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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2019

Ein sehr persönlicher Ratgeber

Die Kunst der guten Erinnerung
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„Die Kunst der guten Erinnerung“ von Meik Wiking ist meiner Meinung nach die seichte Mischung zwischen einem Sachbuch und einem Ratgeber mit vielen persönlichen Erfahrungen des Autors. Die Gestaltung ist ...

„Die Kunst der guten Erinnerung“ von Meik Wiking ist meiner Meinung nach die seichte Mischung zwischen einem Sachbuch und einem Ratgeber mit vielen persönlichen Erfahrungen des Autors. Die Gestaltung ist mit vielen auflockernden Bildchen und tollen Fotoseiten sehr ansprechend. Man kann wunderbar die Gedanken fließen lassen mit den zum Teil sehr passenden Bildern. Für mich persönlich gab es nicht viele Neuigkeiten, da ich mich durch meinen pädagogischen Beruf schon sehr mit positiver Verstärkung etc. beschäftigt habe. Es schadet trotz allem nicht, es ab und an mal wieder in Erinnerung zu rufen. Die Auflockerungen durch die persönlichen Beispiele des Autors sind manchmal sehr nett, manchmal nerven sie auch ein wenig. Nichtsdestotrotz ist das Buch schön zu lesen und ist auch eine gute Idee zum Verschenken.

  • Cover
  • Gestaltung
  • Thema
  • Information
Veröffentlicht am 02.06.2019

Rührender Umgang mit Trauer

Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt
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„Wie man bei Regen einen Berg in Flipflops erklimmt“ von Carol Weston ist ein Jugendbuch, das aber auch gut für Erwachsene zu lesen ist. Hauptperson ist Sofia, 14, die im Jahr zuvor ihre Mutter durch eine ...

„Wie man bei Regen einen Berg in Flipflops erklimmt“ von Carol Weston ist ein Jugendbuch, das aber auch gut für Erwachsene zu lesen ist. Hauptperson ist Sofia, 14, die im Jahr zuvor ihre Mutter durch eine Gehirnblutung verloren hat. Sie und ihr Vater kämpfen sich so durchs Leben und schleichen umeinander herum. Eines Tages ist eine Kummerkastentante für Jugendliche an der Schule, der sich Sofia auch per email öffnet. Einige Zeit später muss sie feststellen, dass ihr Vater wohl eine neue Liebe gefunden hat. Wie Sofia damit klarkommt und was alles sonst in ihrem Leben geschieht, wird im Buch beschrieben.
Ich finde das Buch sehr einfühlsam geschrieben. Neben dem Thema Trauer kommt auch die Liebe und Freundschaft nicht zu kurz. Es spielt ein Jahr im Leben von Sofia, in dem sie Stück für Stück aus ihrem Sumpf herausfinden kann. Zwar ist Sofia erst 14, aber auch ich als Erwachsene konnte für mich ganz viel mitnehmen, gerade, was die Trauer betrifft! Es geht in die Tiefe, ohne kompliziert zu sein, es ist einfühlsam, ohne zu kitschig zu sein und es spricht Themen für junge Jugendliche an, ohne anzüglich zu werden. Rundherum ein wunderbares Buch! Eine ganz klare Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 08.03.2019

Hildegard von Bingen mal anders!

Der Gesang der Bienen
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„Der Gesang der Bienen“ von R.H. Dorweiler ist ein wunderbar spannender historischer Roman, der im 12. Jahrhundert spielt.
Hauptprotagonisten sind die Familienmitglieder einer Zeidler-Familie. Ein Zeidler ...

„Der Gesang der Bienen“ von R.H. Dorweiler ist ein wunderbar spannender historischer Roman, der im 12. Jahrhundert spielt.
Hauptprotagonisten sind die Familienmitglieder einer Zeidler-Familie. Ein Zeidler kümmerte sich um die Bienen und die Gewinnung von Wachs und Honig. Sie haben 3 Kinder. Seyfried und seine Frau Elsbeth leben ein abgeschiedenes und zufriedenes Leben. Elsbeth ist eine Apothekertochter, deswegen kennt sie sich sehr gut mit Pflanzen und Kräutern und der Heilerei aus. Das wird ihr zum Verhängnis. Eines Abends kommt ein fahrender Medicus und bringt ihr eine junge Frau, die nach einer Abtreibung kurz vor dem Tode steht. Da es die Tochter eines Adligen ist, wird sie gesucht und kurz nachdem sie dort gefunden wird, verstirbt sie. Bei einem Gerichtsprozess wird Elsbeth zum Tode und die Familie als unfrei verurteilt. Seyfried kann einen Deal aushandeln: Wenn die berühmte Hildegard von Bingen sich für Elsbeth ausspricht, wird das Urteil aufgehoben, Seyfried hat 2 Wochen Zeit, mit dem Zuspruch zu kommen. Er macht sich zu Fuß auf die sehr lange Reise zu Hildegard. Die Reise und die Bitte verlaufen nicht reibungslos. Wie das alles ausgeht, möchte ich hier nicht verraten.
Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, die Geschichte sehr logisch und zeitgemäß aufgebaut. Das Cover finde ich ansprechend, die Kapitelanfänge sind mit Zeitpunkt und einem schönen Zitat überschrieben. Für mich war es eins der spannendsten und fesselndsten historischen Büchern, die ich je gelesen habe. Außerdem gibt es viel Neues zu erfahren! Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite!

  • Cover
  • Geschichte
  • Stil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 07.02.2019

Eine Art Roadmovie mit unterschiedlichsten Generationen

Vom Glück und den Tagen dazwischen
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Das Buch „Vom Glück und den Tagen dazwischen“ von Frida Matthes ist ein sehr kurzweilig zu lesendes Buch. Es ist aus Sicht von Emmi geschrieben, einer Enddreißigerin, die mit den Männern abgeschlossen ...

Das Buch „Vom Glück und den Tagen dazwischen“ von Frida Matthes ist ein sehr kurzweilig zu lesendes Buch. Es ist aus Sicht von Emmi geschrieben, einer Enddreißigerin, die mit den Männern abgeschlossen hat, da sie viele Enttäuschungen hinnehmen musste. Sie kümmert sich um ihre ältere Nachbarin Lore, deren Mann plötzlich verstirbt. Deren Freundinnen Marlies und Jutta lernt sie dabei auch kennen. Auch im Haus wohnt die junge Künstlerin Paula, die Streit mit ihrem Freund hat. Kurz bevor Emmi mit den 4 Frauen nach Frankreich aufbricht, um das Geheimnis um Lores verstorbenen Mann rauszufinden, geht sie auf die Hochzeit ihrer früheren großen Liebe: Dr. Fritz Bender. Nach einer Begegnung dort mit ihm ist sie sehr aufgewühlt. Als die 5 vollkommen unterschiedlichen Frauen nach Frankreich aufbrechen, wird es sehr witzig, wie sie sich miteinander arrangieren. Alle 5 haben ihre Probleme und versuchen irgendwie, vor ihnen davonzulaufen. Und doch müssen sich alle 5 damit auseinandersetzen….
Frida Matthes hat einen sehr lockerluftigen Schreibstil, der mir bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr taugt. Die Geschichte ist sehr leicht geschrieben, also sehr gut lesbar, vor allem im Urlaub. Was mir persönlich etwas fehlt: Ich finde es manchmal alles zu knapp und zu schnell. Etwas mehr hätte dem Buch gut getan. Gerade weil jede der Frauen ihre Geschichte hat. Aber alles in allem kann ich eine klare Leseempfehlung geben!

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Humor
  • Geschichte
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.12.2018

Die goldenen Zwanziger - oder?

Das Palais Reichenbach
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„Das Palais Reichenbach“ von Josephine Winter spielt als Roman in den 20er Jahren in Berlin. Die glorreichen Zeiten des Adels sind zwar nicht mehr wirklich da, der Schein wird aber immer noch aufrecht ...

„Das Palais Reichenbach“ von Josephine Winter spielt als Roman in den 20er Jahren in Berlin. Die glorreichen Zeiten des Adels sind zwar nicht mehr wirklich da, der Schein wird aber immer noch aufrecht erhalten. Und in dieser Zeit lernen wir die Familie Reichenbach kennen: Der Vater ein typischer Adliger: Man stellt was dar, der Schein geht über alles. Die Mutter auch typisch: Mit Migräne im Alltag nicht sichtbar, kaum ist eine Party da oder etwas zum Repräsentieren, schlägt ihre große Stunde. Der älteste Sohn Fridolin möchte die Familie und sein Erbe irgendwie retten und überlegt sogar, ein eigenes Unternehmen zu gründen, was aber vom Vater abgetan wird. Die Tochter macht eigentlich was sie möchte und verliebt sich in einen mittellosen Schriftsteller, den sie finanziell und auch mit seiner Schreiberei unterstützt. Der jüngere Sohn ist schwul und versucht dies geheim zu halten. Seine Schwester weiß Bescheid. Und in diese Familie darf man mit hineinschnuppern. Es ist kurzweilig, immer mal überraschend und auch wieder nicht.
Der Schreibstil des Romans ist sehr eingängig und spannend. Ich bin gerade so durchgeflogen und habe mich immer gut unterhalten gefühlt. Der Schluss ist mehr als überraschend, ich hätte etwas ganz anderes erwartet. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin noch etwas hin- und hergerissen. Alles in allem eine klare Kaufempfehlung!

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Atmosphäre