnsinnig, unglaublich und einzigartig dies Grundidee von dem Buch ist. Zuerst dachte ich es könnte einer von diesen Panemabklatschen sein. Viele Kandidaten die gezwungen werden an einem Wettbewerb gegen einander anzutreten. Im Grunde ist es genau das, nur steckt dahinter noch so viel mehr. Wie oben im Klappentext schon erwähnt gibt es einen Preis für den Sieger: Ein Heilmittel für die geliebte Person. Jeder Kandidat probiert dieses zu bekommen und jeder hat dabei unterschiedliche Motive und Einstellungen zum Wettrennen. Die meisten haben nur das Heilmittel im Auge und fragen nicht nach, doch (wer hätte es gedacht) unsere Protagonistin Tella unterscheidet sich hier von der Masse. Sie möchte herausfinden, wer hinter dem Wettbewerb steckt und warum diese Leute ihnen das antun. Schon mal trifft sie auf den mysteriösen und distanzierten Guy, der anscheinend mehr über das Rennen weiß, als eigentlich möglich und bestens vorbereitet ist. Nicht so wie Tella. Tella ist im Vergleich zu ihm und den anderen Kandidaten unterlegen und hat ungeahnte Nachteile. Eine davon wäre zum Beispiel Madox, ihr schwarzen Mini-Fuchs und Pandora. Im Vergleich zu den anderen Pandoras (z.B. feuerspeiende Löwen, Stiere mit Giftnebel, Geparden und so weiter) ist ihr kleiner Fuchs grob gesagt nutzlos. Er kann sie nicht verstehen wie andere Pandoras, hat keine besonderen Fähigkeiten und erscheint schwach. Doch Tella kümmert sich trotzdem um ihn und gibt ihn sogar einen Namen im Gegensatz zu anderen, die ihre Pandoras M-4 oder so nennen. Was auf die Dauer als Leser echt anstrengend ist, die ganzen Zahlen-Buchstaben-Kombis zuzuordnen.



Mit der Zeit bilden sich "Reisegruppen", manche bleiben aber auch stur Einzelgänger. Auf jeden fall schließt sich Tella irgendwann einer bestehenden Gruppe an, um zu überleben. Man lernt jeden Einzelnen fast persönlich kennen und gewinnt sie lieb, was wirklich gemein von der Autorin ist, da es ja unweigerlich bei dem Wettbewerb zu Toden kommt. Tella probiert zwar alles erdenklich Mögliche um alle am Leben zu erhalten, auch Kandidaten aus anderen Teams. Taktisch gesehen ist das zwar nicht so klug, aber es verleiht dem Charakter eine besondere Tiefe. Aber auch zu gleich eine angreifbare Flanke. Wird ihr großes Herz ihre Schwäche sein?



Manche Stellen sind unerwartet brutal, hier ein nicht-spoilerndes Beispiel: In ihrer "Reisegruppe" befinden sich Kandidaten aus allen Altersklassen. Hauptsächlich um Tellas Alter rum, aber auch jüngere. Viiiieeel Jüngere. Ein kleines Mädchen ist gerade mal etwa 10 Jahre alt und nimmt trotzdem am Brimstone Bleed teil um jemanden zu heilen. Und als würde man es nicht ahnen, passieren die schlimmsten und brutalsten Dinge genau ihr. Das Buch erwischte manchmal bei mir einen empfindlichen Nerv und hat mich überrascht, zum Weinen, aber auch zum Lachen gebracht. Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Der Schreibstil wird mir glaube ich immer im Gedächtnis bleiben und ich werde das Buch immer damit verbinden. Mittlerweise habe ich schon die andere Reihe (Die Dante-Walker-Reihe) der Autorin auf meiner Wunschliste stehen, weil mir ihr Schreibstil so gut gefallen hat.



Das wohl Interessanteste am Buch war für mich eindeutig der Hintergrund vom Brimstone Bleed. Am Anfang hat man genauso wie Tella zwar keine Ahnung, warum und wieso dieser Wettbewerb stattfindet, doch man erhält hin und wieder ein paar Informationsbrocken hingeworfen. Wobei ich sagen muss, dass im zweiten Teil ehr der Fokus auf den Hintergrund liegt, als der erste. Dafür -soviel kann ich schon mal sagen- steckt da so viel hinter, dass man es im ersten Teil noch nicht mal erahnen kann.



Fazit:



Es könnte fast mein Monatshighlight sein, wäre da Shadow Falls: After Dark 2 nicht gewesen... Diese Grundidee ist unglaublich und fesselnd, obwohl sie minimal an Panem erinnert. Dies macht der Schreibstil aber dafür doppelt weg. Herzerweichende Kapitel und Figuren winken allen, die die Reihe noch nicht gelesen haben, aber auch die Rute von Knecht Ruprecht^^ Denn wer diese Reihe noch nicht gelesen hat, wollte es schnellst möglichst nachholen, bevor der Helfer vom Nikolaus kommt. ^-^

Veröffentlicht am 25.03.2017

Rezension

Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
0

Nachdem uns die herzallerliebste Autorin wie gewohnt mit einem riesigem Cliffhanger fast ein halbes Jahr auf eine Fortsetzung hat warten lassen, geht es nun endlich mit der Obsidian-Reihe weiter. Das Ende ...

