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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

3 ⭐

A Princess so dark
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„A Princess so Dark“ setzt die Geschichte um Alethria und Caelan nahtlos fort und führt tiefer in die düstere, konfliktreiche Welt von Luminalis. Die Handlung ist ernster, politisch aufgeladener und emotional ...

„A Princess so Dark“ setzt die Geschichte um Alethria und Caelan nahtlos fort und führt tiefer in die düstere, konfliktreiche Welt von Luminalis. Die Handlung ist ernster, politisch aufgeladener und emotional fordernder als im Vorgängerband. Besonders die innere Zerrissenheit der Charaktere steht im Mittelpunkt – allen voran Alethria, die mit ihrer wachsenden Verantwortung, ihren Zweifeln und den Schatten in sich selbst zu kämpfen hat. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und glaubwürdig, auch wenn sie an manchen Stellen etwas zurückhaltender wirkt als erwartet.

Caelan bekommt in diesem Band deutlich mehr Tiefe, und seine Vergangenheit sowie sein innerer Zwiespalt werden stärker beleuchtet. Die Verbindung zwischen ihm und Alethria ist weiterhin ein zentrales Element, dieses Mal noch intensiver, aber auch konfliktreicher. Die Dynamik der beiden bleibt spannend, wenn auch nicht ganz so frisch und lebendig wie in Band 1.

Stilistisch bleibt Aspen Skye ihrem poetischen, gefühlvollen Ton treu. Besonders in stillen Momenten gelingt es ihr, Emotionen subtil und eindringlich zu vermitteln. Die großen Themen – Macht, Schuld, Selbstverantwortung – sind gut eingebettet, ohne den Plot zu überfrachten. Auch das Worldbuilding überzeugt erneut durch eine dichte Atmosphäre, klare magische Strukturen und die politische Komplexität, die nun noch stärker in den Vordergrund tritt.

Trotz dieser Stärken wirkte die Handlung stellenweise etwas gedehnt. Manche Entwicklungen brauchen ungewöhnlich lange, um voranzukommen, und nicht jede Szene fühlt sich gleich bedeutungsvoll an. Im Vergleich zum ersten Band fehlt es gelegentlich an der Leichtigkeit und dem mitreißenden Erzählfluss, der mich damals so überzeugt hat. Auch einige Nebencharaktere, obwohl grundsätzlich interessant angelegt, bleiben eher im Hintergrund und bieten wenig neuen Reiz.

Dennoch ist „A Princess so Dark“ ein stimmiger zweiter Band, der nicht nur die Geschichte weiterführt, sondern sie emotional vertieft und inhaltlich erweitert. Wer die Welt und die Charaktere bereits ins Herz geschlossen hat, wird auch hier fündig – selbst wenn das Tempo etwas ruhiger und die Tonlage ernster geworden ist. Eine gelungene Fortsetzung mit kleineren Schwächen, die jedoch Lust auf den nächsten Band macht. Von mir bekommt dieser Band dezente 3 ⭐.

Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 12.04.2025

3 ⭐

A Heart of Shadow and Magic: Magieglimmen | Mit wunderschönem Farbschnitt
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"Magieglimmen" von Asuka Lionera bietet einen interessanten Einstieg in eine magische Welt, die in einem alternativen New York angesiedelt ist. Die Grundidee – ein ausgeklügeltes Magiesystem, magische ...

"Magieglimmen" von Asuka Lionera bietet einen interessanten Einstieg in eine magische Welt, die in einem alternativen New York angesiedelt ist. Die Grundidee – ein ausgeklügeltes Magiesystem, magische Begleiter namens Familiars und eine Protagonistin, die sich gegen ihre übermächtigen Brüder behaupten möchte – weckt zunächst große Erwartungen. Die Autorin überzeugt mit einem flüssigen Schreibstil, der einen schnellen Einstieg in die Handlung ermöglicht.

Leider konnte mich die Geschichte im weiteren Verlauf nicht durchgängig fesseln. Die Protagonistin Felicity, obwohl bereits 24 Jahre alt, verhält sich häufig naiv und unreif, was ihre Entwicklung wenig glaubhaft erscheinen lässt. Ihre Unsicherheit ist in gewisser Weise nachvollziehbar, insbesondere im Schatten ihrer Brüder, dennoch empfand ich ihre Entwicklung als zu gering. Gegen Ende wirkte sie auf mich zunehmend passiv, was meine Lesefreude deutlich trübte.

