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Veröffentlicht am 10.12.2018

Manchmal musst du einfach leben

Manchmal musst du einfach leben
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Manchmal musst du einfach leben von Gayle Forman erzählt eine sehr emotionale, und wie ich finde sehr realistische Geschichte einer Frau die sich mal eine Auszeit von Familie, Freunden, Haushalt und Beruf ...

Manchmal musst du einfach leben von Gayle Forman erzählt eine sehr emotionale, und wie ich finde sehr realistische Geschichte einer Frau die sich mal eine Auszeit von Familie, Freunden, Haushalt und Beruf nimmt.

Maribeth ist Anfang 40 und Mutter von 4jährigen Zwillingen. Dazu kommt ihr Beruf und viele andere Verpflichtungen die man nun mal hat. Sie merkt gar nicht wie stark sie unter Strom steht bis sie bei einer Routinemäßigen Untersuchung ins Krankenhaus geschickt wird. Kaum ist sie da sagt man ihr das sie einen Herzinfarkt hatte und Notoperiert werden muss. Als sie nach der Notoperation wieder zu Hause ist scheint sich nichts geändert zu haben. Alle sagen nur das sie sich schonen soll doch sie wird immer wieder herangezogen um Probleme zu lösen. Da reicht es ihr, sie packt ihre Sachen und verschwindet.

Ich habe das Hörbuch als gekürzte Version gehört, was im Prinzip ganz gut war. Allerdings sind gerade zum Schluss, bei mir doch einige Fragen offen geblieben, was ich schade fand. Das Hörbuch an sich und auch die Story fand ich sehr gut. Es war eine sehr emotionale Geschichte. Auch finde ich das sich manchmal jede Mutter so fühlt wie Maribeth. Alles ist zu viel und man möchte am liebsten alles Hinschmeißen. Aber kaum einer traut sich seine Kinder alleine zu lassen. Zumindest geht es mir so, das ich sie nie zurück lassen könnte. Aber gerade solche Bücher erinnern einen immer wieder das es auch wichtig ist an sich selbst zu denken.

Die Stimme von Simone Kabst fand ich sehr sympathisch und angenehm. Sie hat dem ganzen leben eingehaucht. Man konnte ihr immer gut folgen und wusste auch wer gerade bei der Wörtlichen Rede spricht.

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen, es ist sehr Realitätsnah und sympathisch geschrieben. Außerdem bringt es den Hörer zum Nachdenken.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
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Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten von Jonas Jonasson ist der zweite Roman rund um die 100 jährigen Schweden Allan Karlsson. Ich habe den ersten Teil nur als Film gesehen und muss ...

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten von Jonas Jonasson ist der zweite Roman rund um die 100 jährigen Schweden Allan Karlsson. Ich habe den ersten Teil nur als Film gesehen und muss ehrlich sagen das ich mich fast gar nicht daran erinnern kann. Auf dieses Hörbuch bin ich durch Zufall gestoßen und da es von Dieter Hallervorden gelesen wird, habe ich zugeschlagen. Allerdings hat mich das Buch nicht ganz so packen können.


Allan und sein Freund Julius sind auf Bali und genießen seit Monaten die Zeit dort. Zu Allans 101sten Geburtstag planen die beiden eine Ballonfahrt. Doch diese geht schief als der Treibstoff ausgeht und die beiden Männer im Meer Notlanden müssen. Gerade zur Rechten Zeit kommt ein Nordkoreanisches Schiff vorbei um den „Ballonbrüchigen“ zu helfen. Nun kommen Allan und Julius zu Kim Jong-un der in Atomangelegenheiten seine Muskeln dem Rest der Welt zeigt. Und Allan so mitten in ein neues Abenteuer verfrachtet. 


Zuerst muss ich sagen das Dieter Hallervorden es geschafft hat dieses Buch sehr lebendig zu lesen. Die verschiedenen Charaktere hat er sehr schön unterschieden und gerade Allan hat mir sehr gefallen. Durch die doch eher quirlige Art von Herrn Hallervorden wurde alles etwas aufgelockert. Auch kamen dadurch der Witz und die Pointen sehr gut zu tragen. 


Dafür das dieses Buch „Der Hundertjährige“ heißt fand ich gab es auch sehr viele Dinge und Geschehnisse zum Tragen die von Allan ablenkten. Es musste viel im Hintergrund geforscht und überlegt werden wie man weiter politisch und mit Allan verfährt. Aber ich finde das hätte auch kürzer gehalten werden können. Denn so hatte ich oft das Gefühl den Anschluss an die Geschichte verloren zu haben und musste einige Tracks nochmal nachhören.


