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Veröffentlicht am 14.05.2026

Starke Frauen einer erfolgreichen Familie

Die Schwartau-Schwestern - Die Süße des Lebens
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Unter derm Namen Romy Herold entführt das Autorenduo Eva-Maria Bast und Jørn Precht auf äußerst spannende Weise in die Entstehungsgeschichte der Schwartau -Werke, die wohl viele durch seine leckere Marmelade ...

Unter derm Namen Romy Herold entführt das Autorenduo Eva-Maria Bast und Jørn Precht auf äußerst spannende Weise in die Entstehungsgeschichte der Schwartau -Werke, die wohl viele durch seine leckere Marmelade kennt . Sicherlich versüßt sie das Frühstück nicht nur bei uns zuhause mit der ersten Süße des Tages.  

Der Roman ,, Die Schwartau Schwestern Die Süsse des Lebens"  nimmt den Leser mit in das Leben der Schwestern Emma und Mathilde ( Tilde )  Fromm  in den Jahren 1898 bis 1928. Als ihre Brüder Otto und Paul  sich entschließen,   ein Werk für Bohnerwachs aufzubauen,  hat Emma den Traum , eines Tages dort auch  Marmelade nach dem leckeren Vorbild ihrer lieben Freundin Ursel herzustellen.  Dafür zieht die Familie   von Rostock nach Schwartau  ein Ort vor den Toren Lübecks. Ein mutiger Schritt und Entscheidungen ,   der über die Jahre von Erfolg gekrönt wird. Und doch sind so einige Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden,  besonders die Kriegsjahre mit ihren Vorschriften sind herausfordernd. Die älteren Brüder  Otto und Paul sind den Ideen ihrer Schwestern gegenüber aufgeschlossen und lassen sie auch im Betrieb mitwirken, was zu der Zeit noch sehr ungewöhnlich und modern war. Emma  übernimmt die Buchhaltung,  später erhält sie sogar Prokura, während die 11 Jahre jüngere Tilde sich mit ihrem künstlerischen Talent  in der Reklame-Abteilung  stark macht. 

Während ich beim Lesen tief in die historisch belegte Firmengeschichte eintauchen konnte , habe ich auch das interessante private Leben der modernen Schwestern  und ihrer Familie hautnah miterlebt.  Auch die Entwicklung Schwartaus zum Heilbad ist spannend mit der Familiengeschichte verwoben.  Einige  historische Geschehnisse, wie der Untergang der Titanic,  das Kriegsgeschehen  sowie Gesetze ,wie das Wahlrecht der Frauen und Denkweisen werden hervorragend mit der Erzählung verwoben.  

Romy Herold hat mich mit dem flüssigen und sehr gut zu lesenden Schreibstil von Beginn an gefesselt. Die fiktive Geschichte um die wahren Hintergründe der Unternehmens  ist äußerst spannend. Die Charaktere sind wunderbar lebendig und liebevolll ausgearbeitet.  Emma und Tilde , die ich schnell ins Herz geschlossen habe,  stehen   als moderne , kluge und starke Frauen, mit  dem persönlichen Glück etwas schwieriger gegenüber.  Da habe ich sehr mit ihnen gefühlt, gehofft , geweint und gefreut.  Auch weitere Personen wie Max, Anni , Ursel  und Bertie muß man einfach gern haben.   Einmal mit dem Lesen angefangen,  konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.  

Die Geschichte ist in  mehrere Teile  gegliedert,  jeweils mit den Jahreszahlen versehen . So behält man auch bei kleinen Zeitsprüngen den Überblick.  Die Kapitel sind mit der  bekannten Schwartau-Silhouette,  dem Logo der Werke,   gekennzeichnet  und zwischen den Abschnitten sind wunderschöne kleine Erdbeeren gezeichnet.  Ich finde, das macht das Buch  nochmal besonders.  Auch die historischen Bilder in den Innenkappen  und das Personenverzeichnis machen deutlich,  wie intensiv das Autorenduo  recherchiert hat  und daraus diese großartige,  wenn auch fiktive , Familiengeschichte  mit der Entstehung des Marmeladenimperiums  verknüpft hat.  So wird Geschichte eindrucksvoll  lebendig.  Mich hat die Geschichte begeistert. Ich fand es äußerst spannend und interessant, wie aus einem Werk für Bohnerwachs ein so großes Unternehmen wurde, mit Kooperationen ins Ausland.  

