Gelungener Reihen-Auftakt mit minimalen Stolpersteinen
Goldcrest Manor - Velvet MeadowsVon Anfang an hat mich die Atmosphäre in Goldcrest total begeistert. Es ist lebendig, geheimnisvoll und bietet jede Menge Raum für Entwicklungen.
Kenzie war mir schnell sympathisch, auch wenn ich zugeben ...
Von Anfang an hat mich die Atmosphäre in Goldcrest total begeistert. Es ist lebendig, geheimnisvoll und bietet jede Menge Raum für Entwicklungen.
Kenzie war mir schnell sympathisch, auch wenn ich zugeben muss, dass sie mit ihrer impulsiven Art manchmal etwas zu sprunghaft reagiert. Eine gewisse Ruhe hätte ihr in manchen Momenten gutgetan. Julian blieb für mich etwas blass – vor allem seine Erklärung für die jahrelange Funkstille hat mich enttäuscht. Ich hatte mir etwas Tiefgründigeres oder zumindest Emotionaleres erhofft. Leider blieb es bei dieser eher mauen Begründung, was für mich ein kleiner Dämpfer war.
Die Entwicklung zwischen Kenzie und Julian ging mir teilweise zu schnell. Nach all den negativen Gefühlen, dem Drama und der Distanz war der plötzliche Umschwung in Richtung “alles ist vergeben und vergessen” für mich etwas zu glatt.
Trotz dieser Kritikpunkte mochte ich die Geschichte insgesamt sehr gern. Das Setting bleibt für mich ein echtes Highlight und der Schreibstil hat mich absolut überzeugt – flüssig, mit einer guten Portion Humor und einfach angenehm zu lesen. Auch die Nebencharaktere haben mich neugierig gemacht. Da schlummert noch einiges an Potenzial, das in den kommenden Bänden hoffentlich ausgeschöpft wird.
Vor allem auf Maeves und Archies Geschichte in Band 2 freue ich mich schon jetzt sehr – ich hoffe, dass dort einige der noch offenen Fragen beantwortet werden. Und auch Band 3 mit Brooke und Desmond verspricht einiges an Spannung.
Trotz kleinerer Stolpersteine in der Handlung konnte mich Goldcrest Manor – Velvet Meadows mit Atmosphäre, Charme und Setting für sich gewinnen. Ich bleibe der Reihe auf jeden Fall treu!