Der politische Aspekt im Buch war sehr aktuell und interessant. Man kann sich gut vorstellen das manche Politiker genau so handeln. Doch für meinen Geschmack war es etwas zu viel des Guten. Da hätte ich lieber mehr über Allans Abenteuer was gehört.


Für mich ist es schwer dieses Hörbuch angemessen zu bewerten. Aber wenn ich alles für und wieder Abwege ist ein nettes Hörbuch was man sich anhören kann es aber auch nicht unbedingt muss.

Veröffentlicht am 21.11.2018

Das Tagebuch von Anne Frank

Tagebuch
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Von Zeit zu Zeit lese ich Tatsachenberichte aus dem 2. Weltkrieg. Da darf meines Erachtens das Tagebuch von Anne Frank nicht fehlen. Es ist ein Bericht der genau so abgelaufen ist. Es ist nichts erdachtes ...

Von Zeit zu Zeit lese ich Tatsachenberichte aus dem 2. Weltkrieg. Da darf meines Erachtens das Tagebuch von Anne Frank nicht fehlen. Es ist ein Bericht der genau so abgelaufen ist. Es ist nichts erdachtes von einem Autor, es ist wirklich so passiert. Das sollte man bei dem Buch nie vergessen. Dazu kommt das Anne Frank ihr Tagebuch im Alter von 13 bis 15 Jahren schrieb und es sich hier um eine sehr schwere Zeit handelt die sie durchmachte. Sie erzählt ihrem Tagebuch und somit auch uns Lesern wie das Leben auf engstem Raum mit 7 anderen Menschen ist, das sie nie raus können da sie versteckt leben, wie sie heimlich an ihr essen kamen und wie der Alltag abläuft.

Anne bekam das Tagebuch zum Geburtstag geschenkt und sie schrieb ihre Einträge wie einen Brief an eine liebe Freundin. So nennt sie ihr Tagebuch Kitty und ihr vertraut sie alles an. Kitty ist ihre Freundin, sie schriebt ihr all ihre Sorgen, Ängste und Wünsche. Sie gebraucht ihr Tagebuch als Übung um ihr Schriftstellerisches Talent weiter auszubauen. Man merkt das sie im Laufe des Buches immer besser mit Worten umgeht. Aber auch wie schwer es ihr fällt gegen Einsamkeit, Ungerechtigkeit und Ängste anzukämpfen.

Anne Frank hat von Anfang an eine tolle Beobachtungsgabe und kann dies dann auch gut niederschreiben. Sie erzählt nicht nur von dem beengten Leben, sondern auch von Gefühlen wie Liebe oder Verliebt sein. Sie erscheint mir für ihre jungen Jahre schon sehr reif gewesen zu sein. Umso schlimmer wie sie leben musste und am Ende gestorben ist.

Dieses Buch zeugt von einer Zeitgeschichte die Mahnend über uns alle stehen sollte, das sich sowas nie wiederholen mag.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Bösland

Bösland
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Bösland von Bernhard Aichner ist ein Thriller der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Er ist spannend und hat subtile Methoden den Leser bei sich zu behalten. Gerade durch die sehr kurzen Kapitel ...

Bösland von Bernhard Aichner ist ein Thriller der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Er ist spannend und hat subtile Methoden den Leser bei sich zu behalten. Gerade durch die sehr kurzen Kapitel und den Unterschiedlichen Erzählsträngen kommt man gut beim Lesen voran und will auch immer unbedingt weiter lesen. 

Für Ben ist sein Bösland der Dachboden seiner Eltern. Dort wird er immer wieder von seinem Vater misshandelt. Es ändert sich erst als Ben seinen Vater erhängt auf dem Dachboden im Bösland findet. Ben ist alles andere als erschüttert, er und sein Freund Kux machen sich aus dem Dachboden ihr eigenes Refugium. Bis Mathilda dazu stößt und dort brutal erschlagen wird. 30 Jahre später will Ben mit der Vergangenheit Frieden schließen, er kehrt in sein Heimatdorf zurück und auch sein Freund Kux tritt wieder in sein Leben. Doch es stehen so viele Lügen zwischen ihnen und auch das Morden geht plötzlich wieder los und verändert das Leben aller beteiligten. 

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig. Dadurch das auch immer in den Kapiteln zwischen der Ich-Perspektive von Ben und von Erzählprotokollen hin und her gewandert wird lässt sich das Buch schnell lesen. Ich habe es kaum aus den Händen legen können. Das Buch hat sein ganz eigenes Tempo, gerade durch die wechselnden Erzählstränge. Allerdings fand ich das es zwischendrin auch manchmal etwas langatmig wurde. Was aber nicht wirklich störte. 

Alles was ans Tageslicht kommt, ist wie ein Puzzle. Es kommen immer wieder neue Dinge raus die auf den ersten Blick nicht passen, am Ende dann aber ein abgerundetes Ganzes ergeben. Gegen Ende wurde es mir dann doch etwas zu konstruiert und unglaubwürdig. 

Die Charaktere sind allesamt eher undurchsichtig, ich konnte nie genau einordnen wer jetzt der Gute oder der Böse ist. Gepaart mit den Ängsten der Protagonisten und deren Vorurteilen jedem Gegenüber macht es interessant. 

Ein sehr tolles Buch was ich super gerne gelesen habe, diesen Autor werde ich mir auf jeden fall merken. 

Veröffentlicht am 13.11.2018

Sowas kann auch nur mir

Sowas kann auch nur mir passieren
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Sowas kann auch nur mir passieren ist der fünfte Roman der Autorin Mhairi McFarlane. Da ich zwei ihrer Bücher schon gelesen hatte, freute ich mich eigentlich auf diesen Roman. Aber ehrlich gesagt lässt ...

Sowas kann auch nur mir passieren ist der fünfte Roman der Autorin Mhairi McFarlane. Da ich zwei ihrer Bücher schon gelesen hatte, freute ich mich eigentlich auf diesen Roman. Aber ehrlich gesagt lässt es mich etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite war das Buch nett zu lesen, die Situationskomik war da, auf der anderen Seite war mir alles zu vorhergesehen. Ich konnte mich nicht wirklich mit der Hauptprotagonistin anfreunden und auch die Wortwahl fand ich oft nicht sehr angenehm.

Georgina ist 30 lebt in Sheffield und Kellnert, doch dann ändert sich alles und ihr Leben wird kompliziert. Sie wird vor den Gästen und Kollegen bloßgestellt und gefeuert. Als ob diese Demütigung nicht ausreicht erwischt sie ihren Freund mit einer anderen Frau im Bett. Doch Trübsal blasen ist nichts für Georgina. Sie macht eine nette, witzige Geschichte daraus und erzählt es so ihren Freunden. Für Georgina ist es schon immer besser gewesen sich selbst ins lächerliche zu ziehen und sich lustig zu machen bevor es andere tun und ihr so wehtun könnten. Ihr neuer Job könnte auch eine Wendung in ihrem Leben sein, bis sie feststellt das ihre erste große Liebe Lucas Miteigentümer des Pubs ist. Was daran so schlimm ist, das Lucas sich an seine Ex Freundin gar nicht zu erinnern scheint.

Wie gesagt eigentlich fand ich die Idee des Buches sehr schön. Ich hatte eine leichte unterhaltsame Lektüre erwartet. Gerade da ich ja schon andere Bücher der Autorin kenne. Es wird hier ein ernstes Thema in eine leichte lustige Hülle verpackt. Was Grundsätzlich nichts schlechtes ist. Doch ich finde dafür sollte man dann doch auch etwas auf die Wortwahl achten. Mir waren zu viele Kraftausdrücke und ordinäre Wörter dabei. Ich finde das man nicht diese Sprache gebrauchen muss um seinen Unmut zu äußern. Sonst war der Schreibstil aber leicht und locker.

Leider wurde es zum Ende hin immer vorhersehbarer und man hatte schon seine Ahnung wie es Enden wird. Dazu wurden einige Klischees bedient, obwohl ich der Meinung bin das man diese gar nicht braucht.

Die Charaktere waren alle gut beschrieben und dargestellt. So konnte man sich Georgina, ihre Familie und Freunden aber auch Lucas gut vorstellen. Allerdings bin ich nicht wirklich warm mit ihnen geworden, da jeder auf seine Art ein Klischee bedient hat. Gerade Georgina mit ihrem rosa Mantel, den blonden Haaren und dem großen Busen. Geht’s noch offensichtlicher? Dabei hat Georgina eigentlich was auf dem Kasten, sie kann gut mit Worten umgehen und wollte eigentlich Schriftstellerin werden.

Ob ich eine richtige Leseempfehlung aussprechen kann, weiß ich nicht. Ich habe das Buch gerne gelesen, war aber nicht so überzeugt wie sonst. Es lebt von seinem Humor und den Witzigen Bemerkungen der Hauptprotagonistin. Es hat mir ein paar nette Stunden beschert, aber wenn ich es nicht gelesen hätte würde ich auch nichts vermissen.