Profilbild von reni74

reni74

Lesejury Star
offline

reni74 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit reni74 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2022

Ein bisschen Inspiration

Casa Zarrella
0

Ich liebe ja Kochbücher und bin immer wieder offen für neue Inspiration, gerade wenn man fast täglich für mehrere Familienmitglieder kocht. Da ich Jana Ina aus dem Fernsehen kenne und auch ihren Schwager ...

Ich liebe ja Kochbücher und bin immer wieder offen für neue Inspiration, gerade wenn man fast täglich für mehrere Familienmitglieder kocht. Da ich Jana Ina aus dem Fernsehen kenne und auch ihren Schwager beim Kochen auf Instagram über die Schulter schaue, war ich gespannt auf ihre Rezepte.

Das Buch wurde in Kooperation mit Johann Lafer geschrieben und beide haben dem eigentlichen Rezeptteil ein Vorwort vorangestellt. Jana Ina erzählt etwas über ihre Familie, wie die Zusammenarbeit mit Johann zustande kam. Danach beschreibt sie das Grundkonzept ihrer Familienküche. Das gibt interessante persönliche Einblicke, nimmt aber auch viel Raum ein, genauso wie ihre Ansichten zum Thema gesunde, hauptsächlich fleischlose Ernährung, oder das Thema Milch und speziell Zucker. Auch Johann Lafer gibt einen Einblick in seine Familienküche.

Rezepte gibt es nun aber immer noch nicht, denn nun werden Küchen "Must-haves" erläutert. Grundzutaten, unverzichtbare Gewürze und Öle, Ausstattung der Vorratskammer, Küchenwerkzeuge, Wichtigkeit des Zeitmanagement. Anschließend gibt es noch Tipps und Tricks und Johann Lafers Küchenhacks. Für absolute Kochneulinge sicher interessant, für mich leider nichts wirklich Neues. Hätte ich nicht gebraucht.

Endlich geht es nun an die Rezepte, unterteilt in verschiedene Kategorien. Es gibt von Frühstücksbowls, über Suppen, Salate, Mittagessen bis hin zu süßen Leckereien eine bunte Mischung, in der man auch die Einflüsse aus Brasilien und Italien wiederfindet. Auch hier vieles, das man so, oder so ähnlich schon mal gesehen hat.

Was mich etwas verwundert hat, war, dass im Vorwort der erhobene Zeigefinger im Punkt Zuckerkkonsum da war, viele Rezepte dann allerdings mit vermeintlich "gesunden" Zuckeralternativen daher kommen. Das vermittelt ein etwas falsches Bild, finde ich, den auch zb Agavendicksaft ist kritisch zu sehen. Genauso wird die Verwendung von Avocado wegen der schlechten Ökobilanz kritisiert, aber es gibt einige Rezepte damit. Schwierig.

Wirklich viel Inspiration konnte ich nicht aus dem Buch ziehen, die zwei drei, vor allem internationalen Rezepte, die ich nachkochen werde sind mir als Ausbeute zu wenig. Hätte ich mir mehr erwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2022

Bedrohliche Atmosphäre

Tief in den Wäldern
0

Cold Creek, ein fiktives Städtchen im Nordwesten Kanadas. Umgeben von dichten Wäldern, ein See in der Nähe, könnte es eigentlich sehr idyllisch sein, aber auf dem Highway lauert der Tod. Seit Jahren verschiedenen ...

Cold Creek, ein fiktives Städtchen im Nordwesten Kanadas. Umgeben von dichten Wäldern, ein See in der Nähe, könnte es eigentlich sehr idyllisch sein, aber auf dem Highway lauert der Tod. Seit Jahren verschiedenen hier immer wieder junge Frauen, manchmal wird eine Leiche gefunden, aber meist tauchen die Frauen nie wieder auf. Hailey ist hier aufgewachsen, nach dem Unfalltod ihres Vaters lebt sie bei ihrer Tante und deren Ehemann, einem Cop. Eine sichere Umgebung, könnte man meinen, aber Hailey kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Jede junge Frau hat wohl die Warnung ihrer Eltern im Ohr - fahr nicht per Anhalter, steig niemals in ein fremdes Auto, nimm selbst keine Anhalter mit. Auch ich habe diese Sätze schon zu meinen Töchtern gesagt. Was aber wenn die Bedrohung aber nicht nur auf der Straße lauert, sondern eben auch in den eigenen vier Wänden. Dieses Szenario ist hier Thema.

