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Veröffentlicht am 02.11.2025

Abgründe des Kolonialismus

Herz der Finsternis
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Eine dunkle Nacht auf der Themse, auf einer Yacht sind einige Seeleute zusammen und einer von ihnen, Marlow, beginnt eine Geschichte zu erzählen, die Geschichte einer schicksalhaften Fahrt den Kongo entlang ...

Eine dunkle Nacht auf der Themse, auf einer Yacht sind einige Seeleute zusammen und einer von ihnen, Marlow, beginnt eine Geschichte zu erzählen, die Geschichte einer schicksalhaften Fahrt den Kongo entlang ins Landesinnere, direkt ins Herz Afrikas, ins Herz der Finsternis.

Der Beginn des Buches, die beschriebene Szenerie auf dem Fluss, die bunt zusammengewürfelte Gruppe Männer, die Art und Weise wie Ich-Erzähler Marlow seinen Bericht beginnt, all das hat mich direkt an die Eröffnungsszene in Moby Dick denken lassen, ohne das ich genau sagen könnte warum. Irgendwie war direkt eine gewisse Düsternis zu spüren, eine Trostlosigkeit, ein Gefühl, als würde diese Geschichte nicht gut ausgehen und, obwohl Marlow seinen Zuhörern gegenübersitzt und von seiner Reise erzählen kann, ist sie das ja schlussendlich auch nicht.

Ich weiß gar nicht mehr genau, warum ich mir das Buch gekauft habe und ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung davon, was mich erwartet. Gelesen habe ich das Buch dann wärend einer längeren Zugfahrt, aufgrund seiner Kürze schien es mir dafür perfekt geeignet. Die Geschichte stammt aus dem Jahr 1902 und der Autor arbeitet hier eine tatsächliche Reise nach Afrika auf, die er als Seemann 1890 selbst unternommen hat. Die Sprache, in der das Buch verfasst ist, entspricht natürlich der damaligen Zeit und ist dementsprechend nicht unbedingt leicht zu lesen. Noch weniger leicht zu lesen sind aber die damals vorherrschenden Ansichten zum Kolonialismus und das sollte man sich vor Beginn der Lektüre bewusst machen.

Das Buch liegt in seiner ursprünglichen Form vor, das bedeutet, dass Ausdrücke, Ausdrucksweisen, Weltanschauungen dargelegt werden, die heute nur als absolut abscheulich und antiquiert betrachtet werden können, den damaligen Zeitgeist aber leider eins zu eins widerspiegeln. Ich möchte hier jetzt nicht ins Detail gehen, aber es gab schon einige Beschreibungen, die mich wirklich haben schlucken lassen und die zeigen, wie man als zivilisierter und gebildeter Europäer von Afrika und seinen Bewohnern gedacht und gesprochen hat. Es macht betroffen mit welcher Überheblichkeit man sich ganze Länder aneignet, untereinander aufgeteilt und ausgebeutet hat, ohne Rücksicht auf Mensch und Natur und all dies noch unter dem vermeintlichen Segen eines Gottes, den man diesen Menschen so unbedingt aufzwingen wollte. Es macht betroffen, wütend und einfach nur sprachlos, ist aber ein Zeitzeugnis und darf als Mahnung nicht in Vergessenheit geraten. Um die Geschichte des Buches in den richtigen Kontext zu setzen gibt es natürlich noch ein Nachwort.

Viele Bücher, die ähnliche Thematiken beinhalten werden in Neuauflagen heute immer öfter bereinigt, bestimmte Begrifflichkeiten, oder ganze Passagen geändert, oder sogar ganz entfernt. Ich sehe das zugegebenermaßen eher kritisch, den ein Buch spiegelt nunmal den Zeitgeist zum Zeitpunkt seines Entstehens und ist somit ein Zeitzeugnis, im positiven wie im negativen Sinne und sollte dementsprechend kritisch gelesen und wenn nötig auch erklärend aufbereitet werden, wenn man es beispielsweise mit Kindern liest. Ich vertrete eher die Meinung, man sollte, wie es hier gesehen ist, das Original unzensiert anbieten und im Nachgang dann diskutieren, erklären und in den richtigen Kontext setzen. Bücher umzuschreiben, oder gar auf den Index zu setzen ist in meinen Augen der völlig falsche Weg und erzeugt bei mir immer einen gewissen faden Beigeschmack.