Nachdem uns die herzallerliebste Autorin wie gewohnt mit einem riesigem Cliffhanger fast ein halbes Jahr auf eine Fortsetzung hat warten lassen, geht es nun endlich mit der Obsidian-Reihe weiter. Das Ende von Opal war sehr gemein und die Autorin hat es wie so oft bewusst offen gelassen. Wer andere Bücher der Autorin gelesen hat, wird es nicht verwundern, dass auch bei Origin wieder ein Cliffhanger ist. Ich persönlich hatte dieses Mal gar nicht damit gerechnet, dass es ein so offenes Ende sein wird, zumal bis zu der vorletzten Seite alles... nun ja Un-Cliffhangerhaft aussah. Fast musste ich das Buch zuklappen und auf das Cover schauen, um mich zu vergewissern, dass es wirklich von Jennifer L. Armentrout ist. Doch ehe ich mich freuen (okay, was heißt freuen. Ich liebe und hasse die Bücher der Autorin genau deshalb so) konnte, fand innerhalb der letzten Seiten noch ein heftiger Plottwist statt. Und dazu kommt noch, dass Opposition erst im April erscheint... Das wird einen lange Zeit.

Es fängt so ziemlich genau da an, wo Opal aufgehört hat. Katy wurde von Daedalus gefangen genommen, wo sie nun Tests und anderes Fürchterliches mit ihr anstellen. Daemon, ganz wie wir ihn kennen, würde die ganze Welt niederbrennen, um sie zu befreien. Dafür wurde Bethany befreit, doch Katy blieb bei dem Einstieg in Mount Weather zurück.
In diesem Band erfahren wir zum ersten Mal (abgesehen von den Short-EBook-Storys) die Geschichte zum ersten Mal aus Daemons Sicht, wie sehr ehr unter Katys Festnahme leidet und wie sehr es sie liebt. Ein kluger Schachzug der Autorin, da ich finde, dass Origin aus ausschließlich Katys Sicht sehr zäh gewirkt hätte. Die Sichtwechsel sorgen für einen gewissen Reiz, weiter zu lesen.

Gefangen bei Daedalus werden Tests und teilweise auch Experimente an Katy gemacht. Sobald sie eine falsche Bewegung macht, wird ihr Schaden zugefügt, sie wird die ganze Zeit überwacht und muss Tests über sich ergehen lassen. Zugleich wird ihr eingetrichtert, dass Daedalus den Menschen helfen möchte, die Lux teilweise bösartig sind, eine Weltübernahme planen und vor hunderten von Jahren den Krieg mit den Arum begonnen haben. Katy - und ich selbst - wusste nicht, wem sie nun trauen kann, zumal sie zuvor gar nicht viel über Daedalus wusste. Das ganze erinnerte mich an eine Gehirnwäsche oder einem Spiel mit Katys Psyche. Endlich kann ich nachvollziehen, warum Beth nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.
Zum Thema Beth. In diesem Band kann man zum ersten Mal einen Blick auf Bethany erhaschen, da sie zuvor nicht so oft vorkam. Für mich ist sie irgendwie das klassische Mädchen aus einem Buch. Wenn ein Kampf ist, steht sie nur im Weg und kann sich nicht verteidigen und sie wirkt schwach. Ob das von dem langem Offenhalt bei Daedalus kommt oder ob sie generell so ist, kann man nicht genau sagen. Daemon erwähnte zwar, dass Beth nun total anders wäre, aber da bin ich mir nicht so sicher.

Wie sonst auch hat der Titel einen tieferen Sinn bei dieser Reihe, doch dieses Mal handelt es sich nicht um einen Stein, sondern um etwas anderes. Ich möchte das wirklich nur ungerne spoilern, da ich persönlich immer positiv überrascht von dem Sinn im Namen bin. Zuerst dachte ich, man könnte es auf die Herkunft der Lux zurückführen, doch dem ist nicht so. Ich rate wirklich jedem, sich überraschen zu lassen.


Langsam wird es ernst im der Geschichte von Daemon und Katy. Die kuschelige, wattige, Marsmallow-artige Atmosphäre ist vorbei. Es gibt kaum einen Moment im Buch, wo die Charaktere aufatmen dürfen. Hinzu kommt noch, dass es einen Verräter in ihrer Mitte gibt. Wer das wohl sein mag?

Ich finde ja, dass sich die Beziehung von Katy und Daemon sich über die Buch hinweg immer mehr verändert - was ich fast als Hauptgrund für meine Sucht aufführen kann -, zum Guten versteht sich. Daemon ist zwar immer noch derselbe mit seinem Charme, wie in Obsidian, doch gesteht es sich, ebenso, wie Katy, nun endlich vollkommen seinen Gefühlen ein. Es gibt keine Spagettischlachten mehr, dafür die doppelte Portion an Gefühlen, die durch die Sichtwechsel nur unterstützt werden. Man erfährt durch die Sichtwechsel noch einmal extrem, wie sehr sie einander lieben und was sie alles opfern würden, um den jeweils anderen in Sicherheit zu wissen.


Fazit:

Wie nicht anders zu erwarten, schaffte es die Autorin wieder, dass ich meine menschlichen Augen verflucht habe, da sie nicht schnell genug lesen konnten. Und meine Lehrer für die blöde Idee, 3 Arbeiten und 2 Tests vor den Ferien zu schreiben.
Ebenfalls kann mal sich nach den letzten 3 Teilen schon ausrechnen, dass der gewohnte Cliffhanger Leben zerstören wird - und das hat er bereits bei mir. Ebenfalls von der Autorin ist man die Überraschungen hinter jeder Seite gewohnt, also seid nicht zu sehr überrascht^^
Ein weiterer Beweis dafür, dass JLA eine meiner Lieblingsautorin ist.