Profilbild von nickis_buecherwelt

nickis_buecherwelt

Lesejury Profi
offline

nickis_buecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit nickis_buecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2017

Toller Sprecher und super Besetzung sowie effektvolle Musik und Geräuschkulisse

Der Herr der Ringe (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer Übersetzung und Rechtschreibung, Bd. 1-3)
0

J.R.R. Tolkien ist der Fantasyepos-Autor schlecht hin. Jeder von euch kennt sicher das Buch „Der Herr der Ringe“ sowie die grandiose Verfilmung. Vom Bloggerportal habe ich die unglaubliche Chance bekommen ...

J.R.R. Tolkien ist der Fantasyepos-Autor schlecht hin. Jeder von euch kennt sicher das Buch „Der Herr der Ringe“ sowie die grandiose Verfilmung. Vom Bloggerportal habe ich die unglaubliche Chance bekommen das Hörspiel „Der Herr der Ringe“ von derHörverlag zu bekommen und ich war sowas von begeistert.
Das Hörspiel besteht aus einem schön gestalteten CD-Hülle, mit wundervollen Details und einem fantasievoll gestalteten Booklet. Enthalten sind 2 mp3-CDs mit einer Laufzeit von ca. 11,5 h. Es handelt sich hier um eine Produktion des Südwest(rund)funk (WDR).
Insgesamt ist in diesem Hörspiel einiges enthalten: Sie wird umrahmt von der Musik von Peter Zwetkoff, die einfach fantasievoll und malerisch ist: Zu den Sprechern gehören Personen wie Rufus Beck, Matthias Haase, Hans Perer Hallwachs, Matthias Ponnier, Ernst Schröder, Manfred Steffen und anderen. Die genaue Rollenbesetzung findet ihr auf den beiden Fotos zum Booklet.
Ernst Schröder als Erzähler hat eine angenehme Stimme und ein richtiges Lesetempo. Er verwendet tolle und authentische Stimmhebungen sowie -senkungen die sogar für Kinder faszinierend und fesselnd zu gleich sind. Die Stimmenbesetzungen sind mehr als besonders sowie gut getroffen und spiegeln sich in dem Erzählstil des Erzählers wieder.
Auffallend sind die super Soundqualität sowie die eindrucksvolle Geräuschkulisse als wäre man selbst in Mittelerde unterwegs. Die Hintergrundgeräusche sowie die Musik laufen eins zu eins mit dem Erzähler, sprich sind nicht Zeit versetzt und lassen einen wirklich die Augen schließen während dem Zuhören – genauso stell ich mir ein Hörspiel vor.
Weiters ist die Musik von Peter Zwetkoff authentisch, fantasievoll und effektvoll eingesetzt. Sie läuft dezent im Hintergrund ab, nicht zu laut oder leise und immer treffend für den Kontext. Für mich persönlich finde ich es auch gut, dass sie nicht immer durchläuft, denn das wäre sonst wahrscheinlich zu viel.
Im Allgemeinen gelingt der Einstieg spielerisch und man fiebert durch Musik, Erzähler, Stimmen und Geräuschen sofort mit den Figuren mit. Insgesamt ist die ganze Inszenierung spannend bis zum Ende. Die Geschichte selbst war mir schon bekannt, da ich die Bücher gelesen habe bzw. auch die Filme gelesen habe. Nichtsdestotrotz war dieses Hörspiel für mich ein wahrer Hörgenuss und ein neues Leseerlebnis zugleich.
Vor allem durch die Besetzungen, die Inszenierung sowie die Musik und Geräusche sind liebevoll gestaltet, malerisch eingesetzt und dramatisierende Effekte gelungen. Ebenso kommt der Humor, Ironie und Sarkasmus nicht zu kurz im Erzählen.