In Kanada gilt die Autorin wohl schon als Garant für Spannung, ich habe hier ihr erstes Buch gelesen. Von der ersten Seite an war ich vom Schreibstil angetan, schon der Prolog, geschrieben aus der Sicht eines der toten Opfer des Highwaykillers, ist speziell. Die Autorin schafft es recht schnell eine sehr bedrohliche, bedrückende Stimmung aufzubauen und der Leser spürt so die Gefahr in der Hailey schwebt. Die Figur von der diese Bedrohung ausgeht ist sehr passend charakterisiert, der Leser schießt sich quasi auf sie ein und weiß gleichzeitig, dass da noch mehr sein muss. Die Wahl des Täters hat mich kurz überrascht, über das Schicksal, das die Autorin ihm zugedacht hat kann man streiten.

Die Story, die im Groben auf tatsächlichen Morden beruht, ist spannend erzählt, phasenweise kommt sie wie ein Survival Trip daher. Mir hat diese Mischung gut gefallen, auch wenn so vielleicht manchmal kleine Längen entstanden sind. Die Figuren im Buch sind relativ jung und handeln auch dementsprechend nicht unbedingt immer klug, aus Sicht eines Erwachsenen, aber sie wachsen an den grausamen Ereignissen, deren Zeuge sie werden.

Im Groben läuft der Thriller natürlich nach einem recht bekannten Thema innerhalb des Genres. Der irre Highwaykiller ist jetzt keine neue Erfindung, durch das Setting und den Aufbau der Geschichte und angesichts der realen Hintergründe hatte ich allerdings während der Lektüre fast durchgehend Gänsehaut, somit hat die Autorin für mich alles richtig gemacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2022

Versteckte Bedrohung

Heliosphere 2278 - Buch 1 - Der Anschlag
0

Guilia Lorencia ist Wissenschaftlerin mit Leib und Seele und so wählt sie oft eher unkonventionelle Wege um an ihre Ziele zu gelangen. Bei einem Experiment verschwindet sie allerdings und eine Gruppe von ...

Guilia Lorencia ist Wissenschaftlerin mit Leib und Seele und so wählt sie oft eher unkonventionelle Wege um an ihre Ziele zu gelangen. Bei einem Experiment verschwindet sie allerdings und eine Gruppe von Freunden und alten Weggefährten aus Kriegstagen macht sich auf die Suche, in deren Verlauf Ereignisse aufgedeckt werden, die eine Bedrohung für Menschen und die Bewohner anderer Planeten darstellt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Ich habe schon Bücher des Autors gelesen und hätte eigentlich auf seinen ausschweifenden Stil vorbereitet sein müssen, aber trotzdem hat die Vielzahl an Figuren und die verschachtelte Geschichte mich kalt erwischt. Es viel mir unheimlich schwer mich bei den ganzen Namen und den Beziehungen zueinander zurechtfinden. Hier hätte es mir natürlich geholfen, wenn ich die Vorgeschichte aus der Serie Heliosphere 2265 gekannt hätte, in der die meisten Figuren schon agiert haben und die auch die Grundlage der jetzigen Ereignisse bildet.

Der Anschlag ist der erste Teil einer weiterführenden Trilogie und als eigenständige Geschichte durchaus separat zu lesen, ich würde es allerdings nach der Lektüre jetzt nicht mehr uneingeschränkt empfehlen, weil ein paar grundlegende Vorkenntnisse das Gesamterlebnis einfach unterstützen. Die Handlungen von Figuren würden wahrscheinlich nachvollziebarer, ihre Charaktere besser zu verstehen und die ganze Geschichte ist verständlicher.

Der Autor baut hier sein ganz eigenes, sehr komplexes und vielschichtiges Universum. Als Vielleser und Vielseher von SiFi kommen mir allerdings einige seiner verwendeten Elemente mehr als bekannt vor. Grundsätzlich finde ich es durchaus ok, wenn man erahnen kann, woher der Autor seine Inspiration nimmt, hier war es mir allerdings teilweise doch sehr plakativ. Ich muss allerdings klarstellen, dass das mein eigenes subjektives Empfindern ist und ich natürlich nicht sagen kann, ob der Autor ebenfalls Fan meiner Lieblingsstreamingserie ist.

Wie schon erwähnt schafft der Autor hier eine ganze Welt, da wir uns weit in der Zukunft befinden, sind entsprechende Technologien unvermeidbar. Hier war ich sehr verwirrt von den vielen Eigenkreationen des Autors im Bezug auf Bezeichnungen für beispielsweise Antriebe, oder Transportsysteme. Man ist einfach an bestimmte Begrifflichkeiten so gewöhnt, dass es erstmal schwerfällt mit den neuen Bezeichnungen klarzukommen. Viele der beschriebenen Vorgänge habe ich überhaupt nicht verstanden, hier wäre für mich manchmal weniger mehr gewesen.

