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Veröffentlicht am 14.10.2024

Echt easy, Frau Freitag

Echt easy, Frau Freitag!
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Wieder mal ein Buch von Frau Freitag. Sie hat eine neue Klasse als Klassenleiterin – eine 7. Während die vorhergehenden Klassen (in 2 Büchern beschrieben) eher sehr schwierig waren und nicht sehr lernwillig ...

Wieder mal ein Buch von Frau Freitag. Sie hat eine neue Klasse als Klassenleiterin – eine 7. Während die vorhergehenden Klassen (in 2 Büchern beschrieben) eher sehr schwierig waren und nicht sehr lernwillig und Frau Freitag sich darüber beschwerte, ist die neue Klasse absolut lieb und lernwillig. Auch damit hat Frau Freitag ihre Probleme – es ist ihr zu langweilig. So beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit dem Werdegang ihrer früheren Schüler und wird teilweise sehr überrascht – nämlich angenehm, weil einige Schüler doch den Ernst des Lebens begriffen haben.
Wie auch in den vorangegangenen Büchern beschreibt Frau Freitag ein Schuljahr aus Sicht der Lehrerin. Man kann aber problemlos jedes Buch einzeln und ohne Zusammenhang lesen. Die Bücher ähneln sich sehr – logischerweise ist ein Schuljahr immer gleich aufgebaut – Schule, Ferien, Klassenfahrten. Nur die Namen der Schülern ändern sich, die Probleme sind sich sehr ähnlich. Ich glaube, das hat Frau Freitag auch gemerkt und deshalb einige Kapitel mit Erlebnissen aus ihrem eigenen Schulleben eingebaut.
Trotzdem muss ich für mich sagen, dass mich das Buch ein wenig gelangweilt hat. Es ist gut zu lesen und auch mit einigem Humor, aber es ist inzwischen leider halt immer das Gleiche.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Die Marseille-Connection

Die Marseille-Connection
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Auf der Rückseite des Buches steht: Eine Gang aus der brillanten Verbrechern macht Marseille unsicher. Ihre Gier nach Reichtum und Macht ist grenzenlos. Nur eine durchschaut ihr Spiel: Kommissarin Bernadette ...

Auf der Rückseite des Buches steht: Eine Gang aus der brillanten Verbrechern macht Marseille unsicher. Ihre Gier nach Reichtum und Macht ist grenzenlos. Nur eine durchschaut ihr Spiel: Kommissarin Bernadette Bourdet, kurz B. B.
Nach dem Lesen dieser Zeilen erwartet man einen Krimi oder Thriller mit „Tätern in Nadelstreifen“. Statt dessen macht die o. g. Gang nicht mal die Hälfte des Buches aus. Das Buch beginnt mit einigen Kapiteln, die als Überschrift nur Koordinaten haben. Macht man sich die Mühe, nachzuschauen, dann verteilen sich diese Koordinaten über die ganze Welt von Russland bis nach Südamerika. Der Inhalt der Kapitel allerdings ähnelt sich. „Vorgestellt“ oder Haupthandelnde sind diverse Verbrecher verschiedener Länder, Größe und Nationalität. Sie eint eines: alle sind sie skrupellos und brutal und ein Teil von ihnen wird sich dann aus verschiedenen Gründen in Marseille finden.
Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen. Keine Seite ohne diverse Morde oder Vergewaltigungen. Manchmal hatte ich das Gefühl ich bin in einem „Computer-Baller-Spiel“, je mehr Tote, desto besser. Auch die Kommissarin und ihre 3 Untergebenen sind nicht viel besser, brutal mit einigen Tätern zusammenarbeitend, um größere Täter zu erwischen. Das alles hinterließ einen faden Geschmack bei mir, obwohl der Schreibstil nicht schlecht war. Der Inhalt aber hat mich abgestoßen.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Tessa

Tessa
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Tessa geht auf die 30 zu, war Modell und viel mehr erfahren wir aus ihrem „Vorleben“ nicht. Das Buch beginnt mehr oder weniger mit der Trennung von ihrem Freund. Die meiste Schuld daran trägt aber Tessa, ...

Tessa geht auf die 30 zu, war Modell und viel mehr erfahren wir aus ihrem „Vorleben“ nicht. Das Buch beginnt mehr oder weniger mit der Trennung von ihrem Freund. Die meiste Schuld daran trägt aber Tessa, die nicht nur fast krankhaft eifersüchtig ist, sondern auch viel zu viel Alkohol trinkt. Dazu kommen Drogen und Männer. Sowohl Alkohol, Drogen wie auch Männer werden immer mehr und immer wahlloser …
Das Thema des Buches hat mir nicht gefallen und ich wollte eigentlich nur einen Punkt vergeben. Aber das wird weder dem Buch noch der Autorin auch nur ansatzweise gerecht. Denn das Buch ist sehr gut. Anfangs in sehr lakonischen, kurzen und abgehackten Sätzen wird Tessas Zustand beschrieben. Fast stakkatoartig. Später verliert sich das etwas. Doch die Beschreibung der Zustände von Tessa, ihrer Alkohol- und Drogensucht, der Einsamkeit (wirklich und eingebildet), ihrem Absturz sind so lebensecht, dass man eigentlich nur hofft, es ist nichts biografisches der Autorin. Und obwohl ich selbst nie mit solchen Zuständen Erfahrungen gemacht habe, waren sie für mich absolut nachvollziehbar und nicht übertrieben. Tessa rutscht immer mehr nach unten. Und während sie sich anfangs oft noch über Penner und ihre Hygiene aufregt, ist sie bald selbst nicht mehr weit davon entfernt. All das wird abstoßend und berührend zugleich beschrieben. Dabei vermeidet die Autorin jede Be- oder Verurteilung von Tessa und auch mir ging das so. Ich habe das Geschehen verfolgt und das Buch bekam auch mehr und mehr Spannung dadurch, dass ich wissen wollte, wie es endet. Wie wird die Autorin die Probleme lösen: Mit einer kitschigen Rettung Tessas? Mit dem völligen Absturz oder gar Tod? Ich will nichts dazu verraten, aber das Ende ist für mich auch wieder genial gelungen. Das Buch wurde auf dem Umschlag und im Klappentext sehr gelobt. Ich kann mich dem nur anschließen.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Digger Hamburg

Digger Hamburg
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Digger Hamburg ist ein Buch über eine außergewöhnliche Reise- Stephan Boden arbeitet in der Werbebranche und ist das, was man wohl mit gutsituiert bezeichnen würde. Aber er fühlt sich nicht glücklich dabei ...

Digger Hamburg ist ein Buch über eine außergewöhnliche Reise- Stephan Boden arbeitet in der Werbebranche und ist das, was man wohl mit gutsituiert bezeichnen würde. Aber er fühlt sich nicht glücklich dabei und beschließt deshalb eine Segeltour über die Ostsee nach Schweden im Sommer 2012 über mehrere Monate. Zusammen mit seiner Freundin und seinem Hund bricht er auf. Das Wetter macht ihm allerdings mehr als einen Strich durch die Rechnung und ändert öfter seine Pläne. Trotzdem wird die Reise zu einem wichtigen Erlebnis für alle …

Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen. Vom Stil her ist es eher einfach und an die etwas ungewöhnliche Schriftart für ein Buch gewöhnt man sich nach einer Weile. Das Buch ist dreigeteilt: die Erlebnisse des Autors, viele wunderbare Fotos und die Blog-Einträge während der Reise. Insgesamt empfand ich es als sehr hochwertig, gerade durch die Fotos. Vorangestellt ist eine Liste mit den technischen Daten, am Ende folgt eine mit den mitgenommenen Sachen. Dazwischen die Beschreibungen auf See und in den Häfen, die vielen Erlebnisse und Erkenntnisse. Das Buch wurde in einem Seglerverlag verlegt und genau das war für mich als totaler Laie insoweit ein Problem, dass ich anfangs die vielen Fachwörter nachgeschlagen habe, die mit dem Segeln zu tun hatten. Irgendwann habe ich genervt aufgegeben, um den Lesefluss nicht dauernd zu unterbrechen. Ich denke, auch so habe ich den Inhalt verstanden. Hier wären aber ein paar kleine Erläuterungen oder eine Liste mit den wichtigsten Erklärungen sehr hilfreich gewesen. Nicht ganz so gut fand ich auch die direkte Nachfolge der Web-Blogs nach dem Text zu den jeweiligen Tagen, weil man damit alles „doppelt“ las, zumal bei beiden dann auch noch die gleichen Sätze verwendet wurden.
Trotz dieser Anmerkungen hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen. Den gewonnenen Erkenntnissen, dass oft weniger mehr ist, dass eine große Yacht nicht automatisch glücklich oder reicher macht usw. kann ich nur vorbehaltlos zustimmen. Das Buch macht Lust auf eine eigene Reise (wenn auch nicht unbedingt auf einem Segelboot), die absolut tollen Fotos verführen zum Träumen.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Drei Frauen im R4

Drei Frauen im R4
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Nele, Trudi und Renate sind 50 geworden, seit 40 Jahren Freundinnen und erhalten als gemeinsames Geschenk von den Töchtern eine Reise nach Italien. Nun ist das aber keine normale Reise, denn die 3 wollten ...

Nele, Trudi und Renate sind 50 geworden, seit 40 Jahren Freundinnen und erhalten als gemeinsames Geschenk von den Töchtern eine Reise nach Italien. Nun ist das aber keine normale Reise, denn die 3 wollten Anfang der 80er Jahre schon einmal gemeinsam nach Italien – dann kamen die Töchter „dazwischen“ und die Reise fand nie statt. Also soll sie jetzt nachgeholt werden – aber eben stilecht im R4, mit den Klamotten aus den 80ern, ohne Computer und Handy, mit Dosenessen und wenig Geld, ohne Kreditkarte – einfach nur mit den Dingen, die es Anfang der 80er Jahre schon gab. Die Reise wird zu einem besonderen Abenteuer…

Mir hat das Buch gut gefallen. Zuerst einmal die Idee dieser ausgefallenen Zeitreise. Dann die liebevoll mit Songs übertitelten Kapitel und die „Fotos“, die Zeichnungen sind. Dazu die wirklich gute Beschreibung der 3 Freudinnen, die so unterschiedlich und doch so gleich sind. Ihre Entwicklung im Leben und während der Reise, ihre Sorgen und Freuden und zuallererst ihr Zusammenhalt während der Reise und im Leben. Geschrieben ist das Buch mit viel Wärme und Humor, mit Seitenhieben auf die teilweise Übertreibungen der Feministinnen in den 80ern, aber auch deren wichtige Funktionen und erreichte Leistungen. Im ganzen Buch schwingt viel Nostalgie mit, aber eben ohne zu Verklären und auch ohne den Fortschritt zu negieren. Trotzdem wird immer wieder auf eine der wichtigsten Sachen im Leben zurückgekommen: Freundschaft. Von daher ist es ein wunderbar gelungenes Buch mit mehr als nur einem Augenzwinkern, ganz wenig Sentimentalität und ganz viel Herz.

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