Auch die Liebesbeziehung zwischen Felicity und dem Familiar Shadow entwickelt sich in einem Tempo, das wenig überzeugend erscheint. Bereits nach kurzer Zeit entsteht eine intensive Bindung, deren emotionale Tiefe ich nicht nachvollziehen konnte. Shadow hingegen ist als Charakter interessant angelegt, wirkt geheimnisvoll und bringt eine gewisse Spannung in die Handlung – dennoch reicht dies nicht aus, um die mangelnde Authentizität der Beziehung auszugleichen.

Die Nebencharaktere, insbesondere Felicitys Brüder, bleiben leider recht eindimensional. Auch die magische Welt, obwohl mit Potenzial versehen, wird nur oberflächlich beleuchtet. Hier wäre eine vertiefte Ausarbeitung wünschenswert gewesen – möglicherweise wird dies in den Folgebänden noch nachgeholt.

Insgesamt handelt es sich um eine unterhaltsame Geschichte mit einer soliden Grundidee, die jedoch in der Umsetzung Schwächen aufweist – insbesondere im Bereich der Charakterzeichnung und Beziehungsentwicklung. Ich vergebe dezente 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 12.04.2025

1 bzw. 0 ⭐

Love will happen
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Auch der zweite Band dieser Reihe konnte mich leider nicht überzeugen. Der Klappentext klang wieder vielversprechend – eine junge Frau, die aus ihrem Alltag ausbricht, neue Erfahrungen sammelt und sich ...

Auch der zweite Band dieser Reihe konnte mich leider nicht überzeugen. Der Klappentext klang wieder vielversprechend – eine junge Frau, die aus ihrem Alltag ausbricht, neue Erfahrungen sammelt und sich dabei vielleicht verliebt – eigentlich genau mein Ding. Doch wie schon beim ersten Band fehlte es mir an Tiefe, Spannung und Charakterentwicklung.

Nova als Protagonistin blieb für mich farblos. Ihre Beweggründe, ihr innerer Konflikt, ihre Höhenangst – all das wurde zwar angesprochen, aber nie wirklich greifbar gemacht. Ihre Entscheidungen wirkten oft sprunghaft und wenig nachvollziehbar. Auch Hudson, der love interest, hatte leider kaum etwas, was ihn aus der Masse ähnlicher Figuren herausstechen ließ. Die Romanze entwickelte sich vorhersehbar und ohne wirkliches Knistern. Alles fühlte sich einfach zu glatt und austauschbar an.

Insgesamt war die Geschichte für mich einfach zu oberflächlich, und auch emotional hat sie mich nicht abgeholt. Ich habe das Buch zu Ende gelesen, aber mehr aus dem Wunsch heraus, es abzuschließen, als aus echter Neugier auf das Ende.

Schade, denn das Setting hätte durchaus Potenzial gehabt. Aber auch dieser Teil bleibt für mich leider eine Enttäuschung – und damit ist die Reihe für mich nun endgültig beendet. 1 bzw. 0 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 12.04.2025

2.5 ⭐

Ever & After. Die dunkle Hochzeit
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Nachdem mich der erste Band der "Ever & After"-Reihe von Stella Tack gefallen hatte hatte, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Leider konnte "Die dunkle Hochzeit" meine Erwartungen nicht ganz ...

Nachdem mich der erste Band der "Ever & After"-Reihe von Stella Tack gefallen hatte hatte, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Leider konnte "Die dunkle Hochzeit" meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Zwar bleibt das Märchenthema faszinierend und die düstere Atmosphäre wirkt passend zum Setting, doch insgesamt war mir dieser Band stellenweise zu überladen, zu langatmig und thematisch teilweise schwer verdaulich.

Positiv hervorzuheben ist erneut, wie kreativ die Autorin mit den bekannten Märchenstoffen spielt. Die Verknüpfung klassischer Märchenelemente mit düsterer Fantasy ist nach wie vor spannend umgesetzt, und man merkt deutlich, wie tief Stella Tack sich mit den ursprünglichen Erzählungen beschäftigt hat. Auch der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen – er ist leicht zugänglich, flüssig und trotz der ernsten Grundstimmung mit Humor durchzogen, was vielen Szenen die nötige Leichtigkeit verleiht. Auch der Cliffhanger am Ende hat mich neugierig gemacht – der Spannungsbogen wurde gut aufgebaut, und man will wissen, wie es weitergeht.