Der Autor kann erzählen, ganze Welten vorm Auge des Lesers erschaffen, absolut bildgewaltig. Leider verliert er sich dabei aber manchmal zu sehr in Details und mach das Lesen anstrengend. Das ist dann auch der Grund, warum ich derzeit noch nicht sagen kann, ob ich den zweiten Teil lesen werde, obwohl mich die Geschichte von der Substanz her durchaus angesprochen hat. Andreas Suchanek ist ein Autor mit einer, berechtigterweise, großen Fangemeinde, ich habe leider immer etwas Schwierigkeiten beim lesen seiner Bücher, allerdings glaube ich sein SiFi Stoff wäre eine super Grundlage für eine Streaming Serie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2022

Überlebenskampf in der Kälte

Eis
0

Alex ist Wildtierbiologin und ihren Tieren gilt ihre ganze Leidenschaft. Als sie eher durch Zufall die Möglichkeit bekommt an einer Studie über Eisbären teilzunehmen zögert sie nicht lange. Schon kurz ...

Alex ist Wildtierbiologin und ihren Tieren gilt ihre ganze Leidenschaft. Als sie eher durch Zufall die Möglichkeit bekommt an einer Studie über Eisbären teilzunehmen zögert sie nicht lange. Schon kurz nach ihrer Ankunft in der Forschungsstation wird allerdings ins Labor eingebrochen und ausgerechnet Alex Proben gestohlen. Ein Rückschlag für die engagierte Forscherin, der allerdings nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs bildet.

Der Schreibstil der Autorin machte mir den Einstieg in das Buch sehr leicht. Die Beschreibungen der Natur in der Protagonistin Alex unterwegs ist, gekoppelt mit der Begeisterung der Figur für ihre Umwelt ist wirklich gut gelungen. Ohne erhobenen Zeigefinger bringt die Autorin mahnene Worte zum Thema Tier-, bzw Klimaschutz unter, diese ziehen sich auch durch die komplette Story und bringen so einen weiteren Aspekt in den Thriller.

Die Story läuft ziemlich rasant, direkt zu Beginn war ganz kurz etwas Flaute, als die recht eintönige Alltagsarbeit von Alex beschrieben wird. Im Hauptteil wird es dann aber schnell atemberaubend und gefährlich. Die Autorin zeigt hier, dass auch Frauen sehr anschaulich Kampfszenen und Verfolgungsjagden beschreiben können.

Durch den Prolog hab ich eine Weile ein anderes Motiv hinter den ganzen Ereignissen vermutet, allerdings wird hier geschickt eine andere Richtung eingeschlagen. Die letztliche Auflösung könnte man allerdings dann doch als etwas konstruiert bezeichnen. Ganz rund war das Ganze nicht für mich. Zu dem etwas unrunden Gefühl der Geschichte trägt auch der Hintergrund einer weiteren wichtigen Figur der Story bei. Hier war die Autorin vielleicht zu sehr bemüht einen komplizierten Charakter einzubringen, dessen Vehalten ich nur bedingt nachvollziehbar fand.

Das Buch ist bereits das zweite um die Biologin Alex, ich habe das erste nicht gelesen, werde es aber nach dieser Lektüre nachholen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2022

Tolle Ergänzung

Das Erbe des Weißen Wolfs
0

Ich habe, zugegebenermaßen, oft Schwierigkeiten mit dem Fantasy Genre. Einiges liebe ich heiß und innig, während ich Vieles, das hier seine Blüten treibt überhaupt nicht mag. Die Bücher der Hexer Reihe ...

Ich habe, zugegebenermaßen, oft Schwierigkeiten mit dem Fantasy Genre. Einiges liebe ich heiß und innig, während ich Vieles, das hier seine Blüten treibt überhaupt nicht mag. Die Bücher der Hexer Reihe waren mir bisher noch vollkommen unbekannt und auch die Serie habe ich erst relativ spät für mich entdeckt, diese dann aber um so mehr gesuchtet.

In der vorliegenden Sammlung haben 11 polnische Autorinnen und Autoren eine Homage an Andrzej Sapkowski geliefert und neue Geschichten rund um Geralt und Yennefer geschaffen. Jeder von ihnen folgt natürlich einem eigenen Antrieb und legt seinen einigen Stil in die Geschichte, das macht die Sammlung sehr vielschichtig.

In der Natur der Sache liegt es nun auch, dass nicht jede Geschichte mich gleichermaßen begeistern konnte. Während einige sich sehr eng an die Vorlage halten, könnten andere auch in einem völlig eigenen Universum stattfinden. Während ich von einigen Autoren gern noch viel mehr gelesen hätte, haben andere nur wenig bei mir zurück gelassen. In der Summe allerdings muss ich sagen, dass das Buch eine sehr gute Zusammenstellung enthält und gerade für mich als Neuling eine schöne Einstimmung und Ergänzung war. Fans können sich hier die Wartezeit auf die nächste Staffel verkürzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere