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Veröffentlicht am 08.07.2024

Eine normale Familie

Himbeereis am Fluss
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Ida und Oskar leben mit Mutter und Vater in einem kleinen Ort. Die Familie ist manchmal leicht chaotisch normal. Die Autorin erzählt in verschiedenen Geschichten, wie die Familie lebt und das Jahr vorwärts ...

Ida und Oskar leben mit Mutter und Vater in einem kleinen Ort. Die Familie ist manchmal leicht chaotisch normal. Die Autorin erzählt in verschiedenen Geschichten, wie die Familie lebt und das Jahr vorwärts geht. Es geht um Weihnachten und den Winter, aber auch um Unternehmungen im Frühjahr und Sommer oder um Feiertage. Einen großen Raum in dem Buch nimmt der Tod eines Onkels ein, die Trauerverarbeitung ist wunderbar beschrieben und sehr lebensecht. Überhaupt sind die Geschichten wie aus dem wirklichen Leben und teilweise sehr lustig, denn der fünfjährige Oskar macht noch viel Blödsinn. Die achtjährige Ida ist eine richtig gute große Schwester. Sie hat schon viele Ideen, wie die Kinder auch z. B. bei schlechtem Wetter die Zeit gut verbringen und kleine Abenteuer erleben können. Das Buch ist für Kinder ab 7 Jahre gedacht und das Alter finde ich passend. Die Geschichten können gut vorgelesen werden, sind aber auch für Erstleser zu bewältigen. Die Schrift ist etwas größer und alles ist mit wunderbaren kleinen Zeichnungen unterlegt. Auch den Preis finde ich für dieses gelungene Buch angemessen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.07.2024

Carter ... anders

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Bei einer Obduktion wird festgestellt, dass das Opfer eines Verkehrsunfalls schon länger tot war und vorher gefoltert wurde. Hunter und Garcia beginnen ihre Ermittlungen. Aber es gibt es so gut wie keine ...

Bei einer Obduktion wird festgestellt, dass das Opfer eines Verkehrsunfalls schon länger tot war und vorher gefoltert wurde. Hunter und Garcia beginnen ihre Ermittlungen. Aber es gibt es so gut wie keine Anhaltspunkte. Auch als eine zweite Leiche bei der Obduktion Folterungen aufweist, kommen sie nur ganz langsam weiter.

Wer Bücher von Carter liest, weiß, dass er sich auf sehr blutige und ausschweifende Beschreibungen von furchtbaren Taten einlässt. Und das alles sehr detailliert. Doch dieses Mal ist Carter anders. Es gibt natürlich auch wieder einen Serientäter und es gibt auch genügend Folterungen. Aber hier sind es bei weiten nicht so viele Details und oft gibt es nur Andeutungen. Ist deshalb das Buch langweilig? Nein, auf keinen Fall. Dieser Carter ist anders, aber auf keinen Fall schlechter. Die Ermittlungen kann man detailliert nachvollziehen und auch ohne ausschweifende Beschreibungen ist die Handlung ausreichend. Und vor allem spannend bis zum Schluss. Dieses Mal gibt es auch weit weniger aus dem Privatleben vor allem von Garcia. Auch das habe ich nicht wirklich vermisst. Die Konzentration in dem Buch liegt eindeutig auf dem Fall. Das tut dem Buch sehr gut. Von mir eine eindeutige Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Nach einem realen Fall

Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie
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Im Rhein wird die zerstückelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sophie Kaiser und Leonard Michels vom BKA werden zu Hilfe gerufen, da vermutet wird, dass ein Serienmörder tätig ist. Denn die junge Frau ...

Im Rhein wird die zerstückelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sophie Kaiser und Leonard Michels vom BKA werden zu Hilfe gerufen, da vermutet wird, dass ein Serienmörder tätig ist. Denn die junge Frau ist nicht die erste, die verschwunden ist. Und so beginnen die Ermittlungen, vor allem weil eine weitere junge Frau verschwunden ist und versucht wird, diese noch zu retten..

Das Buch ist der zweite Teil einer Reihe um fiktive Fälle nach wirklichen Begebenheiten. Man kann es allerdings problemlos ohne Vorkenntnisse lesen und das Ermittlerteam ist gerade im Falle von Sophie sehr speziell, denn sie ist Autistin und dadurch hat sie eine etwas andere Sicht auf die Vorgehensweise und reagiert oft auch anders. Das ist sehr gut dargestellt. Für mich persönlich ist der Teil, als es um die eigentlichen Ermittlungen geht, gut beschrieben und man kann alles Schritt für Schritt nachvollziehen. Etwas mehr Tiefe und Ausführlichkeit hätte ich mir in dem Teil gewünscht, als es um die Motive des Täters/der Täter geht. Hier wird im eigentlichen Buch relativ wenig berichtet. Etwas mehr erfährt man im Nachwort, in dem der reale Fall vorgestellt und erläutert wird. Alles in allem fand ich das Buch sehr interessant weil man auch einen Einblick in die Arbeit von Fallanalytikern erhält. Eine Fortsetzung würde ich auf jeden Fall lesen und ich spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Eine Geschichte über Toleranz

Rebis - Ein Kind der Natur
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In einer mittelalterlichen italienischen Stadt wird der Familie ein weiterer Sohn geboren. Martino allerdings ist ein Albino und vom ersten Tag an wird er ausgegrenzt. Gleichzeitig mit seiner Geburt findet ...

In einer mittelalterlichen italienischen Stadt wird der Familie ein weiterer Sohn geboren. Martino allerdings ist ein Albino und vom ersten Tag an wird er ausgegrenzt. Gleichzeitig mit seiner Geburt findet eine Hexenverbrennung statt. Martino versucht, so normal wie möglich zu leben. Er liebt die Natur und ist oft im Wald. Er wird allerdings von vielen Seiten angefeindet, allen voran von der Kirche. Aber auch sein Vater gibt dem Druck nach und will ihn zu einem weit entfernten Onkel schicken. Martino läuft weg und bleibt im Wald bei Viviana. Und diese ist ebenfalls Außenseiterin und so versuchen die beiden, über die Runden zu kommen

Der Comic ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Die ersten Szenen im Bereich der Hexenverbrennung würde ich die Kinder nicht alleine lesen lassen, sondern begleitend dabei sein. Es ist schon ziemlich heftig. Unabhängig davon sind die Zeichnungen einfach zauber- und märchenhaft. Das Aufwachsen des kleinen Albinos ist verbunden mit dem Finden einer Hirschkäferlarve und dem gleichzeitigen Heranwachsen zu einem Hirschkäfer. Es gibt allerdings auch noch mehr Verbindungen zwischen Mensch und Natur. Martino muss lernen, mit seiner Andersartigkeit zu leben. Und damit ist nicht nur sein Albino-Wesen gemeint. Die Geschichte ist ein wenig wie ein Märchen angelegt, aber man findet auch sehr viele reale Bezüge. Gut gefallen hat mir auch, dass am Ende gezeigt wird, wie der Comic entstanden ist. Also welche verschiedenen Zeichnungen es am Anfang gegeben und für welche man sich letztendlich entschieden hat. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch, das sehr für Toleranz und Natur wirbt.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Plätschert so vor sich hin

Weißglut
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Sarah flieht relativ überstürzt nach Finnland. Zu Hause erwartet Sie eine Scheidungsschlammschlacht, die Medien verfolgen sie. Sie will eigentlich nur ihre Ruhe. Doch in Finnland findet sie am ersten Morgen ...

Sarah flieht relativ überstürzt nach Finnland. Zu Hause erwartet Sie eine Scheidungsschlammschlacht, die Medien verfolgen sie. Sie will eigentlich nur ihre Ruhe. Doch in Finnland findet sie am ersten Morgen vor ihrem heruntergekommenen Häuschen eine Leiche im See. Schnell stellt sich heraus, das Haus ist gar nicht das richtige. So wird sie verdächtigt, den Mann im See umgebracht zu haben.

Das Buch konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte plätschert so friedlich vor sich hin, wie der besagte See in Finnland. Die Ermittlungen wirken dilettantisch und werden auch relativ kurz nur beschrieben. Sarah wirkt wie eine Tussi und das ist in meinen Augen komplett überzeichnet. Ihre Ermittlungen sind ebenfalls eher dilettantisch und auch die weiteren Personen wirken irgendwie eher wie Karikaturen. Spannung ist nur sehr mäßig vorhanden. Ich hätte da viel mehr erwartet. Alles in allem kommt das Buch für mich nicht über Durchschnitt hinaus.

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