Was mir jedoch deutlich weniger gefallen hat, war die inhaltliche Ausführung. Viele Szenen wirkten überzogen brutal oder schlicht unnötig für den Verlauf der Handlung. Zwar wurde vorab eine Triggerwarnung eingefügt, was ich grundsätzlich sehr begrüße – doch leider wurden nicht alle heiklen Themen erwähnt, und manche Beschreibungen empfand ich als unnötig detailliert und übertrieben. Dazu kam ein teils verwirrender Plot, der durch viele Einschübe und Wiederholungen streckenweise die Spannung verlor. Die Handlung zog sich in meinen Augen unnötig in die Länge, und man hätte problemlos mehrere Szenen kürzen oder ganz streichen können, ohne dass der rote Faden verloren gegangen wäre.

Auch mit der Liebesgeschichte hatte ich dieses Mal so meine Schwierigkeiten. Die Dynamik zwischen Rain, Cole und Black wirkte auf mich konstruiert und unausgewogen. Vor allem Rains plötzliche Gefühle für Black am Ende passten für mich nicht zum vorherigen Verlauf – das kam zu spät und wirkte nicht authentisch. Überhaupt fehlte mir das emotionale und glaubhafte Development zwischen den Figuren. Stattdessen blieb vieles oberflächlich oder wurde durch extreme Handlungen überdeckt, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Die moralische Grauzone, die in Band 1 noch reizvoll war, wich hier einem sehr simplen Schwarz-Weiß-Denken.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieser Band vor allem als Lückenfüller dient – viel Setup, wenig echtes Vorankommen. Die Welt, die Charaktere und das Grundkonzept gefallen mir nach wie vor, aber ich hoffe, dass der Abschlussband wieder fokussierter, runder und emotional stimmiger wird. Ob ich ihn direkt lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht – zu sehr hat mich der zweite Teil in seiner Umsetzung enttäuscht. Ich vergebe 2.5 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 04.04.2025

3 ⭐

Doom & Love
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"Doom & Love" ist der zweite und letzte Band der Dilogie von Daphne Bühner, und ich muss sagen, dass er durchaus unterhaltsam war, aber nicht ganz die Erwartungen erfüllt hat, die ich nach dem ersten Band ...

"Doom & Love" ist der zweite und letzte Band der Dilogie von Daphne Bühner, und ich muss sagen, dass er durchaus unterhaltsam war, aber nicht ganz die Erwartungen erfüllt hat, die ich nach dem ersten Band hatte.

Die Geschichte setzt direkt nach dem Cliffhanger aus Band 1 ein und führt Thea und Pierce weiter auf ihrem Weg. Thea hat in diesem Band eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht – sie ist stärker, mutiger und steht nun mehr für sich selbst ein. Es war wirklich schön zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt, vor allem, weil sie in Band 1 noch recht verletzlich wirkte. Pierce hat sich ebenfalls verändert, aber bei ihm hat es doch deutlich länger gedauert, bis er wirklich zu sich selbst fand. Ich hätte mir hier noch ein wenig mehr Einblick in seine Gedanken gewünscht, um ihn besser zu verstehen.

Die Atmosphäre ist wie im ersten Band wieder düster und packend. Die Uni-Setting hat definitiv seinen Reiz und bietet eine tolle Kulisse für die komplexe Beziehung zwischen den beiden. Der Schreibstil von Daphne Bühner bleibt weiterhin flüssig und fesselnd, und man fliegt nur so durch die Seiten. Die Spannung war konstant hoch und die Wendungen, auch wenn ich einige vorausahnen konnte, haben mich doch immer wieder überrascht.

Was mich aber etwas gestört hat, waren die blassen Nebenfiguren. Manche von ihnen wurden zu schnell abgehandelt, und ich hätte mir gewünscht, dass sie etwas mehr Raum bekommen hätten. Auch die Rachegeschichte, die Thea im Fokus hatte, wurde stellenweise etwas klischeehaft dargestellt. Der „Enemies-to-Lovers“-Plot ist zwar spannend, aber an manchen Stellen ging mir das Hin und Her zwischen den beiden etwas zu schnell und ohne die nötige Tiefe.

Nichtsdestotrotz habe ich mitgefiebert und war emotional sehr involviert. Die Mischung aus Spannung, Drama und den intensiven Momenten hat dafür gesorgt, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen konnte. Das Ende war zwar schön, aber ich hatte das Gefühl, dass es für mich noch ein bisschen mehr Tiefe hätte haben können, besonders in Bezug auf die Charakterentwicklung und die Auflösung der Geschichte.

Alles in allem war "Doom & Love" ein solider Abschluss der Dilogie, aber nicht ganz so packend wie der erste Band. Wer die Reihe mochte, wird auch mit diesem Buch gut unterhalten, aber für mich hat es einfach nicht die gleiche Intensität wie der erste Band erreicht. Ich vergebe dezente 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!