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Veröffentlicht am 31.12.2016

Trotz Startschwierigkeiten spannender Thriller

Blutroter Tod
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In Tokio wird eine Leiche gefunden. Im Körper des Toten stecken unzählige Glassplitter. Der Mann wurde brutal hingerichtet. Reiko Himekawa und ihr Team werden mit den Ermittlungen betraut. Es werden weitere ...

In Tokio wird eine Leiche gefunden. Im Körper des Toten stecken unzählige Glassplitter. Der Mann wurde brutal hingerichtet. Reiko Himekawa und ihr Team werden mit den Ermittlungen betraut. Es werden weitere Leichen gefunden. Sie alle wurden auf ähnliche Weise getötet. Die Polizisten stoßen bei ihren Ermittlungen auf eine ominöse Website, auf die sie keinen Zugriff haben und von der nur in geheimen Foren die Rede ist.

Reiko Himekawa ist Kommissarin in der Mordkommission in Tokio. Schon in jungen Jahren erreichte sie diese Stellung. Sie ist engagiert und sehr gut in dem, was sie tut. Sie ist sogar die beste Ermittlerin Tokios. Aufgrund dessen und der Tatsachen, dass sie eine Frau und noch recht jung ist, hat sie es nicht immer leicht. Sie wird nicht von jedem in ihrer Position akzeptiert. Reiko Himekawa war mir nicht immer sympathisch. Ich brauchte ein wenig, um mit ihr warm zu werden.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Schreibstil ist sehr ansprechend. Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich leicht lesen. Die Hierarchien und Behördenwege in Japan unterscheiden sich doch von denen hier in Deutschland. Auch die Gepflogenheiten im Umgang miteinander weisen einige Unterschiede auf. Das war zwischenzeitlich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auch mit den vielen japanischen Namen hatte ich lange so meine Probleme. Es fiel mir schwer, sie auseinanderzuhalten und einzelnen Personen zuzuordnen. Zu Beginn der Geschichte gibt es zwar eine hilfreiche Auflistung, allerdings behinderte das Blättern den Lesefluss erheblich. Die Ermittlungen nahmen nur langsam an Fahrt auf und zogen sich zunächst etwas. Gegen Ende des dritten Teils des Buches wurde es aber richtig spannend. Den Rest der Geschichte verschlang ich regelrecht. Teile der Auflösung zeichneten sich schon im Verlauf der Handlung ab, dennoch konnte mich das Ende überraschen. Leider bleiben am Ende ein paar Fragen ungeklärt, auf die ich gern noch eine Antwort gehabt hätte.

Dies war mein erster Thriller, der in Japan spielte. Trotz der anfänglichen kleineren Schwierigkeiten und der nicht immer sympathischen Protagonistin Reiko Himekawa hat mir „Blutroter Tod“ gut gefallen. Es handelt sich um einen spannenden Thriller, hinter dem eine interessante Idee steckt. Ich kann mir gut vorstellen, weitere Bücher dieser Reihe zu lesen.

Veröffentlicht am 11.11.2016

Trotz kleinerer Kritikpunkte interessanter Psychothriller

Meine Seele so kalt
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Der fünfjährige Jacob befindet sich an einem regnerischen Novemberabend mit seiner Mutter zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Er reißt sich los und will voraus rennen. Wie aus dem Nichts erscheint ein Auto ...

Der fünfjährige Jacob befindet sich an einem regnerischen Novemberabend mit seiner Mutter zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Er reißt sich los und will voraus rennen. Wie aus dem Nichts erscheint ein Auto und erfasst den Jungen. Der Fahrer begeht Fahrerflucht. Für Jacob kommt jede Hilfe zu spät. Die Polizei versucht alles um den Unfallfahrer zu finden. Jenna Gray flüchtet vor den Ereignissen in einen kleinen, walisischen Küstenort. Doch auch in dieser Einsamkeit lässt sie ihre Vergangenheit nicht los.

Die Geschichte wird in verschiedenen Handlungssträngen und aus unterschiedlichen Erzählperspektiven erzählt. Die Arbeit der Polizei und das Privatleben des Detective Inspectors Ray Stevens werden durch einen auktorialen Erzähler wiedergeben. Jennas Sicht und die einer weiteren Person werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Durch die Ich-Perspektive kann man sich gut in die jeweilige Person hineinversetzen und ihre Gefühle und Beweggründe nachvollziehen. Durch die verschiedenen Handlungsstränge und den Wechsel der Erzählperspektive bekommt der Leser vielseitige Einblicke. Außerdem wird die Geschichte hierdurch lebendig.

Bei „Meine Seele so kalt“ soll es sich um einen Psychothriller handeln. Im ersten Drittel des Buches sucht man Spannung allerdings vergebens. Die Geschichte liest sich hier eher wie ein Roman. Im zweiten Drittel wird es dann allmählich etwas spannender. Die Dramatik steigert sich nun langsam bis zum letzten Drittel, wo sie dann ihren Höhepunkt erreicht. Trotz teilweise fehlender Spannung ist das Buch aber keineswegs langweilig. Es ist thematisch interessant und sowohl Schreib- und als auch Erzählstil der Autorin überzeugen. Clare Mackintosh hat in ihre Geschichte einige Wendungen eingebaut, die mich wirklich überraschten.

Trotz teilweise fehlender Spannung und ein paar kleinerer inhaltlicher Kritikpunkte, auf die ich leider nicht näher eingehen kann, ohne zu viel zu verraten, konnte mich „Meine Seele so kalt“ überzeugen. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Weitere Bücher der Autorin würde ich in jedem Fall lesen.

Veröffentlicht am 10.11.2016

Spannender Thriller, der aber nicht an das Debüt des Autors heranreicht

Tu es. Tu es nicht.
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Julia ist zufrieden mit ihrem Leben. Sie lebt mit ihrem Sohn, den sie über alle liebt und ihrem sorgenden Mann in London. Als sie die Nachricht erreicht, dass ihre Schwester in Paris brutal ermordet wurde, ...

Julia ist zufrieden mit ihrem Leben. Sie lebt mit ihrem Sohn, den sie über alle liebt und ihrem sorgenden Mann in London. Als sie die Nachricht erreicht, dass ihre Schwester in Paris brutal ermordet wurde, gerät ihre Welt aus den Fugen. Die französische Polizei kann den Mord nicht aufklären und Julia ist sich sicher, dass nicht genug getan wird, um den Mörder von Kate u finden. Also beschließt sie selbst einer möglichen Spur nachzugehen und gerät in den Sog eines Unbekannten.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Julia erzählt. Auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte, half mir das, mich in ihre Situation hineinzuversetzen.

Ich habe bereits das Buch „Ich.darf.nicht.schlafen.“ des Autors gelesen. Dieses Buch hat mich regelrecht begeistert. Die Handlung fesselte mich. Das Buch war vom Anfang bis zum Ende spannend. Bei „Tu es. Tu es nicht.“ Dauerte es ein wenig länger bis die Geschichte in Fahrt kam. Zu Anfang erinnerte sie mehr an einen Roman bzw. ein Familiendrama. Und ließ ein wenig an Spannung vermissen. Dennoch war die Handlung irgendwo interessant und langweilte mich nicht. Langsam, aber sicher, kam die Geschichte dann aber doch noch in Schwung. Die Spannung nahm zu. Im letzten Teil des Buches fesselte sie mich dann so sehr, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Auch wenn ich mir, je näher es dem Ende zu ging, nach und nach ein paar Details der Auflösung zusammen reimen konnte, war das meiste doch sehr unerwartet. Die Auflösung war zwar überraschend, aber für meinen Geschmack, an ein paar Zufälle zu viel geknüpft.

„Tu es. Tu es nicht. Ist ein Thriller, dessen Handlung ein wenig braucht um in Fahrt zu kommen, der dann aber durchaus spannend und fesselnd ist. An das Debüt von S.J. Watson „Ich.darf.nicht.schlafen.“ reicht dieses Buch aber keinesfalls heran. Dennoch hat mir es mir sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 10.11.2016

Toller Roman

Für immer in deinem Herzen
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In Familientradition besitzen die Frauen der Familie Lindsey ein Bettelarmband mit Glücksbringern. Großmutter Lolly lebt allein am Lost Land Lake. Ihre Tochter Arden und Enkelin Lauren leben in der Stad ...

In Familientradition besitzen die Frauen der Familie Lindsey ein Bettelarmband mit Glücksbringern. Großmutter Lolly lebt allein am Lost Land Lake. Ihre Tochter Arden und Enkelin Lauren leben in der Stad und haben Lolly schon länger nicht besucht. Als die beiden nun jeweils einen Brief mit einem Glücksbringer und der Bitte um einen Besuch erhalten, sind sie höchst beunruhigt und machen sich sofort auf den Weg um am Lost Land Lake nach Lolly zu sehen.

Die drei Frauen der Familie Lindsey waren mir auf Anhieb sympathisch. Ich konnte mich in jede von ihnen hi nein versetzen und ihre Beweggründe nachempfinden. Jede der drei hat ihre eigenen, persönlichen Probleme. Es war schön sie dabei zu begleiten, wie sie sich im Verlauf der Handlung verändern und entdecken, was im Leben wirklich zählt.

Viola Shipman hat mit „Für immer in meinem Herzen“ einen wirklich tollen Roman geschaffen, der mich nach wenigen Seiten in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Ich hatte einige sehr schöne Lesestunden. Mit viel Gefühl, ein wenig Humor, gespickt mit ein paar Lebensweisheiten erzählt die Autorin die Geschichte der drei sympathischen Protagonistinnen und beschreibt die besondere Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Ein wundervoller Roman, der einen verzaubert und darüber nachdenken lässt, was im Leben wirklich wichtig ist.

Veröffentlicht am 04.11.2016

Rundum gelungener Thriller

Mooresschwärze: Thriller
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Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die im Institut auch „Eislady“ genannt wird, wird von Kriminalkommissar Florian Kessler zum Fundort einer Leiche in einem nahe gelegenen Moor gerufen. Die junge Frau ...

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die im Institut auch „Eislady“ genannt wird, wird von Kriminalkommissar Florian Kessler zum Fundort einer Leiche in einem nahe gelegenen Moor gerufen. Die junge Frau scheint dort ertränkt worden zu sein. Bevor Julia eine Obduktion durchführen kann, verschwindet die Leiche jedoch. Julia und Florian machen sich auf die Suche und stoßen auf ein weiteres Opfer. Das tote Mädchen und die Moorleiche haben eine Gemeinsamkeit: Beide weisen auf dem Bauch ein seltsames Tattoo auf. Es scheint sich also um einen Serientäter zu handeln, der einen perfiden Plan verfolgt. Julia und Florian rennt die Zeit davon.

Sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe von „Mooresschwärze“ klangen sehr vielversprechend und versprachen einen spannenden Thriller. Dieser erste Eindruck täuschte nicht. Direkt zu Beginn wurde Spannung aufgebaut. Diese konnte über den gesamten Handlungsverlauf aufrecht erhalten und stellenweise sogar noch gesteigert werden. Die Handlung war logisch aufgebaut und die Aufklärung am Ende schlüssig.

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ist ein interessanter Charakter, der mir, wie auch der von Kriminalkommissar Florian Kessler, schnell sympathisch war. Die Zusammenarbeit der beiden hat mir gut gefallen. Ich hoffe sehr auf weitere Fälle für die beiden.

Catherine Shepherds Schreib- und ihr Erzählstil gefielen mir auf Anhieb. Die Geschichte ist flüssig und ansprechend geschrieben und leicht zu lesen.

Bei „Mooresschwärze“ handelt es sich um einen rundum gelungenen, toll geschriebenen, temporeichen Thriller , mit viel Spannung, sympathischen Charakteren und einer interessanten Thematik. Die Handlung zog mich schnell in ihren Bann und fesselte mich so sehr, dass ich das Buch regelrecht verschlungen und innerhalb kurzer Zeit beendet habe. Dies war mein erstes Buch der Autorin, aber es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein.