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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2022

Schleppender Anfang wurde von großem Interesse abgelöst

Wie rote Erde
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Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend, die Farben haben einen eingeladen es direkt aufzuschlagen und mit dem Lesen zu beginnen. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte richtig ...

Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend, die Farben haben einen eingeladen es direkt aufzuschlagen und mit dem Lesen zu beginnen. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte richtig reinzukommen. Die Kapitel setzen sich abwechselnd aus drei Elementen zusammen: aus einem Brief eines Missionars, einer Erzählung aus Sicht einer jungen Frau und einem Wörterbuch das ihr Großvater schrieb. Ich fand es bis nach dem ersten Drittel schwierig, diese drei Elemente im gegenseitigen Kontext zu verstehen und zu einem Ganzen zu verbinden. Man muss sich in den Rhythmus des Buches einfinden, dann entfaltet es aber seine Magie und nimmt einen mit in eine ganz andere Welt.
Es hätte mich gefreut, wenn Begriffe, die einem nicht unbedingt geläufig sind wie z.b. Corroboree in einem Fußtext erklärt worden wären. Das würde den Lesefluss weniger stören als der dann folgende, zwanghafte Griff zum Handy um den entsprechenden Begriff zu googlen oder das Blättern bis ganz zum Ende des Buches, wo die Begriffe erläutert sind, wie mir irgendwann aufgefallen ist. Die Erläuterungen am Ende des Buches sind jedoch sehr informativ, wenn man sie gefunden hat, auch die Verweise auf themenrelevante Literatur finde ich immer gut, gerade bei einem Buch wie diesem, bei dem einem wieder auffällt,wie erschreckend wenig Ahnung man von manchen Geschehnissen und Verhältnissen hat.

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Ein wunderschönes Koch- und Lesebuch!

Good Lime
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In dem Buch wird man durch Anekdoten und Geschichten aus dem Leben des Autors mitgenommen in die Karibik und die dortige Lebensweise. So wird man auch an die karibischen Rezepte herangeführt, die erstmal ...

In dem Buch wird man durch Anekdoten und Geschichten aus dem Leben des Autors mitgenommen in die Karibik und die dortige Lebensweise. So wird man auch an die karibischen Rezepte herangeführt, die erstmal recht fremd aussehen. Doch die Zubereitung ist sehr gut erklärt und in den meisten Fällen auch sehr simpel. Die Zutaten die verwendet werden gibt es im normalen Supermarkt nicht unbedingt, jedoch wird zu Anfang gut erklärt welche Eigenschaften die Zutaten haben, wofür und wie sie verwendet werden, was man als Ersatz verwenden kann und wo die Zutaten abseits der Supermarktketten zu finden sind. Durch die Einkäufe entdeckt man neben neuen Geschmäckern so ganz nebenbei auch noch neue Spots in seiner Stadt. Abgerundet wird diese wirklich gelungene kulinarische Reise durch die ausgesprochen schöne Gestaltung der Buchseiten. 

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Veröffentlicht am 17.09.2022

Schwierig zu lesen aber lohnenswert

Das Zuhause
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In dem Buch setzt sich der Autor philosophisch mit dem Thema Zuhause auseinander.
Es ist auf jeden Fall kein Buch was man abends kurz vorm Einschlafen in müdem Zustand lesen kann, man muss sich stattdessen ...

In dem Buch setzt sich der Autor philosophisch mit dem Thema Zuhause auseinander.
Es ist auf jeden Fall kein Buch was man abends kurz vorm Einschlafen in müdem Zustand lesen kann, man muss sich stattdessen aufs Lesen konzentrieren um den Gedankengängen gut folgen zu können. Auch weil einige Fremdwörter verwendet werden, die im alltäglichen Sprachgebrauch kaum genutzt werden oder die mir tatsächlich auch unbekannt waren.
Inhaltlich hat man sehr viel Input bekommen und konnte viele Interpretationen und Ideen des täglichen Lebens auch über das Thema des Zuhauses hinaus mitnehmen und überdenken. Einige Theorien fand ich aber auch extrem weit hergeholt und viel zu subjektiv gedacht.
Wer zwischendurch gerne Mal herausforderndere Literatur liest, für den ist "das Zuhause" auf jeden Fall empfehlenswert undd mach dem Lesen macht es sich mit seinem wunderschönen Cover gut in jedem Bücherregal

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Erschütternd

Denk ich an Kiew
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Das Buch handelt von den Frauen einer ukrainischen Familie aus zwei Perspektiven: Aus der Perspektive der damals jungen Großmutter von Cassie um 1930 und aus der Perspektive von Cassie, die nun, selbst ...

Das Buch handelt von den Frauen einer ukrainischen Familie aus zwei Perspektiven: Aus der Perspektive der damals jungen Großmutter von Cassie um 1930 und aus der Perspektive von Cassie, die nun, selbst schon Mutter und Witwe nach dem Zusammenziehen mit ihrer Großmutter mehr über deren Vergangenheit erfährt.
Die Familie lebt mittlerweile in Amerika und Cassie hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren, doch sie lernt nun einen Nachbarn Nick kennen. Leider fand ich diesen Teil der Geschichte viel zu klisscheemäßig. In der Sekunde, in der man den ersten Satz über Nick gelesen hat, wusste man, dass die beiden zusammenkommen werden. Das "Herumgehampel" ob sie nun mit ihm zusammen sein kann / will oder nicht und was daraufhin folgte war wenig überzeugend dargestellt und hat mich eigentlich nur in der Hauptgeschichte gestört. Ebenso, dass sich die beiden noch gesiezt haben als sie sich schon des öfteren, auch auf Dates, verabredet haben fand ich widersprüchlich zu ihrer eigtnlich schon recht vertrauten Beziehungsebene.
Abgewechselt wurden diese Episoden jedoch immer wieder durch die Lebensgeschichte von Caissies Großmutter in der Ukraine während des Holodomors. Dieser Teil war sehr erschütternd und hat mich an vielen Stellen sehr berührt. Ich war dann doch froh, dass dieses Abschnitte immer wieder von leichteren Abschnitten aus Cassies Alltag unterbrochen wurden, sodass man etwas durchatmen konnte.
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch aus dem ich persönlich viel mitnehmen konnte.
Ich bin etwas entsetzt darüber, dass ich noch nie vom Holodomor gehört habe. Jedes Schuljahr aufs Neue haben wir den Holocaust behandelt aber über den Holodomor habe ich noch nie etwas gehört. Ich werde zu dem Thema auf jeden Fall noch mehr Literatur suchen.

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Spannend bis zum Schluss

Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. (Die Emer-Murphy-Serie 1)
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Es handelt von einer Instagrammom "Lotte" deren Kind "Poppy" entführt wird. Durch die große Follwerzahl und den veröffentlichten Standort des Mädchens direkt vor der Entführung ist der Verdächtigenkreis ...

Es handelt von einer Instagrammom "Lotte" deren Kind "Poppy" entführt wird. Durch die große Follwerzahl und den veröffentlichten Standort des Mädchens direkt vor der Entführung ist der Verdächtigenkreis scheinbar unbegrenzt. Doch am Ende ist der Täter viel näher als gedacht.
In der Geschichte finden sich verschiedenste, oft auch unsympathische Charaktere wieder, was die Story sehr interessant macht, auch wenn einige Figuren zu kurz kommen.
Jede*r scheint mindestens ein dunkles Geheimnis zu haben und es wird einem nicht leicht gemacht das Familienkonstrukt um Lotte und Poppy herum zu durchschauen.
Es bleibt bis zum Ende spannend und man tappt bis zuletzt im Dunklen. Alle Theorien, die man sich bis dahin überlegt hat, kommen nicht an die Auflösung heran. Das Ende lässt einen ein bisschen im Zwiespalt des eigenen moralischen Kompasses zurück und sorgt dadurch noch für den ein oder anderen Gedankengang nach Abschluss des Buches und auch was die Nutzung der sozialen Medien angeht, wird es einen bestimmt etwas aufmerksamer zurücklassen.

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