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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2021

Packendes Finale zum mitfiebern

Elbendunkel 2: Kein Weg zu dir
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Der zweite Teil der Dilogie schließt nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an und man steht sofort wieder mitten im Geschehen. Nach nur wenigen Seiten schafft es Rena Fischer den Leser wieder zurück ...

Der zweite Teil der Dilogie schließt nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an und man steht sofort wieder mitten im Geschehen. Nach nur wenigen Seiten schafft es Rena Fischer den Leser wieder zurück in die Welt der Licht- und Dunkelelben zu holen und baut Seite um Seite rasante Spannung auf, die schließlich in sich überschlagenden Ereignissen gipfelt.
Ich konnte das Buch zwischendurch nicht mehr aus der Hand legen, weil ein Ereignis das nächste gejagt hat und der Fortgang der Geschichte mit gebannter Spannung verfolgt werden wollte. Die einzelnen Handlungsstränge, die wir aus verschiedenen Sichten begleiten dürfen, zeichnen ein vollständiges Bild von den Ereignissen, die San Francisco im Bann halten. Ich habe mein Herz zwischen den Seiten an die Liebenden verloren und mit Tränen in den Augen verfolgt, wie der Krieg seine Opfer gefordert hat. Der Slam im ersten Teil hat mir bereits so gut gefallen und ich habe mich sehr darüber gefreut dass auch hier die Handlung wieder mit wundervoller Poesie in Form von Slams und Songs verziert war. Alles in allem war es ein wunderbarer Abschluss der Reihe wobei ich den zweiten Teil noch mehr genossen habe als den ersten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2021

Emotional, echt und verdammt berührend

Beautiful Broken Dream
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Die Geschichte von Trevor und June hat mich mit sich gerissen und mein Herz Seite um Seite erobert. Dawnhill ist ein richtiger Wohlfühlort und ich liebe die Clique sehr. Zwischen den Seiten stecken so ...

Die Geschichte von Trevor und June hat mich mit sich gerissen und mein Herz Seite um Seite erobert. Dawnhill ist ein richtiger Wohlfühlort und ich liebe die Clique sehr. Zwischen den Seiten stecken so viele echte und tiefgehende Emotionen, bewegende Geschichten und berauschende Gefühle. Das Cover ist ein absolutes Highlight und die Geschichte gehört ab sofort zu einer meiner liebsten. Ach was, ich glaube die ganze Reihe (Ich hoffe inständig auf eine Reihe) zählt zu meinen aller liebsten Wohlfühl und Nach-Hause-Kommen Büchern. June ist eine starke und eigenständige Protagonistin, ein Sonnenschein, eine Kämpferin gegen die Dämonen der Vergangenheit. Sie baut sich auf und pflegt ihre Wunden und vergisst dabei niemals, dass Heilung ein anstrengender Prozess ist, durch den man sich zwar kämpfen muss, aber aus dem man gestärkt herausgeht. Trevor verbirgt seine dunklen Wolken hinter hohen Mauern, die June mühelos mit ihrem Sonnenstrahlen einreißt. Er sucht sich die Hilfe, die er braucht und kämpft sich an einen sonnigen Platz im Leben. Die beiden sind stark und finden gemeinsam einen Weg ihre Träume zu verfolgen und das Glück anzunehmen. Ich bin so, so begeistert von der Geschichte und den Gefühlen, die beim Lesen mein Herz und meine Gedanken erobert haben. Ich wusste es nicht, aber ich habe dieses Buch gebraucht, dass zeigt, dass Stärke von Innen kommt und es immer einen Weg aus der Dunkelheit hinaus gibt gleichzeitig aber nicht alles perfekt sein muss, weil man sich an den schlechten Tagen an den Guten Dingen des Lebens festhalten kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2021

Ich bin Bonnie, du bist Clyde

Infinity Plus One
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Das Buch hat es mir nicht leicht gemacht, es zu lieben und ich denke ich bin ihm auch erst in der Mitte der Geschichte verfallen. Ob es sich trotzdem gelohnt hat? Auf jeden Fall, denn jede Geschichte, ...

Das Buch hat es mir nicht leicht gemacht, es zu lieben und ich denke ich bin ihm auch erst in der Mitte der Geschichte verfallen. Ob es sich trotzdem gelohnt hat? Auf jeden Fall, denn jede Geschichte, die auf irgendeine Weise geliebt wird ist es Wert gelesen zu werden.
Bonnie und Clyde … ähh Bonnie und Finn sind zwei von Angst erfüllte Menschen, die sich mutig in etwas reales und gleichzeitig imaginäres gestürzt und unendlich verliebt haben. Beide stehen an einem Punkt in ihrem Leben, der eine Wende darstellt. Oftmals sieht man das zwar kommen, aber auf eine andere Art und Weise als es vielleicht hinausläuft. Und so landet Bonnie, die in ihrer Verzweiflung eigentlich von der Brücke springen wollte, neben Finn, der eigentlich vor sich Selbst zu fliehen versucht hatte, auf einer langen Reise mit dem unerwarteten Ziel aus zwei gebrochenen Herzen ein ganzes entstehen zu lassen.
Sich in einen Fremden verlieben? Das geht nicht, oder? Aber sind es nicht immer uns Fremde Menschen, die unsere Blicke auf sich ziehen, unsere Herzen berühren, den Puls beschleunigen und eine wohlige Wärme über unsere Seele legen? Wer bestimmt die Definition von verliebt sein und Liebe? Bonnie und Clyde zeigen das Paradoxon auf, dass die Gefühle zweier Menschen in einen nebeligen Schleier legt. Es gibt kein richtig oder falsch und dennoch existiert in unseren Köpfen ein Raster, in das unsere Gefühle passen sollen. Eines, das von außen beeinflusst wird, obwohl die Liebe etwas aus unserem tiefsten Inneren ist. Wie kann man also etwas zerdenken, was man im Herzen mit Sicherheit weiß? Etwas in Frage stellen, was vom Schicksal vorherbestimmt ist? Etwas annehmen, was schon längst im Herzen einen Platz gefunden hat.
Dass die außergewöhnlich Situation es den Beiden Liebenden nicht besonders einfach macht ist sehr gut nachzuvollziehen. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Geschehnisse alles andere in den Schatten stellen.
Amy Harmon erzählt eine wunderbare Geschichte von verlorenen Seelen, die zusammenfinden, einer langen Reise, auf der tiefe Narben geheilt werden, einer starken Liebe, die allen Rastern zuwider ist und einem Paar, dass eins ist und damit unendlich.
Das Gedanken und Gefühlschaos von Bonnie und Finn ist gefühlvoll, romantisch und berührend beschrieben. Überzogen von der Magie einer abenteuerlichen Reise.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

»Ein letzter erster Augenblick« hat sich einen Platz in meinen Gedanken gesichert ... und meinem Herzen

Ein letzter erster Augenblick
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Wow. Nach dem Buch musste ich erst einmal durchatmen.
Die Geschichte von Joel und Callie wird erzählt wie ein Liebesfilm. Einer der Sorte, die einen zu heißen Tränen rühren.
Joel träumt von der Zukunft. ...

Wow. Nach dem Buch musste ich erst einmal durchatmen.
Die Geschichte von Joel und Callie wird erzählt wie ein Liebesfilm. Einer der Sorte, die einen zu heißen Tränen rühren.
Joel träumt von der Zukunft. Nicht immer, nicht alles, mal gutes, mal schlechtes. Manchmal kann er eingreifen und das schlechte abwenden, manchmal eben einfach nicht. Doch wie lebt es sich damit, das unerbittliche Schicksal schon zu kennen nur um dann mit gefesselten Händen zusehen zu müssen, wie es seinen unausweichlichen Lauf nimmt?
Joel kennt das, denn er lebt schon fast sein ganzes Leben mit diesen Träumen, die ihm mehr verraten als man manchmal über das Leben wissen sollte.
Und weil er nicht von allen Menschen träumt, sondern nur von denen, die ihm nahestehen, hält er den Kreis um sich möglichst klein. Eine Beziehung ist unter diesen Umständen sowieso keine gute Idee. Diese Erfahrung hat Joel bereits gemacht und kann in Zukunft auf weitere dieser Art verzichten.
Denkt er zumindest, denn unabhängig von dem, was er möchte: die Liebe fällt hin, wo sie möchte und macht auch vor ihm keinen Halt. Sie stürmt sein Leben und stellt alles in Frage, an dem er jahrelang festgehalten hat. Wie ein Wirbelwind gräbt der Sturm sich einen Graben bis zu seinem Herzen. Callie.
Doch auch Callie taucht in Joels Träumen auf. In guten und in schlechten. Und wieder muss er sich die Frage stellen: Wie lebt es sich damit dem Werk des Schicksals mit gebundenen Händen zusehen zu müssen?
Joel und Callie sind ein vernichtender Sturm. Sie erobern die Leser rasant und unausweichlich. Und wenn der Sturm vorüber ist bleibt genau das zurück, was man am liebsten verhindert hätte: Bruchstücke und Trümmer der Leserherzen. Aber eigentlich hat es sich trotzdem gelohnt, oder?
»Ein letzter erster Augenblick« macht etwas, dass nur gute Geschichten können. Das Buch bringt den Leser dazu nachzudenken. Über Joel und Callie, über das Leben und die Liebe, über Eventualitäten und Realitäten. Vor allem über die eigene.
Wie würdest du mit solchen Träumen leben? Welche Entscheidungen würdest du an Joels Stelle treffen? Und vor allem: Was würdest du tun, wenn du das Leben eines anderen Menschen beeinflussen kannst? Oder andersherum? Was würdest du mit der Zeit machen, die dir vom Schicksal geschenkt wurde? Alles theoretische Fragen, oder? Doch Joel und Callie beweisen das Gegenteil. Diese Fragen sind ständig präsent, auch wenn du sie nicht sehen willst.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2021

Alpakalypse vom Feinsten

More than Love – Was dein Blick mir sagt
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Josh und Mia. Mia und Josh. Eine Liebe, die eigentlich vorherbestimmt ist. Nicht zu übersehen, dass zwei Menschen zusammengehören. Jeder weiß, dass es so ist. Auch Mia und Josh, auch wenn sie so ziemlich ...

Josh und Mia. Mia und Josh. Eine Liebe, die eigentlich vorherbestimmt ist. Nicht zu übersehen, dass zwei Menschen zusammengehören. Jeder weiß, dass es so ist. Auch Mia und Josh, auch wenn sie so ziemlich die letzten sind, die das endlich verstanden haben. Und dann Happy End.
Nein, natürlich nicht. Sonst gäbe es ja keine Geschichte zu erzählen.
Mia und Josh haben sich zwar gefunden, aber sich mussten sich erst verlieren, um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Dass das nicht ohne Tränchen, Herzschmerz und heftigen Rückschlägen geht, ist ja wohl klar.
Und so begleiten wir Mia und Josh dabei, wie sich sich ganz lange suchen und endlich finden, nur, um sich wieder zu verlieren. Denn das Schicksal stellt manchmal härtere Proben als eine Liebe ertragen kann.

10 Jahre nach dem erschütternden Ereignis, dass Mia und Josh endgültig auseinander getrieben hat, steht Mias Hochzeit an. Nur nicht mit Josh sondern ihrem gemeinsamen Kindheitsfreund Ben. Bei dieser Neuigkeit kommt etwas in Josh in Bewegung, das jahrelang schmerzlich festgesessen hat. Denn egal, was die beiden durchgemacht haben, Josh ist sich sicher: wenn jemand für Mia der Richtige ist, dann er. Und so steht er gleich zu Beginn der Geschichte zurück in seiner alten Heimat vor dem Standesamt und wird prompt von der Frau umgerannt, für die er die bevorstehende Hochzeit gecrasht hätte. Mia, in einem zauberhaften Kleid, tränenüberströmt und hochschwanger.

Ein guter Punkt, um in die Geschichte einzusteigen, oder? Durch mehrere Blicke in die Vergangenheit erfährt der Leser, was es mit ihrem Bruch auf sich hat und schnell wird klar, wieso die Beiden sich zehn Jahre nicht gesehen haben.
Josh hat Mist gebaut und zwar nicht wenig. Seine langsam, dafür umso tiefer aufgebaute Sucht nach Rauschmitteln gipfelt in einer gebrochenen Mia und einem Josh am tiefsten Punkt seines Lebens. Doch bevor eine Beziehung gekittet werden kann, muss Josh erst einmal aufarbeiten, was ihm sein Leben mehr zerstört als er es je gedacht hätte. Und so etwas braucht nunmal seine Zeit.
Doch selbst, wenn alle Dinge aufgearbeitet sind, spielt das Leben gegen die Beiden. Denn es geht weiter, ohne Rücksicht auf Zurückgebliebene. Und so landen die Beiden nach jahrelanger Trennung auf der Alpakafarm seines Onkels und versuchen zusammenzusetzen, was bis heute überdauert hat. Ob Gefühle ausreichen, wenn Vertrauen und Zeit nicht auf ihrer Seite sind?

Nicole Knoblauch erzählt eine Geschichte von verlorener Zeit und tiefsitzenden Wunden. Und immer wieder Frage ich mich, ob es nicht nötig war die Zeit zu verlieren, um die Wunden zu heilen, die viel tiefer sitzen als eine zerrüttete Beziehung.
Für mich lautet die Antwort: ja. Denn wie oft hängt an mit den Gedanken in der Vergangenheit und wünscht sich dieses nicht getan und jenes viel früher begonnen zu haben. Doch was, wenn man Ersteres nie getan und es dadurch nie zu Zweitem gekommen wäre?
Das ist es doch, oder? Das Schicksal ist undurchschaubar und manchmal halten auch die schlechten Dinge etwas Gutes für uns bereit.

Mia und Josh mussten erst auseinander fallen bevor sie gemeinsam Leben konnten. Hätte, wäre, wenn gehört der Vergangenheit an. Und auch wenn diese nicht durchgehend glänzt, war all das grau nötig, um die Farben den Lebens heller strahlen zu lassen.
Eine liebevolle Geschichte, die das ein oder andere ernste Thema anschneidet aber dennoch ruhig und Slice of life ähnlich erzählt wird. Wobei man natürlich nicht jeden Tag einer weinenden Braut in die Arme läuft ;)
Ich habe die Geschichte sehr genossen. Viele der Themen wurden nur angeschnitten, was einen lockere Atmosphäre bei Lesen ermöglicht hat. Die Gefühle zwischen Mia und Josh hätten mehr knistern können, aber das, was die Beiden verbindet ging deutlich tiefer als verliebt sein. Die Beiden waren eine Familie, schon seit Josh Mia als das coolste Mädchen vorgestellt hat. Die Atmosphäre war angenehm, vor allem durch die zahlreichen Besuche bei den Alpakas.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl