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Veröffentlicht am 16.03.2026

Vorgeschichte

Zeit des Sturms
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Als Geralt im Königreich Kerack ankommt, muss er seine Hexerschwerter bei der Stadtwache abgeben, kurz darauf sind diese verschwunden und Geralt wird unter fadenscheinigen Gründen verhaftet. Schnell ist ...

Als Geralt im Königreich Kerack ankommt, muss er seine Hexerschwerter bei der Stadtwache abgeben, kurz darauf sind diese verschwunden und Geralt wird unter fadenscheinigen Gründen verhaftet. Schnell ist klar, dass Geralt Opfer einer Intriege geworden ist, offenbar will man ihn zwingen einen heiklen Auftrag anzunehmen. Die ortsansässige Zauberin Koralle hat hierbei ihre Finger im Spiel und versteht es vortrefflich ihre Verführungskünste einzusetzen, um den Hexer für die ihm zugedachte Aufgabe zu begeistern.

Ich bin großer Fan der Witcher Serie auf Netflix und es war daher unvermeidlich, dass ich irgendwann die Bücher, die als Vorlage dienten, lese. Dieses hier ist Teil der Vorgeschichte und hat mit den in der Serie stattfindenden Ereignissen nichts zu tun. Während ich beim ersten Band noch total begeistert war, kam hier leider schnell etwas Ernüchterung. Die Story entwickelt sich äußerst zäh, die Dialoge sind oft unglaublich lang und ermüdend, es wird viel geschwafelt, angedeutet, umschrieben, oder in Rätseln gesprochen und insgesamt fand ich das Ganze doch etwas wirr aufgebaut. Auch durch die in die Story eingestreuten Zwischenspiele, Interludium betitelt, wurde dieser Eindruck eher verstärkt, obwohl ich diese inhaltlich teilweise sehr interessant fand und gespannt war, was es damit auf sich hat. Die Aufklärung dazu gibt es zum Ende des Buches.

Die Bücher mit der Vorgeschichte sind ja später erschienen, als die eigentliche Hexer-Saga und natürlich hatte ich mich im Vorfeld informiert, in welcher Reihenfolge man die Bücher am Besten lesen sollt. Dieses hier habe ich aber wohl doch fälschlicherweise zu früh zur Hand genommen.

Auch wenn das Buch für mich nicht ganz so überzeugend war, ist es für Fans der Saga und der Serie natürlich ein Muss, Punkt.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Schicksalsgemeinschaft

Giftiger Grund
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Vor sieben Jahren hat Joran mit zwei seiner Freunde eine Tankstelle überfallen und dabei einen Mann verletzt. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird steht für ihn fest, jetzt wird alles anders. Leider ...

Vor sieben Jahren hat Joran mit zwei seiner Freunde eine Tankstelle überfallen und dabei einen Mann verletzt. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird steht für ihn fest, jetzt wird alles anders. Leider ist das aber gar nicht so leicht. Um den Neustart ohne die Hilfe seines Vaters zu schaffen, sucht er nach seiner damals versteckten Beute an der längst verlassenen Tankstelle, dabei trifft er unerwartet auf Charu, die junge Frau postet Bilder von Lost Places auf ihrem Insta Account und auf Edda, ein kleines Mändchen das mitten in der Nacht, in Schlafanzug und Gummistiefeln an der Tankstelle auftaucht. Seine Beute findet er nicht, dafür aber etwas anderes.

Schon das Cover des Buches ist ein echter Hingucker, der mich direkt neugierig gemacht hat. Ein kleines Mädchen, das offenbar auf einem Baumstamm balanciert, vor einem giftgrünen Hintergrund. Dieses Grün unterstreicht den Titel des Buches, "Giftiger Grund", den giftig/toxisch ist der Ort des Verbrechens tatsächlich und das gleich in mehrerlei Hinsicht.

Die Story hält dann auch, was das Cover verspricht. Da ist Joran, der ziemlich naiv an sein Leben in Freiheit herangeht und direkt mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird, toxisch hier ganz klar sein Vater, aber auch sein damaliger Freund der an dem Überfall beteiligt war und Joran nun zu einem fragwürdigen Job drängt. Charu, die voll und ganz in ihrer Arbeit aufgeht und auf den Erfolg als Influencerin hofft, der bisher aber ausbleibt, in gewisser Weise toxisch hier, die Beziehung zu ihrer Schwester und leider nicht nur das. Und natürlich die kleine Edda, die nicht ohne Grund Nachts durch den Wald streunt. Drei völlig unterschiedliche Figuren, die aus den unterschiedlichsten Gründen Nachts an dieser verlassenen Tankstelle aufeinandertreffen und bald eine Schicksalsgemeinschaft bilden.

Die Geschichte wird abwechseln aus der Perspektive einer der Figuren erzählt, so erhält man als Leser viel mehr Einblicke in das Geschehen und kennt Details, die den anderen Figuren noch verborgen sind. Man folgt drei Handlungssträngen, die sich über weite Strecken unabhängig voneinander entfalten und immer mal wieder gemeinsame Berührungspunkte haben, bevor sie letztlich zusammenlaufen. Der Autor schafft es gut Empathie beim Leser zu erzeugen. Bei der kleinen Edda ist das recht leicht, aber er schafft es auch bei Joran, der ja ein Verbrechen begangen hat und der einem eigentlich suspekt sein sollte, dass man irgendwie eine Art Beschützerinstinkt entwickelt und ihm unbedingt helfen will. Leicht macht seine Figur es dem Leser allerdings durch sein oft unüberlegtes Handeln nicht unbedingt.

Thomas Knüwer erzählt auf psychologischer Ebene sehr spannend, das Setting des Buches, die Handlung, die meist Nachts spielt, tut ihr übriges. Man ist beim Lesen die ganze Zeit irgendwie angespannt und erwartet immer, dass etwas Schlimmes passiert. In einigen Szenen geht es auch durchaus etwas heftiger zur Sache. Zu manchen Details hat man als Leser schon eine Ahnung, anderes trifft einen vollkommen unvorbereitet. Das Ende ist eher ungewöhnlich, stimmig und konsequent, passt gut zur Geschichte, könnte aber nicht jedem Leser gefallen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Dieses Buch ist ein Muss

Essen und essen lassen
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Wahrscheinlich war es noch nie so einfach sich gesund zu ernähren wie heute. Wir wissen so viel über gesunde Lebensmittel, über das was dem Körper gut tut, ihn fit und gesund erhält und über das was ihm ...

Wahrscheinlich war es noch nie so einfach sich gesund zu ernähren wie heute. Wir wissen so viel über gesunde Lebensmittel, über das was dem Körper gut tut, ihn fit und gesund erhält und über das was ihm schadet. Noch nie war es so einfach die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, Erzeugung, Transport, Verkauf, all das läuft im großen Stil, weltweit operierende Konzerne produzieren und ernähren die Massen. Und trotzdem werden die Menschen in den Industrieländern immer dicker, leiden schon Kinder an Essstörungen, sind Adipositas, erhöhter Blutdruck, Diabetes Volkskrankheiten unserer Wohlstandsgesellschaft. Obwohl wir so viel über Ernährung wissen, macht sie uns krank, lässt uns schneller altern, bestimmt unser Leben physisch, aber immer öfter auch psychisch.

Die Autorinnen Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp haben mit "Essen und Essen lassen" einen Ernährungsratgeber (wenn man das so nennen will) geschrieben, der eigentlich etwas ganz anderes ist, ein Appell, ein Manifest, eine Offenbarung, ein Buch das ich zur Pflichtlektüre an Schulen machen würde, ein Buch das ich jungen Menschen schenken würde, die gerade dabei sind sich und ihren Platz in der Welt zu finden, aber auch all denen, die so wie ich selbst auch ihr Leben lang mit ihrem Körper und dem Essen gestruggelt haben.

Ich bin, würde ich sagen, eine gestandenen Frau, habe erfolgreich neben dem Beruf eine Familie gemanagt, drei wunderbare Töchter großgezogen, darf einem ebenso wunderbaren Enkel beim wachsen zusehen. Eigentlich sollte es mir schnurz egal sein was Andere über mich denken, wie Andere mich wahrnehmen. Ist es aber nicht, den leider ist auch heute, in Zeiten von Body positivity und der viel gepriesenen confidence, mein äußeres Erscheinungsbild das, worüber ich in der Öffentlichkeit als erstes definiert werde. Ich werde gesehen und allein aufgrund meiner Körpermaße eingeordnet, in eine Schublade gesteckt, bewertet und wenn meinem Gegenüber das was er sieht nicht gefällt, es nicht in seine Vorstellung passt, dann ist es auch völlig egal, dass ich ein total toller Mensch bin der gern Bücher liest, Hunde mag und Musik, gut kochen kann, sehr gesellig ist, verständnisvoll, empathisch, der gut zuhören kann, hilfsbereit ist, witzig, manchmal etwas zickig, manchmal nah am Wasser gebaut, loyal, einfach ein Kumpel. Und wenn mich dieser Umstand schon verunsichert, was bitte macht das dann mit unseren Kindern, die jeden Tag auf Tiktok, Instagram und Co mit dem vermeintlich perfekten Körperbild konfrontiert werden. Die täglich in den Lieder und Musikvideos ihrer Idole hören, wie toll es ist, schön, schlank und begehrenswert zu sein und direkt von geschäftstüchtigen Influencern die dafür nötigen Mittelchen angepriesen bekommen.

In acht Kapiteln spüren die Autorinnen all dem nach, analysieren wie wir über Essen reden, wie die Geschichte der Diät mit dem Kapitalismus zusammenhängt, wie die Ernährung mit unserem Charakter verknüpft ist, welche Trends und Ideologien es in der Ernährung gibt und natürlich auch ganz aktuell, wie sie uns krank macht. Sie schreiben dabei objektiv und ohne die Dinge zu bewerten, zu verherrlichen, zu verteufeln. In vielen Fällen kommen Betroffene zu Wort, zu denen auch die Autorinnen selbst gehören und geben Erfahrungsberichte. Sie wollen aufrütteln, ohne zu missionieren, wollen den Blick auf unseren Umgang mit Ernährung, aber ganz besonders auch den Umgang mit uns selbst entzerren, normalisieren und uns so aus der Gedankenspirale lösen, die bei so vielen Menschen den Alltag bestimmt.

Ich habe mich in diesem Buch in so vielen Sätzen wiedergefunden, im Positiven wie im Negativen und auch wenn ich noch immer nicht wirklich mit mir und meinem Körper im Reinen bin, hat das Buch mir unglaublich gut getan. Eine absolute Herzensempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Mord auf dem Land

Die Prophezeiung des weißen Raben
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Sara Rattlebag hoff auf ein wenig Ruhe wenn ihr Bruder am Wochenende aus London kommt und dann die Betreuung seiner Pflegetochter Annie übernehmen kann. Endlich mal wieder ausschlafen, denn, so liebenswert ...

Sara Rattlebag hoff auf ein wenig Ruhe wenn ihr Bruder am Wochenende aus London kommt und dann die Betreuung seiner Pflegetochter Annie übernehmen kann. Endlich mal wieder ausschlafen, denn, so liebenswert die Kleine auch ist, so fordernd ist auch ihre Betreuung. Aus der erhofften Ruhe wird aber erstmal nichts, denn Miss Spinster überrascht mit der Nachricht, dass ein älteres Ehepaar durch die Einnahme von Rattengift gestorben ist und ein Unfall kann das wohl kaum gewesen sein. Der Spürsinn der alten Dame ist geweckt und sie beginnt gemeinsam mit ihrer Krimigruppe Fragen zu stellen. Anscheinend wurde das Ehepaar vor seinem Tod von einer Wahrsagerin gewarnt, dass etwas Schlimmes passieren würde und nun bekommt auch Sara eine solche Warnung.

Mit diesem Buch ermittelt die skurrile, aber liebenswerte Truppe aus dem beschaulichen Sidbury bereits zum fünften Mal. Für mich war es das Debüt mit Sara, Miss Spinster und deren Freund Bobby Bobby. Mir war nicht bewusst, dass es sich um eine Reihe handelt, oder ich habe es geflissentlich überlesen. Auch ohne Vorkenntnisse hat sich das Buch gut lesen lassen, aber im Nachhinein würde ich hier schon empfehlen chronologisch vorzugehen, denn gerade im Bezug auf die Geschichte um Annie und auch beim Verhältnis von Sara zu ihrem Vater, hat man manchmal Fragezeichen im Kopf, weil hier einfach wichtige Hintergrundinfos fehlen.

Das Buch ist locker vom Stil her, lässt sich super wegschmöckern und ist ein typischer Vertreter der Cosy Crime. Es wird zwar gemordet, aber nicht allzu brutal und blutig. Die Geschichte folgt vom Setting her sehr ähnlichen Büchern, wie "Mrs Pottˋs Mordclub", "Die Hausboot Detektei", oder auch Serien wie "Agatha Raisin". Wie dort auch steckt eine Gruppe selbsternannter Hobbydetektiv*innen ihre Nasen ungefragt und sehr zum leidwesen der ermittelnden Beamten in lokale Mordfälle um diese zu lösen. Ich mag so was immer gern mal zwischendurch, denn diese Bücher sind meist mit einem kleinen Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Humor versehen und geben teilweise sehr spitzzüngig das biedere englische Landleben wieder, inklusive riesiger Mengen Tee. Mich erinnert das immer an Nancy Atherton und ihre "Tante Dimity"- Reihe, die ich vor vielen Jahren mit Begeisterung gelesen habe und natürlich auch an die berühmten "Miss Marple" Romane von der unerreichten Queen of Crime Agatha Christie, die ja quasi die Schablone für diese Art Geschichte erfunden hat.

Natürlich muss man erwähnen, dass hier einiges an Klischee bemüht wird, der Tee, von dem die Briten ja tatsächlich glauben, er hilft gegen alles, der ständig genervte Kommissar, der im Geheimen froh ist über die Hilfe der Truppe, oder auch die Beschreibung der Wahrsagerin. Aber auch das ist, denke ich, typisch für diese Art von Geschichte und sollte nicht überbewertet werden. Mir hat das Buch gut gefallen, man kann beim Lesen abschalten und wunderbar mitkriminalisieren. Die Lösung des Falls ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber durchaus möglich, ein paar Punkte sind einem als Leser recht schnell klar und man fragt sich natürlich, warum da keiner von denen drauf kommt, aber das ist wohl halt einfach dem Handlungsverlauf geschuldet. Ich werde die Reihe auf jeden Fall auf meine Leseliste setzen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Blutige Rache

Schwüre, die wir brechen
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Die Leiche eines Mannes wird in einem Boot gefunden, den Ermittlern Jon Nordh und Svea Karhuu bietet sich ein grausiges Bild, dem Toten wurde der Kopf entfernt und durch den eines Krokodils ersetz. Makaber. ...

Die Leiche eines Mannes wird in einem Boot gefunden, den Ermittlern Jon Nordh und Svea Karhuu bietet sich ein grausiges Bild, dem Toten wurde der Kopf entfernt und durch den eines Krokodils ersetz. Makaber. Als kurz darauf eine zweite Leiche mit Tierkopf gefunden wird, steht für Nordh fest, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, eine Bezeichnung, die seine Chefin gar nicht gerne hört.

"Schwüre die wir brechen" ist der zweite Band der Reihe rund um den Malmöer Ermittler Nordh und seine strafversetzte Kollegin Karhuu. Bei Beiden handelt es sich um Figuren, die ihr Päckchen zu tragen haben. Nordh ist seit kurzem Witwer, alleinerziehender Vater und muss sich auch noch mit der Tatsache auseinandersetzten, dass seine Frau ihn mit seinem Partner und bestem Freund betrogen hat. Karhuu hadert immer noch mit ihrer Versetzung, der damit verbundenen Trennung von ihrem Freund und den Ereignissen während ihres Undercovereinsatzes, dessen Ausgang der Grund für die Versetzung gewesen ist.

An sich mag ich Ermittlerfiguren mit komplizierter Ausgangslage und so war ich auch hier erstmal sehr angetan, leider haben sich meine Sympathien gerade bei Nordh im Verlauf des Buches immer mehr verschoben. Natürlich gestehe ich ihm seine Trauer, seine Wut und auch seine Hilflosigkeit im Bezug auf den Umgang mit seinen Kindern zu, aber mir wurde das leider irgendwann alles zu viel Selbstmitleid, er hat mir die Zerrissenheit zwischen Familie und Beruf einfach zu sehr zelebriert und auch wenn er eben noch gejammert hat, dass er wieder zu wenig Zeit mit den Kindern hatte, überlässt er sie in der nächsten Sekunde, ohne zu zögern der kranken Schwiegermutter, um alkoholisiert auf Rächertour in bester Rambomanier zu gehen. Karhuu ist da nur bedingt besser, auch sie wird zerfressen von Selbstvorwürfen und verfällt ins Extreme als ihre Vergangenheit sie einholt. Insgesamt hatte ich stellenweise den Eindruck eher einen amerikanischen Thriller zu lesen, als einen skandinavischen. Bitte nicht falsch verstehen, ich mag so was durchaus, in Verbindung mit den äußerst perfiden Morden war mir das aber manchmal etwas viel.

Der Stil der Autoren liest sich richtig gut, direkt im Prolog hatten sie mich. Umso verwirrter war ich, dass es dann so gar keinen Hinweis mehr auf die dort beschriebenen Ereignisse gegeben hat. Die Handlung, rund um den Fund der übel zugerichteten Leichen wird lediglich unterbrochen von Rückblenden, in denen der Leser den jungen Peter kennenlernt, der in Chile in einer deutschen Gemeinschaft lebt, die nach aussen hin religiöse Werte vermittelt, in der hinter verschlossenen Türen aber Gewalt und Missbrauch an der Tagesordnung sind. Natürlich liegt anhand von Peters Werdegang nahe, dass er in irgendeiner Art und Weise in die Morde involviert sein muss, die Einzelheiten bleiben aber lange, lange im Dunkeln. Erst nach über der Hälfte des Buches bekommt man dann endlich ein paar Erklärungen und kann so wichtige Verbindungen herstellen, die Person des Täters und auch sein Motiv bleibt aber bis kurz vor Schluss unklar. Einzig der Aspekt der ägyptischen Mythologie ist mega interessant und spannend. Mich konnte die finale Aufklärung in Teilen leider gar nicht überzeugen, da konnte auch der Showdown mit Knalleffekt nicht viel dran ändern.

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