Schon der  Anblick des Covers  macht Lust auf diese Geschichte  und während des Lesen riecht und schmeckt man förmlich  die leckere Marmelade.  Wer da noch widerstehen kann, ist kein Fan von süßen Früchten. 

Eine bewegende Familiengeschichte mit mutigen Unternehmern ,  starken selbstbewussten Frauen  und einem  Familenzusammenhalt  ohne den der Erfolg nicht stattfinden könnte.  

Von ganzem Herzen eine hundertprozentige Leseempfehlung für diesen  großartigen Roman . Ich freue mich schon jetzt auf ein neues Werk von Romy Herold und bin gespannt,  in welche ( Unternehmer-) Welt ich dann eintauchen darf. 

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Entscheidungen fürs Leben

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste
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Mit ihrem Roman,,Die Krabbenfischerin -Das Erbe der Küste "  nimmt die Autorin Danela Pietrek den Leser mit nach Ostfriesland,  in die Familiengeschichte der Hansens und der  Krabbenfischerei.  

Runa ...

Mit ihrem Roman,,Die Krabbenfischerin -Das Erbe der Küste "  nimmt die Autorin Danela Pietrek den Leser mit nach Ostfriesland,  in die Familiengeschichte der Hansens und der  Krabbenfischerei.  

Runa lebt mit ihrem 17 jährigen Sohn Finn in Hamburg auf einem Hausboot.  Die 36jährige ist erfolgreiche Betriebsleiterin im Fischgrosshandel.  Als ihrer Familie ein furchtbarer Schicksalsschlag  widerfährt,   macht sie sich sofort auf den Weg,  um ihrer Familie in Ostfriesland,  auf ,, Donaskoog "  , so heißt der Familienbesitz  , zur Seite zu stehen.   Wie soll es nun weitergehen mit dem Familienbetrieb, der Krabbenfischerei und mit der Vermarktung  der Krabben? Der wortkarge Vater Hauke  schafft es nicht allein  und sowohl Runa als auch ihre Schwester Milla und Bruder Torge haben ihr eigenes Leben und ihren Beruf.  Wie schon vor mehr als 20 Jahren , als ihre Mutter tödlich verunglückte,  übernimmt Runa die Führung der Familienangelegenheiten, macht das, was  notwendig ist, um die wirtschaftliche Lage des Betriebes einzuschätzen, versucht ihre Geschwister mit ,  an Bord ' zu holen,  um einen eventuell notwendigen Verkauf abzuwenden.   Nicht nur sie muß sich darüber klar werden , was sie möchte,  wie ihr zukünftiges Leben aussehen soll. Bei der Familie auf Donaskoog bleiben oder zurück nach Hamburg, wo ihr Chef auf seine beste Mitarbeiterin wartet?  Gerade jetzt wo die Nähe ihres Jugendfreundes Ole  ihr Halt und Hilfe sein könnte,  steht ein heftiger Streit  mit ihm im  Weg.  Ein alter Widersacher setzt  außerdem alles daran, daß der Krabbenfischerei-Betrieb der Hansens  in unruhiges Fahrwasser gerät.  

Danela Pietrek hat mich mit ihrem hervorragend bildhaften und toll zu lesenden Schreibstil direkt in die wunderbare Landschaft Ostfrieslands und mitten in die fesselnde Geschichte entführt.  Während ich mit den  sympathischen Hansens auf dem Kutter fahre, den Ablauf des Krabbenfangs kennenlerne, spüre ich den Wellengang, den Wind in den Haaren und schmecke das salzige Meer.  Die Beschreibungen der Handlungsorte  und  einige Traditionen und  eingestreutes Plattdeutsch machen Lust auf  eine Entdeckertour nach Ostfriesland.  Die Stimmung an der Küste und auf dem Meer sind großartig  realistisch wiedergegeben.  Hauke Hansens  Art seine Kinder zu nennen,  hat mich  an meine liebe Oma erinnert,  die zu meiner Mama statt ihres Vornamens häufig  ,,Tochti " und zu mir ,,Enkeltochti " gesagt hat. 

Die Charaktere sind liebevoll und absolut authentisch ausgearbeitet,  so unterschiedlich im Wesen, mit Ecken und Kanten , mit verschiedenen Päckchen beladen.  Aber alle mit der Liebe zur Heimat im Herzen.  Auch wenn der Ton innerhalb der Familie so manches Mal sehr rauh erscheint, ist  der Zusammenhalt und die gegenseitige Fürsorge wichtiges Gut.  Ihre  Gedanken  , Gefühle,  Hoffnungen , Sorgen , Zweifel und Ängsten sind für mich durchgehend nachvollziehbar und deutlich  spürbar. So wie Runa stand jeder vielleicht schon einmal vor einer Entscheidung und wusste nicht so recht, was der richtige Weg ist oder  ist im Kreis gefahren statt abzubiegen.  Besonders eine Szene hat mich tief bewegt und zu Tränen gerührt , während ich mich in anderen Momenten  mit den Personen riesig gefreut habe 

Danela Pietrek  hat mit diesem Roman eine  Liebeserklärung an den Norden, an das raue Meer und an die traditionsreiche Krabbenfischerei erschaffen. Mit viel  Feingefühl erzählt sie eine warmherzige  und berührende Geschichte , die mich  mit ihrer Spannung,  Drama  und was fürs Herz  von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.  Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen  und hätte am liebsten noch gewusst, was die Zukunft für die Familie bereit hält.  

Von ganzem Herzen eine absolute Leseempfehlung und ganz viele Sterne. Am Meer kann man sie so wunderbar leuchten sehen. Lasst Euch an die ostfriesische Küste entführen  und taucht ein in die wunderschöne Tradition der Krabbenfischerei.  





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Veröffentlicht am 19.04.2026

So schmeckt das Glück!

Das Glück schmeckt nach Meer: Die Bonbonkocherei
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Birte Stährmann hat mich mit ihrem  herzerwärmenden und mutmachenden Roman ,, Das  Glück schmeckt nach Meer-Die Bonbonkocherei "  in die schöne Schleiregion und die süße Magie der besonderen Bonbons oder ...

Birte Stährmann hat mich mit ihrem  herzerwärmenden und mutmachenden Roman ,, Das  Glück schmeckt nach Meer-Die Bonbonkocherei "  in die schöne Schleiregion und die süße Magie der besonderen Bonbons oder  Bonscher , wie man hier in Schleswig-Holstein  sagt,  entführt.  

Bei der PR- und Eventmanagerin Annika,  die vor vielen Jahren ihre norddeutsche Heimat gen Stuttgart verließ,  steht die Welt plötzlich Kopf. Erst die Kündigung ihres Jobs  wegen Insolvenz,  dann auch noch der Verlust ihrer schönen,  bezahlbaren Wohnung wegen Eigenbedarf.  Genau zu diesem Zeitpunkt erbt sie  unerwartet  von ihrer Tante Wiebke , die sie nie persönlich kennengelernt hat, ein   Haus und  die Bonbonkocherei in Maasholm an der Schlei,  die einst ihrem Großvater Krischan gehörte.  Prompt tauchen bei ihr längst vergessene  Erinnerungen auf, wie sie als 8jährige  mit ihm kurz vor seinem Tod Bonbons hergestellt hat.  Bei der Testamentseröffnung in Kiel erfährt sie ,daß das Erbe an die Bedingung geknüpft ist, im Haus  zu wohnen und das ,, Bonscherhuus "  zu betreiben.  Das geht  nicht, oder doch? Was wird ihre 16jährige Tochter Lena dazu sagen?  Als Annika in Maasholm das Haus betritt,  spürt sie ,wie sehr sie diese Gegend im Norden vermisst hat und daß es womöglich DIE Chance auf einen Neubeginn ist. Wissend, daß Lena bei ihrem Vater , Annikas Exmann, und seiner Familie gut aufgehoben ist, wagt sie den Schritt.  In Maasholm steht ihr der alte Seebär  Lars, der bereits mit Tante Wiebke zusammen gearbeitet hat, helfend zur Seite und  weist sie in die Arbeit  der Bonbonkocherei ein.  Mit ihrer sympathischen Art und Weise auf Menschen zuzugehen,  findet Annika  Anschluss an die Dorfgemeinschaft.  Ihren  Spürsinn und eine besondere Gabe lässt sie besondere Bonbons  herstellen.  Wird ihr Mut eines Neuanfangs  belohnt und findet sie mit Mitte  40 neues Lebensglück?  Wird Annika dabei auch erfahren,  warum sich ihre Mutter mit ihrer Schwester  zerstritten hat , so daß sie deshalb ihre Tante nie kennenlernte? 

Von der ersten Seite an , hat Birte Stährmann mich mit ihrem leicht zu lesenden und hervorragend bildhaften Erzählstil gefesselt.  Die Beschreibungen der Handlungsorte sind so detailliert,  daß sofort Bilder vor meinen Augen entstehen,  ich die Orte , die hübschen Häuser,  die Schlei direkt vor mir sehe.  Wenn ich mit Annika,,de Maas rund " entlang spaziere, spüre ich den Wind , den Regen oder die Sonne auf der Haut.   Die sympathischen Charaktere sind liebevoll, lebendig und absolut authentisch ausgearbeitet.  So wie wir Norddeutschen häufig sind : offen und ehrlich,  manchmal eher  zurückhaltend, bis man sich etwas besser kennt. Wenn es darauf ankommt,  hält die Dorfgemeinschaft zusammen .  

Eindrucksvoll und detailliert wird dem Leser  das Herstellen der Bonbons  beschrieben.  Ein wunderbares Handwerk,  welches in der Eckernförder Bonbonkocherei,  die als Vorbild dient, hautnah miterlebt werden kann.  Man riecht förmlich die Düfte und schmeckt die Süße,  während die verschiedenen Sorten in Gläsern auf den Regalen auf Genießer warten.  

Die vielfältigen und abwechslungsreichen zwischenmenschlichen Beziehungen  finden unaufdringlich ihren Platz in dieser wunderschönen Geschichte,  die Mut macht,  über einen Neuanfang nachzudenken  und manchmal über den eigenen Schatten zu springen.   Eine großartige , emotionale und berührende  Wohlfühlgeschichte , die mich begeistert hat. 

Ihre Autorin hat ihre eigenen Lebensstationen und ihre Liebe zur Region in diese Geschichte  einfließen lassen.  Diese  Zuneigung spürt man durchgehend und wer noch nicht hier war, bekommt bestimmt Lust , sich  die Region anzuschauen und die besondere Atmosphäre zu spüren.  

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil ,, Die Kaffeerösterei " , mit der Birte Stährmann  den Leser im Herbst nach Flensburg  entführt. 

Von ganzem Herzen eine absolute Leseempfehlung  für diese wunderschöne  süße Glücksgeschichte 


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Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein absolutes Lesehighlight

Die Verlorene
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Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ",  die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" ...

Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ",  die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" und ,, Elbstürme"  von Miriam Georg haben mich begeistert, so daß ich ganz gespannt war, was mich in ihrem Roman ,, Die Verlorene " erwartet. 

Diesmal geht es in die Gegenwart und die letzten Kriegsjahre. Als  Ellen's Mutter  Änne über 90jährig stirbt,  findet ihre Enkelin Laura   in ihrem Haus  ein Bild , Dokumente und ein Foto,  welches Fragen aufwirft.  Was haben  diese Dinge zu bedeuten? Liegt darin ein Grund, warum Änne nie über ihre Vergangenheit,  ihre erlebte Kindheit und Jugend in Schlesien erzählt hat ?  Um etwas darüber herauszufinden,  macht sich Laura auf den Weg aus Franfurt nach Polen , um den ehemaligen Gutshof ,, Pappelhof " der Familie zu suchen  und vielleicht etwas Licht in die Familiengeschichte zu bringen.  Glücklicherwweise findet Laura tatsächlich den Gutshof , auf dem ihre Großmutter und ihre Familie aufgewachsen ist. Mit Ellen als Kleinkind  ist sie von dort nach Kriegsende  weggegangen, um im westlichen Deutschland zu leben.  

Mit  den zwei  perfekt miteinander verwobenen  Zeitebebenen    bin ich auf absolut packende Weise in diese hochemotionale   Familiengeschichte eingetaucht.  Das harte Leben auf dem Gutshof und die Umgebung  ist so anschaulich beschrieben, daß ich die Weite des Landes,  die Wälder und den Fluss,  in dem die Pferde baden , deutlich vor mir sehen konnte.   Auch  wenn der Krieg nicht unmittelbar dort stattfand,  gab es harte Einschnitte.  Verluste von Familienmitgliedern  und Tieren , die die Wehrmacht für sich beanspruchte oder später die Russen,  die sich einquartierten. 

Auch die Atmosphäre des Romans ist außergewöhnlich dicht und eindrucksvoll beschrieben. Man spürt förmlich die Zeit und die Umstände, in denen die Geschichte spielt, und wird regelrecht in diese Welt hineingezogen. In den glücklichen Momenten habe ich mich  mit den Protagonisten  gefreut, habe die Leichtigkeit der Liebe und der Verbundenheit gespürt,  aber genauso gehofft und geweint,  wenn es schwieriger oder aussichtslos wurde. 

Der lebendige Schreibstil, macht es leicht , schnell und vollkommen in die Handlung einzutauchen. Die Personen sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, sodass man ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt. Ich konnte mich sowohl in Laura und Ellen als auch in Änne, Karl  und die weiteren Charaktere auf dem Hof hineinversetzen. Ihre Schicksale  haben mich tief berührt  und regen zum Nachdenken an.  

Die Verlorene“ von Miriam Georg ist ein absolut fesselnder und bewegender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, eine tiefgründige Geschichte voller Emotionen, Spannung und Menschlichkeit zu erzählen. Die Spannung ist  durchgehend so hoch, daß ich mich nicht von dem Buch lösen konnte, bevor ich das , für  mich völlig überraschende,  Ende gelesen habe. 

Im Nachwort geht die Autorin auf ihre eigene Familiengeschichte ein, die sie zu diesem sehr  persönlichen Roman  bewegt hat.  Eine Geschichte über Verlust,  Vertreibung  und der damit entstandenen Traumata,  über die in der Nachkriegszeit so gut wie nie gesprochen hat. Auch heute  

„Die Verlorene“ ist ein großartiger Roman, der lange nachwirkt und definitiv zu den Büchern gehört, die man nicht so schnell vergisst. Eine klare Leseempfehlung und absolut verdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐ für dieses grandiose Lesehighlight.  

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Toller Wohlfühlroman mit Tiefgang

Sommer mit Seeblick
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Mit ihrem   Roman ,, Sommer mit Seeblick "  nimmt die Autorin Kaja Konrad den Leser mit an den idyllischen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz.  Wer schon einmal in dieser  wunderschönen  Gegend  in ...

Mit ihrem   Roman ,, Sommer mit Seeblick "  nimmt die Autorin Kaja Konrad den Leser mit an den idyllischen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz.  Wer schon einmal in dieser  wunderschönen  Gegend  in Schleswig-Holstein war, oder wie ich,  nicht weit davon entfernt lebt,  wird vieles wiedererkennen  oder  Lust auf eine Reise dorthin bekommen.   Die bildhaften Beschreibungen der Umgebung sind absolut authentisch  und lassen den Somner am See lebendig werden.  

Jule macht  sich ,nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund  Fabian  alleine mit ihrer Tochter Lana   auf den Weg aus Berlin  an den Plöner See. Dort  wird sie ihren lange geplanten Urlaub in der ,  Pension Seeblick "  verbringen,  die ihre beste Freundin Malin  seit einem Jahr mit ihrem Freund Torben  dort betreibt. Das letzte Jahr war nicht einfach für Jule, so daß sie nicht nur die Ruhe und die Zeit mit Lana  und Malin genießen möchte,  sondern  auch über ihre Zukunft mit Fabian nachdenken  kann.  In der Pension fühlen sie sich gleich wohl,  die schweigsame und zurückhaltende Lana blüht besonders bei den Kaninchen  von Christa auf , einer älteren alleinstehenden Dorfbewohnerin.  Für Wirbel und ( Gefühls-) Chaos sorgen weitere Gäste  , wie eine Familie mit etwas wilden Jungs,  der Musiker Hendrik oder ein gestrandeter Radwanderer, und so manche Scherben müssen beseitigt werden.   

Die sympathischen Charaktere sind liebevoll , detailliert und vielschichtig ausgearbeitet,  dabei immer nah am echten Leben, welches eben nicht immer und bei jedem geradlinig verläuft,  sondern mit  Komplikationen,  Kurven und Abzweigungen , die Entscheidungen  verlangen.    Gerade das ist der Autorin hervorragend gelungen. Kaja Konrad hat eine gefühlvolle  und romantisch Geschichte erschaffen,  die den Leser mit ihrem Tiefgang zum Nachdenken anregt  und vielleicht inspiriert  über sich , seine  Mitmenschen und Umwelt  und womöglich über einen Neuanfang nachzudenken, wenn man in einer Sackgasse gelandet ist,  egal ob beruflich oder privat.  

Diese  gefühlvolle Erzählung ist leicht zu lesen,  die Komplikationen und Wendungen halten die Spannung hoch.  Mich hat sie von der ersten Seite an so in den Bann gezogen,  daß ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe und nicht aus der Hand legen konnte.  Bei  so mancher Szene hat mein Herz geklopft  und die humorvollen Momente habe ich lachend genossen.  

Ich bin absolut begeistert von dieser  gefühlvollen, romantischen , humorvollen  und abwechslungsreichen Geschichte  über Mut und Neuanfänge. Daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung f0r diese Lese- Auszeit  an den Plöner See. Vielleicht sehen wir uns dann in der ,, Pension Seeblick " .


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