Fazit:
Der Herr der Ringe – Das Hörspiel ist für mich persönlich eine absolute Kaufempfehlung für Fantasyfans, Kinder und Hörspielliebhaber. Der Rundfunk konnte auf ganze Linie mit seiner Inszenierung durch einen geerdeten Sprecher, tolle Rollenbesetzungen, einer effektvollen Musik sowie einer breiten und authentischen Geräuschkulisse überzeugen.

Der Herr der Ringe – Das Hörspiel erhält von mir 5 von 5 Sternen.
(Ein Dank an den Hörverlag sowie dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.)

Veröffentlicht am 06.12.2017

Toller Sprecher und super Besetzung sowie effektvolle Musik und Geräuschkulisse

Der Herr der Ringe
0

J.R.R. Tolkien ist der Fantasyepos-Autor schlecht hin. Jeder von euch kennt sicher das Buch „Der Herr der Ringe“ sowie die grandiose Verfilmung. Vom Bloggerportal habe ich die unglaubliche Chance bekommen ...

J.R.R. Tolkien ist der Fantasyepos-Autor schlecht hin. Jeder von euch kennt sicher das Buch „Der Herr der Ringe“ sowie die grandiose Verfilmung. Vom Bloggerportal habe ich die unglaubliche Chance bekommen das Hörspiel „Der Herr der Ringe“ von derHörverlag zu bekommen und ich war sowas von begeistert.
Das Hörspiel besteht aus einem schön gestalteten CD-Hülle, mit wundervollen Details und einem fantasievoll gestalteten Booklet. Enthalten sind 2 mp3-CDs mit einer Laufzeit von ca. 11,5 h. Es handelt sich hier um eine Produktion des Südwest(rund)funk (WDR).
Insgesamt ist in diesem Hörspiel einiges enthalten: Sie wird umrahmt von der Musik von Peter Zwetkoff, die einfach fantasievoll und malerisch ist: Zu den Sprechern gehören Personen wie Rufus Beck, Matthias Haase, Hans Perer Hallwachs, Matthias Ponnier, Ernst Schröder, Manfred Steffen und anderen. Die genaue Rollenbesetzung findet ihr auf den beiden Fotos zum Booklet.
Ernst Schröder als Erzähler hat eine angenehme Stimme und ein richtiges Lesetempo. Er verwendet tolle und authentische Stimmhebungen sowie -senkungen die sogar für Kinder faszinierend und fesselnd zu gleich sind. Die Stimmenbesetzungen sind mehr als besonders sowie gut getroffen und spiegeln sich in dem Erzählstil des Erzählers wieder.
Auffallend sind die super Soundqualität sowie die eindrucksvolle Geräuschkulisse als wäre man selbst in Mittelerde unterwegs. Die Hintergrundgeräusche sowie die Musik laufen eins zu eins mit dem Erzähler, sprich sind nicht Zeit versetzt und lassen einen wirklich die Augen schließen während dem Zuhören – genauso stell ich mir ein Hörspiel vor.
Weiters ist die Musik von Peter Zwetkoff authentisch, fantasievoll und effektvoll eingesetzt. Sie läuft dezent im Hintergrund ab, nicht zu laut oder leise und immer treffend für den Kontext. Für mich persönlich finde ich es auch gut, dass sie nicht immer durchläuft, denn das wäre sonst wahrscheinlich zu viel.
Im Allgemeinen gelingt der Einstieg spielerisch und man fiebert durch Musik, Erzähler, Stimmen und Geräuschen sofort mit den Figuren mit. Insgesamt ist die ganze Inszenierung spannend bis zum Ende. Die Geschichte selbst war mir schon bekannt, da ich die Bücher gelesen habe bzw. auch die Filme gelesen habe. Nichtsdestotrotz war dieses Hörspiel für mich ein wahrer Hörgenuss und ein neues Leseerlebnis zugleich.
Vor allem durch die Besetzungen, die Inszenierung sowie die Musik und Geräusche sind liebevoll gestaltet, malerisch eingesetzt und dramatisierende Effekte gelungen. Ebenso kommt der Humor, Ironie und Sarkasmus nicht zu kurz im Erzählen.