Herz der Finsternis ist kein einfaches Buch, nicht vom Inhalt und auch nicht von der Erzählweise her, ich habe lange mit mir gerungen, ob ich überhaupt eine Rezension dazu schreiben soll, denn irgendwie schienen mir alle meine Worte falsch. Letztlich muss das jeder Leser für sich selbst entscheiden.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Spannende Fälle

Angeklagt! Schuldig oder nicht?
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Das Leben ist manchmal spannender als jedes Buch, gerade was echte Kriminalfälle angeht. Während man von den meisten Ermittlungen nicht wirklich etwas mitbekommt, gibt es einige Fälle, die so spektakulär, ...

Das Leben ist manchmal spannender als jedes Buch, gerade was echte Kriminalfälle angeht. Während man von den meisten Ermittlungen nicht wirklich etwas mitbekommt, gibt es einige Fälle, die so spektakulär, oder vielleicht auch merkwürdig sind, dass sie bundesweit für Interesse sorgen und sogar im Fernsehen landen. In diesem Buch veröffentlichen der Jurist Alexander Stevens und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber einige Fälle, die sie bereits in ihrem gemeinsamen Podcast beleuchtet haben.

Obwohl ich begeisterter Krimileser bin, ist True Crime eher nicht so meins und auch wenn ich die Disney Serie "Only Murders in the Building" total liebe, sind Podcasts bisher an mir vorbeigegangen. Hier so in Buchform fand ich die Idee reale Kriminalfälle aufzuarbeiten und neutral zu bewerten, allerdings dann doch recht spannend.

Tatsächlich kannte ich nur einen der sieben vorgestellten Fälle, alle anderen waren neu für mich. Die Autoren erläutern die Geschehnisse, die Arbeit der Polizei, die Schlüsse, die aus den Ermittlungsergebnissen gezogen werden und die daraus folgenden Strafen, wobei sie auch darauf eingehen, dass das, was von Gesetz wegen möglich ist, nicht unbedingt das ist, was man sich vielleicht selbst für den Täter gewünscht hätte. Es ist sehr interessant hier mal tiefer in das deutsche Rechtssystem zu blicken und auch Vorgänge bei den ermittelnden Behörden näher zu beleuchten. Man bekommt so nochmal einen ganz anderen Blick auf die Geschehnisse und gewonnenen Erkenntnisse. Mich hat sehr gefreut, dass die Autoren sich hier nicht in Fachtermini und Amtsdeutsch verloren haben, sondern die Fälle gut allgemeinverständlich dargelegt wurden.

Ich fand das Buch und die ausgewählten Kriminalfälle sehr spannend und interessant. es bildet eine gute Ergänzung zu meiner fiktiven Krimilektüre.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Angst - und Lustobjekte

Das Buch der Phobien und Manien
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Ängste kennt jeder von uns, manche sehr real, andere nur in unseren Köpfen, die Eine erzeugt nur einen leichten Schauer, die Andere dafür heftige körperliche Redaktionen. Die Objekte, so verschieden wie ...

Ängste kennt jeder von uns, manche sehr real, andere nur in unseren Köpfen, die Eine erzeugt nur einen leichten Schauer, die Andere dafür heftige körperliche Redaktionen. Die Objekte, so verschieden wie der Mensch selber, Tiere, Gegenstände, Situationen, Phobien sind vielfältig und können unseren Alltag genauso beeinflussen, wie das Gegenteil, die Sehnsucht nach einer Handlung, einem Gefühl, oder einem Gegenstand, die Manie, die Besessenheit von etwas. Kate Summerscale hat hier 99 Obsessionen und Ängste zusammengestellt,von A, wie Agotaphobie, bis Z, wie Zoophobie und es ist ziemlich sicher, das man sich als Leser bei der Ein, oder Anderen wiederfindet.

Nachdem ich aus dem Verlag schon "Das kleine Buch der Risiken" gelesen hatte, musste dieses Buch natürlich auch sein. Die Autorin hat eine umfangreiche Sammlung zusammengestellt und liefert zu jeder Phobie/Manie eine kleine Erklärung zu Entstehung, wie sich das Ganze äußert und teilweise auch, wie man es behandeln kann. Als Leser begegnen einem ziemlich bekannte Sachen, wie eben die Angst vor bestimmten Tieren, vor Menschenansammlungen, oder engen Räumen, Spritzen, Blut, dem Zahnarzt. Zum Teil sehr real, zum Teil aber auch eher abstrakt, wie die vorm Erwachsenwerden, oder vor langen Wörtern (von denen es im Buch einige gibt). Bei den Manien, die den kleineren Teil des Buches ausmachen möchte man meist eher lächeln, oder sie abtun, wie bei der Beatlemania, oder die Büchermanie (keine Ahnung was das sein soll), aber es gibt leider auch die, die wirklich gefährlich sind, wie eben zb Alkoholsucht, Spielsucht, oder solche, bei denen sich die Betroffenen selbst verletzen wie Haareausreißen.

Das Buch bietet kurz zusammengefasstes Wissen, oft mit einem Augenzwinkern, aber, wo es angebracht ist auch durchaus ernsthaft. Für Klugscheisser wie mich findet sich eine Vielzahl hochtrabender Worte mit deren Erklärung man auf jeder Party sein unnützes Wissen unter Beweis stellen kann. Natürlich findet man sich als Leser auch bei dem Ein, oder Anderen wieder, bei mir sind es Spinnen, oder Höhenangst. Das Buch ersetzt natürlich keine Analyse und schon gar nicht eine Therapie, wobei es hier ziemlich aufschlussreich ist, was der vielzitierte Sigmund Freud so alles auf Sexualität zurückführt. Naja, kann man glauben, muss man aber zum Glück nicht.

Mir hat die Lektüre Spaß gemacht, ich habe noch einiges Neues gelernt und bei Bedarf kann man das Thema ja im Nachgang noch mit der entsprechenden Fachliteratur vertiefen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Das Überleben der Menschheit

Kälte
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Aus dem Nichts tauchen außerirdische Raumschiffe am Himmel auf und die Insassen haben nur eine Botschaft für die Menschheit, ein Ultimatum, jeder, der nicht innerhalb von dreißig Tagen die Antarktis erreicht, ...

Aus dem Nichts tauchen außerirdische Raumschiffe am Himmel auf und die Insassen haben nur eine Botschaft für die Menschheit, ein Ultimatum, jeder, der nicht innerhalb von dreißig Tagen die Antarktis erreicht, wird vernichtet. Es beginnt ein fast unmögliches Rennen gegen die Zeit, bei dem die meisten Menschen von vornherein keine Chance haben. Liza und Atto, die sich gerade erst in Portugal kennengelernt haben, haben Glück und schaffen es den eisigen Kontinent zu erreichen, doch damit beginnt der Kampf ums Überleben erst.

Das Szenario, das Autor Tom Rob Smith hier beschreibt hat mich direkt angesprochen, verbindet es doch gleich mehrere Elemente, die ich an einer Science-Fiction Story liebe, eine außerirdische Bedrohung und der daraus resultierende Überlebenskampf der Menschheit. Das Thema ist so alt, wie die Science-Fiction Literatur selbst und um so spannender ist es zu sehen, wie die Autor*innen es immer wieder neu interpretieren.

Nach Ablauf des Ultimatums macht die Geschichte einen Zeitsprung und man findet sich zwanzig Jahre in der Zukunft. Die überlebenden Menschen haben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten in der Kälte eingerichtet, Gemeinschaften gebildet und Städte gegründet. Das Leben ist hart und entbehrungsreich, bietet aber auch viele neue Möglichkeiten des Miteinanders. Die Ressourcen sind knapp, die Sterblichkeit hoch und es ist letztlich nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen den Kampf gegen die Kälte verlieren werden. In den vergangenen Jahren wurde versucht die DNA des Menschen besser an die Bedingungen in der Antarktis anzupassen, besser an die Kälte angepasste Kinder wurden geboren, allerdings ist das nur ein Teil der durchgeführten Experimente.

Der Autor lässt seine Story hier über zwei Handlungsstränge laufen, zum Einen begleitet man Liza und Attos mit ihrer genveränderten Tochter Eco, zum Anderen Yotam, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der in der Hauptstadt eines der "spezielleren" Experimente betreut, Eitan, ein genmanipuliertes Wesen, mehr Tier als Mensch, der nächste Schritt der Evolution. Wärend es bei Eco noch um "geringfügige" Anpassungen geht, die die so geborenen Kinder weniger anfällig für Kälte und andere Umweltbedingungen im ewigen Eis macht, ist Eitan etwas vollkommen Anderes und es wird schnell klar, dass hier nicht klar ist, ob er Rettung, oder Untergang der Menschheit bedeutet.

Zwischen diesen Handlungssträngen gibt es ab und zu Rückblicke in die Zeit kurz nach der Ankunft im ewigen Eis, leider erfährt man als Leser hier nicht wirklich viel über die Ereignisse. Mir hat dieses Wissen aber eindeutig gefehlt, denn ich hätte es überaus spannend gefunden vom Überlebenskampf direkt nach dem Exodus zu lesen. Man wird quasi in eine Gesellschaft hineinkatapultiert, ohne zu wissen, wie diese eigentlich entstehen konnte. Hier beginnt die Story dann für mich auch so ein bisschen an Plausibilität zu verlieren, klar es wurden innerhalb der dreißig Tage des Ultimatums Unmengen an Materialien, Geräten, Medikamenten, Nahrungsmitteln, Kleidung, etc auf dem Kontinent abgeladen, aber das alles muss ja auch nutzbar gemacht werden und es steht ja nicht mal so unbegrenzt Energie zur Verfügung. Der Autor erklärt hier einiges mit schon vorhandenem Equipment der Forschungsstationen und er lässt die Energie aus Atom-U-Booten nutzen, aber wenn ich mir den immensen Aufwand der Genexperimente vorstelle, ist das für mich alles irgendwie nicht stimmig. Je weiter die Geschichte voran schreitet, um so mehr Kleinigkeiten kommen zusammen, die mich stutzen lassen. Wo ich dann aber so vollkommen raus bin, sind die Aliens, von denen man nach ihrem Ultimatum einfach mal gar nichts mehr hört, oder liest. Nichts, keinerlei Aufklärung zu ihren Beweggründen, ihrer Herkunft, ihrem Verbleib, irgendwas... Und das empfinde ich einfach als total unbefriedigend, ebenso wie die Tatsache, dass es auch keinerlei Gegenwehr der Menschheit gibt. Die Aliens kommen, stellen ihr Ultimatum und alles flüchtet. Da gibt es keinerlei Kampfszenen ala Independence Day, oder Krieg der Welten, nichts, nicht mal ansatzweise, sorry, ich bin raus.

Natürlich braucht ein gut gemachtes Science-Fiction Abenteuer das nicht unbedingt, aber ich brauche eine halbwegs nachvollziehbare Story mit entsprechender Grundlage und die fehlt mir hier leider komplett. Trotzdem habe ich das Buch relativ schnell gelesen, den eine Geschichte erzählen kann Tom Rob Smith richtig gut und natürlich war ich daran interessiert, wie es Eco und ihrer Familie ergeht und natürlich fand ich den gedanklichen Ansatz zum Thema DNA Manipulation äußerst interessant. Der Punkt, was moralisch vertretbar ist, bis zu welchem Grad eine Manipulation gehen darf, wo die Grenze zu ziehen ist, welche Eigenschaften ein genmanipuliertes Wesen noch als menschlich gelten lässt. All das sind Dinge, die in der Forschung schon seit längerem die Gemüter erhitzen und es bringt einen als Leser natürlich zum Nachdenken, rettet die Story letztlich aber leider nicht.

An den anderen Büchern des Autors gemessen, bin ich hier leider etwas enttäuscht, ich habe etwas ganz anderes erwartet. Die Story ist nur bedingt logisch, hat mir viel zu viele lose Enden und lässt mich, alles in allem, eher unbefriedigt zurück. Ansatz gut, Ausarbeitung leider weniger.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Zombi ist nicht gleich Zombi

Manchmal kehren sie wieder
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Zombis sind im Horrorgenre gern verwendete Figuren und nicht erst seit "The walking Dead" ist der Hype um sie ungebrochen. In dieser Anthologie haben sich nun 26 Autor*innen dem Zombi angenommen und ihn ...

Zombis sind im Horrorgenre gern verwendete Figuren und nicht erst seit "The walking Dead" ist der Hype um sie ungebrochen. In dieser Anthologie haben sich nun 26 Autor*innen dem Zombi angenommen und ihn zum Protagonisten einer ihrer Storys gemacht. Die Szenarien sind dabei so unterschiedlich, dass man durchaus überrascht ist, auf welch vielfältige Weise man das Thema interpretieren kann.

Der Leser trifft auf die verschiedensten Vertreter ihrer Art, die auf die unterschiedlichsten Arten zu dem wurden, was sie sind. Da gibt es das klassische Szenario eines weltweiten Virus, genauso wie die Ursprungsversion des Mythos aus dem Voodoo. Bei vielen der Geschichten spürt man, dass es sich hier um eine Aufarbeitung der Coronapandemie handelt. Einige Storys erinnern an bekannte Serien wie "Last of us", andere folgen einem ganz neuen Ansatz. Manchmal ist dieser düster und bedrohlich, manchmal eher zum schmunzeln und manchmal auch ein bisschen Gesellschaftskritik. So trifft man zb auf einen Schriftsteller, dessen Publikum mehr an ihm, als an seinem Buch interessiert ist, einen Beamten, der die Zombiapokalypse fast verschläft, eine Influenzerin, die eine App zur Verständigung mit den Untoten entwickelt, einen Mann, der seinen Nachbarn aus Frust zu seinem Zombidiener macht und damit so gar nicht glücklich ist, einen Gutachter, der als Futter endet, eine Infizierte, die über den Sinn der neuen Existenz grübelt, oder eine Wissenschaftlerin, der ihr eigener Forscherdrang zum Verhängnis wird.

Natürlich kommt nun auch wieder mein Standardsatz zum Thema Anthologie. Es liegt in der Natur der Sache, dass einem bei einer Anthologie nicht alle Geschichten gleichermaßen gefallen und so ist es auch hier, die eine Story liegt einem vom Stil her mehr, die andere weniger. Das ist vollkommen okay, schließlich hat jeder Autor, jede Autorin seinen/ihren eigenen Stil und eine ganz individuelle Herangehensweise an das Thema. Ich wurde aber insgesamt gut unterhalten und kann die Sammlung guten Gewissens an Genrefans und solche die es werden wollen weiterempfehlen. Wer besonderen Gefallen an einer bestimmten Geschichte gefunden hat kann sich am Ende des Buches noch einige Infos zum jeweiligen Verfasser ansehen und so noch weitere Lektüre entdecken.

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