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Veröffentlicht am 24.06.2026

Eine absolute Frechheit!

Crown of War and Shadow
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Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Dies hat mich bloß dahingehend beeinflusst, dass ich das Buch nicht bereits auf Seite 25 abgebrochen habe. Dieses Buch ist eine absolute Frechheit!
Wir ...

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Dies hat mich bloß dahingehend beeinflusst, dass ich das Buch nicht bereits auf Seite 25 abgebrochen habe. Dieses Buch ist eine absolute Frechheit!
Wir begleiten in dieser Geschichte Sorrel. Wegen ihrer magischen Fähigkeiten wird sie von ihrem Dorf geächtet. Sie muss fliehen und macht sich gemeinsam mit dem Söldner Merc auf den Weg ihrem vorbestimmten Schicksal zu folgen.

Ich habe bei diesem Buch den Fehler gemacht und nicht vorher in die Leseprobe geschaut. Ich kannte die Autorin bisher nicht, hatte aber so viel Gutes von ihr gehört, dass ich einfach neugierig war. Der Klappentext klang vielleicht ein bisschen wirr, aber alles in allem nach genau dem, was ich gerade lesen wollte.
Warum ich das Buch bereits so früh abbrechen wollte, war der Schreibstil. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass hier eine namenhafte Autorin hinter steckt, hätte ich vermutet, dass es jemand geschrieben hat, der seine ersten Schreibversuche macht. Die Sätze sind viel zu lang und verschachtelt. Ich habe seltenste auf einer Buchseite so viele eingeschobene Nebensätze gesehen. Die Geschichte verliert ständig Beschreibungen und ganze Sätze machen einfach keinen Sinn, weil ständig Wörter fehlen. Mich haben dieses Gesamtpaket ständig aus dem Lesefluss gerissen.
Ich habe irgendwann auf das Hörbuch gewechselt. Die Sprecherin macht es wirklich gut. Sie schafft es die langen, verschachtelten Sätze etwas entzerrt. Dadurch ist mir dann allerdings aufgefallen wie oft hier Sätze mit 'Und' und 'Aber' beginnen.
Ich glaube nicht, dass der katastrophale Stil von der Übersetzung kommt. Nach ein wenig Recherche kann ich sagen, dass das Original nicht unbedingt besser ist. Es scheint mir eher so, dass wie hier einfach eine Wort-für-Wort Übersetzung haben, die niemand nochmal auf Richtigkeit geprüft hat.

Bei so viel Beschreibung sollte man meinen, dass es hier ein ausgefeiltes Worldbuilding gibt. Das ist leider eine Fehleinschätzung. Prinzipiell mag ich es sehr gerne einfach in eine Fantasywelt reingeworfen zu werden und diese zu entdecken. Es wird hier zwar viel Wert auf Beschreibungen der Umgebug gelegt, doch was wird wichtig ist, fehlen einfach. Wir bekommen keine Erklärung zum Weltenaufbau, dem Magiesystem oder Vorgeschichten.

Auch die Story selbst konnte hier nichts mehr retten. Hier wurde meiner Meinung nach mit aller Kraft versucht ein TikTok-Hype zu kreieren und sich an wirklich allen üblichen Klischees bedient. Es gibt zwar die eine oder andere Stelle, die durchaus interessante Ansätze hat, doch das wars auch schon. Das Buch glänzt in diesem Bereich eher mit Logiklücken. Außerdem hatte ich in großen Teilen im Mittelteil das Gefühl, dass der rote Faden einfach ignoriert wurde.

Sorrel hatte das Potential eine großartige Protagonistin zu sein. Leider wurde ich mit ihr nicht warm. Sie ist in dem, was sie tut und was sie sagt oft inkonsequent und widersprüchlich. Dabei ist sie oft wehleidig und dramatisiert über. Des Weiteren ist dieses Mädchen zwar prinzipiell unfähig ist, aber immer, wenn eine Gefahr auftaucht, fliegen ihr die passenden Fähigkeiten und Lösungen einfach zu. Gerade in Hinblick auf das Ende hin, finde ich ihre Darstellung nicht unbedingt gelungen.

Selbst wenn ich über all die Fehler etc. hätte hinwegsehen können, hätte dieses Buch dennoch keine bessere Bewertung bekommen. Das liegt ganz alleine an dem Merc, dem Loveinterest, und der Lovestory. Für eine bessere Nachvollziehbarkeit werde ich am Ende dieses Absatzes spoilern.
Die Lovestory war für mich absolut nicht greifbar. Die Charaktere interagieren in keinster Weise so miteinander, dass Nähe entstehen kann. Dafür wird auf Krampf versucht mit erzwungenen Momenten eine Verbindung zu kreieren. Das war dann meistens einfach nur cringe. Trotzdem wurde nach 48 Stunden bereits von Liebe gesprochen.
Merc ist zwar prinzipiell ein interessanter Charakter, aber schlussendlich ist er einfach nur dazu da, um Sorrel herumzukommandieren und schlecht zu behandeln. Fand ich ihn am Anfang noch ganz spannend, hat er sich schnell zu einer wandelnden Red Flag entwickelt. Hier beginnt der Spoiler-Teil. Das Ganze gipfelt dann darin, dass er Sorrel mit einer Hure betrügt. Die Entschuldigung war, dass er ja Bedürfnisse hätte. Selbst darf Sorrel aber nicht mal mit Männern sprechen ohne, dass er eifersüchtig wird. Anstatt das Thema einmal vernünftig aufzuarbeiten und zu versuchen es irgendwie wieder gut zu machen, bekommen wir unpassende und beleidigende Red Flag-Kommentare von ihm. Er stellt Sorrel als Lügnerin und als Hure dar (sie ist Jungfrau) und meint besser über ihre Jungfräulichkeit Bescheid zu wissen als sie selbst. Und was ist ihre Reaktion darauf? Sie sagt: „Ich liebe dich!“ Also entweder ist das eine Art Stockholm-Syndrom oder dieses Mädchen steht auf Erniedrigung! Man hätte dem Buch trotz all seiner Fehler vielleicht noch irgendwo das abgewinnen können, aber das ist ein absolutes No-Go für mich! Wie kann sowas in der heutigen Zeit überhaupt noch veröffentlicht werden?!?!?!

Alles in allem kann ich dieses Buch in keinster Weise empfehlen. Ich empfinde es als absolute Frechheit für dieses fehlerhafte Werk Geld zu verlangen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Nicht das gewohnte Niveau der Autorin

The Night We Met
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Was ist, wenn du die Wahl hast und am Ende nicht weißt, ob du dich richtig entschieden hast? Genau so geht es Larissa. Nach einer Feier hat sie die Wahl zwischen zwei Freunden, und sie entscheidet sich ...

Was ist, wenn du die Wahl hast und am Ende nicht weißt, ob du dich richtig entschieden hast? Genau so geht es Larissa. Nach einer Feier hat sie die Wahl zwischen zwei Freunden, und sie entscheidet sich dafür, mit Mike nach Hause zu fahren. Doch nachdem sie sich besser kennen lernen, kommt immer mehr ans Licht wie viel sie doch mit Chris verbindet…


Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und bisher haben sie mir alle sehr gut gefallen. Ein nehmender Schreibstil, tolle Charaktere und eine erstaunlich tiefgründige Story.
Zwei von drei Punkten treffen hier ebenfalls zu. Du schreibst, sie hat sich natürlich nicht verändert und die Story hat mehr Tiefe, als man einem Romance Buch zutrauen würde.

Die Charaktere mochte ich am Anfang auch. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und doch sind sie liebenswert und chaotisch und einfach süß. Doch gerade das Verhalten des Protagonisten fand ich im Verlaufe des Buches nicht mehr ganz so gut. Hat er am Anfang noch aufmerksam und rücksichtsvoll gewirkt hat, fand ich, das sein Verhalten zum Ende des Buches fast schon übergriffig und auf opfern für die Protagonistin wurde. Das hat mir ein wenig den Spaß an der Geschichte genommen.

Alles in allem ist das ein Buch, das Fans der Autorin bestimmt mögen werden. Jemand, der noch nichts von ihr gelesen hat, den würde ich ein anderes Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Tolle Story mit ein paar Mängeln beim Magiesystem

These Ancient Flames 1: Awake
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Nachdem ihre Heimat angegriffen wurde, muss Mei sich mit dem Sohn des Mannes, Raven, zusammentun, der ihrer Heimat den Krieg bringen möchte. Gemeinsam mit ihren Freunden machen sie sich auf die vor langer ...

Nachdem ihre Heimat angegriffen wurde, muss Mei sich mit dem Sohn des Mannes, Raven, zusammentun, der ihrer Heimat den Krieg bringen möchte. Gemeinsam mit ihren Freunden machen sie sich auf die vor langer Zeit verschwundenen Drachen zu finden, um mit ihrer Hilfe das Schicksal ihrer Völker zu verändern. Dabei knistert es gewaltig zwischen Mei und Raven, doch ob sie ihm wirklich vertrauen kann, ist fraglich.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und einnehmend und man fliegt nur so durch die Seiten. Gleichzeitig hat mich das Buch nicht so sehr an den Seiten kleben lassen wie die anderen Bücher der Autorin. Man liest abwechselnd aus der Sicht von Mei und Raven und das macht es ein wenig zum Haare raufen, weil man viele Sachen schon lange vorhersieht. Allerdings kommt dadurch die Charakterentwicklung der beiden sehr gut hervor. Wo ich jedoch einen kleinen Mängel sehe, ist bei der Wahl der Namen. Im ersten Kanton sind alle Namen asiatisch angehaucht, das passt. Der dritte Kanton scheint spanisch (?) angehaucht zu sein mit Namen wie Ignació oder Marviento. Und dann haben wir unsere beiden Reisebegleiter aus dem dritten Kanton und sie heißen Raven und Cole… Amerikanische geht es kaum und das scheint mir sehr inkonsequent zu sein.

Die Story selbst war sehr spannend und es gab trotz einer recht ausführlichen Einführung am Anfang keine Längen. Hin und wieder habe ich mich gefragt ob eine bestimmte Szene jetzt unbedingt reinpasst. Z.B. bekommt unser Grüppchen die Info, dass sie sich beeilen sollen und nur noch wenig Zeit haben und was machen sie? Duschen und Frühstücken… Auch das kam mir eher inkonsequent vor. Wo ich mir mehr Infos gewünscht hätte, war beim Thema Magiesystem. Es wurde kaum erklärt, wie das Ganze funktioniert, was alles möglich ist und wo es Grenzen gibt. Wir wissen bloß, dass nur Auguren die von den Drachen gegebenen Kraftlinien nutzen können und sehr viel möglich ist. Auch die Abgrenzung, was denn jetzt genau ein Augur ist, hat mir gefehlt. Sie scheinen einfach nur Menschen zu sein, die eben Magie wirken können. Was ist dann der Unterschied zu einer Hexe? Was rechtfertigt es hier eine eigene ‚Spezies‘ einzuführen? Oder ist Augur nur als Titel gedacht?

Was für mich ein Highlight in der Geschichte war, waren die Figuren, bzw. die Dynamik innerhalb der Gruppe. Man konnte förmlich beobachten, wie sie von Feinden zu Freunden wurden und wie sich Haltung der einzelnen Personen immer weiterentwickelt hat. Hierfür hat die Autorin definitiv ein Händchen und wer gute Charakterentwicklungen schätzt, ist bei ihr definitiv an der richtigen Adresse.

Alles in allem muss ich zwar sagen, dass es nicht das stärkste Buch der Autorin ist und seien kleinen Mängel hat. Aber ich mochte es trotzdem sehr gerne und würde es weiterempfehlen, wenn man charakterbasierte Geschichten schätzt.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Eine etwas andere Protagonistin

Die Sprache der Drachen
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Die Geschichte spiel im London der 1920er Jahre. Der Frieden nach dem Krieg ist brüchig und die Menschen unzufrieden mit dem Klassensystem. Mittendrin befindet sich Vivien, eine Übersetzungs-Studentin ...

Die Geschichte spiel im London der 1920er Jahre. Der Frieden nach dem Krieg ist brüchig und die Menschen unzufrieden mit dem Klassensystem. Mittendrin befindet sich Vivien, eine Übersetzungs-Studentin deren Welt zusammenbricht als ihre Eltern als Rebellen verhaftet werden. Ihre einzige Chance sich und ihre Eltern zu retten ist es ihre Fähigkeiten für eben diese Regierung einzusetzen die sie gefangen hält.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Gerade Vivien als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. In ihr haben wir nicht die klassische lieblich-heroische Fantasyheldin. Vivien ist genau das Gegenteil. Sie ist egoistisch und eigennützig. Das gibt sehr viel Raum für Charakterentwicklung, weil sie ihre innere Stärke überhaupt erst finden und erkennen muss.
Die Geschichte selbst hatte auf jeden Fall interessante, neue Elemente. Das ganze System rund um Sprachen aufzubauen ist riskant, da dies schnell in trockene Theorie umschlagen kann oder schnell nicht genug recherchiert ist. Hier scheint mir das nicht der Fall. Die Autorin lässt es gut einfließen und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass hier Logiklücken entstanden sind. Was die Liebesgeschichte angeht, sie sehr ganz dezent im Hintergrund. Dementsprechend gibt es hier auch keinen Spice.
Alles in allem eine tolle Geschichte mit interessantem Ausgangspunk. Eine Empfehlung für jeden der ein wenig zurück zur ‚klassischen‘ Fantasy möchte.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein schöner Liebesroman, dem der letzte Funken fehlt.

Variation – Für immer oder nie
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Als großer Yarros-Fan, habe ich mich sehr gefreut als ich das Buch endlich in den Händen halten konnte. Wir begleiten hier Allie, eine Elite-Ballerina die nach einem Unfall wieder zu Kräften kommen muss ...

Als großer Yarros-Fan, habe ich mich sehr gefreut als ich das Buch endlich in den Händen halten konnte. Wir begleiten hier Allie, eine Elite-Ballerina die nach einem Unfall wieder zu Kräften kommen muss und Hudson, einen engagierten Elite-Rettungsschwimmer. Die beiden verbindet eine einstige Freundschaft, die jedoch aus unerklärlichen Gründen in die Brüche ging. Als jedoch Juniper, Hudsons Nichte, auf der Suche nach ihrer biologischen Mutter vor Allies Tür steht, müssen die beiden zusammenarbeiten.
Wie gewohnt haben wir hier einen flüssigen und extrem einnehmenden Schreibstil. Die Story ist wunderschön und nimmt sich die Zeit die sie braucht um die Geschichte zu erzählen. Allie und Hudson sind zwei wundervolle Protagonisten, die sich mühevoll ihre zweite Chance erkämpfen. Leider hat mich das Buch aber bei weitem nicht so emotional abgeholt wie die anderen Romance-Titel von Yarros.
So sehr ich die Protagonisten auch mochte, mit Juniper wurde ich nicht so ganz warm. Sie wurde für meinen Geschmack viel zu erwachsen dargestellt, auch wenn sie sehr schlau sein soll, und ihre Aufmüpfigkeit wurde mir irgendwann einfach zu viel. Irgendwie kam sie nur im Buch vor, wenn sie wieder etwas Dummes gemacht hat.
Alles in allem wieder ein sehr schöner Roman, doch ich weiß, dass da noch mehr geht.

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