Magisch, geheimnisvoll und viel Potenzial
Seamere College 1. Strange FamiliarsGwendolynne Chan ist strebsam und hat nur ein Ziel – Jahrgangsbeste werden um den garantierten Job und damit finanzielle Sicherheit zu bekommen. Wäre da nicht Harrisford Briggs, ihr wohlhabender arroganter ...
Gwendolynne Chan ist strebsam und hat nur ein Ziel – Jahrgangsbeste werden um den garantierten Job und damit finanzielle Sicherheit zu bekommen. Wäre da nicht Harrisford Briggs, ihr wohlhabender arroganter Konkurrent. Unerklärbare magische Explosionen und tierische Phänomene zwingen die beiden widerwillig zur Zusammenarbeit. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen müssen sie ihre Feindseligkeit beiseitelegen und kommen sich dabei zwangläufig näher, als den beiden lieb ist.
„Strange Familiars“ ist der erste Band der Dilogie rund um das Seamere-College. Optisch überzeugt es durch das Cover und den Farbschnitt. Beides passt perfekt zum Inhalt.
Das Thema der magischen Tiermedizin hat mich absolut überzeugt. Die medizinischen Details scheinen sehr fundiert, und die magischen Kreaturen wurden nicht einfach oberflächlich kurz behandelt, sondern mit komplexen Diagnosen und Therapien. Leider verliert sich das Thema im Verlauf der Geschichte. Zu Beginn hätte ich mir eine etwas bessere Einführung in die magische Welt und deren Prinzipien gewünscht. Vollständig konnte ich mir diese Welt bis zum Schluss nicht vorstellen.
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Gwen und Harrisford geschrieben. Gwen, Kind einer Einwandererfamilie, kämpft hart für den Abschluss und einen festen Job mit finanzieller Sicherheit. Harrisford, Sohn eines Topmanagers, kämpft hart für den Abschluss um nicht in der Firma seines Vaters zu enden. Beide studieren Magische Tiermedizin mit unterschiedlichen Fachrichtungen und führen jeweils deren Bestenliste an. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und müssen doch miteinander das Geheimnis ergründen.
Highlight sind natürlich deren beiden Seelentiere, Kater Percy und Echse Pudding. Beide hätten gerne öfter vorkommen können.
Die Nebenfiguren sind bunt gemischt, sympathisch, vielseitig und ergänzen die Geschichte genau richtig.
Der Schreibstil war leicht, flüssig und gut verständlich. Leider hat sich das Mitreißende zum Schluss für mich etwas verloren. Der Cliffhanger allerdings ist wirklich gelungen.
Insgesamt ist Strange Familiars für mich eine tolle Idee, die unheimlich viel Potenzial hat.