Fazit:
Der Herr der Ringe – Das Hörspiel ist für mich persönlich eine absolute Kaufempfehlung für Fantasyfans, Kinder und Hörspielliebhaber. Der Rundfunk konnte auf ganze Linie mit seiner Inszenierung durch einen geerdeten Sprecher, tolle Rollenbesetzungen, einer effektvollen Musik sowie einer breiten und authentischen Geräuschkulisse überzeugen.

Der Herr der Ringe – Das Hörspiel erhält von mir 5 von 5 Sternen.
(Ein Dank an den Hörverlag sowie dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.)

Veröffentlicht am 28.11.2017

Wunderschöne und herzliche Vorweihnachtsgeschichte

Schneeflockenküsschen
0

Schneeflockenküsschen ist ein Roman der Autorin Jo Berger. Sie stammt aus Deutschland und schreibt seit 2013 Liebesromane über die große Liebe und mit Happy Ends. Das genannte Buch ist ein Kurzroman mit ...

Schneeflockenküsschen ist ein Roman der Autorin Jo Berger. Sie stammt aus Deutschland und schreibt seit 2013 Liebesromane über die große Liebe und mit Happy Ends. Das genannte Buch ist ein Kurzroman mit viel Herz und Humor, welches von der Amelie und ihrer Abneigung gegen Weihnacht handelt.
Das Buch ist mit bezaubernden und erfrischenden sowie anekdotenreiche Weihnachtsüberschriften, wie Lebensweisheiten mit viel Humor und Sarkasmus ausgestattet. Im Allgemeinen spielt die Geschichte, wie der Titel vermuten lässt, in der Zeit kurz vor und zu Weihnachten. Sie wird in der dritten Person abwechseln aus Amelies und Elisas Sicht erzählt.
Amelie macht Karriere in der Modebranche, ist ein Workaholic und Weihnachtsmuffel sowie die Ironie auf zwei Beinen und sie neigt zur Situationskomik. Nach außen hin ist sie scheinbar eine herzlose Person, die sagt, was sie denkt, provokativ und knurrig. Doch diese Fassade trägt sie nur als Maske vor ihren wahren Gefühlen. Elisa hingegen ist ein Engel, impulsiv, ungeduldig und mit einem himmlischen Auftrag. Sie ist mit Übereifer dabei, empathisch und ein toller Kontrast zu Amelie, weil sie ein Fan vom Fest der Liebe ist und zugleich liebevoll und charmant rüberkommt.
Eine Figurenentwicklung ist bei beiden Charakteren stark gegeben, obwohl die Geschichte in einem relativ kurzen Zeitraum spielt. Auch die stark konträren Temperamente der Figuren erhellen vor allem in punkto Humor und Sarkasmus das Lesevergnügen bis zum Ende.
Jo Bergers Schreibstil zeichnet sich durch eine flotte und fließende Art aus und ist passend zu dem vorherrschenden Weihnachtschaos. Dennoch ist er dadurch nicht weniger herzhaft und feminin. Die Sprache ist ziemlich schön und verständlich sowie angemessen für die Thematik. Die Szenenbeschreibung ist zum Teil schlicht gehalten und zum Teil traumhaft, zauberhaft sowie detailliert geschildert.
Auffallend sind die vielen schönen und authentischen Gedankenketten, die jeden schmunzeln lassen sowie auch zum Nachdenken anregen. Die Autorin spricht dem Leser (fast) den eigenen Frust von der Seele. Sie schafft es Gefühle zu schaffen, die starke leidenschaftliche Hochs hervorrufen. Dann wird man von der Autorin wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt – sprich ein herrliches Wechselspiel der Emotionen in all ihrer Vielfalt.
Weiters sprühen die Dialoge nur so vor Charme und Humor, alleine die sarkastischen Anmerkungen bringen viele Lacher hervor. Auch Fantasie in Form von geflügelten Himmelsboten darf bei Jo Berger nicht fehlen. Die Erzählung ähnelt etwas der Grundidee von der Weihnachtsgeschichte mit den drei Weihnachtsgeistern, nur dass hier nur ein Engel am Werk ist.
Insgesamt gelingt der Einstieg im ersten Absatz, man kommt sofort mit und ist sofort mitten drinnen im Geschehen. Dann nimmt die Erzählung rasant Fahrt auf, ist sehr spannend gehalten und vor allem das Ende bzw. der letzte Abschnitt macht Jo Berger alle Ehre: Es wird richtig Nerven auf raubend und spannend bis zur letzten Seite mit einem weihnachtlichen und herzhaften Schluss.

Fazit:
Schneeflockenküsschen ist eine wunderschöne und herzliche Vorweihnachtsgeschichte mit einem Hauch von Fantasie, einer himmlischen Botschaft, einer riesigen Portion Liebe sowie Unmengen an Humor und Chaos. Jo Berger schafft es mit ihrer herzlichen Schreibweise sowie ihren authentischen Charakteren die Menschen auf einer tiefen Ebene zu berühren.
Das Buch ist perfekt für Zwischendurch und zur Einstimmung auf Weihnachten geeignet sowie für alle, die an den Zauber von Weihnachten glauben.

Schneeflockenküsschen erhält von mir 5 von 5 Sternen.
(Ein Dank an Jo Berger für das Rezensionsexemplar.)

Veröffentlicht am 28.11.2017

Turbulenter Auftakt

Youtasia
0

Youtasia - Die Quelle der Macht ist der erste Teil einer Fantasy-Reihe von der Autorin Nicola Strekert. Hinter diesem Namen steckt ein Autoren-Team bestehend aus Jenny, Nicky und Dirk.

Die Welt, wie wir ...

Youtasia - Die Quelle der Macht ist der erste Teil einer Fantasy-Reihe von der Autorin Nicola Strekert. Hinter diesem Namen steckt ein Autoren-Team bestehend aus Jenny, Nicky und Dirk.

Die Welt, wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Youtasia ist ein Ort, wo die Menschen noch in "Sicherheit" leben können, doch vor allem Dämonen aus der Hölle machen das Leben der Menschen alles andere als lebenswert. Jaden soll eine der jenigen sein, die Welt vor den Gefahren aus Pandorra beschützen soll, doch das ist alles andere als leicht.

Die Geschichte spielt in Youtasia. Youtasie ist der noch bewohnbare Teil der Erde, wo keine Dämonen leben bzw. wo noch kein Höllenfeuer vorhanden ist. Dieser Ort liegt am ehemaligen "Kap der gutten Hoffnung" in Südafrika. Weiters gibt es Pandorra, welches eine Paralellwelt zu Youtasia darstellt und welches gleichzusetzen ist mit der Hölle. Die Autoren haben quasi eine Fantasy-Dystopie-Welt geschaffen, welche sehr spektakulär geschildert wird.
Zu den Protagonisten ist zu sagen, dass sich die Geschichte rund um die Granker Jaden dreht, die auf mysteriöse Weise den Tod fand. Ihr Bruder Branko sowie seine Freunde wollen sie zurück holen. Alle Protagonisten der Granker werden als sehr warmherzig und zuvorkommend beschrieben, was sehr sympatisch und als guter Kontrast zur gewaltbelasteten Welt steht.

Zu allererst beginnt der Prolog bereits dramatisch. Detailliert formschöne Beschreibungen runden die Szenen perfekt aus. Ich persönlich fande es wirklich toll, dass mehrere an der Geschichte geschrieben haben, doch das geht in den einzelnen Szenen nicht wirklich heraus. Man denkt eher, dass gewisse Dinge gut recherchiert wurden bzw. einfach ein Grundwissen der Autorin darstellen.

Die Geschichte ist in in der rritte Person verfasst. Meist wird die Handlung chronologisch erzählt doch teils gibt es Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Zukunft. Hier wäre meiner Meinung nach eine Information zur gegenwärtigen Zeit der Szene nötig, da es sonst zu starken Verwirrungen führen kann.

Szenenwechseln werden fast jedes Kapitel durchgeführt. Meiner Meinung nach habe ich dies als sehr angenehm empfunden, da viele Szenen sehr aktionsreich und schnell geschehen. Außerdem ist der Text fließend verfasst, wodurch man schnell und ohne Probleme in das Geschehen eintauchen kann. Es wird schnell erkärt worum es geht und das ist in meinen Augen gut umgesetzt.

Trotzdem werden gewisse Auflösungen bzw. Aufklärungen oft sehr lange bzw. teils zu lange hinaus gezögert. Man erlebt dadurch eine gewisse Hilflosigkeit, da durch die ständigen Unterbrechungen und neuen Szenen eine gewisse inner Unruhe entsteht. Mir persönlich hat dies nicht so gut gefallen, doch es kann durchaus vom Autor wissentlich herbei geführt worden.

Die Schilderungen der Gedanken geschehen auf fantastische Weise. Es herrscht oft das reinste Gefühlschaos - von Angst, Zorn über Gier nach Macht oder komplette Hilflosigkeit bis hin zu Liebe und Freude ist alles vorhanden. Persönlich finde ich, dass man die Gefühle richtig beim Lesen fühlen kann.

Mystisch magische Atmosphären und eine umfassende Szenengestaltung umfassend erschaffen eine atemberaubende Fantasiewelt, aber das Lesen gerät dadurch keinesfalls ins Stocken. Man will schnell weiterlesen und erfahren, wie der weitere Geschichtsverlauf ist.

Der Spannungsbogen ist von Anfang an hoch. Das Buch zeigt einen atemberaumenden und nervenzerreißenden Verlauf. Ebenso die Aktion sind nachvollziehbar, Dialoge werden mit Bedacht eingesetzt, es wirkt nicht überladen und vieles wird von der Szene umrissen - ein tolles Stilelement.

Erschreckend fand ich, wie aktuell und realitätsnah die Themen wie Arm und Reich, Sklaverei gepaart mit Sarkasmus gewählt wurden. Nichtdestotrotz wurde ich von der sinnlosen und brutalen Gewalt abgeschreckt. Man gerät hier beim Lesen ins Stocken und einige Kapitel musste ich in kleinen Dosen lesen. Weiters herrscht über weite Teile nur Folter, was für mich als ziemlich eintönig empfunden wurde.

Das Ende wurde dramatisch tatktisch gut offen gehalten und man kann daraus eine Fortsetzung herauslesen.

Fazit:

Youtasia ist eine dystopische Fantasiewelt, welche in eine atemraubende Geshichte mit viel Spannung, Gewalt und Freundschaft gepackt wurde.

Ich kann das Buch jedem Fantasy-, Dystopie und Mysterieliebhaber empfehlen, der kein Problem mit gewaltreichen Szenen und einer starken Dramatik hat.


Youtasia erhält von mir 4 von 5 Sternen.

(Ein Dank an das Autorenteam für das Rezensionsexemplar.)

Veröffentlicht am 28.11.2017

Hochzeit im Stile von Hangover

Vorübergehend verschossen
0

Anke Maiberg stammt aus Deutschland und mit Vorübergehend verschossen ist vor kurzem ihr zweiter Liebesroman erschienen. In ihren Geschichten legt sie zumeist Schwerpunkte in Alltagsgeschehen mit hohem ...

Anke Maiberg stammt aus Deutschland und mit Vorübergehend verschossen ist vor kurzem ihr zweiter Liebesroman erschienen. In ihren Geschichten legt sie zumeist Schwerpunkte in Alltagsgeschehen mit hohem humoristischen Elementen wie in einer Komödie.
Klappentext:

Nelli ringt ums richtige Braut-Outfit - ihr Bräutigam Tim ringt um Fassung. Er ist auf Junggesellentour in Las Vegas versackt. Nun muss sein Zwillingsbruder einspringen. Felix gibt sich als Tim aus. Er heiratet Nelli und fliegt mit ihr in die Flitterwochen. Tim muss solange in Las Vegas die versehentliche Spaß-Hochzeit mit einer alten Jugendfreundin annullieren lassen. In Nizza entdeckt Nelli so viele tolle neue Seiten an ihrem Ehemann, dass sie ihrer Hochzeitsnacht erst recht entgegenfiebert. Die versucht Felix zunächst mit allen Tricks zu verhindern. Aber dann erkennt er, dass er sich verliebt hat. Und auch in Las Vegas spitzt sich die Katastrophe noch zu ...

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog und man kommt dadurch schnell hinein in die Geschichte. Insgesamt ist die Grundidee des Buches sehr verrückt, doch Anke Maiberg schaffte s mit viel Humor und Ironie eine abgedrehte Story in etwas Lustiges zu verwandeln.

In der dritten Person wird die Geschichte erzählt, aber anders als bei ihrem Debütroman legt die Autorin nun mehr Wert auf mehrere verschiedene Perspektiven - Nelli die Braut, Tim der Bräutigam, Felix dessen Zwillingsbruder, Doro als beste Freundin des Bräutigams. Durch diese Sichtweisen erhält man individuell Einblick in die Beweggründe der vier Hauptprotagonisten und kann somit mit jedem von den vieren auf individuelle Weise mitfiebern.

Die Kapitel sind mit wertvollen Zeitangaben und dem Namen der Person, aus dessen Blickwinkel erzählt wird, versehen. Dadurch weiß man immer wann und mit wem man gerade unterwegs ist. Anke Maiberg legt großen Wert auf einen steten Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Für mich ist dies sehr gut angekommen und durch die Angaben zu Beginn der Kapitel, herrscht kein Chaos, wie man vermuten würde, sowie keine Verwirrung. Man erhält einen Ausschnitt und dann kommt quasi ein aufklärender Rückblick, was die Geschichte umso spannender macht.

Zum Schreibstil der Autorin kann man sagen, dass er ähnlich wie in ihrem Debütroman humorvoll und fließend ist. Sie verwendet viele ironische Metaphern und sarkastische Anmerkungen, die einem zum Schmunzeln bringen. Vor allem strotzt ihre Erzählung von komischen Vergleichen und detailgetreuen Gedankenkarusellen. Sie schickt die Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt und lässt es durch viel Situationskomik krachen wie auf einem Rummel.

Sticheleien, Geheimnisse, verstrickte Beziehungskonstellationen und -eskapaden, fragwürdige Vertuschungsaktionen und vieles mehr sind Teilelemente der Geschichte, die sich auch in den konträren Protagonisten wiederfinden: die zurückhaltende Nelli, der chaotische Tim, der gefühllose Felix sowie die extrovertierte Doro. Es ist somit für jeden etwas dabei, wobei mein Herz vorallem für Nelli und Felix geschlagen hat, da bei den beiden das größte Entwicklungspotenzial vorhanden war.

Zum Ablauf kann man erläutern, dass der Beginn eher schleppend ist, aber durch süffisante Wendungen nimmt die Geschichte spätestens am Ende des ersten Drittel nahezu abenteuerliche Ausmaße an. Zum Schluss ging mir manchen für meinen Geschmack zu schnell, da die Dinge einfach nur noch abgehandelt wurden, ohne, dass man es als Leser richtig verarbeiten konnte.

Fazit:

Vorübergehend verschossen ist ein spritziger Liebesroman mit einer skurrilen und surrealen Hochzeit im Stile von Hangover. Vor allem die Kernaussage – „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ – wird auf satirische Weise mit viel Charme und Sarkasmus dem Leser übermittelt, bei dem kein Auge trocken bleibt (vor Lachen).



Vorübergehend verschossen erhält von mir 4 von 5 Sternen.

(Ein Dank an den Bastei-Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.)